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Testosteron macht männlich, aber nicht aggressiv
Anklage: Testosteron macht aggressiv
Tierstudien zeigen tatsächlich, dass ein höherer Testosteronspiegel im Blut mit aggressivem Verhalten zusammenhängt. Hamster greifen unter Einfluss des Hormons eher Artgenossen an, die man in ihren Käfig setzt. Über die Frage, ob Testosteron Menschen genauso beeinflusst, streitet die Fachwelt. Untersuchungen deuten darauf hin, so gerieten Häftlinge mit viel Testosteron im Blut öfter mit anderen Insassen in Konflikt.
Untersuchungen dieser Art haben den Mythos vom Testosteron-Männchen gefestigt. Dabei sind solche Studien bei genauer Betrachtung wenig aussagekräftig. Denn in der Regel messen Wissenschaftler die Testosteronkonzentration der Studienteilnehmer im Blut. Die im Hirn vorhandene Menge, die für die Psyche und das Verhalten entscheidend ist, kann stark davon abweichen. Außerdem darf man Ursache und Wirkung nicht verwechseln: Forscher zeigten Hockeyspielern das Video eines Spiels, das ihre Mannschaft gewann. Daraufhin stieg ihr Testosteronlevel an. "Höhere Testosteronwerte können durchaus das Resultat von Aggressionen sein statt umgekehrt", vermutet der Neurobiologe Christoph Eisenegger von der Universität Wien.
Anklage: Testosteron entfesselt die Triebe
Wahr ist, dass ein hoher Testosteronspiegel Lust auf Sex macht. Dass gewalttätige Übergriffe die Folge sind, ließ sich wissenschaftlich nicht belegen. "Bei Sexualstraftätern konnte trotz zahlreicher Untersuchungen keine klare Relation zum Testosteronspiegel gefunden werden", schreibt der Mediziner Christian Leiber von der Universität Freiburg in einer Übersichtsarbeit.
Warum Gnade
Testosteron macht männlich, aber nicht aggressiv. Inzwischen ist der schlechte Ruf des Hormons so fest im Denken verankert, dass wir womöglich vor allem Berichte wahrnehmen, die den Mythos bekräftigen.
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