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    Weißt du was da steht du Hurenbock?
    Frank White aus dem Gefängnis entlassen

    Hörst du die Sirenen? Sowas nennt man Strassensound
    Ich klopf den Dreck von den Schultern - Strassenstaub
    Ich bin kriminell gefährlich, radikal
    Du kriegst nur diese Chance White, du hast die Wahl

    Ich pack die Kilos auf die Waage rauf
    Ich disse Rapper nicht ich schlage drauf
    Diese scheiße hier hat mir oft den Schlaf geraubt
    Doch scheiß egal dieser Körper ist aus Stahl gebaut
    Vom Koka die Visage taub, das hier ist Carlo Sound
    Mach Witze über Akne Haut, bis Farid mit der Nase schnauft
    Ich steige aus dem Wagen aus
    Deine Mutter an meinem schwanz, sowas nennt man Samenraub
    Ich bin der Rapper der von oben wie ein Adler schaut
    Versace auf der Haut, wenn ich aus dem Laden lauf
    Ich hab keinen Abschluss doch kenne mich mit Zahlen aus
    Glaub mir deine Eltern machen heimlich Partnertausch
    Maskulin wir gehen wie Soldaten raus
    Mach schon mal dein Testament, wenn du Kek an Karma glaubst
    Ich bin Frank White jetzt ist deine Marke out
    Denn auf jedem Teenie Sweater steht mein Name drauf

    Ich komm auf die Party dann bricht Panik aus
    Rapper sind nicht grade, ich bin gerade aus
    Ich überwach den Warentausch im Lagerhaus
    Aus meinem AMG Mercedes qualmt der schwarze Rauch
    Rapper sind behindert im Cannabis Rausch
    Ich schlage mit der Faust ihr Anwalt schickt die Klage raus
    Mein Konto fängt den Schaden auf - ich atme aus
    Jedes Haus in meinem Block hat die Farbe Grau
    Ich sag es laut du bist ein Hurensohn mit Gartenhaus
    Siehst mit 25 wie dein schwuler Vater aus
    Fick dein Applaus, auf meinem Herz sind Narben drauf
    Doch dann geht die Garage auf und ich fahr im Ferrari raus
    Yeah - deine Mutter ist total versaut
    Ich fick sie auf der harten Couch die Bukkake Braut
    Ich bin Frank White jetzt ist deine Marke out
    Denn auf jedem Teenie Sweater steht mein Name drauf

    (Theodor Fontane)

    #2
    um dir zu zeigen wie ich dich lieb'
    stecke ich ne rose in mein glied.
    gefällt dir das jedoch nicht
    kriegst den p3nn0r ins gesicht.

    by ([rm])

    klose kann eingewechselt werden.

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      #3
      rosen sind rot
      du bist ein spast
      wer das liest ist doof

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        #4
        Rosen sind rot,
        der Lörres ist steif,
        ich butter die Bitches,
        was für 1 life.

        Kommentar


          #5
          Zitat von fil0w
          um dir zu zeigen wie ich dich lieb'
          stecke ich ne rose in mein glied.
          gefällt dir das jedoch nicht
          kriegst den p3nn0r ins gesicht.

          by ([rm])

          klose kann eingewechselt werden.
          das ist pures gold

          Kommentar


            #6
            Shawty ist so high und sieht Liebe überall, ey ya
            Shawty ist so high und sieht Liebe überall, ey
            Shawty ist so high und sieht Liebe überall, no no ey ya
            Shawty ist so high und sieht Liebe überall, ey ya, ey

            Shawty hat ein Teil im System
            Shawty hat ein Teil im System
            Shawty ruft mich an, Nokia 8210
            Sie ist in der Schlange vorm Boilerroom
            Sie ist in der Schlange vorm Boilerroom
            Sie will Gästeliste rein, ey
            Sie will Gästeliste rein, ey
            Sie will zu Skepta ins Berghain
            Sie will zu Skepta ins Berghain
            Sie ist so allein, will ein Teil, ey
            Sie ist so allein, will ein Teil, ey

            (Rainer Maria Rilke)

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              #7
              Der Mann:
              Hier diese Reihe sind zerfallene Schöße
              und diese Reihe ist zerfallene Brust.
              Bett stinkt bei Bett. Die Schwestern wechseln stündlich.

