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    #91
    Zitat von Rasta
    Zitat von Rabe
    Zitat von Rasta
    Zitat von Rabe
    Spoiler: 
    Zitat von Rasta
    Zitat von reanimation
    s1lv, findest du es denn bedenklich, wenn jemand eher für das "traditionelle Erziehungsmodell" ist? Das ist doch schlussendlich immernoch persönliche Präferenz.

    Ich weiß zwar auch aus Studien, dass Kinder sich durch Tagesmütter/Kitas nicht zwangsweise negativ entwickeln müssen (deshalb widerspreche ich dr0elf da auch), sondern sogar in vielen Bereichen davon profitieren können (Sozialkompetenz, kognitive Fähigkeiten, arithmetische Fähigkeiten etc.), aber wenn jemand der Meinung ist, dass er lieber im traditionellen Erziehungsmodell leben und die Erziehung selbst übernehmen bzw. seiner Frau übergeben möchte ist das doch auch sein gutes Recht, solange er dafür den richtigen Partner findet, oder siehst du das anders? Beide Modelle bieten diverse Vor- und Nachteile, ich würde nicht sagen, dass es da die non plus ultra Lösung gibt, die am Ende besser ist als die Andere. Und wenn das Parteiprogramm nunmal Menschen anspricht, die eher im traditionellen Modell leben möchten, ist das doch auch in Ordnung. Ein Parteiprogramm, unabhängig davon, ob man es jetzt gut findet oder nicht, muss doch nicht für alle Menschen sinvoll erscheinen, sondern für die, die diese Partei wählen möchten und sich mit diesen Werten identifizieren können. Im AfD-Programm gibt es so unglaublich viele Punkte mit denen ich auch nicht übereinstimme, aber für mich ist das Parteiprogramm ja auch nicht gemacht worden, sondern für die Menschen, die sich mit den im Programm enthaltenen Modellen und Plänen identifizieren können. Natürlich steht im AfD-Programm viel Murks, das kann ich nichtmal bestreiten, aber selbst dieser Murks kann dem Einen oder Anderen ja sinnvoll/wählenswert erscheinen :D.
    Wobei ich mich dann frage: Wenn ich zu Hause bleibe und mich nur um meine Kinder kümmer, wieso sollte ich dann dafür entsprechend hoch Rente bekommen. Ich hab nichts gegen die Entscheidung dafür oder dagegen. Aber aus rein wirtschaftlicher Sicht ist das eine private Entscheidung. Und Rente gibts nur entsprechend Lebensarbeitszeit und eingezahlter Menge. An sonsten müsste der Müllmann genausoviel Rente bekommen wie der Ingenieur genausoviel wie der Professor, etc. Bekommt er aber nicht, selbst wenn alle ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Mütterrente halte ich für ein Sozialgeschenk, was schlicht nicht bezahlbar ist und der am BSP arbeitenden Bevölkerung (also derjenigen, die die Steuern verdient, die den ganzen Sozialkram am Ende bezahlt) unfair gegenüber.

    Dann überleg mal, wer schlussendlich wirklich die bzw. Deine Rente zahlt und ob das nicht doch etwas mit Müttern bzw. Erziehenden zu tun hat.
    Dabei handelt es sich um die arbeitende Bevölkerung. Ob die zuwandert, von arbeitenden Müttern aufgezogen wurde, oder von einer Hausfrau ist dabei kurz gesagt nebensächlich. Das Argument ist also eher weniger valide.
    Diese Menschen gibt es aber nur in entsprechender Anzahl, wie Frauen bereit sind Mütter zu werden und Eltern bereit sind die Kinder zu erziehen. Du selbst kannst noch so viel arbeiten und einzahlen wie Du willst, ohne diese Mütter wirst Du keine Rente bekommen. Warum in aller Welt soll das bitte nicht bei der Rente angerechnet werden? Ist ja nicht so, als ob da irgendwelche riesigen Beträge pro Mutter bei rumkommen.
    Dann wären eher Sachen nötig, wie mit der Familie vereinbarbare Arbeitszeiten, Kindergärten die nicht schon um Mittags herum zu machen, Chefs die dir als Vater nicht ins Gesicht sagen: "wenn du ein Jahr Elternzeit nimmst, brauchst du nicht wiederzukommen". Kinder bekommen, heißt sie mit dem momentanen Leben vereinbaren zu können. Ich kenne nicht eine Mutter, die sich Gedanken darum macht, in 30 Jahren Rente zu bekommen, wenn sie Kinder haben will. Wenn sich Familien nicht mehr Sorgen machen müssen, dass ein Kind beruflich das Ende bedeutet, dann gibts auch mehr Kinder. Guck nach Finnland und Schweden. Die packen das. Gib dir die französischen Ecoles Maternelles. Da geht es auch. Nur Deutschland klammert sich an die Hausfrauenehe als Utopia, was für den Schnitt der zukünftigen Mütter aber schlicht nicht vorstellbar ist. Gibts spannende Umfragen zu.
    Darum geht es mir gar nicht und ich bin auch dafür, dass die Arbeitswelt deutlich elternfreundlicher werden muss. Trotzdem investieren Eltern (in unserem Fall jetzt speziell Mütter) enorm viel ihrer Zeit für die Gesellschaft (natürlich nicht nur dafür) und haben dadurch finanziell trotzdem Nachteile (Kinder kosten Geld und zumindest in der Anfangszeit muss ein Elternteil bei der Arbeit zurückstecken). Das dann immerhin zwei bzw. drei Jahre dieser Erziehungszeit bei der Rente angerechnet werden, ist da doch nur fair.

