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    das argument mit der vermeintlichen wählbarkeit halte ich für nichtig, angesichts der gigantischen angriffsfläche die biden bietet, indem er seit zweihundert jahren in dem sitzt, was trump und dessen anhänger als den washingtoner sumpf bezeichnen. er ist der gegenentwurf zum anti-politiker trump und hat eine derartige mobilisierungskraft für dessen anhänger. ähnliches gilt für sanders, wenngleich der seine fahne nicht in den wind gehängt hat. einer wie pete wäre für trumps kampagne aber viel schwieriger angreifbar gewesen. und nur darum wird's in dem wahlkampf der schlammschlacht ums weiße haus gehen.

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      Zitat von ramses Beitrag anzeigen
      falls die D biden auf den schild heben, ist ihnen auch nicht mehr zu helfen. aber gut, dass dachten wir auch bei den R von trump...
      Der Unterschied ist, dass die Reps Trump versucht haben zu verhindern, nur zu uneinig waren. Kann man gar nicht vergleichen mit der Dem Situation - hier geschah genau das Gegenteil.
      Buttigieg hat Wählerschichten angesprochen, die jemand neues ohne viel Veränderung wollen. Ohne große Nachteile für Biden hat er diese in den ersten zwei Primaries abgeholt und bringt sie nun, wenn es zählt, zu Biden. Klobuchar ist eigentlich nicht der Rede wert - auch Beto nicht. Aber die Medienberichte allein reichen aus. Wenn 100 mal erzählt wird, wie viel Momentum Biden hat, wie wichtig diese Endorsements sind, dann reicht das aus, damit er wieder der "Trump-Besieger" wird.
      Vor zwei Wochen, sogar vor Nevada, galt Bernie in nationalen Umfragen als bester Kandidat gegen Trump. Dann wurde SC sehr gut und ausgiebig dafür genutzt, dieses Image wieder niederzureißen. Anscheinend erfolgreich.

      Aber deshalb ist die Vorwahl komplett anders als die der Reps vor vier Jahren. Hier agieren das Establishment des DNC, die Mehrzahl der Kandidaten und viele Mainstreammedien mehr oder weniger gemeinsam. Wenn es nicht so fatal und manipulativ wäre, müsste man die Geschlossenheit bewundern.
      Einen desaströsen Kandidaten wie Biden als Erlöser auszuwählen, nur weil er als konservativer VP von Obama existierte, das ist schon eine Leistung.

      Übrigens auch wieder typisch:
      https://twitter.com/SophiaArmen/stat...93536627400705

      Eine riesige Uni mit zigtausenden Wählern ... wieso sollte man denn da ordentlich wählen können? 4 Stunden Wartezeit. Das ist legitim.

      Ergebnisse von MA kommen auch rein, auch da sieht es nur okay aus für Bernie, nicht wie erhofft.

      Ich würde mich fast freuen, wenn er morgen sagt: ich bin raus. Er hat den ganzen Zirkus nicht nötig. Wenns nicht sein soll, dann halt nicht. Aber dann bitte auch keinen Wahlkampf für Biden machen.
      Zuletzt geändert von buffy; 04.03.2020, 01:14.

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        Kannste mal kurz erklären woher diese krasse Antipathie gegen Biden her kommt?

        Wirkt bisschen so, als wenn alles bis auf Bernie scheiße ist und nicht wählbar.

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          ganz einfach:

          ein präsident trump entsteht nicht im vakuum.
          8 jahre obama mit biden als vize haben direkt zu einem präsident donald trump geführt.
          das waren 8 jahre präsidiales schauspiel, ohne inhalt, ohne nur ein einziges wahlversprechen (kriegsende, guantanamo, vernünftige krankenversicherung etc.) vernünftig einzulösen.

          entweder es gibt noch 4 jahre trump oder 4-8 jahre stillstand. und danach wird es sicher nicht weniger "radikal" als trump.

          wir werden hier in 4 oder 8 jahren sitzen und uns kandidaten wie sanders und trump wünschen.

          muss auch ehrlich sagen, bei einem duell biden - trump wäre es mir eigentlich relativ egal, wer gewinnt.

          trump natürlich viel schlimmer für minderheiten im in und ausland, aber wenigstens absolut desinteressiert, wenn es um konflikte im ausland geht.
          ich befürchte, wenn die geheimdienste irgendwo einen einsatz auf dem silbertablet präsentieren, ist biden der erste, der gewehr bei fuß steht...
          Zuletzt geändert von BoLo; 04.03.2020, 01:39.

