Mir ist nicht entgangen, dass hier in letzter Zeit wiederholt Kritik an meinem Postingverhalten aufgekeimt ist. Warum mir eine derartige Missbilligung zuteil wird? Keine Ahnung. Ich hoffe aber inständig, dass ich durch ein wenig mehr Transparenz dazu beitragen kann, meine Beiträge in ein anderes Licht zu rücken . Mein Wunsch ist es, auf diese Weise einen offenen Dialog zu starten, aus dem beide Seiten etwas lernen können. Deeskalation ist das Zauberwort.
Also, legen wir los...
Wie entsteht ein neuer Trashtalk-Thread?
Schritt 1: Recherche
Jeder Thread braucht ein attraktives Kernthema, zu dem möglichst viele Menschen einen Bezug herstellen können. Alltagserfahrungen, Gesellschaftliches, Digitales, Musik & Film, usw. Hier ist eine ganz spezielle Beobachtungsgabe gefragt – ein Auge für das Besondere. Eine kleine Internetrecherche kann sehr aufschlussreich sein, manchmal blättere ich auch in alten Jugend- und PC-Zeitschriften herum oder mache einen Ausflug in die Bibliothek. Am Ende weiß man aber nie, wo man als nächstes fündig wird... mal ist es ein Kinderlied, mal eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Systempresse.
Schritt 2: Vertiefung
Im Anschluss erstelle ich eine Mindmap mit allem, was mir zu dem Thema so einfällt. Mir hilft es, ein paar YouTube-Videos anzuschauen oder mit anderen Menschen frei darüber zu sprechen. So kommt es, dass der Threadschwerpunkt am Ende manchmal nur eine kleine Facette des eigentlichen Themas ist. Man muss auch mal um die Ecke denken, wenn man neue Perspektiven eröffnen will.
Schritt 3: Headline
In die Headline fließt meistens besonders viel Arbeit, denn nichts entscheidet so sehr über Erfolg oder Misserfolg wie der Threadtitel. Er muss in kürzester Zeit Interesse wecken: Es muss einfach Klick machen. Was gut funktioniert, sind bestimmte Schlüsselwörter, oder Begriffe, die beim Leser eine kognitive Dissonanz auslösen. Manchmal ist es auch sinnvoll, sich an aktuellen Trends zu orientieren.
Schritt 4: Text
Schlussendlich geht es darum, die Zahl der Reaktionen zu maximieren. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es dabei schädlich ist, die Diskussionsgrundlage zu sehr zu präzisieren. Deshalb arbeite ich gerne mit Redewendungen, leeren Floskeln und Formulierungen, die das Thema umreißen, aber dennoch jedem User seine ganz eigene Interpretation ermöglichen. Manchmal muss man auch bewusst polarisieren.
Ihr seht also, hinter einem Trashtalk-Thread steckt harte Arbeit, auch wenn am Ende nur 2-3 Zeilen Text dabei herauskommen. Ich erwarte keine Anerkennung für das, was ich mache – aber jemand muss es doch tun.
Also, legen wir los...
Wie entsteht ein neuer Trashtalk-Thread?
Schritt 1: Recherche
Jeder Thread braucht ein attraktives Kernthema, zu dem möglichst viele Menschen einen Bezug herstellen können. Alltagserfahrungen, Gesellschaftliches, Digitales, Musik & Film, usw. Hier ist eine ganz spezielle Beobachtungsgabe gefragt – ein Auge für das Besondere. Eine kleine Internetrecherche kann sehr aufschlussreich sein, manchmal blättere ich auch in alten Jugend- und PC-Zeitschriften herum oder mache einen Ausflug in die Bibliothek. Am Ende weiß man aber nie, wo man als nächstes fündig wird... mal ist es ein Kinderlied, mal eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Systempresse.
Schritt 2: Vertiefung
Im Anschluss erstelle ich eine Mindmap mit allem, was mir zu dem Thema so einfällt. Mir hilft es, ein paar YouTube-Videos anzuschauen oder mit anderen Menschen frei darüber zu sprechen. So kommt es, dass der Threadschwerpunkt am Ende manchmal nur eine kleine Facette des eigentlichen Themas ist. Man muss auch mal um die Ecke denken, wenn man neue Perspektiven eröffnen will.
Schritt 3: Headline
In die Headline fließt meistens besonders viel Arbeit, denn nichts entscheidet so sehr über Erfolg oder Misserfolg wie der Threadtitel. Er muss in kürzester Zeit Interesse wecken: Es muss einfach Klick machen. Was gut funktioniert, sind bestimmte Schlüsselwörter, oder Begriffe, die beim Leser eine kognitive Dissonanz auslösen. Manchmal ist es auch sinnvoll, sich an aktuellen Trends zu orientieren.
Schritt 4: Text
Schlussendlich geht es darum, die Zahl der Reaktionen zu maximieren. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es dabei schädlich ist, die Diskussionsgrundlage zu sehr zu präzisieren. Deshalb arbeite ich gerne mit Redewendungen, leeren Floskeln und Formulierungen, die das Thema umreißen, aber dennoch jedem User seine ganz eigene Interpretation ermöglichen. Manchmal muss man auch bewusst polarisieren.
Ihr seht also, hinter einem Trashtalk-Thread steckt harte Arbeit, auch wenn am Ende nur 2-3 Zeilen Text dabei herauskommen. Ich erwarte keine Anerkennung für das, was ich mache – aber jemand muss es doch tun.
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