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      #92
      Stimme dir grundsätzlich zu aber ich bekomme Kinder - hoffentlich irgendwann - weil ich welche möchte und nicht für due Gesellschaft und weiss vorher jm die finanzielle Situation

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        #93
        Zitat von Rabe[spoiler
        ]
        Zitat von Rasta
        Zitat von Rabe
        Zitat von Rasta
        Zitat von Rabe
        Spoiler: 
        Zitat von Rasta
        Zitat von reanimation
        s1lv, findest du es denn bedenklich, wenn jemand eher für das "traditionelle Erziehungsmodell" ist? Das ist doch schlussendlich immernoch persönliche Präferenz.

        Ich weiß zwar auch aus Studien, dass Kinder sich durch Tagesmütter/Kitas nicht zwangsweise negativ entwickeln müssen (deshalb widerspreche ich dr0elf da auch), sondern sogar in vielen Bereichen davon profitieren können (Sozialkompetenz, kognitive Fähigkeiten, arithmetische Fähigkeiten etc.), aber wenn jemand der Meinung ist, dass er lieber im traditionellen Erziehungsmodell leben und die Erziehung selbst übernehmen bzw. seiner Frau übergeben möchte ist das doch auch sein gutes Recht, solange er dafür den richtigen Partner findet, oder siehst du das anders? Beide Modelle bieten diverse Vor- und Nachteile, ich würde nicht sagen, dass es da die non plus ultra Lösung gibt, die am Ende besser ist als die Andere. Und wenn das Parteiprogramm nunmal Menschen anspricht, die eher im traditionellen Modell leben möchten, ist das doch auch in Ordnung. Ein Parteiprogramm, unabhängig davon, ob man es jetzt gut findet oder nicht, muss doch nicht für alle Menschen sinvoll erscheinen, sondern für die, die diese Partei wählen möchten und sich mit diesen Werten identifizieren können. Im AfD-Programm gibt es so unglaublich viele Punkte mit denen ich auch nicht übereinstimme, aber für mich ist das Parteiprogramm ja auch nicht gemacht worden, sondern für die Menschen, die sich mit den im Programm enthaltenen Modellen und Plänen identifizieren können. Natürlich steht im AfD-Programm viel Murks, das kann ich nichtmal bestreiten, aber selbst dieser Murks kann dem Einen oder Anderen ja sinnvoll/wählenswert erscheinen :D.
        Wobei ich mich dann frage: Wenn ich zu Hause bleibe und mich nur um meine Kinder kümmer, wieso sollte ich dann dafür entsprechend hoch Rente bekommen. Ich hab nichts gegen die Entscheidung dafür oder dagegen. Aber aus rein wirtschaftlicher Sicht ist das eine private Entscheidung. Und Rente gibts nur entsprechend Lebensarbeitszeit und eingezahlter Menge. An sonsten müsste der Müllmann genausoviel Rente bekommen wie der Ingenieur genausoviel wie der Professor, etc. Bekommt er aber nicht, selbst wenn alle ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Mütterrente halte ich für ein Sozialgeschenk, was schlicht nicht bezahlbar ist und der am BSP arbeitenden Bevölkerung (also derjenigen, die die Steuern verdient, die den ganzen Sozialkram am Ende bezahlt) unfair gegenüber.

