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    Es geht mir ja überhaupt nicht um die Extremität der Positition, die man vielleicht auch nur als Advocatus Diabli einnimmt. Aber ich behaupte, es wird dir nur gelingen, Leuten Ideen einzupflanzen, wenn du sie nicht angreifst. Gegen "provokante" Formulierungen im Sinne von "provokante Positionen" ist nichts einzuwenden. Gegen "provokante" Formulierungen im Sinne von "sie greifen den Gegenüber an", wozu alle möglichen rhetorischen Spielarten zählen, schon. Denn damit wirst du mit deiner ursprünglichen Intention scheitern.

    Edit: "Systemkritik kann nicht in einer Form geäußert werden, die sie für Systemanhänger sympathisch macht." Warum nicht? Ich mache das eigentlich immer so.

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      Das ist ja fast Satire, wie sehr du Der Olli deinen vorgängerpost ad absurdum führst. :D aber danke, dass du uns bewusst provozierst, uns neue räume eröffnest und uns vor allem neue gedanken erlaubst!

      Zum Thema Digitalisierung ließe sich vielleicht noch sagen, dass gerade die Verbreitung von freihen WLans in großen Städten hier noch sehr zu wünschen übrig lässt im Vergleich bspw. zu vielen asiatischen Metropolen und dass der massive Missbrauch von persönliche Daten unter anderem durch amerikanische Firmen zeigt, dass auch das Onlinerecht noch in den Kinderschuhen steckt.

      Das sind aber natürlich mit den von cena aufgeführten punkten alles hinweise, die wir nicht der fdp zu verdanken haben, sondern die die piraten schon seit jahren propagieren

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        @Cena: Also, ich habe heute meine Briefwahlunterlagen via Internet angefordert. Aber sicher, da geht noch was. Aber als omnipräsenten, dringenden Problem, mit dem sich gut Wahlkampf machen lässt, würde ich es nicht betrachten.

        Zur Bildung: Da halte ich Digitalisierung für viel Schall und Rauch. Habe mich vor nicht allzulanger Zeit mal Leuten unterhalten, die sowas schon in den Klassenräumen hatten: Wo hatten die das Gefühl, dass das Teil wirklich einen didaktischen Mehrwert mit sich bringt. Da kam nicht viel. Bei Tablets dasselbe. Wir mussten früher Aufgaben im Unterricht lösen, man muss heute Aufgaben im Unterricht lösen. Die wenigsten Lehrer referieren 45 Minuten lang.
        Es gibt 'ne Menge Pädagogen, die an den unerschöpften Lehr-Potentialen elektronischer Medien forschen. Aber nach meinem Eindruck kam da außer heißer Luft nicht viel rum. Es klingt fancy, aber nachher hängt's einfach davon ab, wie interaktiv und spielerisch der Unterricht abläuft, wie gut der Lehrer die Schüler begeistern kann, wie viel Abwechslung er bieten kann. Da hat sich nicht viel geändert. Dazu kommt mein Öko-Hippie-Einwand: Die klassenraumweite Bestückung mit E-Boards und die Ausstattung mit Tablets produziert Unmengen an Elektroschrott. Das ist es einfach nicht wert in meinen Augen.

        Zu den Implikationen auf unsere Gesellschaft, wie du's beschreibst: Ich denke, wir müssen lernen, Automatisierung und den Rückgang an Arbeit als Geschenk zu betrachten und so in unser Gesellschaftsmodell integrieren. Aber mit Digitalisierung als Schlagwort hat das nur noch am Rande zu tun.

