Hallo,
manche werden es wohl in diversen Threads (#1, #2, #3) bereits mitbekommen haben, hier gibt es ein paar User die sich für den Lautsprecherbau interessieren oder es bereits selber gemacht haben.
Angeregt durch inVerse habe ich mich mal ein wenig mit dem Thema beschäftigt und wurde definitv angefixt.
Eine top Anlaufstelle zum einlesen ist lautsprecherbau.de. Dort gibt es unzählige Anleitungen, Bauberichte und Bausätze zum selber Schrauben.
Am Anfang dachte ich zwecks Geldbeutel noch über die kleinste Version von Standboxen nach und hatte die High Jack ins Auge gefasst (klick). Aber nachdem man sich ein wenig weiter mit der Materie beschäftigt hat kommt einem der Gedanke: 'Hey, wenn ich mir schon die Mühe mache, dann kann ich auch gleich etwas bessere Boxen bauen'.
inVerse hat dann ein paar Vorschläge gemacht und nach etwas Einlesen habe ich mich in die Elip2 verliebt.
Hier der Bericht dazu. Kostenpunkt ~160€ pro Box (hier oder hier), nur an Elektronik, also ohne Gehäuse. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Nun konnte ich mir also Gedanken über das Gehäuse machen.
Dieser Baubericht überzeugte mich letztendlich und dient mir als Vorlage. So sollen meine Lautsprecher auch mal aussehen! Bis auf die Füße vielleicht. Die werden sonst wohl zu teuer ;)
Stellte sich nur ein Problem: Um die einzelnen Chassis bündig zu versenken benötigt man eine Fräsung von 6mm bzw 3.5mm. Ich habe aber keine Fräsemaschine. Also bei den örtlichen Tischlern und Schreinern mal eine unverbindliche Preisanfrage eingeholt, was der Zuschnitt des Holzes mit Fräsungen denn kosten würde, die Angebote reichten von 350€ - 600€. Damit war das Thema auch vom Tisch und es hieß, selbst ist der Mann!
Letzte Woche erst hatte mir mein Vater seine alte Stichsäge samt neuer Blätter geschenkt und als sie mich diesen Samstag dann aus dem Regal anlächelte dachte ich mir: Scheiß drauf, ich fahr jetzt zum Baumakt und kauf mir Holz.
Gesagt getan, mir den Bauplan der Elip2 noch einmal angeschaut und mir die Maße der Frontplatten notiert, auf zum Bauhaus und die zwei Frontplatten auf den Milimeter genau zuschneiden lassen. Dazu noch einen guten Stechbeitel gekauft und dann wieder ab nach Hause.
Aus Mangel an einer Werkstatt und keiner Möglichkeit, vernünftig draußen zu arbeiten hatte ich mich ohnehin dazu entschlossen, die Lautsprecher über Weihnachten bei meinen Eltern zu verleimen und zu lackieren. Das einzig sinnvolle was ich hier machen konnte war also die Vorbereitungen an den Frontplatten. Und mehr als diese zwei Platten hätte ich auf dem Fahrrad ohnehin nicht transportieren können.
Also mit den zwei Platten unterm Arm ab nach Hause, Schreibtisch freigeräumt und angefangen, die Maße auf die Bretter zu übertragen.


Für die korrekten Radien habe ich mir einen einfachen Zirkel selber aus etwas stärkerem Papier gebaut:

Einfach den Radius darauf abmessen, mit einer Nadel ein erstes Loch machen und dann mit einem Nagel vergrößeren. Dann mit dem Nagel auf dem angezeichneten Mittelpunkt fest machen, Bleistiftspitze durch das gewünschte Loch und loszeichnen. Klappt erstaunlich gut.
Ab ins Badezimmer, Löcher bohren und die Stichsäge anschmeißen. Ich hätte das ja gerne draußen gemacht, aber dafür hätte ich alle Verlängerungskabel aus dem Haus zusammenstecken müssen um draußen Strom zu bekommen. Also in den sauren Apfel beißen und das Badezimmer vollstauben:

Nachdem ich mich wegen des Lärms etwas schlecht gefühlt habe kam dann der leisere Stechbeitel zum Einsatz. Grob innen an der Markierung einmal rundherum die Oberfläche eingestochen und dann das Material abtragen. Ich hatte vorher keine Ahnung, ob dieser Plan überhaupt ansatzweise funktionieren würde oder ob ich mich da totarbeite, aber es klappte erstaunlich gut. Da ich für diese Arbeit keinen Strom brauchte hab ich mich damit in unseren Hinterhof gesetzt und dort herumgestaubt:

Wer sich das Bild genau anguckt wird bemerken... das kleiner Loch sitzt zu weit an der Seite. Habe ich mich doch tatsächlich beim Ausmessen um einen Zentimeter vertan. Naja, Lehrgeld muss wohl jeder zahlen.
Aus diesem Brett werde ich jetzt einfach die Stützteile und den Deckel/Boden schneiden. So hat das Brett wenigstens noch einen Nutzen.
Naja, heute habe ich mir dann das zweite Brett geschnappt und dort die ersten beiden "Fräsungen" gesetzt, das ist das Ergebnis soweit:

Wie gesagt, das klappt mit dem Beitel erstaunlich gut. Und eventuelle Unebenheiten in der Tiefe der Pseudofräsung werde ich dann beim Einschrauben der Chassis mit Moosgummi ausgleichen. Einfach einen Moosgummiring in die Fräsung legen, das wird das dann gut ausgleichen.
Die Tage werde ich mir dann voraussichlich meine neue Frontplatte holen und auch diese vorbereiten.
Spannendes neues wird es dann erst wieder Weihnachten rum geben.
Hier noch der Link zum Baubericht von inVers' Lautsprechern, aufjedenfall sehr interessant!
klick
Warum ich daraus keinen Blog gemacht habe?
Einfach damit eventuelle Nachzügler hier auch ihre Erfahrung und Bilder teilen können.
manche werden es wohl in diversen Threads (#1, #2, #3) bereits mitbekommen haben, hier gibt es ein paar User die sich für den Lautsprecherbau interessieren oder es bereits selber gemacht haben.
Angeregt durch inVerse habe ich mich mal ein wenig mit dem Thema beschäftigt und wurde definitv angefixt.
Eine top Anlaufstelle zum einlesen ist lautsprecherbau.de. Dort gibt es unzählige Anleitungen, Bauberichte und Bausätze zum selber Schrauben.
Am Anfang dachte ich zwecks Geldbeutel noch über die kleinste Version von Standboxen nach und hatte die High Jack ins Auge gefasst (klick). Aber nachdem man sich ein wenig weiter mit der Materie beschäftigt hat kommt einem der Gedanke: 'Hey, wenn ich mir schon die Mühe mache, dann kann ich auch gleich etwas bessere Boxen bauen'.
inVerse hat dann ein paar Vorschläge gemacht und nach etwas Einlesen habe ich mich in die Elip2 verliebt.
Hier der Bericht dazu. Kostenpunkt ~160€ pro Box (hier oder hier), nur an Elektronik, also ohne Gehäuse. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Nun konnte ich mir also Gedanken über das Gehäuse machen.
Dieser Baubericht überzeugte mich letztendlich und dient mir als Vorlage. So sollen meine Lautsprecher auch mal aussehen! Bis auf die Füße vielleicht. Die werden sonst wohl zu teuer ;)
Stellte sich nur ein Problem: Um die einzelnen Chassis bündig zu versenken benötigt man eine Fräsung von 6mm bzw 3.5mm. Ich habe aber keine Fräsemaschine. Also bei den örtlichen Tischlern und Schreinern mal eine unverbindliche Preisanfrage eingeholt, was der Zuschnitt des Holzes mit Fräsungen denn kosten würde, die Angebote reichten von 350€ - 600€. Damit war das Thema auch vom Tisch und es hieß, selbst ist der Mann!
Letzte Woche erst hatte mir mein Vater seine alte Stichsäge samt neuer Blätter geschenkt und als sie mich diesen Samstag dann aus dem Regal anlächelte dachte ich mir: Scheiß drauf, ich fahr jetzt zum Baumakt und kauf mir Holz.
Gesagt getan, mir den Bauplan der Elip2 noch einmal angeschaut und mir die Maße der Frontplatten notiert, auf zum Bauhaus und die zwei Frontplatten auf den Milimeter genau zuschneiden lassen. Dazu noch einen guten Stechbeitel gekauft und dann wieder ab nach Hause.
Aus Mangel an einer Werkstatt und keiner Möglichkeit, vernünftig draußen zu arbeiten hatte ich mich ohnehin dazu entschlossen, die Lautsprecher über Weihnachten bei meinen Eltern zu verleimen und zu lackieren. Das einzig sinnvolle was ich hier machen konnte war also die Vorbereitungen an den Frontplatten. Und mehr als diese zwei Platten hätte ich auf dem Fahrrad ohnehin nicht transportieren können.
Also mit den zwei Platten unterm Arm ab nach Hause, Schreibtisch freigeräumt und angefangen, die Maße auf die Bretter zu übertragen.