              Komm, hebe ruhig diese Decke auf.
              Sieh, dieser Klumpen Fett und faule Säfte,
              das war einst irgendeinem Mann groß
              und hieß auch Rausch und Heimat.

              Komm, sieh auf diese Narbe an der Brust.
              Fühlst du den Rosenkranz von weichen Knoten?
              Fühl ruhig hin. Das Fleisch ist weich und schmerzt nicht.

              Hier diese blutet wie aus dreißig Leibern.
              Kein Mensch hat soviel Blut.
              Hier dieser schnitt man
              erst noch ein Kind aus dem verkrebsten Schoß.

              Man läßt sie schlafen. Tag und Nacht. - Den Neuen
              sagt man: hier schläft man sich gesund. - Nur sonntags
              für den Besuch läßt man sie etwas wacher.

              Nahrung wird wenig noch verzehrt. Die Rücken
              sind wund. Du siehst die Fliegen. Manchmal
              wäscht sie die Schwester. Wie man Bänke wäscht.

              Hier schwillt der Acker schon um jedes Bett.
              Fleisch ebnet sich zu Land. Glut gibt sich fort,
              Saft schickt sich an zu rinnen. Erde ruft.

              (John Lennon)

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                #8
                [Intro]
                Ich bin Jiggy Siggi von den Jiggy Brothers
                „All you niggas seem to hate us but your baby's mothers love us“
                Deine Kick wird von Track zu Track beschissener
                „But I got the sound I want the whole world to listen to“
                Die Leute quatschen mich voll
                Ihr redet immer nur über Scheisse und Arschficken und Kotzen und so
                Yeah, hier ist der Track für euch Spassten

                [Part 1]
                Den Leuten fällt es auf wir reden ständig über Scheisse
                Egal ob flüssig, fest, braune oder weiße
                Sie fragen ob ich nur über Analsex reden kann
                Doch es geht nicht anders, ich bin der Arschfickmann
                Es fing an mit 13 und einer Tube Gleitcreme
                Dann brauch man nicht erst lockern, sondern kann ihn gleich rein schieben
                Kathrin hat geschrien vor Schmerzen - mir hat's gefallen
                Ich hab gelernt man kann ne Hand reinschieben und dann ball'n
                Ich hab experimentiert - Kathrin war schockiert
                Sie hat nicht gewusst, dass der Neger Dildo auch vibriert
                Ihr Arsch hat geblutet und ich bin gekomm'n
                Seit diesem Tag sing ich den Arschficksong
                Und der geht...

                [Hook]
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa

                [Part 2]
                Und dann kam der erste Rapper, der dachte er sei besser
                Als jeder von der Sekte und als ich dann in ihm steckte
                Hat er geweint und gesagt es tut ihm leid
                Für ihn war's ne Blamage - Für mich ficken in Extase
                Ich hab ihn langsam reingesteckt und mal mit voller Wucht
                Ich bin Rosettenfetischist es ist Sucht
                Ich wollte den Kerl schon' - Sein Loch war schon ganz blau
                Und dabei fand ich raus: Er konnte blasen wie ne Frau
                Aber es ging nicht lange, irgendwie musste er kotzen
                Wahrscheinlich lag es an den restlichen Scheissebrocken
                Scheiss egal, wieder Anal - Bis ich komme
                Ich bin der Arschfickmann, das ist der Arschficksong
                Und der geht:

                [Hook]
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa

                [Bridge]
                Aua Aua Aua Aua (Arschfick)
                Uh uh uh uh (Arschfick)
                Uh Uh Aua Uh Aua Uh (Arschfick)
                Uh Uh Aua Argh Aua Arghhh!! (Arschfick)

                [Part 3]
                Ich kann verstehen wenn du sagst, dass Arschfick nix für dich is'
                Doch wenn du mal das Bedürfnis nach nem Schwanz hast mach ich es
                Ich nehm mir dann viel Zeit und bring Spielzeug mit
                Du brauchst viel Kondition, halt dein Arsch schön fit
                Du kriegst ne Arschfickmann-Profi-Therapie
                Ein bisschen Schmerz muss sein, ohne komme ich nie
                Erst locker ich die Rosette, immer schön reiben
                Solange bis die Finger von alleine stecken bleiben
                Dann steck ich ihn dir rein und wenn möglich musst du schrei'n
                Jeden der so tut als wär's cool kann ich nicht leiden
                Du kannst mich sogar reiten - Hauptsache ich komm
                Und beim Höhepunkt singen wir den Arschficksong

