
This is Commander Shepard, signing off.
1. Wann spielt die Handlung von Mass Effect: Andromeda?
Spoiler:
Das vierte Mass Effect spielt stolze 600 Jahre nach der ursprünglichen Trilogie. Das erklärt sich dadurch, dass im Jahr 2185 zum Einfall der Reaper in Mass Effect 3 in die Milchstraße eine Initiative umgesetzt wurde, um ein neues Zuhause für die betroffenen Alienrassen und Menschen zu suchen. Gegründet wurde die eigentlich schon 2176, die entsprechende Dringlichkeit aber noch nicht gegeben. Sie schickt ausgewählte Soldaten, Wissenschaftler und Kolonisten auf insgesamt vier riesigen Raumschiff-Archen in Richtung Andromeda-Nebel, da dort bereits mögliche neue Lebensräume identifiziert wurden. Damit startet Mass Effect: Andromeda ungefähr im Jahr 2785 mit der Ankunft der Archen. Somit umgeht das Spiel auch clever das umstrittene Ende des dritten Teils, da die Crew den Ausgang des Reaper-Krieges nie miterlebt hat. Während der uns bekannten Ereignisse rund um Commander Shepard befand sie sich im Kryoschlaf - und ist nun ja unfassbar viele Lichtjahre entfernt.
2. Was ist die Andromeda Initiative im Spiel?
Spoiler:
Während die Andromeda Initiative (AI) auch außerhalb des Mass-Effect-Universums als Newsletter existiert, bezeichnet das Programm im Spiel eben die Reise zum Andromeda-Nebel, um neuen Lebensraum für die Bewohner der Milchstraße zu erschließen. Gegründet wurde die AI von Jian Garson, die selbst auf einer der vier Archen ist. Zwei davon sind sogar bereits namentlich bekannt »Hyperion« und »Nexus«. Garsons Arche »Nexus« fungiert dabei als Kommandozentrale und beherbergt verschiedene Alienrassen. Ihre Aufgabe ist es, den Weg für die anderne Schiffe zu ebenen. »Hyperion«wiederum ist die Arche der Menschen, die von Alec Ryder geführt wird. Er ist ein sogenannter »Pathfinderund damit sowohl ein hochrangiger Offizier, als auch ein Wissenschaftler und Anführer, der auch das aus der ursprünglichen Trilogie bekannte N7-Training absolviert hat. Jede Arche hat ihren eigenen Pathfinder.
3. Wer sind wir?
Spoiler:
Wir schlüpfen in Mass Effect: Andromeda in die Rolle eines der Kinder von Alec Ryder, spielen also Scott oder Sarah Ryder. Das Geschlecht können wir wählen, die Vornamen serientypisch wieder anpassen. Aber erst, nachdem die Arche »Hyperion« auf einem lebensfeindlichen Planeten abgestürzt ist, der nie zur Besiedlung vorgesehen war. So verlieren wir den Kontakt zu den anderen Archen und müssen plötzlich ums Überleben kämpfen. Zu allem Überfluss müssen wir auch noch selbst die Rolle des Pathfinders übernehmen - Alec Ryder wird also beim Absturz zu Beginn des Spiels wohl auf irgendeine Art außer Gefecht gesetzt.
4. Welche Rassen aus den alten Teilen sind mit dabei?
Spoiler:
Bereits zu sehen waren bislang Kroganer, Salarianer und Asari - Turianer wurden mittlerweile aber auch offiziell für ME: Andromeda bestätigt. Damit sind alle wichtigen Rassen aus der ersten Trilogie wieder vertreten. Außerdem können wir uns wohl auf neue Spezies freuen: Offenbar wird es zu unseren Aufgaben gehören, auch neue Aliens zu katalogisieren, die wir auf den fremden Planeten entdecken. Dabei handelt es sich aber wohl eher um niedere Lebensformen. Spannender wird, welche neuen, intelligenten Alienrassen auftreten könnten.
5. Was übernimmt Andromeda sonst aus den Vorgängern?
Spoiler:
Natürlich soll Andromeda in erster Linie ein Mass Effect werden, als besondere Inspirationsquellen nennt Bioware aber den Mako aus Mass Effect 1, die Begleiter-Loyalitätsmissionen aus Mass Effect 2 und den Multiplayer aus Mass Effect 3. Der Mako findet sich auch tatsächlich im Spiel wieder: Zum Erkunden der Planeten erhalten wir ein Landfahrzeug namens »Nomad«, wendiger und mit deutlich besserer Steuerung. Geschwindigkeit und Aussehen können angepasst werden, Waffen gibt es allerdings nicht. Die gute, alte Normandy wird derweil durch ein neues Schiff namens »Tempest« ersetzt, mit dem wir von der abgestürzten Arche aus zu anderen Welten reisen. In der Tempest können wir wieder herumlaufen, diesmal sogar ganz ohne Ladebildschirme . Auf der Galaxiekarte lassen sich hier bequem Planeten auswählen und bereisen.
