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    #46
    Umfrageergebnisse in den USA sind wenig wert. Die Gesellschaft ist dort deutlicher geteilt als bei uns. ( arm / reich schere)
    Ist also nicht nur deine meinung. Ist aber auch keine allgemein geltende meinung.

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      #47
      Die Logik erschließt sich mir nicht. Was hat eine größere Schere damit zu tun, was es bedeutet wenn eine große Mehrheit sich für etwas ausspricht.
      http://www.motherjones.com/mojo/2015/10/americans-support-universal-background-checks
      http://www.cnbc.com/2015/07/16/medicare-medicaid-popularity-high-ahead-of-birthday.html

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        #48
        Muss/kann Buffy weitgehend zustimmen. Sanders wäre sicherlich wünschenswert, aber man sollte auch nicht überbewerten, was er mit einem feindlichen Kongress im Rücken erreichen kann. Die Republikaner werden nahe sicher das House behalten und durch den Senat kommt selbst wenn die GOP da die Mehrheit verliert sowieso quasi nichts.

        Wir verstehen auch unter Sozialismus gemeinhin etwas ganz anderes als die US-Amerikaner und der Vergleich zur Linkspartei liegt zwar nicht sooo fern, aber das ist halt auch eine Frage des Standpunktes: In Deutschland sind die allgemeine Krankenversicherung und die meisten Sozialleistungen nicht (mehr) kontrovers. Ähnlich sieht es auch mit kostenfreier Bildung aus. Die USA sind einfach extremer in weiten Teilen, wenn man 100k Schulden nach dem Studium hat, weiß ja nicht, ob das in Deutschland selbst die CDU gutheißen würde.

        Dass die US-Amerikaner seit Jahrzehnten gegen ihre eigenen Interessen stimmen, ist ja kein Geheimnis und auch keine Projektion unserer (west-)europäischen Sicht auf die USA. Es gibt genügend Umfragen dazu, die Leute sind einfach nur ignorant was Politik betrifft. Das ist in Deutschland nicht sooo viel anders, nur steht bei uns allgemein weniger auf dem Spiel weil es eine viel breitere gemeinsame Basis zwischen den Parteien gibt.

        Die Kerry-Wahl taugt als Argument nur bedingt. Das ist auch immerhin schon 12 Jahre her. Bill Clinton war ein Zentrist (New Democrat) und hat zwei Wahlen gewonnen. Gore war keinesfalls so krass links und ist relativ knapp gescheitert. Die Karawane ist halt in etlicher Hinsicht seitdem weitergezogen. Das politische Umfeld, die Bevölkerungszusammensetzung, die Stimmung war bei Obamas Wahl (infolge der Great Recession, der zwei Kriege usw.) erheblich anders. Und selbst da hat der solid south noch zu McCain gehalten. Glaube die Frage wie Sanders abschneiden würde in der Hauptwahl ist ziemliche Glaskugelei atm.

        Bei der GOP glaub ich zur Zeit am ehesten an Rubio. New Hampshire wird das Feld dort noch mal lichten und das Establishment wird sich dann hinter Rubio stellen (vorausgesetzt er schneidet dort auch gut ab). Cruz ist in der Parteispitze verhasst (anders als in der Basis) und Trump ist glaub ich der Albtraum schlechthin für die GOP Granden. Bei den Demokraten wird es Hillary wohl werden, auch wenn ich Sanders offensichtlich auch bevorzuge. Sanders mag ja die jungen Wähler gewinnen, aber im weißesten Staat der USA hat er gerade so ein Unentschieden gegen Hillary rausgeholt. Wenn die Stimmung unter Schwarzen so hält wie ich das gelesen habe, ist Sanders im Süden halt Toast.

        Ob das Sinn macht, kann man lange diskutieren. Ich seh persönlich nicht inwiefern Hillary objektiv besser für die Schwarzen ist als Sanders. Aber dass das nur name recognition ist, glaub ich auch nicht.

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          #49
          Stimme dir fast bei allem zu Dray, außer bei der Meinung zu Clinton und Gore.
          Clinton gewann nicht weil er Zentrist war, sondern weil sein Gegner eine desaströse Wirtschaftsbilanz verzeichnete und im Vergleich zu Clinton null Charisma hatte.

