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[Log] Der 300€ Used Build für Overwatch & Streaming

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    [Log] Der 300€ Used Build für Overwatch & Streaming

    Hallo werte Gemeinde,

    in all meinen Jahren, in denen ich PCs für Geschäfte und Bekannte gebaut habe, ist mir bisher noch keine solche "Challenge" untergekommen, wie diese hier.

    Der inzwischen fünf Jahre alte, ursprünglich sündhaft teure Laptop einer meiner Overwatch-Kumpanen hatte zuletzt endgültig den Dienst verweigert, trotz Reinigungen und anderen Versuchen, noch Leben in das alte Stück zu hauchen.

    Leider war besagter Kumpane aber nicht mehr im Status des "Sohnes reicher Eltern", sondern inzwischen die typisch arme Studentensau in der Schweiz. Was auch immer man davon halten mochte; er beschloss, mich danach zu fragen, ob ich ihm Ersatz bereitstellen könnte, weil ich zuvor immer hilfreich mit Vorschlägen an seiner Seite gestanden hatte.

    Er hatte ganz klare Anforderungen an sein neues System: Laptop oder Desktop war egal, da er eh vollständige Desktop-Peripherie benutzt, inklusive 75Hz 1080p Monitor. Aber Overwatch sollte zumindest auf hohen Details spielbar sein und er träumte (typisch naiv) davon, im Streaming etwas Popularität zu gewinnen, also wäre es doch toll, wenn er auch noch twitch streamen könnte.

    Für 300€. Uff!

    Schon als der diese Summe in den Mund nahm, wurde mir klar, dass hier nur ein System aus Gebrauchtteilen seine Anforderungen erfüllen könnte. Klar, ich könnte erhebliche Kompromisse bei der Gesamtperformance machen und auch zum Teil neuen Komponenten verwenden, aber wenn das Wort "Streaming" in Verbindung mit modernen Titeln fällt, dann bewegen wir uns schon auf solidem Quad-Core-CPU-Territorium.

    Aber ich fühlte, tief in mir, dass ich seine Wünsche erfüllen könnte! Der Rausch des System-Builders pulsierte durch meine Venen und ich beschloss, die von mir so empfundene Herausforderung anzunehmen!

    Mit älteren Komponenten, die sich ansprechend übertakten ließen, war ich mir sicher, hier deliveren zu können.

    Spoiler: 



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    Zeit, an die Arbeit zu gehen! Die Kompromisse

    Spoiler: 
    Zunächst musste ich wissen, an welchen Stellen ich Kompromisse machen konnte.
    Nach ein paar kurzen Fragen wurde klar, dass Stromverbrauch und Lärmemissionen nicht im Fokus des Builds stehen würden, weil er an seiner Uni so wohnte, dass er tatsächlich seinen Strom nicht selber bezahlen musste, der Glückspilz. Und als ex-Laptopuser war er lärmige Lüfter gewöhnt. Das bedeutete für mich:

    - Die Energieeffizienz des Systems spielte keine Rolle
    - Ich konnte mit den alten, billigen Gehäuselüftern, die bei mir noch zuhauf herumflogen, arbeiten
    - Mir konnte im Prinzip egal sein, wie laut die Kiste war, solange sie seine Ansprüche erfüllen würde, immerhin reden wir hier von 300€ für ein solides Mittelklassesystem

    Dann sah ich mich danach um, welche alten PC-Komponenten ich selber noch zur Verfügung hatte, die ich gerne einmal aus der Abstellkammer loswerden würde.
    Glücklicherweise fand ich folge Teile:

    - Eine tatsächlich noch neue WD Blue 320GB Festplatte für ursprünglich ca. 30€
    - Das alte Case eines toten Systems von einem Kumpel, das einen soliden Eindruck machte
    - Darin noch enthalten ein DVD R/W Laufwerk, also war keine Blende notwendig
    - Zwei Gehäuselüfter, die in das Case passten, einer davon sogar ein recht ordentlicher Arctic 92mm PWM Fan
    - Die üblichen diversen Kabel und Schrauben, die man nach Jahren eben so herumfliegen hat

    Leider konnte keines der beiden noch funktionierenden Netzteile in meinem Stash die Anforderungen an das neue System erfüllen. Ich hatte gehofft, auch hier sparen zu können, aber das man kann nicht überall Glück haben.

    Ich beschloss, alle Teile bis auf die Festplatte einfach als Geschenk mitzugeben, immerhin war ich froh, sie los zu werden. Mit den 30€, die ich für die Festplatte berechnete, blieben also 270€ für den Rest der Komponenten.