        Dann überleg mal, wer schlussendlich wirklich die bzw. Deine Rente zahlt und ob das nicht doch etwas mit Müttern bzw. Erziehenden zu tun hat.
        Dabei handelt es sich um die arbeitende Bevölkerung. Ob die zuwandert, von arbeitenden Müttern aufgezogen wurde, oder von einer Hausfrau ist dabei kurz gesagt nebensächlich. Das Argument ist also eher weniger valide.
        Diese Menschen gibt es aber nur in entsprechender Anzahl, wie Frauen bereit sind Mütter zu werden und Eltern bereit sind die Kinder zu erziehen. Du selbst kannst noch so viel arbeiten und einzahlen wie Du willst, ohne diese Mütter wirst Du keine Rente bekommen. Warum in aller Welt soll das bitte nicht bei der Rente angerechnet werden? Ist ja nicht so, als ob da irgendwelche riesigen Beträge pro Mutter bei rumkommen.
        Dann wären eher Sachen nötig, wie mit der Familie vereinbarbare Arbeitszeiten, Kindergärten die nicht schon um Mittags herum zu machen, Chefs die dir als Vater nicht ins Gesicht sagen: "wenn du ein Jahr Elternzeit nimmst, brauchst du nicht wiederzukommen". Kinder bekommen, heißt sie mit dem momentanen Leben vereinbaren zu können. Ich kenne nicht eine Mutter, die sich Gedanken darum macht, in 30 Jahren Rente zu bekommen, wenn sie Kinder haben will. Wenn sich Familien nicht mehr Sorgen machen müssen, dass ein Kind beruflich das Ende bedeutet, dann gibts auch mehr Kinder. Guck nach Finnland und Schweden. Die packen das. Gib dir die französischen Ecoles Maternelles. Da geht es auch. Nur Deutschland klammert sich an die Hausfrauenehe als Utopia, was für den Schnitt der zukünftigen Mütter aber schlicht nicht vorstellbar ist. Gibts spannende Umfragen zu.
        Darum geht es mir gar nicht und ich bin auch dafür, dass die Arbeitswelt deutlich elternfreundlicher werden muss. Trotzdem investieren Eltern (in unserem Fall jetzt speziell Mütter) enorm viel ihrer Zeit für die Gesellschaft (natürlich nicht nur dafür) und haben dadurch finanziell trotzdem Nachteile (Kinder kosten Geld und zumindest in der Anfangszeit muss ein Elternteil bei der Arbeit zurückstecken). Das dann immerhin zwei bzw. drei Jahre dieser Erziehungszeit bei der Rente angerechnet werden, ist da doch nur fair.
        [/spoiler]

        Das hat dann aber nicht mit der Mütterrente zu tun. Mütterrente ist ein Sozialgeschenk für die klassische Hausfrau, die nicht nur maximal 3 Jahre zu Haus bleibt, sondern lange Jahre in einer Versorgerehe lebt.
        Im Scheidungsfall oder ähnlichem bricht dieses Modell zusammen.
        Dass ein Kind Zeit und Geld kostet, sollte jedem klar sein. Das tut mein Hobby aber auch, wofür ich keine Subventionen bekomme (selbst wenn es gesellschaftlich einen Mehrwert hat).

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          #94
          Zitat von Rasta
          Das hat dann aber nicht mit der Mütterrente zu tun. Mütterrente ist ein Sozialgeschenk für die klassische Hausfrau, die nicht nur maximal 3 Jahre zu Haus bleibt, sondern lange Jahre in einer Versorgerehe lebt.
          Im Scheidungsfall oder ähnlichem bricht dieses Modell zusammen.
          Dass ein Kind Zeit und Geld kostet, sollte jedem klar sein. Das tut mein Hobby aber auch, wofür ich keine Subventionen bekomme (selbst wenn es gesellschaftlich einen Mehrwert hat).
          Das von Dir beschriebene Modell existiert nicht. Kein Wunder, dass Du es blöd findest ;)
          Die "Mütterrente" ist eigentlich die Rente, die im Rahmen der Kindererziehungszeit gezahlt wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Kindererziehungszeit
          Was vor zwei Jahren als Mütterrente durch die Medien gegeistert ist, war die Anhebung von einem auf zwei angerechnete Jahre bei Müttern, die Kinder vor 1992 auf die Welt gebracht haben. Alle Kinder danach werden mit drei Jahren angerechnet.