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          Spoiler: 
          Zitat von Der Ollie
          Zitat von Torro
          Zitat von OrdentlichUndFromm
          Zitat von Der Ollie
          Zitat von OrdentlichUndFromm
          Edit @Ollie: Fundamentale Fragen zu thematisieren, dagegen wende ich mich auch gar nicht. Aber der Stil, in dem die Diskussion hier zu oft abläuft, ist diesem Ansinnen nicht zuträglich. Nur darauf möchte ich hinaus.
          Aber es ist doch Usus, dass linke Positionen mit dem moralischen Zeigefinger daherkommen, während rechte Positionen der Gegenseite "Träumerei" vorwerfen. Da darf man dann ruhig etwas Resistenz gegen mitbringen. Wir sind hier nicht zum Händchenhalten.
          Darf man. Die Frage ist, wozu? Wenn nicht nicht zum Händchenhalten, wozu dann? Um die Fronten weiter zu verschärfen, die Abneigung und die Frustration gegenüber linken Positionen zu steigern? Ganz ehrlich, nicht bissig und nicht als rhetorische Frage gemeint: Was erhoffst du dir von der Beteiligung an diesem Thread?
          Dass sich ernsthaft mit Meinungen auseinandergesetzt wird, die nicht systemkonform sind und Mutti voll ok finden. Im Fernsehen wird sich ja größtenteils nur über Scheiße unterhalten, siehe TV-Duell.
          #

          Und außerdem geht es - deshalb formuliere ich an vielen Stellen bewusst provokant - darum, den Leuten diese Frage in ihr Hirn zu pflanzen, damit sie selber mal darüber nachdenken. Ich mag extreme Positionen, weil sie einen breiten Zwischenraum zwischen dem Ist-Zustand und dem vorgestellten Soll-Zustand eröffnen, in dem man sich dann persönlich positionieren kann.

          Diesen Raum zu öffnen - mit vertretbaren Positionen - das sehe ich als meinen "Job" hier im Thread (und auch allgemein, wenn ich mit Freuden und Verwandten über Politik spreche).


          Mir ist egal, wie die Leute sich nun positionen. Wichtig ist, dass man ihnen den Gedanken erlaubt.

          Zitat von OrdentlichUndFromm
          Aber genau das verhindert man mit einem zu aggressiven Ton. Wann hast du das letzte Mal eine Diskussion erlebt, wo jemand sagt: Okay, vielleicht hast du recht? Das passiert verdammt selten, und je aggressiver, belehrender oder bissiger man wird, desto seltener. Aber diskutiert man nicht eigentlich dafür?
          Die Leute setzen sich nicht ernsthaft mit Meinungen auseinander, nachdem sie angefeindet wurden. Sie sehen nur ihr Bild vom linken, überheblich-belehrenden Kotzbrocken bestätigt, dem sie politisch eine reinwürgen wollen.
          Das verrät den Inhalt der Kritik. Die Kritik ist nicht konform. Sie ist darauf ausgelegt, unsere bestehenden Grundfesten über den Haufen zu werfen, um etwas Neues zu erschaffen. Jede konforme Formulierung der Kritik leitet sie damit weg vom eigentlichen Ziel.

          Systemkritik kann nicht in einer Form geäußert werden, die sie für Systemanhänger sympathisch macht.


          Ich persönlich bevorzuge es, realistisch zu bleiben und die Forderungen auch entsprechend zu formulieren.

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            Ich persönlich würde niemals die Legitimation der FDP als Partei bestreiten. Ich würde allerdings jederzeit bestreiten, dass sie ihrer selbsternannten Rolle als liberale Partei gerecht wird. Neoliberalismus ist leider der größte Etikettenschwindel überhaupt und hat mit und hat mit Liberalismus nur den Namen gemein.

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              Man negiert jeglichen ideengeleiteten Anspruch der FDP, die Gesellschaft - aus ihrer Sicht - zu verbessern.
              Könnte aus der letzten Erfahrung mit der FDP in ihrer Wunschkoalition herrühren.

