Habe noch nichts weiter dazu gelesen, aber nach dem Ausschnitt von Lama würde ich sagen - vernünftige Entscheidung.
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Bundestagswahl 2017
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Ist machtpolitisch eine ziemlich konsequente Handlung von Lindner.Zitat von noobhansWer hätte gedacht, dass die gelbe Instagram Partei die große Bühne weiterhin für Effekthascherei nutzt, und nicht für mehr.
Die CDU/CSU hat soweit keine Partner mehr, mit denen sie noch arbeiten kann. Selbst wenn es eine Minderheitsregierung geben sollte, geht ohne die FDP nicht wirklich was, wenn die Union weiter am Ruder bleiben will. Durch das Scheitern treiben sie für die Union den Preis weiter hoch. Die Union ist in Zugzwang um 1. Merkel am Ruder zu halten und 2. weil in Bayern Landtagswahl ansteht, die für die CSU derb bitter werden könnte.
Neuwahlen könnten sie ebenso ziemlich entspannt entgegensehen. Das eigene Klientel steht und sie können sich durch das Scheitern jetzt auch als "integer" und als nicht zu untragbaren Kompromissen gezwungen darstellen. Sie verzichten lieber auf Macht, wohlwissendlich, dass sie mittel bis langfristig doch wieder an die Positionen kommen.
Netto also ein knallharte durch Machtpolitik gespeiste Handlung, die sich per Propaganda gut an das Wählerklientel verkaufen lässt.
Der Verlierer am Ganzen sind Seehofer und Merkel. Die beiden entwickeln sich zum Ballast. Ich halte es für eine Frage der Zeit, bis es eine Palastrevolte gibt. Seehofer zuerst, Merkel nicht lang danach. Wie es dann weitergeht.. ich habe keine Ahnung.
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Gast
Dieses. Finde das wahlplakat was gerade wieder rumgeistert super:Zitat von strolch#Zitat von noobhansWer hätte gedacht, dass die gelbe Instagram Partei die große Bühne weiterhin für Effekthascherei nutzt, und nicht für mehr.
'Nichtstun ist machtmissbrauch'
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Finde es konsequent und richtig die Reißleine zu ziehen, wenn es einfach keinen Sinn ergibt. Wir waren bei den Gesprächen ja auch nicht dabei.
Wenn man sich aber vor Augen führt, dass während der ganzen Sondierungsgespräche Kommentare wie: "Wir haben vor Neuwahlen keine Angst" nach außen vorgetragen wurden ist das für mich nichts anderes als bewusste Taktik der FDP von Anfang an. Die FDP war nie bereit Kompromisse einzugehen bzw. nie wirklich an einer Regierung mit Schwarz Grün interessiert und ist am Ende einen härteren Kurs gefahren als die CSU. Ist mir ehrlich gesagt auch unverständlich, wie man das so hart feiern kann, dass eine Partei "endlich ihre Linien beibehält". Am besten haben wir dann 7 Parteien, die dann alle ihre Linien beibehalten, weil das so toll und geil ist , ohne eine Chance auf Entwicklung, weil jede Partei nur noch ihrer Linie treu bleibt. Gutes Spiegelbild der Gesellschaft. HAUPTSACHE ICH STEHE GUT DA UND KANN MICH GUT VERKAUFEN.
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sie können nicht immer wieder sagen, dass sie es nicht machen und dann doch koalieren. die große koalition wurde abgewählt, wie das schulz schon richtig sagte.Zitat von flavSPD machts eh am Ende. Neuwahlen bringen 0,0, weil sich eh keine neuen Konstellationen ergeben. Es sei denn, Merkel tritt vor potentiellen Neuwahlen zurück
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Schlimmer kann es eigentlich nicht werden. Die aktuelle Lähmung ist aufgrund der Power-Pattex Stühle der Parteivorsitzenden von CDU/CSU und SPD entstanden. Nach dem Wahlergebnis hätte normalerweise eine Neuaufstellung der ehemaligen Grokoparteien erfolgen müssen. Aber man hat das Debakel nicht aufgearbeitet und mit Abwarten aufgrund der Niedersachsenwahl und Sondierungsgesprächen verzögert. Daher würden nach aktuellen demoskopischen Umfragen eher AFD und FDP leicht profitieren. Aber es kann mir keiner erzählen, dass mit neuen Kandidaten + neuem Wahlkampf Ostern 2018 dasselbe Ergebnis wie September 2017 heraus kommen würde. Zum Beispielen würden bei einer neuen Unionsaufstellung Wechselwähler von AFD/FDP zurückkommen. Die SPD hätte die Chance, gegen jemand der nicht Merkel heißt, ihr Profil stärker herauszuarbeiten usw. Und ob die AFD mit der Petry Geschichte usw. nochmal so ein Ergebnis erzielt, steht auch in den Sternen.Zitat von RastaIst machtpolitisch eine ziemlich konsequente Handlung von Lindner.Zitat von noobhansWer hätte gedacht, dass die gelbe Instagram Partei die große Bühne weiterhin für Effekthascherei nutzt, und nicht für mehr.