          Zitat von Hubschrauber
          Stimme dir grundsätzlich zu aber ich bekomme Kinder - hoffentlich irgendwann - weil ich welche möchte und nicht für due Gesellschaft und weiss vorher jm die finanzielle Situation
          Der Grund für die Kinder kann aber keine Rolle spielen, ob ein finanzieller Ausgleich geschieht oder nicht. Solange die Gesellschaft einen Nutzen davon hat, dass Kinder geboren werden, sollte sie das im entsprechenden Rahmen auch fördern.

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            #95
            Zitat von Rabe
            Zitat von Hubschrauber
            Stimme dir grundsätzlich zu aber ich bekomme Kinder - hoffentlich irgendwann - weil ich welche möchte und nicht für due Gesellschaft und weiss vorher jm die finanzielle Situation
            Der Grund für die Kinder kann aber keine Rolle spielen, ob ein finanzieller Ausgleich geschieht oder nicht. Solange die Gesellschaft einen Nutzen davon hat, dass Kinder geboren werden, sollte sie das im entsprechenden Rahmen auch fördern.
            Man kann ja der Auffassung sein, aber wie diese zusätzliche Förderung aussehen soll, hab ich im AfD-Programm bisher nicht entdecken können. Es gibt hier und da kleinere Vorschläge (z.B. Bafög-Erlass) ansonsten wird vage auf ein verändertes Sozial- und Steuersystem hingewiesen.

            Und dabei wird so getan, als wenn es keine Förderung für Kinder gäbe. Das ist aber schlicht nicht wahr. Es gibt, was, 156 ehe- und familienbezogene Leistungen mit einem Gesamtvolumen von 200 Mrd. Euro? Es gibt einen 425 Seiten langen Evaluationsbericht über einen Großteil dieser Leistungen.

            Solange sich das ganze in leeren Phrasen und Anmerkungen zu einem gewünschten Familienbild erschöpft, weiß ich nicht worüber man da diskutieren soll.

            Die AfD fordert, den Schutz der Bürger vor einwanderungsbedingter Kriminalität an erste Stelle zu setzen. Alle anderen Belange haben sich dem unterzuordnen. Das bedeutet einen Systemwechsel von der Fesselung der Sicherheitsbehörden durch nationale und EU-Vorschriften hin zur Neukonzeption von Ausländerbehörden, Polizei und Strafverfolgung als effiziente
            Gefahrenabwehrbehörden.
            Mal ab von der Familienpolitik. Sowas hier halte ich für höchst fragwürdig. Natürlich ist niemand für Verbrechen (ob einwanderungsbedingt oder nicht, ist mir persönlich recht egal), aber auf den Gedanken dies "an erste Stelle" zu setzen, "alle anderen Belange unterzuordnen" und die angebliche "Fesselung der Sicherheitsbehörden" zu beenden, wäre ich nicht gekommen. Ich weiß ehrlich auch nicht was ich mir darunter vorstellen soll und empfinde das als Drohung gegen den Rechtsstaat.

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              #96
              Zitat von Dray
              Mal ab von der Familienpolitik. Sowas hier halte ich für höchst fragwürdig. Natürlich ist niemand für Verbrechen (ob einwanderungsbedingt oder nicht, ist mir persönlich recht egal), aber auf den Gedanken dies "an erste Stelle" zu setzen, "alle anderen Belange unterzuordnen" und die angebliche "Fesselung der Sicherheitsbehörden" zu beenden, wäre ich nicht gekommen. Ich weiß ehrlich auch nicht was ich mir darunter vorstellen soll und empfinde das als Drohung gegen den Rechtsstaat.
              Ist halt exemplarisch für den ganzen Programmentwurf. Gibt einige nette Sachen, die man natürlich auch in anderen Parteien findet. Dann werden immer wieder irgendwelche Behauptungen in den Raum geworfen (der Staat zwingt Kinder in die Kitas, die Sicherheitsbehörden sind in Blick auf Migranten "gefesselt") und daraufhin "Lösungen" angeboten, die sehr wage sind und nach Rechtswidrigkeit riechen.