              Und auch die AfD hat unter demokratietheoretischen Gesichtspunkten einen Platz im Parlament verdient.
              Auf welche Demokratietheorie stütz du dich hier genau. Die Theorien sind ja, bis auf den kleinsten gemeinsamen Nenner (im wesentlich die Theorie nach Dahl), sehr unterschiedlich in ihren Merkmalen und Ausprägungen. Die Theorien der deliberativen Demokratie, als Beispiel genommen, sehen die Öffentlichkeit als zentralen Baustein einer Demokratie an. Im November 2016 hat der baden-württembergische Landesverband auf seinem Parteitag mal eben alle Pressevertreter rausgeschmissen und damit höchst undemokratisch gehandelt. Dies würden andere Demokratietheorien gar nicht erfassen. So lässt sich über "demokratietheoretische Gesichtspunkte" natürlich nur diskutieren, wenn man weiß auf welche Theorie man rekurriert.

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                Zitat von niels
                Das ist ja fast Satire, wie sehr du Der Olli deinen vorgängerpost ad absurdum führst. :D aber danke, dass du uns bewusst provozierst, uns neue räume eröffnest und uns vor allem neue gedanken erlaubst!
                Danke, dass du ein sehr tolles Beispiel dafür bringst, was tatsächlich hier zuhauf - berechtigermaßen - kritisiert wurde.

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                  Man kann es als höchst streitbar erachten ein vollkommen fragmentiertes Parlament zu haben. Siehe Italien. Was bei uns, selbst ohne 5% Hürde, noch nicht in Sicht wäre.

                  Eine vollkommene Abbildung des Volkes würde man allerdings so oder so nicht erreichen. Was machst du mit Kleinstparteien die zwar Wähler haben aber nicht genug, dass auf diese ein Sitz entfällt. Unter Berücksichtigung der Nichtwähler wird dann der Abbildungsanteil des Volkes durch Parteien die nicht mal über 5% kommen, wie eben die AfD oder FDP 2013, extrem gering. Da ermöglicht sich dann auch die Frage in wie weit diese Parteien den Volkswillen abbilden um ihnen einen solchen Einfluss einzuräumen. (Wahlberechtigtes) Volk und Wähler sollte man hier nicht durcheinander werfen.

                  Die Ansätze sind hier, wie gesagt, vielfältig. Die eine demokratietheoretische Ausrichtung gibt es so jedenfalls nicht.

                  Unter dem Ansatz der wehrhaften Demokratie kann ich deinen Standpunkt hingegen, in Teilen, verstehen und unterstützen. Trotzdem muss ich nicht der Meinung sein das Rechtsextreme ins Parlament gehören.

                  Kommentar


                    Zitat von Hubschrauber
                    Zitat von OrdentlichUndFromm
                    Zitat von Hubschrauber
                    Edit @ Elektroautos und Ingenieurskunst: Eigentlich müssten wir lernen zu verzichten. Weniger Autos, weniger Flexibiliät und beheizte Sitze, mehr öffentlicher Nahverkehr. Stattdessen hoffen wir darauf, dass irgendwann der wundersame technische Durchbruch kommt, der uns ermöglicht, weniger Ressourcen zu verbrauchen und weniger Müll zu produzieren. Was meines Wissens bisher noch nie passiert ist.
                    Wie du mit dem Satz untermauerst haben die "Linken" und die "Liberalen" hier eine andere Ansicht / Lebenseinstellung (etwas überspitzt). Einen richtigen Konsens oder gemeinsamen Nenner wird man nicht finden. Beide Parteien erkennen Missstände. Beide wollen sie beheben nur eben auf andere Weise und je nach Themenfeld mehr oder weniger intensiv.
                    Findest du? Ich habe nicht den Eindruck, dass die Linke oder die FDP den Verzicht predigt. Nicht mal die Grünen machen das.

                    Zitat von Der Ollie
                    Ich wehre mich aber dagegen, dass dieser Zustand den unterschiedlichen Diskussionsteilnehmern angelastet wird. Eine solche Diskussion läuft nämlich nunmal genau auf diese Situation hinaus.
                    Was meinst du damit?
                    Verzicht ist indirekt aber auch 75% Steuern zu zahlen ab Summe X. Ist vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber ich denke, dass die Grundeinstellung von Linken und Liberalen doch gänzlich verschieden ist, weshalb es immer einen Disput geben wird.
                    Das hat mit "Verzicht" wie er hier gemeint ist im Sinne der globalen Verantwortung wenig zu tun. Aber du hast natürlich recht dass man da schnell wieder bei grundsätzlichen Fragen wie unendliches Wachstum angelangt.

