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    Weiß nicht, wo das Problem ist, flav. Wenn es zu wenige Pfleger gibt, kann doch einfach die freie Hand des Marktes den Leuten den Arsch abwischen. /s

    Kann mal bitte jemand das Thema wechseln? Es ist alles dazu gesagt und die Diskussion triggert mich zu sehr, ich kann nur noch trollen.

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      Wundert mich, dass hier noch nicht vorgeschlagen wurde, dass man einfach Leute aus ärmeren Ländern die Pflege machen lassen soll. Die freuen sich doch über einen sicheren Job, für die ist das Gehalt passabel und sie sind aus ihren Heimatländern schon einen niedrigen Lebensstadard gewohnt. Gerade für die häusliche Pflege würde ich aber eine polnische Pflegekraft empfehlen wie z.B. von https://www.pflege.de/altenpflege/polnische-pflegekraefte/. Klarer Vorteil bei denen ist die christlich(katholisch)-abendländische Sozialisation, das landläufige kaukasische Erscheinungsbild und eine Küche, die von der deutschen nicht allzu weit entfernt ist.

      Bin tbh aber echt am überlegen, ob ich später mal in so ein Thailand Altenheim geh, sofern ich es mir leisten kann. Wenn die in Ordnung sind, stell ich mir das ziemlich nice vor. Mit meiner Frau und am besten noch ein paar Kumpels da den Lebensabend für vergleichsweise wenig Geld genießen, ist doch ein fucking dream :D

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        Zitat von lib
        Zitat von BoLo
        hast du denn eine meinung zur situation der pflegekräfte, die sich solche wohnungen nicht leisten können? das wär ja interessant.
        ich denke pflegekräfte verdienen zu wenig.
        wenn ich aber eine teure wohnung haben will, entscheide ich mich nicht dazu pfleger zu werden. sich einen schlecht bezahlten job zu suchen und danach zu jammern, dass man sich teure wohnungen nicht leisten kann ist ziemlich kurzsichtig.
        Und Pflegeheime in Großstädten werden dann einfach abgeschafft? Klingt eigentlich wasserdicht.

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          Könnte mal n interessantes Beispiel für fairen Lohn aus ner anderen Ecke bringen.
          Habe eben mit einem Kollegen/Bekannten telefoniert, Dipl. Ing. Architekt, eigenes Büro mit ~10 Angestellten in Stuttgart – hat den Zuschlag bei ner Ausschreibung für den Umbau/die Modernisierung von nem Schulkomplex bekommen: 2 mio euro für das Büro – Bauzeit zwei Jahre.

          Jetzt hat er nach dem ersten Jahr eben mal erzählt was Sache ist. Wenn er den ganzen Stress mal außen vor lässt muss er mehrmals die Woche 500km fahren (man kann sich nicht mehr nur auf Projekte in der Nähe bewerben wenn man überleben will), hat Arbeitszeiten jenseits von gut und böse und nach Abzug aller Fixkosten (für nen polier der 24/7 vor Ort sein muss etc) bleibt er bei nem Stundenlohn für sich von ca. 20€ stehen.

          Dafür aber n sehr umfangreiches Studium gemacht, 24/7 stress, unglaubliche Verantwortung.
          Ist das fair? Die Dachdecker die da Arbeiten kriegen kaum weniger.
          Allein für seine Mitgliedschaft in der Architektenkammer blutet er mit über 1200€ im Monat da er über 60k im Jahr verdient

          Spoiler: 
          wäre er mal it´ler geworden oder hätte bei der stadt angefangen :D - dass es n komplett anderer punkt als die pflege-gehalts-diskussion ist, is mir klar - wollt nur weg von dem circlejerk

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            Zitat von KADOZER
            Könnte mal n interessantes Beispiel für fairen Lohn aus ner anderen Ecke bringen.
            Habe eben mit einem Kollegen/Bekannten telefoniert, Dipl. Ing. Architekt, eigenes Büro mit ~10 Angestellten – hat ne Ausschreibung für den Umbau/die Modernisierung von nem Schulkomplex bekommen, Zuschlag : 2 mio euro für das Büro – Bauzeit zwei Jahre.