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                #97
                Zitat von Der Ollie
                Zitat von Dray

                Die AfD fordert, den Schutz der Bürger vor einwanderungsbedingter Kriminalität an erste Stelle zu setzen. Alle anderen Belange haben sich dem unterzuordnen. Das bedeutet einen Systemwechsel von der Fesselung der Sicherheitsbehörden durch nationale und EU-Vorschriften hin zur Neukonzeption von Ausländerbehörden, Polizei und Strafverfolgung als effiziente Gefahrenabwehrbehörden.
                Mal ab von der Familienpolitik. Sowas hier halte ich für höchst fragwürdig. Natürlich ist niemand für Verbrechen (ob einwanderungsbedingt oder nicht, ist mir persönlich recht egal), aber auf den Gedanken dies "an erste Stelle" zu setzen, "alle anderen Belange unterzuordnen" und die angebliche "Fesselung der Sicherheitsbehörden" zu beenden, wäre ich nicht gekommen. Ich weiß ehrlich auch nicht was ich mir darunter vorstellen soll und empfinde das als Drohung gegen den Rechtsstaat.
                Zur Sicherheitspolitik oder Staatsstruktur (weiß ich nicht mehr genau) habe ich gestern etwas ähnliches gelesen (bin grad unterwegs und kann das Dokument nicht öffnen). Diese Zentralisierung und Einschränkung der Grundfreiheiten zieht sich wie ein roter Faden durch jeden Themenbereich des Programms. Ich will nicht die Nazi-Keule schwingen, aber das kommt ihr nicht nur bedeutend nahe, sondern das ist die Programmatur des Dritten Reichs.
                Ich weiß nicht. Ich arbeite mich Stück für Stück durch, aber mein Grundeindruck hat sich nicht wirklich verändert. Es ist zu allen wirtschaftlichen Fragen ein weitgehend neoliberales Programm (kleinere Ausnahmen, bspw. Mindestlohn), in Gesellschaftsfragen ist es irgendwo zwischen regressiv und reaktionär wo einfach nur irgendwelche unsinnigen Behauptungen aufgestellt und "Lösungen" weitgehend in Form von leeren Phrasen bereitgestellt werden. Dann gibt es immer so wieder Ergüsse zu Sachen die entweder verschwörungstheoretisch sind bzw. in diese Richtung gehen (Fiat money) bzw. deren Sinn ich nicht erkenne ("Neuer Mensch"). Die AfD lebt in einer Welt wo die größten Bedrohungen Flüchtlinge, der Islam und Gender/der angebliche Angriff auf die traditionelle Familie sind. Das kann ich so nicht unterschreiben.

                Ich kann nichts offen nationalsozialistisches erkennen. Borderline oder ausdrücklich rassistisch? Ja. Soll nicht heißen, dass ich die AfD nicht für eine quasi-Nazi-Partei halte. Aber das Programm ist in der Hinsicht zahmer als erwartet.

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                  #98
                  Kurz eine frage die mir eben in den sinn gekommen ist. Hat sicv eine partei schon dazu geäußert wie sie den "normalen Bürger" bei drastisch steigenden Sozialversicherungskosten entlasten wollen?
                  Oder wird das erst thema sobald das Problem eintritt?

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                    #99
                    Um ehrlich zu sein, ein bisschen frage ich mich, was der Sinn dieses Threads sein soll, weil ich ihn nicht wirklich erkennen kann #nooffense.

                    Soll es hier nur rein um Partei-Bashing gehen? Wenn ja, warum ist der Thread dann nicht einfach im Trash?

                    Soll es hier um Aufklärung gehen? Wenn ja, für wen? Gefühlt 90% aller rm-User können sich sowieso nicht vorstellen die AfD zu wählen und der minimale Rest wird sich höchstwahrscheinlich sowieso nicht davon abbringen lassen wie sich das schon in diversen Diskussionen z. B. im Flüchtlingsthread gezeigt hat. Ich muss aber ehrlich sagen, dass mich mal ein Poll dazu interessieren würde, wieviel Prozent hier die AfD gewählt haben oder das überhaupt auch nur ansatzweise in Betracht ziehen würden.