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                      Zitat von Der Ollie
                      Zitat von buffy
                      Ich stelle jetzt aber mal die steile These auf, dass viele Leute eine wirklich inhaltliche und zielgerichtete Diskussion gar nicht interessiert.
                      Also das ist wirklich quatsch. Wir haben hier schon an vielen Beispielen gesehen, dass es sich sehr gut hier diskutieren lässt, wenn es mal konkreter wird.

                      Allerdings - und deshalb kann ich deine Einschätzung nachvollziehen - kreisen diese Diskussionen ständig um Grundsatzfragen. Wie stellen wir uns unsere zukünftige Gesellschaft vor? Brauchen wir einen Systemwechsel? Auf diesen Punkt läuft es immer und immer wieder hinaus. Umweltschutz, Gleichberechtigung, Lohngerechtigkeit, die Sicherheit von Renten, Umverteilung - all das ist besser umsetzbar, wenn vom kapitalistischen System der heutigen Zeit abgerückt wird.
                      Spoiler: 
                      Und es ist Fluch und Segen für solche Diskussionen, dass endlich großflächig angefangen wird, damit zu argumentieren.

                      Denn damit stehen sich die Positionen nunmehr diametral gegenüber. Es geht dann schnell nicht mehr um einzelne Aspekte, sondern die bereits vorangestellte Systemfrage. Wir neigen derzeit noch in der Mehrheit dazu, diese konservativ zu beantworten. Gerade deshalb wird auch mit größerer Leidenschaft und mit größerem Nachdruck von links argumentiert und auch oft über das Ziel hinaus geschossen. Da nehme ich mich gar nicht von aus.
                      Ich wehre mich aber dagegen, dass dieser Zustand den unterschiedlichen Diskussionsteilnehmern angelastet wird. Eine solche Diskussion läuft nämlich nunmal genau auf diese Situation hinaus. Dafür läuft es hier meines Erachtens - wenn nicht gerade sehr fehl am Platz gestritten wird (kann mich da an eine Diskussion über irgendeinen Quark zwischen Geosch und lib zu Azubis und Digitalisierung erinnern) - hier höchst zivilisiert ab.

                      Wenn ihr das nicht so witzig findet, wie ich, wenn ich Bilder von Lindner mit anderen Bildunterschriften versehe.. ja gut, dann lasse ich das eben. Ich will nur, dass man keine staubtrockene Diskussion über zig Seiten führt. Ein bisschen Herz muss sein.
                      Auf meine Steilvorlagen zu Abschaffung EEG und evt. Rückkehr zur Atomenergie, Bildung, Digitalisierung und Abschaffung und Deregulierung des Immobilienmarktes wollte irgendwie kaum jemand etwas sagen und während die Diskussion noch am Gange war, wird jetzt hier über zwei Seiten dafür und dawider geredet, wie toll und neutral hier alle diskutieren oder auch nicht.

                      Für so eine Diskussion gehört für mich btw auch dazu, die andere Seite zu respektieren. Das schaffen viele generell nicht, ob witzige Bildchen beitragen, sei mal dahingestellt. Ich werde mir einfach ein paar witzige Parallelen zu Linke, SED, Kommunimus, Stalin und Steinewerfern einfallen lassen. Das sollte dann ja auch genehm sein und dann kann ich endlicht mitschmunzeln.

                      Btw: Das Thema von Rasta und lib wurde auch einfach beendet und war meiner Meinung nach eine wichtige Diskussion. Das jetzt abzuwerten, wird dem auch nicht gerecht. Ich würde mich freuen, wenn wir tatsächlich mal zu einer Diskussion zurück kämen. Damals war es Bildung. Wurde abgesägt. Hier Energiewirtschaft - abgesägt.

