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Ein Europa ohne Deutsche Einheit

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    #31
    der euro ist doch nicht spontanes. die planung dessen geht doch viele jahre vorher schon los. stichwort ecu..
    der plan einer gemeinschaftlichen währung steht länger als die deutsche einheit.

    ich finde es großen mist dass hier imemrnoch leute vom zweigeteilten deustchland reden und dabei so gravierend zwischen ost/west unterscheiden.

    höre ich hier was von nord/süd?

    keiner der ostdeutschen hat sich freiwillig bei der einteilung der besatzungszonen gemeldet!

    es war ein land, es wurde gespalten (von außen) und wieder vereint. es waren und sind deutsche!

    ihr bezahlt den soli für euer land und nicht für das land anderer.

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      #32
      @sick
      Es geht um rein subjektive Wahrnehmungen. Für den größeren Teil im Osten waren auch die wirtschaftlichen Probleme nicht auf den ersten Blick sichtbar. Alle hatten Arbeit und ein Einkommen, Punkt. Dann war plötzlich die Wende und schon war man arbeitslos. Dass die Arbeitsmittel verfallen waren, die chemische Industrie an Ypern erinnert hat und nur noch von Rost und gutem Willen zusammengehalten wurde, die hoch gelobte Elektroindustrie 10x teurer als Japan und ca 5 Jahre hinterher war, die Leichtindustrie nur noch durch Subventionen am Leben war, die bei Quelle oder Otto auf konkurrenzfähig die Preise gedrückt hat, hat keiner gesehen. Wie auch... von offiziellen Stellen hieß es doch nur "alles ok", in der Zeitung stand was, dass wir den Kapitalismus besiegen und es nur aufwärts ging. Die meisten haben die Augen zugemacht. Die die das nicht gemacht haben, waren 1989 auf der Straße. Erst als die ganze Geschichte wirklich krachen ging, wurde man halbwegs wach.
      Was meinst du woher der ganze Ostalgie-Scheiss kommt. Dummheit gepaart mit Ignoranz und Kurzsichtigkeit. Gab und gibt ne Menge Leute die so denken, dass in der DDR doch alles gut war. Und wenn es an die eigenen Renten geht (ich hab auch mein Leben lang gearbeitet, und jetzt nag ich am Hungertuch und alles ist weg) oder Einlagen (die Wessis haben mir mein Geld geklaut, weil ich statt 20.000 Ost nur noch 2000 West aufm Konto hab, die Preise aber 1:1 getauscht wurden) dann steigert sich die Zahl exponentiell. Die selben Dummbeutel hätten genauso rumgeheult, wenn 1990 wirklich die DDR bankrott gewesen wäre und wir rumänische oder bosnische Verhältnisse gehabt hätten.

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        #33
        Zitat von Rasta
        @sick
        Es geht um rein subjektive Wahrnehmungen.
        Gibt's auch objektive Wahrnehmungen? xD

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          #34

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            #35
            @TRES-4

            Ja gibt es.

            Spoiler: 
            [Klugscheissmodus]
            Nennt man dann empirisch fundiert.
            Die Auswahl der Gesichtspunkte macht den Unterschied. Ziehst du alle vefügbaren bzw relevanten Punkte zur Betrachtung heran ohne durch persönliche Ansichten zu werten, bist du neutral, also objektiv.
            Arbeitest bei einer Analyse du selektiv, persönlich wertend oder auf ein gewünschtes Ziel hin, dann bist du subjektiv.
            Das selbe kann auch auf Wahrnehmungen angewendet werden.
            [/Klugscheissmodus]

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              #36
              Zitat von Rasta
              @TRES-4
              [Klugscheissmodus]
              Ja gibt es. Nennt man dann empirisch fundiert.
              Die Auswahl der Gesichtspunkte macht den Unterschied. Ziehst du alle vefügbaren bzw relevanten Punkte zur Betrachtung heran durch persönliche Ansichten zu werten, bist du neutral, also objektiv.
              Arbeitest bei einer Analyse du selektiv, persönlich wertend oder auf ein gewünschtes Ziel hin, dann bist du subjektiv.
              Das selbe kann auch auf Wahrnehmungen angewendet werden.
              [/Klugscheissmodus]
              Also ich sehe da nur ein "sehr" subjektiv und ein "weniger" subjektiv. Wahrnehmung durch das Subjekt bleibt beides. Oder ist das etwa empirisch fundiert? :smiley:

              Wer erkennt denn die Relevanz an? Wer betrachtet? Wo willst denn du dein neutral und objektiv heraus destillieren?

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                #37
                Bissl Off Topic:
                Ok, halten wir die Terminologie erstmal fest. Wir reden nicht von sensitiver (optisch/akustisch/etc) sondern von geistig verarbeitender Wahrnehmung von gegebener Situationen.
                Gehen wir jetzt von emprischer Wahrnehmung (gemäß genannter Definition) aus, so ist die Herangehensweise eine analytische der gegebenen Situation und der damit verbundenen Randbedingungen.
                Im gegebenen Fall also ein Blick auf die Gesamtsituation der 1989er Wirtschaft, die finanzielle Lage, deren Effekt auf die eigene Branche und daraus bezogen den Arbeitsplatz. Die Fakten sind danach betrachtet: Die Wirtschaft war am Boden, der Staat finanziell stark angeknockt, durch Renten, Sozialleistungen und Subventionen massiv eingebunden. Statt Investitionen wurde von der Substanz gelebt und das Niveau künstlich gehalten. Dadurch hatten viele Branchen noch Aufträge, bzw konnten es sich leisten ineffizient bzw mit massiv zu viel Personal (Recht auf Arbeit im Gesetz) zu laufen. Dadurch hatten alle Arbeit und konnten sich einen Lebensstandard halten, der der Wirtschaftskraft immer weiter entfernt wurde (ähnliche Situation wie in Griechenland heute).
                Subjektive Wahrnehmung bedeutet, selektive Annahme der Fakten und Wertung. Im gegebenen Fall also z.B.: Ich hatte einen hohen Lebensstandard. Den hatte ich weil ich Arbeit hatte. Alle hatten Arbeit, uns gings gut. Das lief schon immer so. Es gab zwar weniger zu kaufen, aber ich hatte genug Geld um mir was zu kaufen. Dann kam die Wende und direkt nach der Wende ging alles krachen. Muss also an der Wende gelegen haben...
                Du siehst, was ich meine?