Für die korrekten Radien habe ich mir einen einfachen Zirkel selber aus etwas stärkerem Papier gebaut:

Einfach den Radius darauf abmessen, mit einer Nadel ein erstes Loch machen und dann mit einem Nagel vergrößeren. Dann mit dem Nagel auf dem angezeichneten Mittelpunkt fest machen, Bleistiftspitze durch das gewünschte Loch und loszeichnen. Klappt erstaunlich gut.
Ab ins Badezimmer, Löcher bohren und die Stichsäge anschmeißen. Ich hätte das ja gerne draußen gemacht, aber dafür hätte ich alle Verlängerungskabel aus dem Haus zusammenstecken müssen um draußen Strom zu bekommen. Also in den sauren Apfel beißen und das Badezimmer vollstauben:

Nachdem ich mich wegen des Lärms etwas schlecht gefühlt habe kam dann der leisere Stechbeitel zum Einsatz. Grob innen an der Markierung einmal rundherum die Oberfläche eingestochen und dann das Material abtragen. Ich hatte vorher keine Ahnung, ob dieser Plan überhaupt ansatzweise funktionieren würde oder ob ich mich da totarbeite, aber es klappte erstaunlich gut. Da ich für diese Arbeit keinen Strom brauchte hab ich mich damit in unseren Hinterhof gesetzt und dort herumgestaubt:

Wer sich das Bild genau anguckt wird bemerken... das kleiner Loch sitzt zu weit an der Seite. Habe ich mich doch tatsächlich beim Ausmessen um einen Zentimeter vertan. Naja, Lehrgeld muss wohl jeder zahlen.
Aus diesem Brett werde ich jetzt einfach die Stützteile und den Deckel/Boden schneiden. So hat das Brett wenigstens noch einen Nutzen.
Naja, heute habe ich mir dann das zweite Brett geschnappt und dort die ersten beiden "Fräsungen" gesetzt, das ist das Ergebnis soweit:

Wie gesagt, das klappt mit dem Beitel erstaunlich gut. Und eventuelle Unebenheiten in der Tiefe der Pseudofräsung werde ich dann beim Einschrauben der Chassis mit Moosgummi ausgleichen. Einfach einen Moosgummiring in die Fräsung legen, das wird das dann gut ausgleichen.
Die Tage werde ich mir dann voraussichlich meine neue Frontplatte holen und auch diese vorbereiten.
Spannendes neues wird es dann erst wieder Weihnachten rum geben.
Hier noch der Link zum Baubericht von inVers' Lautsprechern, aufjedenfall sehr interessant!
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