"Gerechtigkeit ist gepflegter linker Populismus" - hast du Philosophie studiert?
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Die erhöhten Steuereinnahmen beispielsweise in Bildung zu investieren liegt wohl ausserhalb deines Horizontes?Zitat von HubschrauberGerechtigkeit ist einfach gepflegter Linker Populismus. Nur weil irgendwer der Geld hat/verdient mehr Steuern zahlt, werden die Armen nicht reicher. Der Ansatz ist für mich der falsche bzw. wird nicht helfen, um das Problem am Ursprung zu bekämpfen oder wollt ihr, dass die höheren Steuereinnahmen direkt an Leute ausgezahlt werden, die unter Grenze X im Jahr verdienen?
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hierzu, damit wir wissen worüber wir reden:Zitat von fanaticalWie oft fällt die ErbSt denn so an? Da bringt dir dein Minimalbetrag einfach nichts, wenn Du eine Umverteilung haben willst. Wer für eine Umverteilung die ErbSt verwenden will, muss dann aber auch entweder die Verschonungsregeln konsequent abschaffen oder entsprechende Steuersätze von 40%+, damit man eine Umverteilung als Ergebnis hat. Im Ergebnis können beide Fälle nicht überzeugen. Der Verkauf von Sachwerten ist auch keine Nebelkerze, sondern der sachgerechte Hinweis auf den Denkfehler, wenn man die ErbSt zu Umverteilung verwenden will. Eine Steuer die im Schnitt alle 30 Jahre anfällt, kann nicht zur Umverteilung dienen.
Wer eine Umverteilung haben will, muss zwangsläufig wieder zur Vermögensteuer greifen. Wenn Du natürlich einen Masterplan für eine ErbSt die eine wirkliche Umverteilung bewirkt hast, freue ich mich über den Vortrag.
jährlich werden in deutschland zwischen 300 und 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt, der Staat kassiert davon etwa 5,5 Milliarden (ja, da ist ein komma zwischen den fünfen).
Die Erbschaftssteuer, so wie sie im Moment ist, ist ein Witz.
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mal ganz abgesehen davon, dass genau das ja passiert? Steuern werden via Hartz 4 etc. direkt an Arme ausbezahlt.Zitat von KaraokekidDie erhöhten Steuereinnahmen beispielsweise in Bildung zu investieren liegt wohl ausserhalb deines Horizontes?Zitat von HubschrauberGerechtigkeit ist einfach gepflegter Linker Populismus. Nur weil irgendwer der Geld hat/verdient mehr Steuern zahlt, werden die Armen nicht reicher. Der Ansatz ist für mich der falsche bzw. wird nicht helfen, um das Problem am Ursprung zu bekämpfen oder wollt ihr, dass die höheren Steuereinnahmen direkt an Leute ausgezahlt werden, die unter Grenze X im Jahr verdienen?
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Das ist aber nicht gottgegeben. Solche Info's kann man als Gesellschaft (im ersten Schritt) einfordern. Gerade, wenn z.B. die Verteilung von Reichtum ein akutes Problem ist, welches eben diese Gesellschaft bedroht.Zitat von cena_Von den Ärmsten weiß man es in der Regel deshalb, weil sie Unterstützung von der Allgemeinheit erhalten (wollen). Also müssen sie auch ihre Bedürftigkeit nachweisen.
Und dass die reichsten Menschen ihr Vermögen nicht angeben (werden diese Statistiken nicht mit per Selbstauskunft erhoben?) ist doch ihr gutes Recht. Ich denke nicht, dass sie Dir Rechenschaft schuldig sind.
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Gast
Geht für mich in die falsche Richtung. Ich finde, dass Reiche stärker belastet werden sollten (höherer Spitzensteuersatz, Finanztransaktionssteuer und was für Instrumente es da alles gibt), aber ich finde nicht, dass sich jemand komplett entblößen sollte. Nicht die Reichen, aber auch nicht mehr die Armen.Zitat von noobhansDas ist aber nicht gottgegeben. Solche Info's kann man als Gesellschaft (im ersten Schritt) einfordern. Gerade, wenn z.B. die Verteilung von Reichtum ein akutes Problem ist, welches eben diese Gesellschaft bedroht.Zitat von cena_Von den Ärmsten weiß man es in der Regel deshalb, weil sie Unterstützung von der Allgemeinheit erhalten (wollen). Also müssen sie auch ihre Bedürftigkeit nachweisen.
Und dass die reichsten Menschen ihr Vermögen nicht angeben (werden diese Statistiken nicht mit per Selbstauskunft erhoben?) ist doch ihr gutes Recht. Ich denke nicht, dass sie Dir Rechenschaft schuldig sind.