6. Wie funktioniert das Kampfsystem?
Spoiler:
Auch beim Kampfsystem wurde etwas nachgebessert: Statt der Cooldowns wird es in Mass Effect: Andromeda individuelle Timer für die einzelnen Waffen geben. Pausieren lassen sich Kämpfe nur, um die Waffe zu wechseln oder Items zu konsumieren, die Biotic-Kräfte lassen sich über einen Hotkey schnell direkt im Kampf abrufen und Squad-Befehle passieren in Echtzeit. Andromeda bleibt in erster Linie ein dynamischer Deckungsshooter, Spieler sollen sich aber mehr über das Schlachtfeld bewegen müssen. Durch die Jetpacks kommt deshalb mehr Bewegungsfreiheit hinzu, man kann einen »Quick Dash« statt einer Ausweichrolle ausführen und über die Hover-Funktion Feinde auch hinter Deckungen attackieren. Auch wenn das Gameplay so noch deutlich an die Trilogie erinnert, wird es kein Klassensystem mehr geben. Spieler können die Fähigkeiten von Soldaten, Technikern und Biotics beliebig mischen und so verschiedene Wege ausprobieren. Spezialisieren kann man sich so aber trotzdem noch, wenn man genug Punkte in einen Spielstil investiert und so bestimmte Profile mit besonderen Boni freischaltet, beispielsweise als »Vanguard« (Kampf und Biotics) oder »Adept« (ausschließlich Biotics). Investiert man in besonders viele Kategorien, wird man zum »Explorer«. Im Rahmen der Story wird es möglich sein, die Punkteverteilung zu ändern, was Spielern erlaubt, damit herumzuexperimentieren. Zu den bekannten Waffen gesellen sich noch Nahkampfwaffen wie Schwerter und Hammer. Rüstungen und Helme lassen sich auch weiterhin optisch anpassen.
7. Wie funktionieren die Dialog-Entscheidungen?
Spoiler:
Das Moralsystem mit »Paragon« und »Renegade« wird abgeschafft. Es wird kein pauschales Richtig oder Falsch mehr geben, sondern subtile Entscheidungen, die es dem Spieler erlauben, sich besser über die Spielfigur auszudrücken. Die Antwortmöglichkeiten sollen sich grob in Herz, Kopf, professionell und casual aufteilen lassen, nicht in gut und böse. Auch die »Narrative Actions«, die ein Gespräch auf eine bestimmte Art unterbrechen, kommen wieder - allerdings natürlich auch ohne rot und blau.
8. Wie sieht es mit der Crew und Beziehungen aus?
Spoiler:
In Andromeda soll es mehr Beziehungen als in jedem anderen Bioware-Spiel davor geben. Außerdem soll selbst das Squadmitglied mit dem wenigsten Text soll mehr zu sagen haben als dasjenige mit dem meisten Text in Mass Effect 3, an Dialogen sollte also kein Mangel herrschen. »Unser« Bruder oder »unsere« Schwester werden im Kampf selbst nicht mit von der Partie sein, da er oder sie beim Erwachen aus dem Kryoschlaf mit Komplikationen zu kämpfen hatte. Es soll aber trotzdem möglich sein, eine Beziehung zu dem Geschwister aufzubauen. So lässt sich optional auch mehr über die Ryder-Familie herausfinden. Beziehungen sollen dabei je nach Charakter variieren, manch einer will den Hauptcharakter einfach nur ins Bett kriegen, während andere sich eine langfristige Beziehung wünschen oder gar kein Interesse haben. Statt nur auf Sex will sich BioWare aber auf intensive Charakter-Momente konzentrieren wie beispielsweise das gemeinsame Flaschenschießen mit Garrus. Als Begleiter stehen bislang eine Asari mit dem Spitznamen Peebee und der Polizist Liam fest. Peebee war bereits im Gameplay-Trailer zu sehen, sie wird als intelligent beschrieben, hält sich nicht mit sozialen Normen oder Nettigkeiten auf und macht sich von der »Nexus auf eigene Faust auf. Liam hingegen hat eine eher lockere Art.
9. Auf welche Feinde, Planeten und Aufgaben treffen wir?
Spoiler:
Die Spezies der »Kett« ist der Hauptgegner in Andromeda. Spieler sollen das Gefühl bekommen, zum ersten Mal auf eine fremde Art zu treffen und auch mit ihr sympathisieren, statt sie nur als Feinde zu hassen. Ihr Anführer war vermutlich bereits im Trailer zu sehen. Planeten sollen nicht in lineare Mini-Levels zerschnitten werden, sondern sich laut Bioware frei »von der Oberfläche bis zum Kern« erkunden lassen. Wir rechnen damit, dass jede Welt aus einer Open-World-Karte à la Dragon Age: Inquisition bestehen wird, auf der wir uns frei bewegen können. Auf jedem Planeten soll es zudem individuelle Hotspots mit Kämpfen, Puzzles oder auch erzählerischen Eindrücken geben - kein Vergleich zu den immer gleichen Außenposten und Mineralknoten in Mass Effect 1. Auch optionale Planeten wird es wieder geben, manchmal wird uns ein Squad-Kamerad mit einer bestimmen Mission bitten, zu landen. Und manchmal wird ein Planet als betretbar markiert und wir entscheiden einfach selbst, ob wir landen wollen oder nicht. Es wird sogar Bosskämpfe und große feindliche Stützpunkte auf den meisten Planeten geben. Wir selbst können aber auch Stationen "abwerfen" die uns fortan als Basis dienen - richtig nach Basenbau klingt das allerdings nicht, sondern eher nach den eroberbaren Feldlagern von Dragon Age: Inquisiton. Auch das Scannen und Entdecken der Umgebung wird eine wichtige Rolle spielen, um neue Technologien freizuschalten. Ebenso wie das Crafting, das durch so errungene Blaupausen möglich wird und uns neue Waffen und Rüstungen verschafft. Auch manche Missionen sollen uns auf verschiedene Welten führen.
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