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Da vertraue ich aber eher einem namhaften Wirtschaftsinstitut und dem einflussreichsten Ökonomen des Landes als einer klar interessengetriebenen Klientelpartei wie die Linke.
Und zum Mindestlohn: So wie du, Bolo, sagst, man müsse rausfinden wie sich eine Vermögenssteuer entwickelt, so kann man argumentieren: Wir werden nie wissen wie gut es DE ginge ohne Mindestlohn?
Die Vermögenssteuer wird nicht nur von den Linken gefordert. Auch in Ministerien oder dem Ausland sitzen schlaue Menschen.
Das Info Institut hat btw 900.000 (!) zerstörte Arbeitsplätze bei Mindestlohn Einfuhrung prognostiziert - die können also auch Mal völlig daneben liegen.
Da macht ihr es euch aber auch sehr einfach. Jegliche Studie von DIW oder Ifo, die nicht ins eigene Bild passt, wird schlecht gemacht ohne sich überhaupt damit zu beschäftigen. Stattdessen nur Whataboutism am Start.
Es ist auch ein umstrittenes Thema, natürlich gibt es genug für und wider Stimmen.
Die Wahrheit werden wir wohl nur herausfinden, wenn wir sie einführen =)
Oder eben auch nicht. Ich spiele ungern das Versuchskaninchen für extreme ökonomische Experimente, von denen keiner weiß, wie sie ausgehen werden.
du bist dein ganzes leben lang schon teil ökonomischer experimente, nur dass diese nicht links waren. was meinst du mit "das gesamte ökonomische konzept der linken"? machst du es dir nicht etwas einfach damit? :D
wenn man keine ahnung hat, einfach das große ganze, was man nicht sezieren kann, benennen und schon ist die eigene position gestärkt oder wie?
du bist ja schlimmer als ein stier, wenn es um rot geht.
und bitte hört mal auf mit eurer klientelpartei. wenn man danach geht, dürfte man cdu/fdp gar nicht mehr ernstnehmen. die kleinen seitenhiebe von cena sind aber lustig zu lesen, muss ich schon sagen.
/e: nette einstellung, hwki: deutschland, du heiliges auenland!
gibt es natürlich auch die linke logik: ausgaben für sozialhilfe refinanzieren sich durch den konsum der empfänger
Spoiler:
(geringere einkommen haben eine viel höhere konsumquote als die hohen einkommen, die wir zurzeit entlasten)
ausgaben in bildung refanzieren sich durch ein gesteigertes bildungsniveau.
Das müssen doch schon andere Staaten vor Deutschland erprobt haben. Gibt es dazu erfolgreiche Beispiele?
Deutschland ist das negativ einspielen. Die Vermögensverwaltung ist im internationalen Vergleich besonders konzentriert. Grund: seit Mitte der 90er wurden die Spitzensätze für die Einkommen-, Unternehmen- und Kapitalertragsteuern abgesenkt und persönliche Vermögensteuern ganz abgeschafft.
@michi: Vielleicht etwas weniger ragen und etwas mehr konstruktiv beitragen.
Zum Thema: http://www.iwkoeln.de/_storage/asset/118537/storage/master/file/3159431/download/Analyse+Wahlprogramme+2013.pdf
Ab Seite 36.
@noobhans: Mir geht es im Moment nicht um die neuen Steuern, die die Linke einführen will. Mir geht es um die Ausgabenseite. Gibt es Beispiele von Staaten, die erfolgreich ein ähnliches Programm umgesetzt haben, wie es in der IW-Analyse ab Seite 36 beschrieben ist?
Du wæhlst das Programm von 2017, nicht 2013. Das die Linke da teilweise harte Position auffährt, ist klar. Dient der spæteren Kompromissfindung. Machen andere, die z.b. ein BGE fördern, auch nicht anders. Die FDP lobt z.b. auch 30 Milliarden Mehrausgaben aus.
Das Info Institut hat btw 900.000 (!) zerstörte Arbeitsplätze bei Mindestlohn Einfuhrung prognostiziert - die können also auch Mal völlig daneben liegen.
Also ich finde das vom Ifo-Institut:
Der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze
Kannst du mir eine Quelle verlinken bei der sie ganz klar von zerstörten (!!1) Arbeitsplätzen sprechen und nicht von der Gefahr der Zerstörung?
Ein gefährdeter Arbeitsplatz ist in diesem Kontext ganz klar ein zerstörter Arbeitsplatz. Es gibt wirklich keinen Grund das anders zu lesen und die Diskussion dazu ist seit Jahren abgeschlossen. Hab vor 2-3 Wochen ein Interview mit Sinn in der Zeit, da geht er glaub ich auch darauf ein, warum er immer so spitz formuliert hat. Kannst ja Mal googlen, falls dich das sinteressiert.
Du wæhlst das Programm von 2017, nicht 2013. Das die Linke da teilweise harte Position auffährt, ist klar. Dient der spæteren Kompromissfindung. Machen andere, die z.b. ein BGE fördern, auch nicht anders. Die FDP lobt z.b. auch 30 Milliarden Mehrausgaben aus.
Das Programm von 2017 scheint sich bezüglich vieler (fast aller?) Punkte nicht geändert zu haben. Der Unterschied zum Programm der FDP ist, dass das bei Weitem nicht so extrem auf mich wirkt bezüglich der Ausgabenseite.