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    Die Grafikkarte, eine zu schnelle Entscheidung?

    Spoiler: 
    Nachdem also klar war, welches Budget mir für die tatsächlich leistungstragenden Komponenten übrig blieb, ging die Suche nach preiseffizienten Gebrauchtteilen los.

    Der Kern eines Gaming-Systems ist zweifelsohne die Grafikkarte. Da mein Kumpel streamerische Ambitionen hatte, beschloss ich, dass ein Modell aus jüngeren Generationen die richtige Wahl sein würde, da die integrierten Encoder-Funktionen von AMD oder Nvidia sehr viel Rechenlast von der CPU nehmen würden.

    Ich hatte nach kurzem Überfliegen der Angebote auf ebay und etwas Herumrechnen geschätzt, dass mir ca. 140€ für die Grafikkarte bleiben würden.

    Damit kamen also die Mid-Tier Karten ab AMDs 2xx Serie oder Nvidias 9xx Serie in Frage. Da ich allerdings nicht damit rechnete, einen ansprechenden Vierkernprozessor bezahlen zu können, wenn ich die immer noch recht satten Preise für eine GTX 960 oder sogar eine neue 1050Ti (die kurz nach Vollendung des Builds released wurde) zahlen würde, fiel meine Wahl auf eine AMD Karte.

    Letztendlich konnte ich zu einem recht vernünftigen Preis von 135€ eine Gigabyte R9 285 ergattern. Die Karte, die ich kaufte, war vom gut bewerteten Verkäufer als Retourenware angepriesen, weshalb ich davon ausging, dass sie wenig benutzt wurde.

    Ich hätte deutlich mehr benutzte Karten ohne OVP auch für 20€ weniger bekommen, war aber glücklich darüber, praktisch unbenutzte B-Ware zu erhalten.


    Sorry für Potato-Quality, aber hier kann man wenigstens erahnen, wie sauber die Karte hier ankam.

    Meine Entscheidung für diese Karte beruhte auch darauf, dass ich sie vor meiner GTX 970 in meinem System selbst verbaut hatte und wusste, dass die meisten Chips sehr gut auf Overclocks reagierten und kein Problem damit hatten, moderne Titel für 1080p-Auflösungen zu rendern.

    Einzig die lediglich 2GB VRAM waren ein Kompromiss, den ich ungern machte, aber mehr als das hätte das Budget gesprengt oder zu erheblichen Einbußen bei der CPU-Performance geführt.

    Außerdem bekam ich immerhin DX 12.0 Feature Level, Vulkan-Support und HDMI 1.4a/DP 1.2, also wenigstens ein Mindestmaß an Zukunftskompatibilität.

    Im Nachhinein ärgere ich mich aber doch über den 1050Ti-Release, weil ich theoretisch (!) eine davon hätte verbauen können, falls eines meiner herumfliegenden Billignetzteile im System funktioniert hätte. Damit wäre das Budget vielleicht noch aufgegangen. Natürlich wäre es aber trotzdem schwer gewesen, kurz nach dem Release eine Karte zu ergattern.


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    CPU, Mainboard, RAM und Kühler Combo - Härter als gedacht

    Spoiler: 
    Nach kurzer Analyse des Gebrauchtwarenmarktes wurde zügig klar, dass ich am ehesten mit einer CPU-Motherboard-Arbeitsspeicher-Kühler Kombination wegkommen würde.

    Das lag vor allem daran, dass die Preise für einzelne Mainboards zum Zeitpunkt des Builds sehr hoch lagen. Ich habe sogar etwas mit dem Gedanken gespielt, nach alten, sehr günstigen Xeon-Chips zu suchen, aber der Markt für bezahlbare Workstation-Mainboards sah leer gefegt aus, also verwarf ich diese Spielerei direkt wieder.

    Und Arbeitsspeicher ging kaum unter den ursprünglichen Listenpreisen weg.

    Angesichts der Tatsache, dass ich etwa 35€ für ein halbwegs seriöses Netzteil ausgeben musste, blieben mir nur noch 120€ für diese Kernkomponenten, man denke auch an die ansprechende Kühlung, um tatsächlich auch etwas aus der CPU herauszuholen.