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Ich merke gerade, die Frage war falsch formuliert. Gemeint war die Häufigkeit wie oft ein Vermögen (bspw Unternehmen X) der ErbSt unterliegt im Laufe der Zeit. Ohne jetzt die Zahl belegen zu können, würde ich eher 30 Jahre als 5 Jahre tippen, bis Unternehmen X wieder der ErbSt unterliegt.Zitat von BoLohierzu, damit wir wissen worüber wir reden:Zitat von fanaticalWie oft fällt die ErbSt denn so an? Da bringt dir dein Minimalbetrag einfach nichts, wenn Du eine Umverteilung haben willst. Wer für eine Umverteilung die ErbSt verwenden will, muss dann aber auch entweder die Verschonungsregeln konsequent abschaffen oder entsprechende Steuersätze von 40%+, damit man eine Umverteilung als Ergebnis hat. Im Ergebnis können beide Fälle nicht überzeugen. Der Verkauf von Sachwerten ist auch keine Nebelkerze, sondern der sachgerechte Hinweis auf den Denkfehler, wenn man die ErbSt zu Umverteilung verwenden will. Eine Steuer die im Schnitt alle 30 Jahre anfällt, kann nicht zur Umverteilung dienen.
Wer eine Umverteilung haben will, muss zwangsläufig wieder zur Vermögensteuer greifen. Wenn Du natürlich einen Masterplan für eine ErbSt die eine wirkliche Umverteilung bewirkt hast, freue ich mich über den Vortrag.
jährlich werden in deutschland zwischen 300 und 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt, der Staat kassiert davon etwa 5,5 Milliarden (ja, da ist ein komma zwischen den fünfen).
Die Erbschaftssteuer, so wie sie im Moment ist, ist ein Witz.
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wie steht die fdp eigentlich dazu, dass ein immer größerer teil des weltweiten vermögens nicht mehr durch harte arbeit erzielt, sondern einfach vererbt wird?Zitat von cena_Von den Ärmsten weiß man es in der Regel deshalb, weil sie Unterstützung von der Allgemeinheit erhalten (wollen). Also müssen sie auch ihre Bedürftigkeit nachweisen.
Und dass die reichsten Menschen ihr Vermögen nicht angeben (werden diese Statistiken nicht mit per Selbstauskunft erhoben?) ist doch ihr gutes Recht. Ich denke nicht, dass sie Dir Rechenschaft schuldig sind.
der weltweite reichtum sollte im kapitalismus doch nach leistung verteilt werden.
kind eines reichen zu sein ist doch keine leistung, sondern glück?
wenn man sich "leistung muss sich wieder lohnen" auf die plakate schreibt, müsste man doch eigentlich fan der erbschaftssteuer sein?!
kann man einerseits sozialhilfeempfängern sagen, sie hätten ihr geld nicht verdient und andererseits erben entlasten, nur weil sie das glück hatten, reiche eltern zu haben?
/um kritik vorneweg zu nehmen: niemand hat was gegen erbschaften, aber wielange ist es noch vernünftig?
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Mit mehr Steuereinnahmen staatliche Programme, von denen die Armen profitieren, auszubauen und zu fördern ist scheinbar keine Option?Zitat von HubschrauberGerechtigkeit ist einfach gepflegter Linker Populismus. Nur weil irgendwer der Geld hat/verdient mehr Steuern zahlt, werden die Armen nicht reicher.
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dazu noch ganz interessant, guckt man sich die liste der reichsten deutschen (sortiert nach 2016) an, gibt es unter den top10 6 erben(-familien) und 4 einzelpersonen im alter von 73, 77, 80 und 82 jahren (plattner, schwarz, kühne, würth).Zitat von BoLowie steht die fdp eigentlich dazu, dass ein immer größerer teil des weltweiten vermögens nicht mehr durch harte arbeit erzielt, sondern einfach vererbt wird?Zitat von cena_Von den Ärmsten weiß man es in der Regel deshalb, weil sie Unterstützung von der Allgemeinheit erhalten (wollen). Also müssen sie auch ihre Bedürftigkeit nachweisen.
Und dass die reichsten Menschen ihr Vermögen nicht angeben (werden diese Statistiken nicht mit per Selbstauskunft erhoben?) ist doch ihr gutes Recht. Ich denke nicht, dass sie Dir Rechenschaft schuldig sind.
der weltweite reichtum sollte im kapitalismus doch nach leistung verteilt werden.
kind eines reichen zu sein ist doch keine leistung, sondern glück?
wenn man sich "leistung muss sich wieder lohnen" auf die plakate schreibt, müsste man doch eigentlich fan der erbschaftssteuer sein?!
kann man einerseits sozialhilfeempfängern sagen, sie hätten ihr geld nicht verdient und andererseits erben entlasten, nur weil sie das glück hatten, reiche eltern zu haben?
