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    @BoLo: Ich versuche mich mal an einem Beispiel, um dir meine Sicht zu erklären:

    Angenommen ein Jäger, der vorher wieder und wieder gegen Rechte von Tieren angeredet hat und bewusst provoziert hat, will eine Rede auf einer Veranstaltung von PETA halten. Meinst du, dass er dort richtig aufgehoben ist? Ist es nicht vielmehr eine bewusste Provokation seitens dieses bestimmten Jägers? Müssen die Vertreter von PETA, die ihn nicht mal eingeladen haben, nun dulden, dass er diese Rede hält? Schränken sie damit etwa die "demokratische Meinungs- und Versammlungsfreiheit ein?

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      Zitat von buffy
      @Bolo: er kann ja gerne seine AfD Talking Points im Parteizentrum oder in einem gemieteten Hotel von sich geben. Aber nicht in einer öffentlichen Bildungseinrichtung.
      Da muss man als öffentliche und damit unparteiische Bildungseinrichtung eine einheitliche Haltung vertreten. Wenn man es Politikern anderer Parteien ermöglicht, dort offen und frei zu Themen zu sprechen, dann muss das auch für die AfD gelten.

      Zitat von buffy
      Und wieso ist es überhaupt undemokratisch zu pfeiffen und zu rufen? Was ist das bitte für ein Verständnis von Demokratie? Alle still halten und ruhig warten, bis die Propaganda verbreitet ist?
      Weil die Art und Weise, wie hier gepfiffen und gerufen wird, eine Durchführung der Veranstaltung nicht möglich macht. Pfiffe oder Zwischenrufe gibt es überall, zum Beispiel ja auch im Bundestag oder anderen Parlamenten. In diesem Umfang hier ist es aber wohl keine persönliche Meinungsäußerung mehr sondern dient schlicht und ergreifend dazu die Veranstaltung zu blockieren.

      Zitat von buffy
      Und muss man so jeden Quatsch ertragen und abnicken? Oder ziehst auch du irgendwo die Grenze?
      Dazu:
      Zitat von BoLo
      Eine Demokratie muss aushalten, dass sich die Afd irgendwo hinstellt und ihr Kauderwelsch, solange nicht verfassungswidrig, zum Besten gibt.

      Zitat von hwki
      @BoLo: Ich versuche mich mal an einem Beispiel, um dir meine Sicht zu erklären:

      Angenommen ein Jäger, der vorher wieder und wieder gegen Rechte von Tieren angeredet hat und bewusst provoziert hat, will eine Rede auf einer Veranstaltung von PETA halten. Meinst du, dass er dort richtig aufgehoben ist? Ist es nicht vielmehr eine bewusste Provokation seitens dieses bestimmten Jägers? Müssen die Vertreter von PETA, die ihn nicht mal eingeladen haben, nun dulden, dass er diese Rede hält? Schränken sie damit etwa die "demokratische Meinungs- und Versammlungsfreiheit ein?
      PETA ist ja eine private Organisation, privat finanziert und können daher selbst entscheiden, wer bei ihnen spricht und im Zweifel von ihrem Hausrecht gebraucht machen und den Jäger rausschmeissen.
      Die Universität als öffentliche Einrichtung ist erstmal unparteiisch, es sollte also absolut unmöglich sein, diese durch politische Äußerungen zu provizieren.
      Auch dazu:
      Zitat von BoLo
      Da muss man als öffentliche und damit unparteiische Bildungseinrichtung eine einheitliche Haltung vertreten. Wenn man es Politikern anderer Parteien ermöglicht, dort offen und frei zu Themen zu sprechen, dann muss das auch für die AfD gelten.

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        Dass die AFD einfach NICHT wählbar ist, sollte jedem klar sein der noch bei verstand ist. Trotzdem muss auch der AFD die möglichkeit gegeben werden ihre meinung zu vertreten und wahlkampf zu betreiben, ohne dass sie sich von irgendwelchen vermummten teens böllerwürfe etc. gefallen lassen müssen. Ist hier immer noch eine Demokratie...

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          Ich bin absolut gegen die AfD; sicher was besser als Protest geeignet ist, bin ich mir dennoch nicht: Ein Forum geben und sie argumentativ angreifen, oder sie mit Blockaden, Lärm, den Rücken zukehren o.ä. protestieren.