            Jetzt hat er nach dem ersten Jahr eben mal erzählt was Sache ist. Wenn er den ganzen Stress mal außen vor lässt muss er mehrmals die Woche 500km fahren (man kann sich nicht mehr nur auf Projekte in der Nähe bewerben wenn man überleben will), hat Arbeitszeiten jenseits von gut und böse und nach Abzug aller Fixkosten (für nen Bauleiter der 24/7 vor Ort sein muss etc) bleibt er bei nem Stundenlohn von ca. 20€ stehen.

            Dafür aber n sehr umfangreiches Studium gemacht, 24/7 stress, unglaubliche Verantwortung.
            Ist das fair? Die Dachdecker die da Arbeiten kriegen kaum weniger.
            Allein für seine Mitgliedschaft in der Architektenkammer blutet er mit über 1200€ im Monat da er über 60k im Jahr verdient
            Die 1.200,- € Beitragsgebühren sind ja Betriebsausgaben und somit schon in den 60k im Jahr "verrechnet".

            Die ganze Debatte bezieht sich natürlich auch immer nur auf Arbeitnehmer und kann auf Arbeitgeber analog nicht angewandt werden.

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              Zitat von Leroyal
              Zitat von lib
              nicht in einer großstadt wohnen, wenn man es sich nicht leisten kann
              wow.

              Ich muss als Pfleger also einen Knochenjob ausführen, werde dafür scheiße bezahlt und muss jeden Tag pendeln?

              Das ist ja so verlockend, so bekommt man den Pflegermangel bestimmt super in den Griff!
              Alte Leute aufs Land in den Osten - dann müssen wir coolen Akademiker in den hippen Großstädten auch nicht täglich die alten Wracks angucken auf dem Weg zu unserem 70k+ Job und können viel entspannter runtindern während wir auf dem Weg zur Arbeit die nächste Folge GoT auf dem Ipad gucken.

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                Zitat von f00ky0
                "wenn ich aber eine teure wohnung haben will, entscheide ich mich nicht dazu pfleger zu werden. sich einen schlecht bezahlten job zu suchen und danach zu jammern, dass man sich teure wohnungen nicht leisten kann ist ziemlich kurzsichtig."

                selten etwas so kurzsichtiges, dummes und vor allem verachtenderes hier gelesen.
                Ich muss dir einfach mal vollkommen zustimmen.
                Erschreckend, was manche hier äußern. Können anscheinend wirklich keine zwei Meter geradeaus denken.



                Allgemein sollte man vielleicht aber wieder von der polemischen Schiene runter kommen und zurück zu einer ernsthaften Diskussion finden.
                das libs Ansichten sehr verquer sind, darüber sind sich wohl 90% der Leute hier einig.

                Ich war letzten Donnerstag wählen, merke aber, wie ich immer angespannter werde wegen Sonntag.
                Diskutiert ihr eglt auf der Straße mit zb den Grünen oder der FDP, wenn die da einen Stand haben?

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                  An der Pflegesituation wundert mich folgendes: Ich bin auch lange davon ausgegangen, dass Angebot und Nachfrage den Preis setzen. Warum aber klappt das in einigen Fällen auf dem Arbeitsmarkt nicht entsprechend? Grade in der Pflege herrscht doch ein eklatanter Mangel an Fachkräften und diese Jobs können auch nicht von beliebigen ungelernten Kräften übernommen werden. Laut einer Aussage hier aus dem Forum verdienen sich zudem die Betreiber auch keine goldene Nase dabei.

                  Sind einfach die Sätze dessen, was von der Pflegekasse übernommen wird schlicht zu gering, so dass die Arbeitgeber nicht mehr zahlen können weil sie ihren "Preis" für das Gut Pflege nicht erhöhen können?

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                    @ Mehl

                    War gestern beim TAZ Salon im Haus 73 in Hamburg. Thema war Bedingungsloses Grundeinkommen und anwesend waren Politiker der Linken, Grünen, FDP und ein Vertreter der Erwerbslosen von Ver.di.
                    Publikum war zu 90% 45+ Jahre alt und eher links/grün eingestellt.

                    Gab eine kleine Diskussion am Ende aber nicht wirklich neue Erkenntnisse. Was das Thema Digitalisierung und Wegfall von vielen Arbeitsplätzen in der Zukunft angeht waren alle Parteien auch eher ratlos.
                    Hätte mich ehrlich gesagt am Ende auch lieber besoffen um die Aussagen von dem Ver.di Typen und dem FDPler zu ertragen.
                    Hat mir bei meiner Entscheidung für Sonntag auch nicht weitergeholfen.