Genau diese harten Positionen finde ich sehr abschreckend und häufig realitätsfremd. Klar kann man sagen, dass das bewusst extrem ist, um dann in Zukunft Kompromisse finden zu können. Warum nicht gleich realistischer gestalten - ähnlich wie Gysi das auch häufig als Problem mit seiner Partei beschreibt.
Das Info Institut hat btw 900.000 (!) zerstörte Arbeitsplätze bei Mindestlohn Einfuhrung prognostiziert - die können also auch Mal völlig daneben liegen.
Also ich finde das vom Ifo-Institut:
Der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro gefährdet bis zu 900.000 Arbeitsplätze
Kannst du mir eine Quelle verlinken bei der sie ganz klar von zerstörten (!!1) Arbeitsplätzen sprechen und nicht von der Gefahr der Zerstörung?
vllt haben sie auch von "gefährden" gesprochen, um sich abzusichern, damit sie genau das sagen zu können, was du machst. wenn die prognose nicht zustimmt, kann man ja so zurückrudern und von gefähreden reden...
sollte dir klar sein, dass man wo man kann pauschalaussagen nimmt...
gibt es natürlich auch die linke logik: ausgaben für sozialhilfe refinanzieren sich durch den konsum der empfänger
Spoiler:
(geringere einkommen haben eine viel höhere konsumquote als die hohen einkommen, die wir zurzeit entlasten)
ausgaben in bildung refanzieren sich durch ein gesteigertes bildungsniveau.
Das müssen doch schon andere Staaten vor Deutschland erprobt haben. Gibt es dazu erfolgreiche Beispiele?
es gibt staaten, in denen eine höhere absicherung (z.B. die in den letzten tagen gern zitierte rente in österreich) ohne probleme funktioniert.
wir folgen seit 30 jahren einer neoliberalen, angebotsorientierten wirtschaftsrichtung, die nachweislich nicht das tut, was versprochen wurde - sondern im gegenteil verdammt viele gesellschaftliche probleme aufwirft.
warum nicht mal die richtung ändern oder zumindest auf die bremse treten und sich umschauen?
oder wieviele steuern und sozialprogramme müssen noch gestrichen werden, bis die versprochenen investitionen der unternehmen kommen?
/falls du von den problemländern sprichts: wir haben das race-to-the-bottom gewonnen und dürfen arbeiten. nice.
um uns die sintflut. ein liberaler traum.
Wie gesagt, ich finde viele Vorschläge prinzipiell gut. Nur glaube ich, dass die Umsetzung der Gesamtheit aller Vorschläge auf Dauer unbezahlbar ist. Ich bin sofort dabei einzelne Punkte anzugehen und die Richtung anzupassen, aber auch wenn das sicher viele den Spruch ungern hören, bin ich im Allgemeinen eher für "Maß und Mitte" anstatt eines radikalen Kurswechsels.
Ein gefährdeter Arbeitsplatz ist in diesem Kontext ganz klar ein zerstörter Arbeitsplatz. Es gibt wirklich keinen Grund das anders zu lesen und die Diskussion dazu ist seit Jahren abgeschlossen. Hab vor 2-3 Wochen ein Interview mit Sinn in der Zeit, da geht er glaub ich auch darauf ein, warum er immer so spitz formuliert hat. Kannst ja Mal googlen, falls dich das sinteressiert.
Ein gefährdeter Arbeitsplatz ist ein zerstörter Arbeitsplatz. Bei aller Zuspitzung in unseren Posts der letzten Zeit. Willst du diesen Schwachsinn hier jetzt wirklich vertreten? Ist das diese linke Propaganda die die Armutsgefährundsquote nimmt und von der Armutsquote spricht und damit bewusst (!) lügt.
Ich kann dir wirklich nicht helfen, wenn du den Satz nicht verstehst. Ein gefæhrdeter Arbeitsplatz ist in diesem Kontext ein Arbeitsplatz, der wegfällt. kA wie man das ernsthaft anders lesen kann. In der entsprechenden Publikation ist sogar explizit von "Verlust von Arbeitsplätzen" zu lesen etc., über Absætze hinweg. Es geht explizit nicht nur um Arbeitsplätze, die vielleicht irgendwie zu 10 Prozent in Gefahr sind. Wirklich eine armselige Diskussionsstrategie, sich an "zerstört" aufzuhængen. CL würde heulen.
Wie gesagt, ich finde viele Vorschläge prinzipiell gut. Nur glaube ich, dass die Umsetzung der Gesamtheit aller Vorschläge auf Dauer unbezahlbar ist. Ich bin sofort dabei einzelne Punkte anzugehen und die Richtung anzupassen, aber auch wenn das sicher viele den Spruch ungern hören, bin ich im Allgemeinen eher für "Maß und Mitte" anstatt eines radikalen Kurswechsels.
Naja, die Linke ist eine 10 Prozent Partei und muss immer in Koalition (wenn überhaupt). Dementsprechend kann man auch ein Programm aufbauen und natürlich sind da fragwürdige Dinge dabei. In einer rot-rot-gruen Koalition kommt dann denke ich auch eher Maß und Mitte heraus, und kein Kommunismus.
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