          Was ich jedoch falsch finde - und da verstehe ich hwki auch nicht - ist die Verharmlosung von solchen Protestaktionen wie dort, wo man sich teil-/ bzw. vollvermummt (ca 1:00 und später) gegen andere stellt. Ich glaube es hätte gereicht, wenn man einfach mit dem Plakat unten vor dem Pult steht. Laut pfeifen, singen, schreien ist ja alles ok. Aber so harmlos wie du es beschreibst, ist die Protestlerseite nun halt auch nicht gewesen. gerade das aufeinander zulaufen ist eine Einschüchterungsmaßnahme und man versucht Leute in eine Ecke zu drängen. In der Enge fühlt man sich bedroht.
          Sachbeschädigung (sei es Diebstahl oder das Zerstören des Hirn-Modells) ist ebenso absolut nicht notwendig. Den Böller hast du da ja angesprochen.

          ich finde, dass man sowas deutlich intelligenter lösen kann. Für mich stehen dort Dummköpfe Dummköpfen gegenüber. Auf den Rängen hat man gesehen, dass es auch intelligent geht.

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            Ich habe einen anderen Standard für eine Bildungseinrichtung als das Minimalkriterium der Verfassungskoformität.

            @Staa: wird ihnen ja, aber nicht in einer Universität.

            Übrigens ist hier NIEMAND der Meinung, dass Gewalt / Böller / Diebstahl oder ähnliches bei einer Protestaktion sinnvoll oder legitim ist. Das brauchen wir imo nicht weiter diskutieren, da es hier einen Konsens gibt. Es geht schlicht um die friedliche Protestvariante, inklusive Pfeiffen etc.

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              Zitat von HARAMSTUFE ROT
              Was ich jedoch falsch finde - und da verstehe ich hwki auch nicht - ist die Verharmlosung von solchen Protestaktionen wie dort, wo man sich teil-/ bzw. vollvermummt (ca 1:00 und später) gegen andere stellt. Ich glaube es hätte gereicht, wenn man einfach mit dem Plakat unten vor dem Pult steht. Laut pfeifen, singen, schreien ist ja alles ok. Aber so harmlos wie du es beschreibst, ist die Protestlerseite nun halt auch nicht gewesen. gerade das aufeinander zulaufen ist eine Einschüchterungsmaßnahme und man versucht Leute in eine Ecke zu drängen. In der Enge fühlt man sich bedroht.
              Sachbeschädigung (sei es Diebstahl oder das Zerstören des Hirn-Modells) ist ebenso absolut nicht notwendig. Den Böller hast du da ja angesprochen.
              Da gebe ich dir recht. Mir geht es wie auch schon mehrfach angemerkt auch hauptächlich um den lautstarken Protest, den ich für angebracht und notwendig halte.

              Ein an sich toller Protest wird leider häufig von einigen extremen Individuen in den Dreck gezogen - was den Protest an sich aber nicht weniger wert macht.

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                Es ist aus demokratischer Sicht immer problematisch, Parteien/Parteiveranstaltungen in irgendeiner Form zu beschränken. Das muss immer sehr gut überlegt sein. Aber aus der Vergangenheit sollte man lernen. Wenn man nicht rechtzeitig Rechten entschlossen entgegentritt hat man vielleicht irgendwann keine Möglichkeit mehr dazu. In der Türkei hat man gerade erst wieder gesehen, wie schnell eine Demokratie abgeschafft werden kann.

                Böllerwürfe auf Personen gehen aber gar nicht.

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                  Zitat von buffy
                  Übrigens ist hier NIEMAND der Meinung, dass Gewalt / Böller / Diebstahl oder ähnliches bei einer Protestaktion sinnvoll oder legitim ist. Das brauchen wir imo nicht weiter diskutieren, da es hier einen Konsens gibt. Es geht schlicht um die friedliche Protestvariante, inklusive Pfeiffen etc.
                  Wie kann man dann von einer gelungenen Protestaktion reden? Bewertet man das jetzt nur noch daran, ob man etwas verhindert hat, aber nicht wie?