          Und Gore ist in der Tat knapp gescheitert... an einem George W. Bush, der nicht nur eine unglaublich schlechte Bilanz bzgl Wirtschaft, Sicherheit oder Außenpolitik offenbarte, sondern auch extrem unbeliebt war. Dass man trotzdem an ihm scheiterte unterstützt doch eher mein Argument.

          Abgesehen davon hat sich die Demographie seitdem etwas geändert, was progressiveren Agendas entgegenkommt.

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            #50
            Ist es nicht rotz egal wer Präsident wird von den Demokraten, solang der Senat bzw. das Repräsentantenhaus so bleibt bzw. wieder wird wie zur Zeit. Kriegen doch dann eh nix durch (ausgenommen Executivorders).

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              #51
              Zitat von buffy
              @cena: ich sprach nicht irgendwelchen Menschen/Kulturen/Völkern irgendwelche Interessen zu, sondern rede von dem Vergleich welche policy-ideas Rückhalt haben in der US Bevölkerung. Umfragen dazu bitte selbst suchen, dazu fehlt mir jetzt die Muße. Ich verfolge die US Politik täglich, deshalb weiß ich, dass es da ne Menge an Material gibt, das zeigt, dass z.b. free healthcare und education riesigen Rückhalt haben, dass sogar universal background checks bei Waffenkäufen massiv unterstützt werden. Da aber z.b. viele Wähler zwar prinzipiell diese Ideen unterstützen, aber von den Massenmedien und den riesigen Kampagnen fehlgeleitet werden ("the democracts want to take away your guns" etc) wählen sie oft die Partei/den Kandidaten, der ihren selbsterklärten Interessen entgegenwirkt.

              Typisches Beispiel: Steuern. Die Republikaner behaupten jedes Mal wieder, dass die Reichen und die Wirtschaft so gering wie möglich besteuert werden muss, damit mehr investiert wird und damit der Reichtum nach unten durchtröpfelt. Diese These wurde schon x-mal widerlegt, vor allem in Hinblick auf die sowieso schon extrem niedrigen Steuersätze für Spitzenverdiener. Gleichzeitig wird behauptet Sanders wolle die Steuern erhöhen und belaste damit die Bürger noch mehr. Teil 1 stimmt, er will - vor allem für die Superreichen - die Steuern erhöhen, er wird damit aber auch die Gesundheits und die Bildungsreformen finanzieren, weshalb die allermeisten Bürger dadurch eine geringere Belastung hätten. Dieser Teil wird aber so gut wie nie erwähnt.

              Es ist keine Fremdinterpretation, dass eine große Mehrheit der US Bürger policies unterstützt, die sie dann durch ihre konkrete Wahl torpedieren. Oft passiert das durch Unwissen und bewusste Manipulation.
              Hängt aber auch viel mit der (unreflektierten) Haltung des "american dreams" zusammen. Hier wird das gut zusammengefasst von 5m-6m

              https://www.youtube.com/watch?v=LfgSEwjAeno#t=5m

              Ist ja selbst in Deutschland bei einigen so. Sieht man ja am besten wenn Leute dann endlich mal mehr verdienen und sich direkt beschweren, dass sie so viel Steuern zahlen müssen, aber sehe es in den USA als ein nochmal ganz anderes Level. Denke aber, dass die Diskussion am Thema vorbei geht. Nicht, dass der halbe Thread von einem Admin wieder gelöscht wird, müssen uns beherrschen.

              @Dray, wie bereits gesagt, würde ich nicht direkt den aktuellen Pollstern "nachplappern", dass Sanders nation wide keine Chance hat. Warte mal ab, wie stark er etwas durch "lokalen" Wahlkampf in den einzelnen Staaten bewirken kann. Und es gibt eben Umfragen zur name recognition und der ist immer noch nicht so hoch. Ich denke, dass viele da einfach das aus ihrer eigenen Sicht sehen: "Man muss Sanders doch mittlerweile kennen, der war bei Jimmy Fallon, Stephen Colbert, Nightly Show, Bill Maher und ganze Zeit in den Nachrichten", aber das trifft nur für Leute zu, die sich dafür interessieren. Gerade in der schwarzen Community haben noch viele keine Ahnung, wofür er steht und was er will. Die sehen einfach nur einen alten weißen Mann. Und bzgl. der news coverage: "A new report shows Trump has amassed 234 total network minutes on CBS, NBC, and ABC, from Jan. 1 through the end of November. Sanders has received 10." Hat sich mittlerweile schon gebessert, aber macht einfach viel aus, wenn du nur kurz 1 Minute sein Bild siehst und gesagt wird, dass es den auch noch gibt, aber nicht inhaltlich eingegangen wird.