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                  #38
                  denke rasta trifft es schon ganz gut.
                  Ostalgie kommt aber auch nicht ausm nichts.
                  Die Leute hatten damals halt alle Arbeit, ihr Auskommen und mussten sich keine Sorgen machen über die eigene Zukunft. kA zählt in unserer heutigen Gesellschaft nicht viel, aber ich schätze gerade die älteren Semester die heute 60-70 sind und den Großteil in der DDR gelebt haben, haben den Sprung zum Kapitalismus nur schwer geschafft. Und wenn man auch keine "Bananen" hatte so ging es den meisten ja nun nicht schlecht in der DDR. Da sollte man nun nicht übertreiben.
                  Genauso wie der TE hier 13Jahre ist mit seiner "Wieso muss ich für die Ossis zahlen"- Mentalität. Das ist so dumm, da weiß man gar nich was man sagen soll.

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                    #39
                    ich kann die letzten beiden sätze von rocky einfach nur hart unterstreichen.

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                      #40
                      http://www.faz.net/aktuell/politik/25-jahre-deutsche-einheit/25-jahre-deutsche-einheit-vereint-und-doch-geteilt-13819417.html

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                        #41
                        Die Leute hatten damals halt alle Arbeit, ihr Auskommen und mussten sich keine Sorgen machen über die eigene Zukunft.
                        Genau, deshalb war der Saat auch nahezu Pleite, weil man wie Griechenland maßlos über den Verhältnissen gelebt hat.
                        aber ich schätze gerade die älteren Semester die heute 60-70 sind und den Großteil in der DDR gelebt haben
                        Kennst du Menschen die in diesem Alter sind und aus der ehemaligen DDR kommen?
                        Und wenn man auch keine "Bananen" hatte so ging es den meisten ja nun nicht schlecht in der DDR
                        Stimmt. Wenn du dich angepasst hast und keine eigene Meinung hattest, war es ein relativ schönes leben. Musstest halt akzeptieren, dass der Staat dir alles diktiert.

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                          #42
                          Zitat von Bordi
                          Stimmt. Wenn du dich angepasst hast und keine eigene Meinung hattest, war es ein relativ schönes leben. Musstest halt akzeptieren, dass der Staat dir alles diktiert.
                          Grundsätzlich richtig (und ekelhaft). Dazu kommt leider noch Folgendes: Nicht nur du selbst musstest deine Fresse halten, sondern auch deine nahen Angehörigen mussten schön in Linie schwimmen. Hat deine Mama ihre Meinung zu laut gesagt oder hat Dein Bruder „rüber gemacht“, dann konntest du dir ein Studium abschminken. Gar nicht mal sooo schlecht.

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                            #43
                            @bordi ... ja kenn ich genügend Leute ... warum sonst würd ich sowas schreiben.

                            und komm mir mal nicht mit freie meinungsäußerung. die hatte schon immer ihren haken... . Nirgends kannst du deine meinung frei äußern ohne Konsequenzen in Kauf zu nehmen. Sicher war das nicht in ordnung in der DDR, aber wenn du in den 50ern z.b. in den USA, wo meinungsfreiheit #1 in der verfassung ist, öffentlich gesagt hast du magst den Kommunismus wurdest du genauso verfolgt und ausgegrenzt. Sicher ist das insgesammt in der DDR schlimmer gewesen, aber man muss ja nun nicht nur paar Dokus und Filme als Quellen heranziehen.
                            Die DDR war zwar kein freier demokratischer Staat, aber sicherlich auch kein Terrorstaat in dem man es nicht aushalten konnte.
                            Sagt ja auch keiner, dass es da besser war. Aber es ging sicherlich vielen Menschen gefühlt besser, besonders die von mir angesprochene Generation die den Sprung zum Kapitalismus nicht geschafft hat.
                            whatever -.-

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                              #44
                              @Rocky, ich beziehe meine Informationen von Menschen, die bis zum Fall der Mauer in der DDR leben MUSSTEN.
                              Werde hier jetzt keine Grundsatzdiskussion führen, aber deine "Verniedlichung" der ehemaligen DDR zeigt mir schon, wie ich deine Texte aufnehmen muss.
                              Im übrigen hab ich dir bereits zugestimmt.
                              aber sicherlich auch kein Terrorstaat in dem man es nicht aushalten konnte.
                              Solange man auf persönliche Rechte verzichtet hat und es einem egal war, welche Schule/Ausbildung man besuchen durfte + viele weitere "Einschränkungen", dann bestimmt.

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                                #45
                                Zitat von Rasta
                                http://www.faz.net/aktuell/politik/25-jahre-deutsche-einheit/25-jahre-deutsche-einheit-vereint-und-doch-geteilt-13819417.html
                                danke für den interessanten artikel.

                                bei folgendem bild hat sich kurz meine faust in der tasche geballt:



                                das kann mir doch keiner als fair und gerechtfertigt verkaufen...

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