    Zunächst war ich enttäuscht, es sah nicht danach aus, dass ich für dieses Geld irgendetwas anderes als einen i5 aus der ersten Generation, 4GB und dazu passendes Mainboard bekommen würde. Der ließe sich zwar übertakten, aber wie sehr will man sich schon darauf verlassen, dass man in einer gebrauchten CPU-Mobo-Combo dann auch einen Chip bekommt, der so hohe Overclocks zulässt, dass man sich auf eine acht Jahre alte Architektur einlässt?

    Vor allem auch, weil die meisten dazu gelieferten Motherboards wirklich nicht den Eindruck machten, mehr als noch 15€ wert zu sein. Ich sah mich also schon auf dem Weg dazu, den Wunsch nach einem Quad-Core zu verwerfen. Mit etwas Glück hätte ich vielleicht ein ansprechendes AMD-Setup gefunden, aber jede Kombination aus Chip und Motherboard, die gute Overclocks hergegeben hätte, würde mein Budget sprengen.

    Dazu kam noch, dass ich mit haufenweise 4GB Kombinationen konfrontiert war und zusätzlich noch dem RAM aufzustocken war einfach nicht im Budget, 8GB war mein Mindestanspruch.

    Am Ende war es Glück, dass ich mein kleines Problem halbwegs lösen konnte.

    Ich hatte die eBay Seite mit meiner Suchanfrage auf dem zweiten Monitor geöffnet, während ich nebenbei mit meinem Freund darüber sinnierte, wie wir unser kleines Problem bezüglich der Prozessorleistung lösen würden. (Vielleicht doch eine Pentium Anniversary Edition in Betracht ziehen? Das würde die Kosten für den Kühler zu weit nach oben treiben. Ein moderner, billiger AMD 4-Kerner? Das würde schnell über's Budget gehen, sobald Mainboard und 8GB RAM ins Gespräch kamen.)

    Als ich nach einer Weile die Seite aktualisierte, sah ich ein frisches Angebot zum Sofort-Kauf: Gigabyte P55A-UD3+Intel CPU i7 920+8GB DDR3 Corsair + Arctic Lüfter für 120€.

    Ich facktelte nicht lange, denn nach bereits ausgiebiger Suche wusste ich, dass ich nichts besseres bekommen würde.

    Ich hatte es hier zwar immer noch mit einer bald sieben Jahre alten CPU-Architektur zu tun, aber immerhin bekam ich Hyper-Threading, tatsächlich 8GB RAM von einem renommierten Hersteller und dazu noch eine große Heatsink auf einem sehr ansprechenden Board!

    Vor allem über das Mainbaord war ich sehr glücklich, da es für sein Alter mit ganz schön modernen Features daher kam und darüber hinaus einen allgemein wertigen Eindruck machte und damit beim Übertakten hoffentlich eine akzeptable Figur machen würde.



    Auf dem Bild sieht man, dass ich mit meiner Wahl ganz glücklich sein konnte, aber der vorige Besitzer hatte offenbar noch nie von Dual Channel Memory gehört ;-)

    ABER:

    Leider handelte es sich bei der gesendeten Ware nicht um einen i7 920, sondern um einen i7 860, also noch eine Architektur älter als die 9er Serie. Glücklicherweise hat das keinen negativen Einfluss auf den Build genommen und eine Reklamation war mangels Alternativen weder sinnvoll noch hätte mein Freund sich die zeitliche Verzögerung gewünscht.


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    Zeit für die Kartoffelecke - Das Netzteil

    Spoiler: 
    Ich möchte mich an dieser Stelle ganz kurz für meine Wahl rechtfertigen: Ich würde normalerweise zu etwas höherwertigerem greifen, aber hier zählten vor allem schnelle Verfügbarkeit, weil mein Kumpel ganz ohne Zockermaschine da saß, ein super niedriger Preis und zwei PCIe 6-Pin Anschlüsse für die Grafikkarte.

    Weil ich bezüglich gebrauchter Netzteile auf eBay auf einen Wust von Schwachsinn stieß, kürzte ich die Angelegenheit kurzerhand ab, entschloss mich für einen Neukauf und entschied mich für das billigste Netzteil mit mehr als 500 Watt, das meine Anforderungen erfüllte.

    Um nicht ganz am Boden zu kratzen, fiel meine Wahl auf das MS-Tech Green Diamond 600W ATX 2.3. Ich hatte meine Erfahrungen mit billigen Komponenten wie Gehäusen und Lüftern von MS-Tech bereits gemacht und wurde bisher von ihrer Langlebigkeit nicht enttäuscht, weshalb ich bereit war, dieses Risiko einzugehen.