              Soll aber nicht heißen, dass das alles ihn automatisch beliebter machen wird. Kann ja genauso einen unerwünschten Effekt haben, wenn seine Ideen als untragbar dargestellt werden sollten.


              Zitat von krk
              Ist es nicht rotz egal wer Präsident wird von den Demokraten, solang der Senat bzw. das Repräsentantenhaus so bleibt bzw. wieder wird wie zur Zeit. Kriegen doch dann eh nix durch (ausgenommen Executivorders).
              Außenpolitik immerhin und man kann teilweise relativ viel mit executive orders machen, bin mir aber gerade nicht sicher, inwiefern das auf die Steuern oder aufs Bankenwesen zutrifft. Zudem wird ja "gehofft", dass die moderaten Reps unter einer Demführung eher wieder zusammenarbeiten, weil der böse schwarze Mann weg ist.

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                #52
                Zitat von Bill Burr

                Zitat von krk
                Ist es nicht rotz egal wer Präsident wird von den Demokraten, solang der Senat bzw. das Repräsentantenhaus so bleibt bzw. wieder wird wie zur Zeit. Kriegen doch dann eh nix durch (ausgenommen Executivorders).
                Außenpolitik immerhin und man kann teilweise relativ viel mit executive orders machen, bin mir aber gerade nicht sicher, inwiefern das auf die Steuern oder aufs Bankenwesen zutrifft. Zudem wird ja "gehofft", dass die moderaten Reps unter einer Demführung eher wieder zusammenarbeiten, weil der böse schwarze Mann weg ist.
                Dann hoffe ich aber auf Clinton, den mit Sanders und seiner politischen Linie, wird da nix gehen mit den Reps... Denke Sie ist da besser vernetzt als Sanders...

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                  #53
                  Zitat von krk
                  Zitat von Bill Burr

                  Zitat von krk
                  Ist es nicht rotz egal wer Präsident wird von den Demokraten, solang der Senat bzw. das Repräsentantenhaus so bleibt bzw. wieder wird wie zur Zeit. Kriegen doch dann eh nix durch (ausgenommen Executivorders).
                  Außenpolitik immerhin und man kann teilweise relativ viel mit executive orders machen, bin mir aber gerade nicht sicher, inwiefern das auf die Steuern oder aufs Bankenwesen zutrifft. Zudem wird ja "gehofft", dass die moderaten Reps unter einer Demführung eher wieder zusammenarbeiten, weil der böse schwarze Mann weg ist.
                  Dann hoffe ich aber auf Clinton, den mit Sanders und seiner politischen Linie, wird da nix gehen mit den Reps... Denke Sie ist da besser vernetzt als Sanders...
                  Da bin ich mir gar nicht so sicher. Gibt für beide gute Argumente dagegen und dafür. Sanders seit 400 Jahren als Independent im Senat und hat auch schon u.a. mit McCain paar Gesetze für die veterans durchgebracht. Hat über die Jahre einige Rep-Freunde, die ihn schätzen. Hillary natürlich nicht so krass links, aber eben genau so verhasst bei dem rechten Flügel, wie wahrscheinlich Sanders. Wird ja seit Jahren mit Benghazi von den Reps gejagt. Denke, dass es beim rechten Flügel bei beiden keinen Unterschied macht und bei den Moderaten ebenfalls beide gut vernetzt sind. Hängt einfach davon ab, wie stark sich endlich die Reps von der Dominanz ihres rechten Flügels lösen können. Mit Ryan Paul als neuen speaker of the house und Mitch McConnell weiterhin als majority leader sieht es leider schlecht aus.