                  Ich bin mir nicht 100% sicher, auch nicht nach lesen der Artikel, aber irgendjemand wird Poggenburg ja die Bühne angeboten haben - und ich finde man sollte dort zuerst mit Protest ansetzen. Die Leute der Rechten antanzen lassen, zu protestieren und dann nach Teilgewalt die Protestaktion zu rechtfertigen, finde ich ein starkes Stück.

                  Erfolge gegen Rechts ja, aber nicht um jeden Preis und mit allen Mitteln. Deswegen ist die Idee zwar gut gewesen, die Umsetzung war aber eine glatte 6.

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                    Zitat von buffy

                    @Staa: wird ihnen ja, aber nicht in einer Universität.
                    Ich hab es lieber da als auf dem Borsigplatz oder so, wird die ganze propaganda von weniger leuten gehört :)

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                      Zitat von HARAMSTUFE ROT
                      Zitat von buffy
                      Übrigens ist hier NIEMAND der Meinung, dass Gewalt / Böller / Diebstahl oder ähnliches bei einer Protestaktion sinnvoll oder legitim ist. Das brauchen wir imo nicht weiter diskutieren, da es hier einen Konsens gibt. Es geht schlicht um die friedliche Protestvariante, inklusive Pfeiffen etc.
                      Wie kann man dann von einer gelungenen Protestaktion reden? Bewertet man das jetzt nur noch daran, ob man etwas verhindert hat, aber nicht wie?
                      Wo habe ich das getan?

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                        Um mal ein bisschen Insider-Wissen rauszuhauen, da ich zufällig auch in Magdeburg studiere (zwar am Universitätsklinikum, aber unter dem Schirm der OVGU, gab auch bei uns einige "Aufrufe" dorthin zu gehen).


                        Der Fachschaftsrat der OVGU hatte sich dazu entschlossen, eine Gender-Debatte zu veranstalten, um auf die weiterhin bestehende Ungleichheit zwischen Männer und Frauen hinzuweisen.

                        Die Campus-Alternative (bzw. die junge Alternative) hat dann die Gegenveranstaltung aufgemacht "Gendermainstreaming" von wegen, dass diese Genderei übertrieben wäre (Unisex Toiletten, homosexuelle Ampel"personen", Genderstern usw.).
                        Überraschenderweise haben die dafür nicht nur einen ehemaligen Biologie-Professor gewonnen (der am Klinikum gelehrt und geforscht hat und eigentlich sehr bekannt ist an der OVGU), sondern eben auch Poggenburg, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag.

                        Diese Prominenz hat der ganzen Sache dann nochmal deutlich mehr Brisanz gegeben.

                        Es gab dann mehrere Aufrufe, diese Veranstaltung in irgendeiner Form zu verhindern/zu stören.

                        Diese Aktionen hatten dann aber problematischerweise ein "gewisses" Spiel.. So gab es einfachen Plakatprotest, Auftreten in Frauenkleider (obv. als Typ) bis hin zu dem linksextremen Block, der "mehr" wollte.

                        Ausgang ist dann bekannt.


                        Ich bin zu keiner der beiden Veranstaltung gegangen. In meinen Augen hätten die Campus Alternative auch einfach ihre Veranstaltung normal durch ziehen können ohne diese massiven Proteste. Nichtsdestotrotz ist es dennoch gut zu wissen, dass die Poggenburg & Co. jetzt wissen, dass an den Universitäten wenig zu holen sein wird und sie sich wieder auf die Altmark konzentrieren können für Wählerstimmen.



                        /edit: Jetzt sind hier natürlich alle ein wenig in Aufregung und der Dekan trifft sich mit dem FaRa usw. Angeblich steht auch ein Treffen zwischen dem Dekan und Poggenburg bevor, aber das ist bis jetzt nur Spekulation

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                          Zitat von buffy
                          Zitat von HARAMSTUFE ROT
                          Zitat von buffy
                          Übrigens ist hier NIEMAND der Meinung, dass Gewalt / Böller / Diebstahl oder ähnliches bei einer Protestaktion sinnvoll oder legitim ist. Das brauchen wir imo nicht weiter diskutieren, da es hier einen Konsens gibt. Es geht schlicht um die friedliche Protestvariante, inklusive Pfeiffen etc.
                          Wie kann man dann von einer gelungenen Protestaktion reden? Bewertet man das jetzt nur noch daran, ob man etwas verhindert hat, aber nicht wie?
                          Wo habe ich das getan?
                          Ich hab keine Ahnung wieso ich dich zitiert habe. Ich wollte wieder hwki antworten.