    Dass die 600W Overkill waren, war mir angesichts des Preises und der irrelevanten Effizienz des Systems dann auch schnuppe.

    Um etwas vorwegzugreifen: Das Netzteil machte bei den Belastungstest eine gute Figur und sieht sogar nach etwas aus, sonderte aber unter 100% Last des Systems wegen der Hitze aus dem CPU-Kühler allerlei Dünste von billigem Plastik und Kleber ab, die nach einigen Stunden meinen ganzen Raum gefüllt hatten. Ich hoffe einfach mal, dass es seinen Dienst unter Alltagsbedingungen lange genug macht und die Dünste irgendwann alle raus sind, würde unter anderen Bedingungen aber immer nochmal 10€ für etwas Besseres drauf legen.


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    Das fertige System - Übersicht, Bilder, erster Boot

    Spoiler: 
    Das endültige System sah von den Komponenten her dann so aus:

    - CPU: Intel i7 860 @ 2,80GHz stock
    - RAM: 8GB DDR3, Corsair XMS 3 @ 1600Mhz
    - Mainboard: Gigabyte GA-P55A-UD3
    - GPU: Gigabyte R9 285, 2GB VRAM
    - HDD: Western Digital 320GB Blue
    - Netzteil: MS-Tech MS-N600 GD
    - Gehäuse: Irgendein ATX Gehäuse, siehe Pics
    - CPU-Lüfter: Arctic Freezer Extreme 3 o.ä.
    - Gehäuse-Lüfter: 1x 80mm MS-Tech Billigfan (10 Jahre alt) hinten und 1x Arctic 92mm PWM Fan vorne

    Für die 300€, die ich zur Verfügung hatte, war ich insgesamt ganz zufrieden.

    Der Build-Prozess an sich war absolut problemlos, auch weil das Case, in dem ich gearbeitet habe, zu meiner Überraschung gar nicht mal so sehr Ramsch war, wie ursprünglich gedacht.

    Was mich allerdings geärgert hat, sieht man auf diesem Bild sehr gut:



    Die doch recht massive Heatsink des CPU-Kühlers gerät an allerlei Punkten in Konflikt mit ihrer Umgebung, weshalb der Vorbesitzer sie so montiert hatte, dass die heiße Abluft in diesem Gehäuse direkt ins Netzteil abgeleitet wird.
    Ich habe erwogen, sie anders zu montieren, aber schnell festgestellt, dass ich auch in Schwierigkeiten mit den Heatsinks des Mainboards geraten würde und die Idee verworfen. Das würde logischerweise Schwierigkeiten mit der Hitze erzeugen, aber im Nachhinein hat sich das Thema dann erledigt (siehe weiter unten bzgl. Overclocking).

    Nachdem ich das System zusammengesetzt hatte, kramte ich etwas Peripherie zusammen und schaffte Platz auf dem Schreibtisch, um den ersten Boot in Angriff zu nehmen.

    Erstaunlicherweise postete das System ohne zu Zucken und bootete problemlos ins BIOS, was mich angesichts der vielen möglichen Schwierigkeiten mit Gebrauchtteilen doch erleichterte.



    Hier sieht man auch das (noch mit den Stickern des Vorbesitzers verzierte) Case ;-)

    Also setzte ich Windows auf und nahm das Overclocking in Angriff. Wir hatten zunächst Windows 10 eingeplant, ich habe dann aber noch einen spottbilligen Windows 7 Key gefunden, der unbenutzt war und mein Freund war eh eher von Windows 7 angetan, also lief es am Ende darauf hinaus (Jaja, von DX12 wollte er nichts wissen).

    Ein paar Bilder des fertigen Builds:















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    Overclocking & Performance

    Spoiler: 
    Zu meiner Enttäuschung muss ich sagen, dass die CPU zwar durchaus bereit war, sogar mit 4GHz zu booten und etwas Last auf sich zu nehmen, dass aber weder die Kühlung bereit war, das mitzumachen, noch das Gesamtsystem dann stabil gewesen wäre, wobei ich da vor allem den Speichertakt als Hindernis neben der Kühlung im Verdacht hatte.

    Das System wollte absolut nur dann stabil laufen, wenn der Baseclock einen RAM-Takt von 1333 oder 1600 MHz zugelassen hat und das BIOS hatte nur sehr beschränkte Multiplikatoren zur Auswahl, was diesen Taktwert betraf. Also war ich an sehr spezifische BCLK Werte gebunden.