Die CDU/CSU hat soweit keine Partner mehr, mit denen sie noch arbeiten kann. Selbst wenn es eine Minderheitsregierung geben sollte, geht ohne die FDP nicht wirklich was, wenn die Union weiter am Ruder bleiben will. Durch das Scheitern treiben sie für die Union den Preis weiter hoch. Die Union ist in Zugzwang um 1. Merkel am Ruder zu halten und 2. weil in Bayern Landtagswahl ansteht, die für die CSU derb bitter werden könnte.
Neuwahlen könnten sie ebenso ziemlich entspannt entgegensehen. Das eigene Klientel steht und sie können sich durch das Scheitern jetzt auch als "integer" und als nicht zu untragbaren Kompromissen gezwungen darstellen. Sie verzichten lieber auf Macht, wohlwissendlich, dass sie mittel bis langfristig doch wieder an die Positionen kommen.
Netto also ein knallharte durch Machtpolitik gespeiste Handlung, die sich per Propaganda gut an das Wählerklientel verkaufen lässt.
Der Verlierer am Ganzen sind Seehofer und Merkel. Die beiden entwickeln sich zum Ballast. Ich halte es für eine Frage der Zeit, bis es eine Palastrevolte gibt. Seehofer zuerst, Merkel nicht lang danach. Wie es dann weitergeht.. ich habe keine Ahnung.
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ich würde nicht anders wählen, gemäß dem fall, dass die parteien hinsichtlich der einwanderungspolitik nichts neu formulieren. ich habe auch schon mit anderen fdp wählern gesprochen und die sehen das genauso.Zitat von TorroFalls es Neuwahlen gibt, werden die Wähler die FDP gnadenlos abstrafen. Wenn es nicht die AFD stärken würde, wäre ich fast dafür.
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Für was sollen die Wähler die FDP abstrafen? Dass sie nicht umfällt und nicht bereits ist sich wie bei der letzten Regierungsbeteiligung von der Union (dieses mal mit Hilfe der Grünen) plattdrücken zu lassen? Dann wäre die FDP in 4 Jahren wieder bei 4% gewesen.
Gibts zu dem Grünen Thema "Familiennachzug für subsidiär geschützte" eine repräsentative Umfrage der Bevölkerung? Ich bezweifle, dass viel mehr als die Grünen 8,9% das Thema so sehen.
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Ich bitte euch. Die FDP zieht - warum auch immer - beim Thema Flüchtlinge eine harte Linie, was nicht wirklich ein liberaler Kernpunkt ist und lässt unter anderem dadurch die Verhandlungen platzen. Natürlich versucht Lindner jetzt, es als Standhaftigkeit zu verkaufen. Faktisch ist es letztlich eine Unfähigkeit zur Regierungsbildung, die in Koalitionen immer auch Kompromissfähigkeit voraussetzt.
Von deren Unzulänglichkeiten in der Umwelt- und Energiepolitik ("Kann mir mal jemand erklären, wie es physikalisch möglich sein soll?" - Alter, habt ihr keine Energieexperten bei euch in der Partei? Dazu gibt es genügend Studien) hab ich da noch nicht mal angefangen.
Lindner mag ein guter Rhetoriker sein, aber hinter der eloquenten Klappe steckt erstaunlich wenig Substanz.