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                    #54
                    Spoiler: 
                    Zitat von krk
                    Zitat von Bill Burr

                    Zitat von krk
                    Ist es nicht rotz egal wer Präsident wird von den Demokraten, solang der Senat bzw. das Repräsentantenhaus so bleibt bzw. wieder wird wie zur Zeit. Kriegen doch dann eh nix durch (ausgenommen Executivorders).
                    Außenpolitik immerhin und man kann teilweise relativ viel mit executive orders machen, bin mir aber gerade nicht sicher, inwiefern das auf die Steuern oder aufs Bankenwesen zutrifft. Zudem wird ja "gehofft", dass die moderaten Reps unter einer Demführung eher wieder zusammenarbeiten, weil der böse schwarze Mann weg ist.
                    Dann hoffe ich aber auf Clinton, den mit Sanders und seiner politischen Linie, wird da nix gehen mit den Reps... Denke Sie ist da besser vernetzt als Sanders...


                    Bitte was? Du weisst schon, dass die Republikaner so ziemlich alles machen, um Clinton ein Bein zu stellen? Sie haben mehrere Verfahren ueber die Bengazi-Affaere eingeleitet und es zum Teil offen zugegeben, dass sie es aus politischen Gruenden machen und Hillary schwaechen wollen. Die Republikaner hassen Clinton genau wie sie Obama hassen. Letztlich macht es glaube ich keinen grossen Unterschied. Selbst wenn Sanders Praesident werden sollte, wird die Atmosphaere zwischen Dems und Reps vergiftet bleiben. Jeder Kompromiss von Seiten der Reps wird als Schwaeche ausgelegt. Extreme Einfluesse wie Fox News oder die Tea Party haben die Basis komplett vergiftet. Jetzt hat man nur noch Vollidioten wie Cruz am Start, die den Klimawandel leugnen. Sanders hat dahingehend Glueck, dass die Reps immernoch denken, dass sie vor allem Clinton attackieren muessen.

                    Von Hillary Clinton halte ich uebrigens auch sehr wenig. Abgesehen davon, dass ihr ganzes Auftreten sehr scheinheilig wirkt und sie ein von Fokusgruppen getriebener Wendehals rueberkommt, der je nach Popularitaet die Meinung aendert (z.B. beim Thema Homo-Ehe), ist sie vor allem korrupt. Unter ihrer Leitung wird Wall Street die naechste Weltwirtschaftskrise hervorbringen - und am Ende wieder vom Steuerzahler gerettet werden. Man muss sich nur mal angucken, wie viel Kohle sie von Goldman Sachs und Konsorten bekommt. Und dann tut sie so, als wuerde sie Wall Street regulieren wollen - komplett unglaubwuerdig. Eine widerliche Frau.

                    Sanders ist der einzige potenzielle Praesident, unter dessen Leitung ich mir einen positiven Wandel vorstellen koennte. Er ist unabhaengig von den grossen Banken und glaubwuerdig in seiner Forderung, die wahnsinnigen Geschaefte abzuwuergen. Des Weiteren ist er kein naiver Idealist wie Obama, sondern hat sein ganzes Leben Politik gemacht und sich fuer die Mittelschicht eingesetzt. Der Typ ist einfach grossartig. Entgegen der allgemeinen Behauptung, dass er mit Republikanern nicht verhandeln kann aufgrund seiner politischen Gesinnung, hat er z.B. mit John McCain ein Gesetz zur Gesundheitsversorgung von Veteranen durchgebracht. Er ist also sehr wohl in der Lage, Dinge wirklich zu Stande zu kriegen. Er ist sogar einer der effektivsten Politiker im Kongress wenn es darum geht, Legislation durchzubringen. Beleg:

                    http://www.alternet.org/election-2016/bernie-gets-it-done-sanders-record-pushing-through-major-reforms-will-surprise-you

                    Sein groesster Pluspunkt ist mit Sicherheit seine Glaubwuerdigkeit. Er ist damals als junger Bursche schon bei der Buergerrechtsbewegung von M.L King mitgelatscht und hat sich sein Leben lang fuer die progressiven Werte eingesetzt, auch als sie noch nicht cool waren. Reden von heute aehneln den Reden von vor 10, 20 oder 30 Jahren.
                    https://www.youtube.com/watch?v=NY01eVjtyBU