                [Hook]
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa
                Dadadadadadaaaaa, dadadadadadaaaaa

                [Outro]
                Yeah!
                Ich hoffe das reicht euch Spasten
                Wenn nicht, ihr wisst ja
                Wo ihr euren nächsten Arschfick bekommt
                Ich bin der Arschfickmann

                (Bertolt Brecht, inspiriert von dM)

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                  #9
                  Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang
                  Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang (Gucci gang!)
                  Spend ten racks on a new chain
                  My bitch love do cocaine, ooh
                  I fuck a bitch, I forgot her name
                  I can't buy a bitch no wedding ring
                  Rather go and buy Balmains
                  Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang (Gucci gang!)
                  Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang
                  Gucci gang, Gucci gang, Gucci gang (Gucci gang!)

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                    #10
                    breit gebaut, braun gebrannt, 100 kilo hantelbank

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                      #11
                      Die Bürgschaft von Schiller. Zwar ne Ballade aber sehr nice.

                      Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
                      Damon, den Dolch im Gewande:
                      Ihn schlugen die Häscher in Bande,
                      »Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!«
                      Entgegnet ihm finster der Wüterich.
                      »Die Stadt vom Tyrannen befreien!«
                      »Das sollst du am Kreuze bereuen.«

                      »Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereit
                      Und bitte nicht um mein Leben:
                      Doch willst du Gnade mir geben,
                      Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
                      Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
                      Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
                      Ihn magst du, entrinn' ich, erwürgen.«

                      Da lächelt der König mit arger List
                      Und spricht nach kurzem Bedenken:
                      »Drei Tage will ich dir schenken;
                      Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
                      Eh' du zurück mir gegeben bist,
                      So muß er statt deiner erblassen,
                      Doch dir ist die Strafe erlassen.«

                      Und er kommt zum Freunde: »Der König gebeut,
                      Daß ich am Kreuz mit dem Leben
                      Bezahle das frevelnde Streben.
                      Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
                      Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
                      So bleib du dem König zum Pfande,
                      Bis ich komme zu lösen die Bande.«

                      Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
                      Und liefert sich aus dem Tyrannen;
                      Der andere ziehet von dannen.
                      Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
                      Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
                      Eilt heim mit sorgender Seele,
                      Damit er die Frist nicht verfehle.

                      Da gießt unendlicher Regen herab,
                      Von den Bergen stürzen die Quellen,
                      Und die Bäche, die Ströme schwellen.
                      Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
                      Da reißet die Brücke der Strudel herab,
                      Und donnernd sprengen die Wogen
                      Dem Gewölbes krachenden Bogen.

                      Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
                      Wie weit er auch spähet und blicket
                      Und die Stimme, die rufende, schicket.
                      Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
                      Der ihn setze an das gewünschte Land,
                      Kein Schiffer lenket die Fähre,
                      Und der wilde Strom wird zum Meere.

                      Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
                      Die Hände zum Zeus erhoben:
                      »O hemme des Stromes Toben!
                      Es eilen die Stunden, im Mittag steht
                      Die Sonne, und wenn sie niedergeht
                      Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
                      So muß der Freund mir erbleichen.«

                      Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
                      Und Welle auf Welle zerrinnet,
                      Und Stunde an Stunde ertrinnet.
                      Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
                      Und wirft sich hinein in die brausende Flut
                      Und teilt mit gewaltigen Armen
                      Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

                      Und gewinnt das Ufer und eilet fort
                      Und danket dem rettenden Gotte;
                      Da stürzet die raubende Rotte
                      Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
                      Den Pfad ihm sperrend, und schnaubert Mord
                      Und hemmet des Wanderers Eile
                      Mit drohend geschwungener Keule.

                      »Was wollt ihr?« ruft er vor Schrecken bleich,
                      »Ich habe nichts als mein Leben,
                      Das muß ich dem Könige geben!«
                      Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
                      »Um des Freundes willen erbarmet euch!«
                      Und drei mit gewaltigen Streichen
                      Erlegt er, die andern entweichen.