                    Soll es hier darum gehen, die Sinnlosigkeit des Programmes aufzuzeigen? Wenn ja, dann frage ich mich wozu? Wie zuvor erwähnt wird der Großteil hier auf readmore schon bevor sie das Programm überhaupt gelesen haben, nichts mit der AfD zu tun haben wollen und danach ganz sicher auch nicht.

                    Ich hab eben mal nachgeschaut und gesehen, dass wir hier zuletzt 2009/2010(!) explizit über ein Parteiprogramm gesprochen haben, zumindest konnte ich sonst nichts Aktuelleres finden (schlagt mich nicht, wenns da doch irgendwas gibt :D), außer vllt. Threads zum Wahl-o-Mat. Dann kommt plötzlich eine kontroverse Partei daher und wir fühlen uns dazu genötigt, dass Parteiprogramm auseinander zu pflücken und auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen? Und das obwohl schon VORHER für nahezu jeden absolut klar war, dass die AfD nicht wählenswert ist? Warum diskutieren wir also nicht lieber über Parteiprogramme/Punkte aus Parteiprogrammen die hier für die Mehrheit halbwegs sinnvoll sind? Ich habe nicht das Gefühl, dass man hier aus dem Thread besonders viel "mitnehmen" kann, außer das, was für die meisten schon von vorneherein klar war. Ich will das nichtmal negativ werten o. ä. aber außer, dass man AfD-Wähler als dumm/rechts "abstempelt", ihrer Meinung widerspricht und die Punkte innerhalb des Parteiprogrammes als sinnlos herausfiltert, passiert hier doch eigentlich nichts oder irre ich mich? Egal wie gerechtfertigt das vielleicht sein mag, aber was bringt uns das? :D

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                      Meinst du die AfD oder allgemein?

                      Bei der AfD habe ich (noch, Stand Seite 57) nichts konkretes gefunden, außer das neoliberale Lied vom "Staat auf die Kernkompetenzen beschränken". Im Gegenteil riecht es eher danach, dass man neue Sozialleistungen einführen will, ohne, dass man da konkret wird.

                      Allgemein gibt es 2, 3 Wege die sich generell überschneiden: 1. sowas wie das FDP/Bund der Steuerzahler-Schwarzbuch wo alle möglichen Kürzungen aufgeschrieben werden um gewünschte Steuersenkungen zu finanzieren, 2. die Hoffnung auf ein infolge der Entlastungen eintretendes, massives Wirtschaftswachstum (was nie klappt) und 3. der Hinweis auf bestehende Überschüsse. Meistens passiert nichts dergleichen.

                      Spoiler: 
                      Zitat von reanimation
                      Um ehrlich zu sein, ein bisschen frage ich mich, was der Sinn dieses Threads sein soll, weil ich ihn nicht wirklich erkennen kann #nooffense.

                      Soll es hier nur rein um Partei-Bashing gehen? Wenn ja, warum ist der Thread dann nicht einfach im Trash?

                      Soll es hier um Aufklärung gehen? Wenn ja, für wen? Gefühlt 90% aller rm-User können sich sowieso nicht vorstellen die AfD zu wählen und der minimale Rest wird sich höchstwahrscheinlich sowieso nicht davon abbringen lassen wie sich das schon in diversen Diskussionen z. B. im Flüchtlingsthread gezeigt hat. Ich muss aber ehrlich sagen, dass mich mal ein Poll dazu interessieren würde, wieviel Prozent hier die AfD gewählt haben oder das überhaupt auch nur ansatzweise in Betracht ziehen würden.

                      Soll es hier darum gehen, die Sinnlosigkeit des Programmes aufzuzeigen? Wenn ja, dann frage ich mich wozu? Wie zuvor erwähnt wird der Großteil hier auf readmore schon bevor sie das Programm überhaupt gelesen haben, nichts mit der AfD zu tun haben wollen und danach ganz sicher auch nicht.