                    Das grosse Problem ist, dass Sanders praktisch die ganze korrupte Medienlandschaft gegen sich hat. Klingt zu sehr nach Verschwoerungstheorie? Mehrere Quellen haben nachgewiesen, dass Clinton ein Vielfaches (10 bis 15 mal so viel) an Berichterstattung (quasi: Gratiswerbung) erhaelt als Sanders. Warum? Nun, vielleicht gibt das Beispiel CNN eine Antwort. CNN ist Teil des Time Warner Konzerns. Der Time Warner Konzern ist einer der Grosssponsoren von Clinton. Aehnliches gilt uebrigens auch fuer Deutschland, wo Merkel Busenfreundin der Erbinnen der Springer- und Bertelsmannverlage ist und von dort entsprechend viel positive Presse erhaelt. In Amerika ist das halt noch deutlich extremer. Folgendes Video veranschaulicht relativ gut die Arbeitsweise von CNN waehrend einer der letzten Sendungen:

                    https://www.youtube.com/watch?v=mHnpIe0T51U

                    Das erklaert auch, wieso Sanders bei jungen Leuten (holen sich ihre Infos eher aus dem Internet) deutlich populaerer ist als Clinton. Clinton hingegen ist deutlich populaerer bei aelteren Leuten (gucken Fernsehen und kennen Sanders oft gar nicht). Die Herausforderung wird sein, praesenter zu sein fuer aeltere Generatoinen (sowie Schwarze und Latinos). Ich persoenlich hoffe auf einen hohen Sieg von Sanders in New Hampshire und einem damit verbundenen Interesse an seiner Person. Mal gucken.

                    *********SORRY fuer die Wall-of-Text. Hab mich in den letzten Monaten viel mit dem Thema befasst und bin daher recht interessiert :P******


                    Edit: Exakt, Bill Burr. Haette mir die Haelfte meines Textes sparen koennen.

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                      #55
                      auch wenn ich sanders grundsätzlich sympathisch finde, glaube ich nicht, dass diese netzwerke gegenseitiger anerkennung ihm dabei helfen, im republikanischen lager unterstützer für wesentliche eckpunkte seiner politik zu finden - insbesondere gesundheitsversorgung und bankenwesen.

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                        #56
                        Zitat von stry
                        auch wenn ich sanders grundsätzlich sympathisch finde, glaube ich nicht, dass diese netzwerke gegenseitiger anerkennung ihm dabei helfen, im republikanischen lager unterstützer für wesentliche eckpunkte seiner politik zu finden - insbesondere gesundheitsversorgung und bankenwesen.
                        Die Republikaner werden eine immer kleinere Rolle spielen. Bei einer hohen Wahlbeteiligung (junge Leute, Minderheiten) hat die GOP absolut keine Chance, auch nur einen Blumentopf zu gewinnen. Dafuer ist sie in zu vielen Dingen einfach weltfremd geworden (Klimawandel, Gesundheitsversorgung, Aussenpolitik, etc). Die Unterstuetzung von Donald Trump veranschaulicht das ziemlich gut. Ein narzisstischer Rassist, fuer den der Klimawandel eine Erfindung der Chinesen ist, fuehrt deren Umfragen an. Das laesst tief blicken und ist - Gott sei Dank - nicht mehrheitsfaehig. Ich fand McCain damals schon schlimm in manchen Dingen. Heutzutage ist er einer der letzten halbwegs vernuenftigen GOP-Politker, mit denen man noch Dinge verhandeln kann.
                        Die Republikaner sind zu einer Ansammlung von alten, wuetenden und weissen Maennern verkommen. Das reicht nicht mehr, um Wahlen zu gewinnen. Wenn die Demokraten die Mehrheit im Senat und Kongress haben, brauchen sie auch nicht mehr mit Leuten zu verhandeln, die dumm und korrupt sind.

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                          #57
                          Zitat von myc
                          Schöner Post Torro, danke dafür! :)
                          Bitte :)

                          Anderer, interessanter Punkt: Das Democratic National Committe (DNC), quasi die Parteiführung, wird von Debbie Wasserman Schulz geleitet. Diese Frau war 2008 im Wahlkampfteam von Clinton und ist nach wie vor ne gute Freundin. Und guten Freunden hilft man.
                          Konkret zeigt sich das so: Vor ungefähr 6 Monaten hatte Hillary ca 300% Vorsprung. Das DNC hat daher kein Bedürfnis gehabt, viele Debatten zu bringen, bei denen die Bevölkerung die Meinung ändern könnte. Daher haben sie ca. halb so viele TV-Debatten (5) wie die Republikaner angesetzt. Nicht nur das: die Debatten fanden auch meist am Wochenende (oder an Tagen vor Feiertagen) oder auch an populären Playoff-Tagen der NFL statt, wo Leute traditionell Besseres vorhaben als politische Debatten zu schauen. Das DNC hat sogar gedroht, falls Kandidaten ohne die Autorisierung des DNC's Debatten organisieren.