    Ich habe ca. 24 Stunden in einer durchgemachten Nacht an den Overclocks gesessen und hohe zweistellige Neustartzahlen erreicht, war aber letztendlich nicht dazu in der Lage, das gesamte System in einem Stabilitätstest zu mehr als 3,2GHz CPU und 1600MHz RAM Takt zu überreden.

    Am Ende überwog auch der Frust nach einer langen Nacht dabei, es bei diesen sehr stabilen Zahlen zu belassen.

    Etwas höhere Taktzahlen bei der CPU wären vielleicht noch via Multiplikator machbar gewesen, aber leider stiegen die benötigten Voltages dann sehr schnell an und die entstehende Hitze überforderte den ach so "extreme" Kühler dann schnell.



    Hier sieht man auch schön, dass einer der Cores sehr schnell die 95°C Grenze erreichte, das war unter 3,6GHz bei glaube ich (erinnere mich nicht mehr präzise) schon fast 1,4 Vcore.



    Als ich endlich stabile Werte ohne Throttling erreicht hatte, war ich relativ erleichtert.

    Zum Graka Overclock möchte ich nur ganz schnell sagen, dass ich sehr durchschnittliche Werte (meiner Erinnerung nach irgendwas gegen 10% Core Overclock) für eine 285 erreicht habe und die Temperaturen bei maximal 67°C nach einer Stunde Heaven Benchmark lagen.

    Ich habe nicht endlos viel Arbeit in die Übertaktung der Grafikkarte gesteckt, weil ich schon relativ ausgelaugt war und das gute Stück endlich in den Versand sollte.

    Ich muss jetzt auch gleich weg vom PC, also noch schnell...

    Zur abschließenden Performance:

    Da ich das System hauptsächlich auf diesem alten Monitor weiter oben im Bild getestet habe, musste ich die 1080p-Auflösung "simulieren".

    Die FPS-Werte waren allerdings bei Ultra-Settings in Overwatch sehr zufriedenstellend:



    Gemessen daran, dass mein Freund sich High-Settings gewünscht hatte und teilweise wegen besserer Übersicht auch nur Medium spielen wird, war ich mit Werten zwischen 70 und 100 FPS auf Ultra sehr zufrieden.

    Ich habe leider keine Screenshots von genaueren Benchmarks mehr hier, aber ich habe auch ausgiebig getestet, wie sich das System verhält, wenn man gleichzeitig via OBS einen Stream sendet.

    Hier war ich besonders überrascht, weil ich davon ausgegangen bin, dass das System ganz schön schlauchen würde. Aber wegen der Möglichkeit, den Graka-integrierten Encoder zu nutzen, kommt das System problemlos damit zurecht.

    Mit Downsampling des gestreamten Inhalts von 1080p auf 720p, Overwatch auf Ultra-Settings simuliert mit 1080p und einem zweiten Bildschirm angeschlossen war das System immer noch in der Lage, die Last zu tragen und flüssige Framerates zu liefern.

    Allerdings war bei den Encoder-Settings wirklich nicht mehr als "veryfast" drin ;-)


    -------------------------------------------------------------------

    Alles in allem war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieser kleinen "Challenge".

    So, ich muss an dieser Stelle abschließen, aber ich hoffe, ihr hattet Spaß am Lesen, zerfleischt mich ordentlich mit Verbesserungsvorschlägen und Kritik an Auswahl der Komponenten und habt allgemein einen angenehmen Samstag :)

    ~~

    #2
    +1 for effort

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      #3
      Zitat von sleepwalker
      +1 for effort

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        #4
        Hätte ich den Thread mal im Trash gepostet... :D

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          #5
          Hättest mal vorher hier Meinungen einholen sollen ^^
          Die R9 285 ist ein ziemlicher Fehlkauf gewesen, allein schon wegen der 2gb Vram.
          Eine solch alte CPU zu kaufen halte ich auch für Geldverschwendung, da es deutlich schnellere Bundles bereits für 10-20 Euro mehr gibt.
          Dann dieses Netzteil ... da wäre ein gebrauchtes Seasonic / Bequiet einfach 10 mal besser und nicht teurer gewesen. Bei Netzteilen lieber direkt was gutes kaufen, sonst kauft man zweimal.
          Für 300 Euro kann man halt echt richtig gute gebraucht PCs zusammenbasteln - irgendwie schade, dass du dir so viel Mühe gibst aber dann der PC am Ende da steht. Wenn dein Kumpel damit zufrieden ist, ist das natürlich nicht so schlimm.