                      Ich hab eben mal nachgeschaut und gesehen, dass wir hier zuletzt 2009/2010(!) explizit über ein Parteiprogramm gesprochen haben, zumindest konnte ich sonst nichts Aktuelleres finden (schlagt mich nicht, wenns da doch irgendwas gibt :D), außer vllt. Threads zum Wahl-o-Mat. Dann kommt plötzlich eine kontroverse Partei daher und wir fühlen uns dazu genötigt, dass Parteiprogramm auseinander zu pflücken und auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen? Und das obwohl schon VORHER für nahezu jeden absolut klar war, dass die AfD nicht wählenswert ist? Warum diskutieren wir also nicht lieber über Parteiprogramme/Punkte aus Parteiprogrammen die hier für die Mehrheit halbwegs sinnvoll sind? Ich habe nicht das Gefühl, dass man hier aus dem Thread besonders viel "mitnehmen" kann, außer das, was für die meisten schon von vorneherein klar war. Ich will das nichtmal negativ werten o. ä. aber außer, dass man AfD-Wähler als dumm/rechts "abstempelt", ihrer Meinung widerspricht und die Punkte innerhalb des Parteiprogrammes als sinnlos herausfiltert, passiert hier doch eigentlich nichts oder irre ich mich? Egal wie gerechtfertigt das vielleicht sein mag, aber was bringt uns das? :D


                      Sicherlich nicht ganz unwahr. Allerdings kann man ja am Anfang nicht wissen wie eine Diskussion verläuft und das Programm einer neuen Partei zu diskutieren erscheint mir prinzipiell als durchaus sinnvoll. Du kannst ja gerne Punkte aus Parteiprogrammen/Parteiprogramme anbringen die du für sinnvoll erachtest :D Hält dich ja niemand von ab. Ich persönlich bin noch nicht mal durch die 80 Seiten durch.

                      Und ich weiß nicht ob es Sinn macht, dass wir "nur sinnvolle Punkte" diskutieren, egal wo^^ Wenn das/ein Programm großteilig sinnlos ist aus meiner Sicht, werde ich mir doch nicht die paar sinnvollen Punkte (die es in jedem Programm gibt) rauspicken.

                      Aber kA, wir sind jetzt so auf dem Weg in die Meta-Diskussion aka wir diskutieren ob die Diskussion Sinn macht. Wenn irgendwann keiner mehr Interesse an der Diskussion hat, wird der Thread von selbst verschwinden, insofern...

                      Kommentar


                        @ Dray: Ich glaube, man muss nicht unbedingt prophetische Fähigkeiten besitzen, um vorauszusehen wo eine Diskussion über das Parteiprogramm der AfD auf readmore landen wird. Das wüsste man sogar, wenn man das Parteiprogramm der AfD nichtmal ansatzweise kennen würde. Die AfD ist keine "Kann-Partei", bei der sich die Leute hier unsicher sind. Der Großteil der rm-User sind der Partei gegenüber grundlegend negativ eingestellt. Ich glaube keiner hier ist davon ausgegangen, nachdem er die Position der AfD in der Flüchtlingskrise kennengelernt und als schlecht empfunden hat, dass er sich mit dem restlichen Programm der AfD identifizieren könnte. Dafür muss auch niemand droelf Seiten Parteiprogramm der AfD lesen. Das hilft vielleicht dabei, seine vorausgegangene Meinung nochmal zu bestätigen, aber auch nicht mehr. Wir können hier jeden einzelnen Punkt des Programmes durcharbeiten und würden am Ende dabei bleiben, dass die Partei für den Großteil hier als nicht wählenswert empfunden wird.

                        Bei einer Partei wo die Leute sich unsicher sind, würde ich eine solche Diskussion absolut begrüßen, dann könnte man bei einer eventuellen Entscheidungsfindung helfen, positive und negative Punkte gegenüberstellen, aber über ein Parteiprogramm zu diskutieren bei dem der Großteil sowieso keinen positiven Punkt finden wird oder finden möchte, empfinde ich als sinnbefreit.

                        Kommentar


                          Das ist eine berechtigte Position, aber ich halte nichts davon eine Diskussion über die Diskussion zu führen. Das halte ich wiederum für sinnbefreit. Wenn du keinen Sinn in der Diskussion siehst, gibt es das einfache Mittel den Thread zu ignorieren. Wenn du Punkte aus dem Programm für sinnvoll erachtest, kannst du sie ja zur Diskussion stellen und wir können den Inhalt diskutieren.

                          Ich persönlich bin der Auffassung, dass man sich sinnvoll auch mit Inhalten auseinandersetzen kann und ggf. sollte, die man ablehnt. Das mag häufig/im Regelfall zu einer Bestätigung der Auffassung über den Urheber führen, aber das kann man vorher (ungeachtet der Existenz oder Notwendigkeit prophetischer Fähigkeiten) nicht mit Sicherheit sagen. Das Gegenstück wäre gar nicht drüber zu reden oder sich damit auseinanderzusetzen. Das magst du für sinnvoller erachten, ich vermag dem aber nicht zu folgen.