                          Doch kaum gewinnt Sanders in den Umfragen und schlägt sogar Clinton in der Debatte im Januar und schwups - auf einmal hat Clinton Druck und nun doch Interesse, Sanders' Momentum umzukehren. Auf einmal wurden noch 4 weitere Debatten geplant. Direkt nach der Debatte im Januar hatte das Clinton News Network (CNN) noch eine Town Hall Debate am darauffolgenden Montag (!) angesetzt, um Clinton in Iowa wieder auf Kurs zu bringen. Und das DNC? Machte keinen Pieps mehr und war einverstanden.

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                            #58
                            Zitat von stry
                            auch wenn ich sanders grundsätzlich sympathisch finde, glaube ich nicht, dass diese netzwerke gegenseitiger anerkennung ihm dabei helfen, im republikanischen lager unterstützer für wesentliche eckpunkte seiner politik zu finden - insbesondere gesundheitsversorgung und bankenwesen.
                            Mag sein, aber die letzten Jahre haben doch gezeigt, dass die zentristische Herangehensweise bei der aktuellen Lage noch weniger Erfolg verspricht. Obama ist alles andere als ein radikaler Linker, genau gesagt war seine Politik davon geprägt massive Zugeständnisse an die Republikaner zu machen um darauf hin trotzdem zu hören, dass das noch nicht genug sei. Beispiele gibt es genug, wie z.b. das Budget und den Debt-Ceiling. Obama schlug bereits ein Budget mit extremen Einschnitten vor, welches vor allem im Bildungssektor riesige Lücken hinterließ. Die Republikaner weigerten sich dennoch zuzustimmen (für einige Zeit) und forcierten einen Shutdown der Regierung und verursachten damit noch viel größere Kosten. Dabei war von Anfang an klar, dass sie zustimmen MÜSSEN.
                            Waffengesetze wäre ein weiteres Thema. Obama hat sich nicht einmal getraut wirklich progressive Gesetze vorzuschlagen. Backgroundchecks oder Limitierung von Magazinen waren das höchste der Gefühle. Übrig blieb ... nichts in Form von Gesetzen.

                            Die Liste könnte man ewig weiter führen. Sie zeigt, dass die Republikaner in den letzten Jahren immer weiter nach rechts gerückt sind und nicht bereit sind ihre Positionen in die andere Richtung zu korrigieren. Was ist dafür die Lösung? Sie bloßstellen. Sie als das bezeichnen was sie sind. Wenn Ted Cruz wieder mal davon spricht, dass man Obamacare widerrufen sollte, dann muss man ihn als Clown bezeichnen. In die Offensive gehen ... denn nur dann wird auch für große Teile der Öffentlichkeit klar: das was die Republikaner machen ist keine produktive Politik, es ist reine Sabotage. Und wenn man das klarstellt, sind sie gezwungen ihre Positionen zu korrigieren, weil sie sonst in keiner Weise mehr die Wähler erreichen.

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                              #59
                              Zitat von Torro
                              Zitat von myc
                              Schöner Post Torro, danke dafür! :)
                              Bitte :)

                              Anderer, interessanter Punkt: Das Democratic National Committe (DNC), quasi die Parteiführung, wird von Debbie Wasserman Schulz geleitet. Diese Frau war 2008 im Wahlkampfteam von Clinton und ist nach wie vor ne gute Freundin. Und guten Freunden hilft man.
                              Konkret zeigt sich das so: Vor ungefähr 6 Monaten hatte Hillary ca 300% Vorsprung. Das DNC hat daher kein Bedürfnis gehabt, viele Debatten zu bringen, bei denen die Bevölkerung die Meinung ändern könnte. Daher haben sie ca. halb so viele TV-Debatten (5) wie die Republikaner angesetzt. Nicht nur das: die Debatten fanden auch meist am Wochenende (oder an Tagen vor Feiertagen) oder auch an populären Playoff-Tagen der NFL statt, wo Leute traditionell Besseres vorhaben als politische Debatten zu schauen. Das DNC hat sogar gedroht, falls Kandidaten ohne die Autorisierung des DNC's Debatten organisieren.