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                      Zitat von Berguin
                      Zitat von KADOZER
                      bzgl. pflegeheime und profitabilität - würde auch gerne wissen wieso die pfleger so extrem wenig verdienen, n pflegeplatz aber nicht unter 3000€ pro monat zu bekommen ist (der für meinen Opa hat 3300€ gekostet) - das muss ja ne unglaubliche gelddruckmaschine sein wenn man da in nem kleinen bis mittelgroßen heim 50+ alte leute betreut und selber nur niedrigstlöhne bezahlt,es essen in mensaqualität gibt und die "aktivitäten" sich auf gemeinsame gymnastikstunden im Pausenraum beschränken...
                      Ich kann das jetzt allgemein nicht pauschalisieren aber ich habe vor 2-3 Jahren mal die Abschlüsse von ein paar hiesigen Pflegeheimen gemacht. Außerdem ist meine Mutter in der ambulanten Alterspflege und meinem Vater gehört anteilig ein Pflegeheim.
                      Aus der Erfahrung heraus kann ich für diese Heime behaupten, dass die Arbeitgeber eher jeden Euro umdrehen müssen, als dass Sie sich die Taschen mit dem Geld vollstopfen. Das ganze Pflegesystem ist auch wirklich fürn Arsch, wie es jetzt ist. Das Pflege jetzt ein zentrales Wahlkampfthema geworden ist, ist auch genau richtig.
                      Kannst du einschätzen woran das liegt? Mich als Außenstehenden würde das mal interessieren und ich hätte da jetzt auch eine Schieflage gesehen. Wo bleibt denn das ganze Geld? In den Löhnen ja schon mal nicht.

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                        Zitat von lib
                        hab nie was bzgl. pfleger gesagt @leroyal

                        mir geht darum, dass es nunmal dinge gibt die teuer sind. entweder man tut was dafür oder gibt sich mit etwas anderem zufrieden. die ganze zeit zu weinen die politik soll ich darum kümmern dass das was man haben will billiger werden soll ist einfach nur schwach.
                        Jo und was passiert eigentlich nach der nächsten Immobilienblase? Man darf die Entwicklung in den Großstädten schon mal kritisieren. Und ob man irgendwann noch Reichenviertel mit Zäunen haben will ist auch noch eine Sache.

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                          Zitat von Fabbo
                          Zitat von Berguin
                          Zitat von KADOZER
                          bzgl. pflegeheime und profitabilität - würde auch gerne wissen wieso die pfleger so extrem wenig verdienen, n pflegeplatz aber nicht unter 3000€ pro monat zu bekommen ist (der für meinen Opa hat 3300€ gekostet) - das muss ja ne unglaubliche gelddruckmaschine sein wenn man da in nem kleinen bis mittelgroßen heim 50+ alte leute betreut und selber nur niedrigstlöhne bezahlt,es essen in mensaqualität gibt und die "aktivitäten" sich auf gemeinsame gymnastikstunden im Pausenraum beschränken...
                          Ich kann das jetzt allgemein nicht pauschalisieren aber ich habe vor 2-3 Jahren mal die Abschlüsse von ein paar hiesigen Pflegeheimen gemacht. Außerdem ist meine Mutter in der ambulanten Alterspflege und meinem Vater gehört anteilig ein Pflegeheim.
                          Aus der Erfahrung heraus kann ich für diese Heime behaupten, dass die Arbeitgeber eher jeden Euro umdrehen müssen, als dass Sie sich die Taschen mit dem Geld vollstopfen. Das ganze Pflegesystem ist auch wirklich fürn Arsch, wie es jetzt ist. Das Pflege jetzt ein zentrales Wahlkampfthema geworden ist, ist auch genau richtig.
                          Kannst du einschätzen woran das liegt? Mich als Außenstehenden würde das mal interessieren und ich hätte da jetzt auch eine Schieflage gesehen. Wo bleibt denn das ganze Geld? In den Löhnen ja schon mal nicht.
                          Auf die Jahresabschlüsse von den Pflegeheimen habe ich leider keinen Zugriff mehr, da hätte ich das natürlich perfekt nachvollziehen können. Schade.