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                            Was ich als Erfolg werte ist, dass alle im Publikum am lautstarken Protest teilgenommen haben und dass die AFD jetzt weiß, dass sie am Campus nichts verloren hat. Die wenigen Störer geben dem Ganzen einen faden Beigeschmack. Dennoch bleibt es für mich eine gelungene Protestaktion.

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                              Zitat von cena_
                              Ähnliche Thematik aus Bremen seinerzeit: http://cicero.de/salon/bremer-studenten-kontra-debattenkultur-redefreiheit-nur-fuer-gleichgesinnte-

                              Ich kann die Freude der Mods an diesem Protest nicht teilen. Im Gegenteil halte ich sowas für problematisch. Mit welchem Recht erheben einige Studenten den Anspruch darüber urteilen zu dürfen, wer an "ihrer" Universität sprechen darf und wer nicht?

                              Es ist geradezu heuchlerisch ein Plakat für Diversität und Pluralismus aufzuhängen, dann aber wenn es wirklich darauf ankommt eine gegenteilige Stimme auszuhalten, will man nichts mehr von diesem Wertefundament wissen. Dann schlägt wieder die Doppelmoral zu: Freie Rede ja, aber nur, wenn uns die Meinung passt.

                              Ich finde auch man stellt die Freiheit von Wissenschaft und Lehre in Frage, wenn man sich so verhält und einen Vortrag blockiert, der von der Universitätsleitung akzeptiert wurde.

                              Warum einige so ein großes Problem damit haben andere Meinungen auszuhalten verstehe ich nicht wirklich. Man könnte sich dennoch positionieren und im Wettbewerb der Argumente, sprich in einem wahren Diskurs die Thesen widerlegen. Genau das ist das Mittel um die AfD in ihre Schranken zu weisen, zulange wurde sie aus den Talkshows ausgeladen, zu lange wurde über statt mit ihnen gesprochen.
                              Die Uni Bremen ist aber auch ein Sonderfall. Die meisten Unis in Deutschland sind ziemlich links, aber was ich da mal in Bremen erlebt habe, das ist ja schon optisch (Schmierereien & Parolen an den Wänden, Studenten) nochmal eine ganz andere Hausnummer.

                              ---

                              Wer diese Aktion in ihrem Ausmaß noch gutheißt oder als "gelungene Aktion" bezeichnet, dem darf man dann wohl schon unterstellen, dass er auf dem linken Auge blind ist. Auch Mitglieder der AfD haben ein Recht darauf, dass sie bei (politischen) Veranstaltungen nicht körperlich attackiert werden, man ihnen keine Manuskripte wegnimmt und man nicht mit Böllern wirft. Was hier los wäre, wenn das bei einem Auftritt von Sahra Wagenknecht o.ä. passiert wäre...

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                                Man könnte sich dennoch positionieren und im Wettbewerb der Argumente, sprich in einem wahren Diskurs die Thesen widerlegen
                                Daran sind die AfD und deren Anhänger nicht interessiert. Es geht nicht um echte Argumente und Thesen. Das ist das Phänomen, was derzeit als "postfaktisch" durch den Raum geistert. Sachlicher Diskurs und gute Argumente haben auch bei Brexit und Trump nicht gezogen. Du kannst wissenschaftlich fundierte Thesen anbringen und dann kommt jemand an mit "ne, ist nicht" oder rotzt plumpe Hetze bei Facebook raus.

                                Im übrigen möchte die AfD die Freiheit der Lehre einschränken. Mein Mitleid, an einer Uni dann mal rausgepfiffen zu werden, hält sich daher schon ehr in Grenzen.

                                Was hier los wäre, wenn das bei einem Auftritt von Sahra Wagenknecht o.ä. passiert wäre...
                                Ich kann dir sagen, was hier nach jeder Aktion (Theaterstürmung etc.) der rechtsextremen Identitäten los war, die von der AfD alle kräftig beklatsch wurden: nichts :-)

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