                              Doch kaum gewinnt Sanders in den Umfragen und schlägt sogar Clinton in der Debatte im Januar und schwups - auf einmal hat Clinton Druck und nun doch Interesse, Sanders' Momentum umzukehren. Auf einmal wurden noch 4 weitere Debatten geplant. Direkt nach der Debatte im Januar hatte das Clinton News Network (CNN) noch eine Town Hall Debate am darauffolgenden Montag (!) angesetzt, um Clinton in Iowa wieder auf Kurs zu bringen. Und das DNC? Machte keinen Pieps mehr und war einverstanden.
                              Sanders wurde auf jeden Fall vom DNC ungerecht behandelt, aber die Planung von weiteren Debatten ging letztendlich sowohl auf Sanders als auch auf Clinton zurück. Natürlich kann man Clinton vorwerfen, dass diese erst einbilligte, nachdem sich ein negativer Trend zu erkennen war, aber Sanders war ja von Anfang an für mehr Debatten. Würde das jetzt nicht so krass bewerten, da es ein vollkommen verständlicher Move von Clinton war. Zudem bin ich mir mittlerweile gar nicht mehr so sicher, ob mehr Debatten Sanders gut tun werden. Er muss da auf jeden Fall langsam neue Talking Points aufnehmen, da es mittlerweile viel viel viel zu redundant wird. Zumindest für Leute wie mich, die das alles verfolgen. Ich verstehe schon, dass er auch immer "neues" Publikum bedienen muss und es Ewigkeiten dauert bis die ganzen Talking Points durchdringen, aber er wird ja jetzt schon gut parodiert von allen Seiten, weil es sich immer und immer wiederholt.

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                                #60
                                Zitat von highkickharald
                                Zitat von elPresidente-
                                hoffe persönlich, dass Rubio die Vorwahl der Republikaner gewinnt..Er hat meiner Meinung nach dann gegen Clinton und Sanders jeweils gute Chancen...Clinton einfach maximal unsympathisch und Sanders, nun ja..Sozialist
                                Rubio ist auch der massentauglichste von den rep. Kandidaten. Bei den Dems ist es Clinton. Sanders ist da zu ideologisch für viele in meinen Augen. Es gilt ja auch die unentschlossene Masse zu bewegen und Sanders wäre da zu stark in eine bestimmte Richtung.
                                dann hast du die propaganda schon geschluckt. sanders ist nirgends ideologisch, sondern ein rational denkender politiker der sich zumindestens zum teil für den großen teil der bevölkerung einsetzt. Aus seiner laufbahn geht klar hervor, dass er bereit ist mit politischem freund und feind zusammen zu arbeiten und oder Kompromisse einzugehen. Da ist keine Spur von Ideologie vorhanden.
                                Das Problem ist ganz einfach, dass in den USA von den konservativen/eliten/medien etc. alles was nach sozialismus aussieht sofort scharf angegriffen wird. In Folge des kalten krieges den wir wohl fast alle überhaupt nicht mehr mitbekommen haben, wurde alles was in richtung kommunismus sozialismus geht (selbst wenn es nur soziale gesetzte sind oder ebend krankenversicherung für alle z.b.) verteufelt. Gleichzeitig wurde in den 80ern die Gewerkschaften ausgehebelt etc. Durch all so Dinge, natürlich weil die USA die führende weltmacht sind/waren, und lange keine not für soziale gesetze gab, hat alles was links von der mitte ist nen schlechten ruf in den usa.
                                Dazu kommt massive antisoziale propaganda z.b. von den Koch-Brüdern.
                                Es ist interessant zu hinterfragen warum so viele menschen besonders aber nicht nur in den USA gegen ihr wirtschaftliches interesse stimmen.

                                also zurück zum punkt, kein standpunkt von sanders folgt strikter ideologie. im ggsatz dazu könnte man eher semi dogmatische positionen wie "jesus mag keine gleichgeschl. ehen und jesus mag keine abtreibungen" als solche ansehen.

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