                          Bei meiner Mutter lässt sich auf jeden Fall sagen, dass ihre Arbeitgeberin ihre Mitarbeiter im Vergleich zum Rest ziemlich gut entlohnt. Auf 30 Stunden/Woche kriegt meine Mutter Brutto ca 2.500,- € Grundgehalt raus. Das ist jetzt nicht die Welt, aber im Vergleich doch schon recht ordentlich.

                          Nochmal zum Vergleich zu den Großstädten: In dem Gebiet, in dem meine Familie wohnt (Wilhelmshaven - Oldenburg) kann man sich eine 2-Zimmer Wohnung mit ca 50 m² schon für 200-300 € kalt mieten.

                          Dieser Artikel beschreibt im Groben, was auf die Patienten an Kosten zukommen. Nun muss man bedenken, dass neben dem Personal (2.000,- € Bruttolohn sind immerhin schon 2.390,30 € effektive Lohnkosten für den Arbeitgeber) Essen, Trinken, Instandhaltung, Pflegebedarf, Miete, Pacht, Strom/Wasser/Gas, Arztkosten, Geschäftsausstattung, etc. bezahlt werden muss.

                          Der Anteil der Pflegekasse ist ja nach Pflegestufen festgeschrieben.

                          Ob man den Eigenanteil, den die "Mieter" zahlen nun anheben darf, hab ich jetzt auf die schnelle ehrlich gesagt nicht rausgefunden, gleichzeitig ist man aber eben auch moralisch daran gebunden, die alten Leute nicht auszunehmen und die Pflegeeinrichtungen kommen nun einmal aus dem sozialen Sektor. Da haben z.B. Steuerberater und Banker weniger Skrupel, ihren Mandanten mehr Geld abzunehmen.

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                            Zitat von noobhans
                            Die Erleuchtung kommt wahrscheinlich sobald die Eltern mal Pflegefälle werden oder spätestens dann, wenn er sich selber nicht mehr den Arsch abwischen kann, aber trotzdem ein Leben in würde wünscht
                            Was für eine Erleuchtung soll da kommen? Pflegeplätze sind jetzt schon schweineteuer - ich dachte die etwas über 2k für meine Oma waren viel (volle Pflege) - zusätzlich kamen 1k für meinen Opa betreutes wohnen dazu. Das ganze in Ostholstein bei einer neuen ganz netten Anlage. Wie gut die Pflege da tatsächlich war, kann ich nicht beurteilen.
                            Die Frage ist, wenn man davon ausgeht, dass die Heime nicht so rentabel sind trotz der jetzt schon bereits hohen Kosten, wie soll der Lohn steigen? - offensichtliche wäre Staat erhöht Pflegesteuern und subventioniert die Heime, um höhere Löhne zu erreichen, ob das Geld tatsächlich bei der Pflegekraft ankommt, ist fraglich. Dazu würden die Sozialabgaben, die eh schon immens sind weiter steigen. Was zu einer weiteren herben Belastung der Mittelschicht führen würde. Klingt auch nicht allzu klug.
                            Habe mal kurz das Gehalt gegoogelt. Grobes Einstiegsgehalt ist bei 2,4-2,6 Brutto (teilweise etwas weniger Quellen variieren). Wenn da noch Schichtzulagen dazu kommen, ist es für einen Ausbildungsberuf gar nicht so schlecht, wie es dargestellt wird. Natürlich wird man da nicht reich von, aber es gibt sicher auch noch Weiterbildungen etc.pp., dass man auch als Pfleger seinen Wert steigern kann und mit einem Arbeitgeberwechsel vielleicht ein ganz nettes Gehalt erwirken kann. Gibt sicherlich auch Spezialisierungen etc..
                            Grob überschlagen als Single bei 2,4k Brutto laut Rechner 1,6k Netto. Plus eventuelle Schichtzulagen. Vorausgesetzt man kann es so überschlagne, warum wird sich beklagt? Als Einstieg naach einer Ausbildung nicht so wenig. Mit Schichtzulagen ist man sicher uach schnell bei 2k Netto. Auf was man sich einlässt, ist einem denke ich vorher bewusst.

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                              Von was für einer "Pflegesteuer" redet er?!

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                                Zitat von D.Way
                                Von was für einer "Pflegesteuer" redet er?!
                                Dann meint er halt Pflegeversicherung... ist doch scheiß egal und kommt aufs gleiche hinaus.

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