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der genaue wortlaut von lindner, falls es wen interessiert:
Spoiler:"Wir haben Stunden, Tage und Wochen miteinander gerungen. Tage länger, als wir uns vorgenommen hatten. Wir haben als Freie Demokraten zahlreiche Angebote zum Kompromiss unterbreitet: unter anderem in der Steuer-, der Europa-, der Einwanderungs- und der Bildungspolitik. Denn wir wissen, dass Politik vom Ausgleich lebt. Mit knapp elf Prozent kann man nicht den Kurs einer ganzen Republik diktieren. Unsere Bereitschaft zum gemeinsamen Handeln zeigen wir ja übrigens auch in Regierungsbeteiligungen mit Union, SPD und Grünen in den Ländern. Nach Wochen liegt aber heute unverändert ein Papier mit zahllosen Widersprüchen, offenen Fragen und Zielkonflikten vor. Dort, wo es Übereinkünfte gibt, sind sie oft erkauft mit viel Geld der Bürger oder mit Formelkompromissen. Wir haben gelernt, dass auch durchaus gravierende Unterschiede zwischen CDU/CSU und FDP überbrückbar gewesen wären. Es ist da auch eine neue politische Nähe, auch menschliche Nähe gewachsen - Aber am heutigen Tag wurde keine neue, keine weitere Bewegung erreicht, sondern es wurden Rückschritte gemacht, weil auch erzielte Kompromisse noch einmal in Frage gestellt worden sind. Es hat sich gezeigt, dass die vier Gesprächspartner keine gemeinsame Vorstellung von der Modernisierung unseres Landes und vor allen Dingen keine gemeinsame Vertrauensbasis entwickeln konnten. Eine Vertrauensbasis und eine gemeinsam geteilte Idee wären aber die Voraussetzung für stabiles Regieren. Wir wissen nicht, was in den nächsten Jahren auf Deutschland in Europa und der Welt zukommt. Aber wenn dann vier Partner schon nicht in der Lage sind, schon bei dem Absehbaren einen gemeinsamen Plan zu entwickeln nach so langer Zeit und so intensivem Ringen, ist das keine Voraussetzung, dass auch auf das Unvorhersehbare angemessen reagiert werden kann. Wir werfen ausdrücklich niemandem vor, keinem unserer drei Gesprächspartner, dass er für seine Prinzipien einsteht. Wir tun es aber auch für unsere Prinzipien, für unsere Haltung. Unser Einsatz für die Freiheit des Einzelnen in einer dynamischen Gesellschaft, die auf ihn vertraut, die war nicht hinreichend repräsentiert in diesem Papier. Und wir haben heute, an diesem bescheidenen Tag, nicht den Eindruck gewonnen, obwohl allen die Dramatik der Situation bewusst war, dass dieser Geist grundlegend veränderbar gewesen wäre. Die Freien Demokraten sind für Trendwenden gewählt worden. Und wer sich dieses Dokument ansieht: Es war nicht zu ambitioniert, es war nicht unrealistisch, sondern maßvoll. Wir sind für diese Trendwenden gewählt worden, aber sie waren nicht erreichbar, nicht in der Bildungspolitik, nicht bei der Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, nicht bei der Flexibilisierung unserer Gesellschaft, nicht bei der Stärkung der Marktwirtschaft - und bis zur Stunde auch nicht bei einer geordneten Einwanderungspolitik. Den Geist des Sondierungspapiers können und wollen wir nicht verantworten. Viele der diskutierten Maßnahmen halten wir sogar für schädlich. Wir wären gezwungen, unsere Grundsätze aufzugeben und all das, wofür wir Jahre gearbeitet haben. Wir werden unsere Wählerinnen und Wähler nicht im Stich lassen, indem wir eine Politik mittragen, von der wir im Kern nicht überzeugt sind. Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren. Auf Wiedersehen."
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ZDF:Zitat von ppppphhhiilllLLFür was sollen die Wähler die FDP abstrafen? Dass sie nicht umfällt und nicht bereits ist sich wie bei der letzten Regierungsbeteiligung von der Union (dieses mal mit Hilfe der Grünen) plattdrücken zu lassen? Dann wäre die FDP in 4 Jahren wieder bei 4% gewesen.
Gibts zu dem Grünen Thema "Familiennachzug für subsidiär geschützte" eine repräsentative Umfrage der Bevölkerung? Ich bezweifle, dass viel mehr als die Grünen 8,9% das Thema so sehen.
Das ist neueste Erhebung, wobei da die Fragestellung nicht konkret wird. Je nachdem schwankt das Ergebnis extrem. So grundsätzlich finden das viele Leute nicht schlecht, aber bei großen Zahlen sinkt dann die Zustimmung recht schnell. Bei den Sondierungsgesprächen wurde mit Werten von 75.000 (Grüne) und bis zu 750.000 (CSU) operiert, was mit entsprechenden Kosten einher geht. Je nachdem sind die Deutschen dann doch nicht mehr so dafür.Zitat von Forschungsgruppe WahlenFamiliennachzug
Für das Recht von anerkannten Asylbewerbern oder Flüchtlingen, Ehepartner oder Kinder nachholen zu dürfen, sprechen sich 67 Prozent aller Befragten aus, nur 28 Prozent sind dagegen. In allen Parteianhängergruppen außer der der AfD gibt es deutliche Mehrheiten (von 67 Prozent bei der CDU/CSU bis 88 Prozent bei den Grünen) für einen Familiennachzug. Ganz anders sehen das die Anhänger der AfD, wo nur 19 Prozent für den Familiennachzug sind.
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