                      Zitat von Der Ollie
                      Spoiler: 
                      Zitat von OrdentlichUndFromm
                      Aber genau das verhindert man mit einem zu aggressiven Ton. Wann hast du das letzte Mal eine Diskussion erlebt, wo jemand sagt: Okay, vielleicht hast du recht? Das passiert verdammt selten, und je aggressiver, belehrender oder bissiger man wird, desto seltener. Aber diskutiert man nicht eigentlich dafür?
                      Die Leute setzen sich nicht ernsthaft mit Meinungen auseinander, nachdem sie angefeindet wurden. Sie sehen nur ihr Bild vom linken, überheblich-belehrenden Kotzbrocken bestätigt, dem sie politisch eine reinwürgen wollen.

                      Das verrät den Inhalt der Kritik. Die Kritik ist nicht konform. Sie ist darauf ausgelegt, unsere bestehenden Grundfesten über den Haufen zu werfen, um etwas Neues zu erschaffen. Jede konforme Formulierung der Kritik leitet sie damit weg vom eigentlichen Ziel.

                      Systemkritik kann nicht in einer Form geäußert werden, die sie für Systemanhänger sympathisch macht.
                      Erstmal: Stimme OrdentlichUndFromm absolut zu und muss dir ganz genauso widersprechen. Ich selbst werde nicht die Linke wählen und habe sie doch schon mehreren Leuten empfohlen, weil zu diesen das Programm passen würde. Ich verstehe nicht, was so revolutionär an Idee ist wie "Wir müssen den Mindestlohn erhöhen", "Wir müssen Wohnräume bezahlbar machen" oder "Arbeitszeit muss reduziert werden". Wenn du denkst, dass du diese Thesen nicht an den Mann oder zumindest zur Diskussion stellen kannst, ohne dich moralisch erhaben konfrontativ aufzustellen, dann weiß ich auch nicht – ich finde, das sind alles tolle Ideen. Die Linke hat viele, menschlich, tolle Vorschläge. Für mich passen einfach manche nicht, wie ich meine. Sehr gerne würde ich auf Augenhöhe darüber reden. Habe den Beitrag von dir gekürzt: Du redest von Zwischenräumen öffnen und zum Denken anregen. Das wirst du niemals erreichen, wenn du Leute direkt verletzt. Daher scheint mir der Punkt von Ordentlichundfromm umso wichtiger. Bin persönlich halt aber auch aus Zucker :(


                      TL;DR:

                      Alte Anfeindereien vergessen. Ich zB mag BoLo wieder sehr gerne und freue mich auf seine Beiträge. Und einfach versuchen, Posts so zu formulieren, dass sie den anderen nicht direkt verletzen. Angreifen kann man immer, mit Argumenten hintermauert. Sollten diese Argumente nicht standhalten, zeugt es nur von Größe, das auch einzusehen. Hier muss ja kein Linker zum AFD-Wähler und andersrum gemacht werden, aber ohne den Willen, andere Positionen zu verstehen, bringt das hier gar nix.

                      Wer schlägt ein Thema vor? Oder wollt ihr noch ein wenig über die Grundsätze der Demokratier diskutieren?

                      PS: Absolut no hate gegen Ollie!

                      E: Oder von mir (auch wenn Bildung/Digitaliserung gerade lief, gerne aufgreifen)
                      - Bildung - mit Bildung kann man keinen Wahlkampf machen
                      - Digitalisierung - Sinn und Zweck?
                      - Energie- + Umweltpolitik
                      - (De-)Regulierung des Immobilienmarktes

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                        Ich finde Digitalisierung z.B. komplett sinnlos im Bereich Bildung. Wir haben Tablets, Beamer, alle möglichen Boards zur Verfügung, aber in Seminaren/Vorlesung/Clinic ist Tafel und Kreide immernoch am besten (sowas kann natürlich Technik auch, aber der Preisunterschied ist, wenn man es nur darauf herunterbricht, viel zu groß).