                          Kommentar


                            hört doch mal auf hier so groß zum zu philosophieren und lasst mal wieder ordentlich feuer auf die afd regnen! Immer schön mit dem knüppel auf den sack, go4it.

                            grundlegende frage: wofür sind die ganzen parteiprogramme denn eigentlich da? um vor den wahlen nen standpunkt fest zu machen der den wählern möglichst gut gefällt, nur um die dann nach den wahlen dann doch eh nicht umzusetzen? und prinzipiell wie die wahlen aktuell ablaufen: partei a gefühlt 23%, partei b 21%, partei c 17% d 5% e7% - parbei b mag keiner also machen partei a,d,e ne koalition und alles ist wunderbar, nur die wähler der zweitgrößten partei werden halt komplett nicht berücksichtigt. Freu mich schon auf das große flaggenspiel nach den wahlen - jamaikakoalition etc.pp. incomming.

                            Kommentar


                              Zitat von reanimation
                              @ Dray: Ich glaube, man muss nicht unbedingt prophetische Fähigkeiten besitzen, um vorauszusehen wo eine Diskussion über das Parteiprogramm der AfD auf readmore landen wird. Das wüsste man sogar, wenn man das Parteiprogramm der AfD nichtmal ansatzweise kennen würde. Die AfD ist keine "Kann-Partei", bei der sich die Leute hier unsicher sind. Der Großteil der rm-User sind der Partei gegenüber grundlegend negativ eingestellt. Ich glaube keiner hier ist davon ausgegangen, nachdem er die Position der AfD in der Flüchtlingskrise kennengelernt und als schlecht empfunden hat, dass er sich mit dem restlichen Programm der AfD identifizieren könnte. Dafür muss auch niemand droelf Seiten Parteiprogramm der AfD lesen. Das hilft vielleicht dabei, seine vorausgegangene Meinung nochmal zu bestätigen, aber auch nicht mehr. Wir können hier jeden einzelnen Punkt des Programmes durcharbeiten und würden am Ende dabei bleiben, dass die Partei für den Großteil hier als nicht wählenswert empfunden wird.

                              Bei einer Partei wo die Leute sich unsicher sind, würde ich eine solche Diskussion absolut begrüßen, dann könnte man bei einer eventuellen Entscheidungsfindung helfen, positive und negative Punkte gegenüberstellen, aber über ein Parteiprogramm zu diskutieren bei dem der Großteil sowieso keinen positiven Punkt finden wird oder finden möchte, empfinde ich als sinnbefreit.

                              Sehe das komplett anders. Es wäre doch jetzt mal interessant gewesen wie viel Lucke noch in der Partei steckt, oder ob sie sich vll doch mehr Richtung Mitte bewegen, um sich wirklich als Volkspartei zu etablieren. Was sich nun aber zeigt ist ja sogar noch schlimmer als ich erwartet habe.

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                                ich empfinde den Thread schon daher als sinnvoll, weil man doch wissen will, was so eine neue Partei sich vornimmt. Und sei es, dass man für Diskussionen mit AfD-Wählern vorbereitet ist, da man deren Programmpunkte kennt. Ja, ich bin bei dir, das kann man auch gerne für alle anderen Parteien machen, aber da ist der Unterschied in vielen Punkten sicherlich nicht so eklatant groß zum (ich nenne es jetzt mal plakativ) durchschnittlichen Menschenverstand, als bei der AfD. Ich fände es cool, wenn es hier genug Menschen gäbe, die pro AfD-Programm diskutieren würden, da das sicherlich auch noch ein paar Augen öffnet. Dass man sich aber quasi contra dem Programm trotzdem mit dem Inhalt auseinandersetzt, finde ich eine gute Idee. Gibt genug Politikverdrossene, man sollte jetzt nicht anfangen Interesse an Politik (und sei es die generelle Ablehnung einer Protestpartei) direkt wieder sinnlos zu reden. Wir haben hier nicht den Luxus einer gleichverteilten Pro-Contra-Diskussion, heißt aber nicht, dass sie komplett sinnlos ist.

                                Ich hoffe, hier geht es weiter, ich lese aufmerksam mit :)

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