/um kritik vorneweg zu nehmen: niemand hat was gegen erbschaften, aber wielange ist es noch vernünftig?
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you just went full communism
an erben ist nichts falsch, auf erben ist ein nahezu - für meine position und ich bin auch all "yay, fickt das 1%" - sehr angemessene besteuerung. mein hypothetischer, steinreicher vater hat genug steuern mit seinem milliongehalt geleistet.
die steuerlichen loopholes sind zu schließen, das sollte priorität sein. und dann die steuergelder richtig einzusetzen.
ich finde sinnvoll eingesetzte luxussteuer mehr als zielführend (siehe BPM in den niederlanden)
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das hat nichts mit kommunismus zutun.
es hat auch nichts damit zutun, was du oder irgendjemand persönlich für angemessen hältst.
ich hab auch gar nichts gegen erbschaften gesagt. ich habe etwas gegen die derzeitige besteuerung gesagt.
es hat damit zutun, sich fakten und zahlen anzugucken, die eine entwicklung in den letzten jahrzehnten zeigen.
und sich darüber gedanken zu machen, welche gesellschaftlichen auswirkungen dadurch entstehen.
ob, und wenn ja wie, man etwas dagegen unternehmen will oder kann.
es hat mit einer belegbaren entwicklung zutun, die einen immer größeren anteil des vermögens bei sehr weniger leuten ansammelt.
und, wenn man sich das alter der reichsten menschen hier und fast in der gesamten welt anguckt, dazu führt, dass ein großer teil des weltweiten vermögens in den nächsten jahrzehnten weitergereicht wird.
es hat etwas damit zutun, dass reallöhne und investitionen stagnieren, während die unternehmensgewinne stetig steigen.

du kannst dich hierhin stellen und sagen
"das ist unfair, dies ist unfair, das kann man ja nicht nochmal besteuern, und so weiter"
aber dann geht es halt immer weiter und wird erstrecht nicht umgekehrt. und irgendwann trifft es dich dann auch.
vor 50 jahren wurden große einkommen und kapitaleinkünfte (damals noch über den persönlichen steuersatz) stärker besteuert. komischerweise ging es da den menschen hier auch gar nicht so schlecht.
seit jahrzehnten wird nahezu in jedem westlichen land wirtschaftspolitik für unternehmen und deren eigentümer betrieben.
alles um den unternehmen mehr "investitionen" zu ermöglichen.
guck dir die investitionskurve da oben an. denkst du es funktioniert?
und es schadet den arbeitnehmern und begünstigt vermögen und kapitaleinkünfte.
beispiele in deutschland?
-aussetzen der vermögenssteuer,
-einführung einer pauschalen abgeltungssteuer (25%) auf kapitalerträge, anstatt anwendung des persönlichen einkommenssteuersatz
-aufbruch der parität des arbeitgeberbeitrags zur krankenversicherung
-usw....
wenn du es von mir nicht hören willst, dann vielleicht vom IWF.
aber die sind ja bekanntlich großer verfechter des kommunismus...
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Hier noch paar Wahl Hilfe Quize für die unentschlossenen. Einen davon hab ich hier bereits verlinkt gesehen. Vielleicht kann ja ein Mod mal den Startpost editieren und alle dort verlinken.
Wahl-O-Mat (freigeschaltet ab mittag 30.8)
RTL Wahlnavi
DeinWal
ISideWith
Steuer-O-Mat
Digital-O-Mat
und noch mal in Appform
Wahl Tinder
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Die Erbschaftsteuer kann man relativ einfach umgehen. Unternehmen wie Würth gründen einfach einen Verein o.ä. ;).
Ihr geht davon aus, dass jeder h4 Empfänger potentieller highperformer ist, die man nur mit etwas mehr Bildung herauskitzelt. Man stärkt die armen nicht, wenn man h4 erhöht. Investitionen in Bildung, keine Studiengebühren sind auch Punkte für die ich bin. Dadurch verdient man in einigen Jobs aber auch nicht mehr und diese Jobs müssen dennoch besetzt werden, wenn die nicht besser bezahlt werden, wird sich der Wohlstand bei den entsprechenden Arbeitnehmern auch nicht durch Investitionen in Bildung ändern. Evtl nur, dass weniger angesehene Jobs keiner machen möchte.
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