                      Und die Sonne versendet glühenden Brand,
                      Und von der unendlichen Mühe
                      Ermattet sinken die Kniee.
                      »O hast du mich gnädig aus Räubershand,
                      Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
                      Und soll hier verschmachtend verderben,
                      Und der Freund mir, der liebende, sterben!«

                      Und horch! da sprudelt es silberhell,
                      Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
                      Und stille hält er, zu lauschen;
                      Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
                      Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
                      Und freudig bückt er sich nieder
                      Und erfrischet die brennenden Glieder.

                      Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
                      Und malt auf den glänzenden Matten
                      Der Bäume gigantische Schatten;
                      Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
                      Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
                      Da hört er die Worte sie sagen:
                      »Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.«

                      Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß;
                      Ihn jagen der Sorge Qualen;
                      Da schimmern in Abendrots Strahlen
                      Von ferne die Zinnen von Syrakus,
                      Und entgegen kommt ihm Philostratus,
                      Des Hauses redlicher Hüter,
                      Der erkennet entsetzt den Gebieter:

                      »Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
                      So rette das eigene Leben!
                      Den Tod erleidet er eben.
                      Von Stunde zu Stunde gewartet' er
                      Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
                      Ihm konnte den mutigen Glauben
                      Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.«

                      »Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
                      Ein Retter, willkommen erscheinen,
                      So soll mich der Tod ihm vereinen.
                      Des rühme der blut'ge Tyrann sich nicht,
                      Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
                      Er schlachte der Opfer zweie
                      Und glaube an Liebe und Treue!«

                      Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
                      Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
                      Das die Menge gaffend umstehet;
                      An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
                      Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:
                      »Mich, Henker«, ruft er, »erwürget!
                      Da bin ich, für den er gebürget!«

                      Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
                      In den Armen liegen sich beide
                      Und weinen vor Schmerzen und Freude.
                      Da sieht man kein Augen tränenleer,
                      Und zum Könige bringt man die Wundermär';
                      Der fühlt ein menschliches Rühren,
                      Läßt schnell vor den Thron sie führen,

                      Und blicket sie lange verwundert an.
                      Drauf spricht er: »Es ist euch gelungen,
                      Ihr habt das Herz mir bezwungen;
                      Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
                      So nehmet auch mich zum Genossen an:
                      Ich sei, gewährt mir die Bitte,
                      In eurem Bunde der dritte!«


                      Theodor Fontane

                      John Maynard

                      John Maynard!
                      "Wer ist John Maynard?"
                      "John Maynard war unser Steuermann,
                      aushielt er, bis er das Ufer gewann,
                      er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
                      er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
                      John Maynard."

                      Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
                      Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
                      von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
                      die Herzen aber sind frei und froh,
                      und die Passagiere mit Kindern und Fraun
                      im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
                      und plaudernd an John Maynard heran
                      tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
                      Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
                      "Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund."

                      Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
                      da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
                      "Feuer!" war es, was da klang,
                      ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
                      ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
                      und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

                      Und die Passagiere, bunt gemengt,
                      am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
                      am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
                      am Steuer aber lagert sich´s dicht,
                      und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
                      Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

                      Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
                      der Kapitän nach dem Steuer späht,
                      er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
                      aber durchs Sprachrohr fragt er an:
                      "Noch da, John Maynard?"
                      "Ja,Herr. Ich bin."

                      "Auf den Strand! In die Brandung!"
                      "Ich halte drauf hin."
                      Und das Schiffsvolk jubelt: "Halt aus! Hallo!"
                      Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

                      "Noch da, John Maynard?" Und Antwort schallt's
                      mit ersterbender Stimme: "Ja, Herr, ich halt's!"
                      Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
                      jagt er die "Schwalbe" mitten hinein.
                      Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
                      Rettung: der Strand von Buffalo!

                      Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
                      Gerettet alle. Nur einer fehlt!

                      Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n
                      himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
                      ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
                      ein Dienst nur, den sie heute hat:
                      Zehntausend folgen oder mehr,
                      und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.

                      Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
                      mit Blumen schließen sie das Grab,
                      und mit goldner Schrift in den Marmorstein
                      schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

                      "Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
                      hielt er das Steuer fest in der Hand,
                      er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
                      er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
                      John Maynard."

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