                        Ich finde im Gegenteil, dass die Studenten mehr Bücher haben sollten und weniger Papers+Ebooks auf dem Tablet. Der Grund hierfür ist ganz einfach CTRL+F. Ich bin es leid in Vorlesungen mit Studenten zu hadern, die denken, dass sie den Stoff und Texte verstehen können, in dem sie sämtliche Tricks anwenden. Leider ist das in der Breite so anzufinden und nicht nur bei den schlechten Studenten. In meinen Kursen gibt es zum Teil nur einen Studentin, die die Texte wirklich gelesen hat.

                        e: Virtual Classroom ist noch schlimmer. Die Idee kann eigentlich nicht von einem Pädagogen/Bildungswissenschaftler gekommen sein, oder?

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                          Zitat von arcana
                          Ich finde Digitalisierung z.B. komplett sinnlos im Bereich Bildung. Wir haben Tablets, Beamer, alle möglichen Boards zur Verfügung, aber in Seminaren/Vorlesung/Clinic ist Tafel und Kreide immernoch am besten (sowas kann natürlich Technik auch, aber der Preisunterschied ist, wenn man es nur darauf herunterbricht, viel zu groß).

                          Ich finde im Gegenteil, dass die Studenten mehr Bücher haben sollten und weniger Papers+Ebooks auf dem Tablet. Der Grund hierfür ist ganz einfach CTRL+F. Ich bin es leid in Vorlesungen mit Studenten zu hadern, die denken, dass sie den Stoff und Texte verstehen können, in dem sie sämtliche Tricks anwenden. Leider ist das in der Breite so anzufinden und nicht nur bei den schlechten Studenten. In meinen Kursen gibt es zum Teil nur einen Studentin, die die Texte wirklich gelesen hat.

                          e: Virtual Classroom ist noch schlimmer. Die Idee kann eigentlich nicht von einem Pädagogen/Bildungswissenschaftler gekommen sein, oder?
                          Stimme dir zu. Mache selbst die Erfahrung, dass man sich intensiv mit dem Thema auseinander setzen muss. Ich weiß nicht, was du lehrst, zumindest die Standardwerke sollte man als Nachschlagewerk zur Hand haben. Ich bevorzuge da auch Bücher und drücke Paper aus, komme aber auch jedes Semester dadurch bestimmt auf 300€ Kosten. Ich weiß nicht, in wieweit das bisher über Bafög hinaus subventioniert wird. Das wäre nämlich nötig. Daher bin ich schon froh, dass ich auf dieselben Papers und Werke auch digital zugreifen kann (Remote oder im UniWLAN). Das sollte, falls nicht Standard, erweitert werden.

                          Genauso finde ich, dass es gute Möglichkeiten zur digitalen Weiterbildung geben sollte. Sei es über Themen wie Altersvorsorge, Aktien, Motivation, aber auch spezifische Themen wie Wandlung des Arbeitsmarktes mit Risiken und Chancen, damit jeder, der in eine Sackgasse steuert, das erkennen kann und proaktiv Möglichkeiten zur Weiterbildung finden kann.

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                            DE hat die Möglichkeiten beides anzubieten, es wird aber meist nur eines geboten.

                            Und nicht jeder lernt gleich, es macht also auch Sinn sich da dual aufzustellen und analog+digital zu bieten.

                            Zum Thema Kreide+Tafel kann ich nur den Kopf schütteln, das ist nicht mehr zeitgemäß und sobald 1x umgerüstet wurden sind die Mehrkosten auch nicht so massiv wie hier dargestellt

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                              Zitat von arcana
                              Ich finde Digitalisierung z.B. komplett sinnlos im Bereich Bildung. Wir haben Tablets, Beamer, alle möglichen Boards zur Verfügung, aber in Seminaren/Vorlesung/Clinic ist Tafel und Kreide immernoch am besten (sowas kann natürlich Technik auch, aber der Preisunterschied ist, wenn man es nur darauf herunterbricht, viel zu groß).