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            #6
            Yep, mir ist hinterher auch beides klar geworden ;/ Bin wegen der Graka ja wie der Text schon andeutet voreilig gewesen.

            Und genau das selbe gilt für's Netzteil.

            Ich wusste bei der 285 eben, was ich bekomme, ich denke, das hat zu meiner raschen Entscheidung geführt. Was hättest du denn bei den aktuellen eBay Preisen genommen?

            /e: Ist aber auch das erste mal, dass ich einen kompletten PC nur aus solchen Teilen zusammengebastelt habe. Normalerweise wollen die Leute immer nur neue Teile.

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              #7
              bis zur hälfte gelesen. den rest les' ich morgen :) sehr nett

              hab mich ungefähr drölf jahre nicht mehr mit hardware auseinandergesetzt, bis ich vorn zwei wochen 'nen office-pc für meine eltern zusammengebaut habe. erstaunlich wie fix das heute geht - wenn man nicht spezialchallenges zu bewältigen hat ,)

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                #8
                Ich hätte wohl eine GTX 960 4gb genommen, die rein fps-mäßig wohl etwa gleich stark/schwach ist - je nach OC, aber in der 4gb Variante bessere Frametimes haben wird. Für Esport-Spiele nicht unbedingt zu vernachlässigen. Und die gibts bei Ebay auch ab 125 Euro, wenn man ein paar Tage warten kann.

                Ein höher getakteter Prozessor wäre aber vllt. sogar noch wichtiger für bessere Minimal-FPS, also flüssiges Spielen. Ein i5 2500 / 3450 bekommt man ziemlich günstig.

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                  #9
                  Hab's mir gerne durchgelesen :)

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                    #10
                    Zitat von buffy
                    Ich hätte wohl eine GTX 960 4gb genommen, die rein fps-mäßig wohl etwa gleich stark/schwach ist - je nach OC, aber in der 4gb Variante bessere Frametimes haben wird. Für Esport-Spiele nicht unbedingt zu vernachlässigen. Und die gibts bei Ebay auch ab 125 Euro, wenn man ein paar Tage warten kann.

                    Ein höher getakteter Prozessor wäre aber vllt. sogar noch wichtiger für bessere Minimal-FPS, also flüssiges Spielen. Ein i5 2500 / 3450 bekommt man ziemlich günstig.
                    Paar Tage warten war leider nicht drin, das war alles husch husch schnell schnell ;-) Natürlich nicht der Idealfall. Aber deshalb kam der Log ja auch nicht live, sondern Wochen nach Fertigstellung, weil ich da erst Zeit hatte.

                    Stimme dir allerdings zu, die Graka wäre besser gewesen.

                    Was die Prozessoren betrifft: Das ist zwar richtig, aber der Vorteil an dem Kauf hier lag eindeutig an dem niedrigen Gesamtpreis verglichen mit dem Kauf einzelner Komponenten. Alleine schon was Versand betrifft hätten die 15€ mehr dem Budget weh getan, weil wir wirklich an jeder Ecke schauen mussten, dass wir es knapp halten. Hätte ich jetzt super ansprechende Mainboards und Kühler gesehen, hätte ich es vielleicht trotzdem gemacht, aber das war einfach nicht der Fall.

                    Übrigens: 2500 oder 3450 kosten weit über den ca. 25€, die mich diese CPU hier gekostet hat :/ Aktuell bezahlt man über 55€ für einen 2500.

                    Ich muss auch sagen, dass ich ganz zufrieden mit dem Prozessor im Einsatz war. Es war immer noch eindeutig die Grafikkarte, die die Leistung zurückgehalten hat und nicht der Prozessor, selbst beim Streamen.

                    ---

                    Achso und danke an diejenigen, die den read genießen :)

                    Kommentar


                      #11
                      Ich kenn die gebraucht Preise sehr gut, da ich vor einiger Zeit viel verkauft habe :) Klar kostet ein i5 2500 etwa 55 Euro, vllt sogar mehr, aber Boards sind halt extrem günstig, wenn man keine Extrawünsche hat (die man für einen normalen Gaming Rechner nunmal nicht braucht). Als Bundle mit nem H-Board bekommt man da relativ gute i5 CPUs oft recht günstig. Aber nun ists ja auch egal, Hauptsache der Junge is zufrieden.

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                        #12
                        Zitat von sleepwalker
                        +1 for effort

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