                              Ich finde im Gegenteil, dass die Studenten mehr Bücher haben sollten und weniger Papers+Ebooks auf dem Tablet. Der Grund hierfür ist ganz einfach CTRL+F. Ich bin es leid in Vorlesungen mit Studenten zu hadern, die denken, dass sie den Stoff und Texte verstehen können, in dem sie sämtliche Tricks anwenden. Leider ist das in der Breite so anzufinden und nicht nur bei den schlechten Studenten. In meinen Kursen gibt es zum Teil nur einen Studentin, die die Texte wirklich gelesen hat.

                              e: Virtual Classroom ist noch schlimmer. Die Idee kann eigentlich nicht von einem Pädagogen/Bildungswissenschaftler gekommen sein, oder?
                              bedenke bitte immer: andere menschen, andere lerngewohnheiten.

                              ich bin bei dir, wenn es um die aufrüstung geht. ich benötige nicht mehr digitalisierung an der schule oder universität. vergiss aber auch nicht, gerade an der universität, dass im curriculum viel unsinn rumflattern kann, den der studierende niemals benötigt.
                              ich kann/konnte meine kommilitonen immer verstehen, wenn sie den "text" nicht gelesen hatten. nicht jeder hat das glück, so viel zeit oder auch interesse zu haben, um sich alles empfohlene und verlangte anzulesen.

                              geld außen vor. das ist ein ganz anderes problem. ich hatte sicher jedes semester 200€ an büchern, die mir empfohlen worden. im endeffekt weiß man nie, was da einem empfohlen wird. in der bwl habe ich mal ein lehrbuch gekauft, was sich als absolut unnötig rausstellte. vergebene 40€.

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                                Zitat von Marsy
                                Zum Thema Kreide+Tafel kann ich nur den Kopf schütteln, das ist nicht mehr zeitgemäß und sobald 1x umgerüstet wurden sind die Mehrkosten auch nicht so massiv wie hier dargestellt
                                Kreide und Tafel ist nicht mehr Zeitgemäß? Ich glaube der hoehere Nutzen von Tablets im Vorlesungssaal oder eine digitale Tafel wird überschätzt. Kreide ist ideal, hat den besten Kontrast und ist von überall lesbar und einfacher zu nutzen als eine digitale Tafel.

                                Klar gibt es andere Lerngewohnheiten. Lesen ist im Prinzip das Gleich, egal ob man analoge oder digitale Medien nutzt. Bei Ebooks und Papers (digital nicht gedruckt) habe ich halt konkret das Problem, dass die Studenten versuchen, das Lesen so kurz wie möglich zu machen durch CTRL+F und andere Tricks. Daran ist nichts verwerfliches, ich habe es auch versucht als ich Student war, jedoch kriegt man durch Tablet im Unterricht und CTRL+F etc das Gefühl bestimmte Sachen verinnerlicht zu haben, ohne dass dies der Fall ist. Der Kurs ist nicht darauf ausglegt, dass Leute nicht zuhause arbeiten und ich habe halt die Beobachtung gemacht, dass Digitalisierung im Unterricht schlechte Lerngewohnheiten antrainiert und abstraktes Denken verhindert.

                                Den Kurs anpassen? Klar könnte ich, aber warum soll sich der Standard verschlechtern, nur um eine neue Technologie zu nutzen?

                                Die von Varmendrion angesprochenen Punkte sehe ich aber auch und bin auch dankbar über E-Books etc. Ich bin eigentlich nur gegen eine Digitalisierung im Saal oder Seminar. Benutze daher auch kein Powerpoint und kaum Beamer, ausser für Videos etc.

                                e:
                                Bildung sollte doch auch auf das Berufsleben vorbereiten.
                                Nein, das denke ich nicht, aber ist ein anderes Thema.

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