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            glaubste wirklich, dass es unter sanders anders wäre? sanders ist ja sozialist und das ist in murica ja eher unüblich. am ende kannste nur so viel umsetzen wie die mehrheit zulässt. und gerade in der zweiten amtszeit von obama hatte man da ja keine mehrheit. will den biden damit nicht entschuldigen, weil ich bernie auch geil finde, aber das kannste ihm wirklich nicht ankreiden.

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              Willst du jetzt Policies hören?

              Biden hat mehrfach dafür argumentiert die Sozialsysteme zu kürzen, auch die Gesundheitssysteme.
              Biden hat mitgewirkt an dem was später der Patriot Act wurde, Überwachung.
              Biden hat für den Irakkrieg gestimmt und sogar laut für ihn argumentiert.
              Biden hat relativ lange gegen die Ehe von Homosexuellen gestimmt.
              Biden hat dafür gestimmt, dass Bundesstaaten Abtreibung illegal machen dürfen (eigtl vom obersten Gerichtshof anders entschieden)
              Biden hat Lobbyarbeit für die Kreditkartenindustrie gegen Studenten und die Arbeiterklasse gemacht.
              Biden hat sich stets für Privatgefängnisse und deren problematische Machenschaften eingesetzt.
              Biden ist nicht der Meinung, dass jeder Mensch das Recht auf eine Krankenversorgung hat.

              Willst du Persönliches?

              Biden hat zigfach gelogen über Dinge, die er angeblich getan hat. Er hat behauptet bei den civil rights movements dabei gewesen zu sein. Er hat behauptet dafür organisiert zu haben. Er hat behauptet im Protest für Nelson Mandela verhaftet worden zu sein. Alles nachweislich gelogen, hat er selbst zugegeben.
              Biden hat in seinem ersten Präsidentschaftsrun auch über seine Ausbildung und seinen Abschluss gelogen. Dann hat er mehrere Reden geklaut. Er hat wegen dieser Plagiate dann aufgeben müssen.

              Willst du etwas Trauriges?

              Biden hat offensichtlich ein frühes Stadium der Demenz. Vielleicht auch gar nicht mal so früh.
              Er kommt regelmäßig mit einfachen Namen durcheinander, verwechselt Wochennamen, Namen von Menschen, die er seit Jahrzehnten kennt, Namen von Weltpolitikern. Mehrfach nutzte er Namen, die vor 30 Jahren relevant waren. Er kann kaum noch einen ganzen Satz ohne Teleprompter sprechen, sobald er inhaltlich gefordert wird, bricht der Zusammenhang.

              Wenn Trump eine Schande für die Republikaner war. Dann ist es eine Schande, dass die Demokraten wirklich meinen, mit Joe Biden einen passenden Gegner gefunden zu haben.
              Selbst wenn er gewinnen sollte - was ich nicht glaube - wird es neoliberale Politik und in vielen Punkten nicht viel anders als Trump.
              Zuletzt geändert von buffy; 04.03.2020, 01:36.

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                Wollte genau das alles hören. Danke dir. Ja, dann isser wirklich unwählbar. Und das gilt egal gegen wen er antritt.

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                  Zitat von kidi Beitrag anzeigen
                  glaubste wirklich, dass es unter sanders anders wäre? sanders ist ja sozialist und das ist in murica ja eher unüblich. am ende kannste nur so viel umsetzen wie die mehrheit zulässt. und gerade in der zweiten amtszeit von obama hatte man da ja keine mehrheit. will den biden damit nicht entschuldigen, weil ich bernie auch geil finde, aber das kannste ihm wirklich nicht ankreiden.
                  klar kreide ich ihm das an. ich kreide das obama an und ich kreide das der ganzen partei an.
                  die führung der demokratischen partei hat genauso wenig ein interesse daran, eine allgemeine krankenversicherung einzuführen oder die endloskriege zu beenden, wie die republikaner.

                  man hätte das alles in den ersten 2 obamajahren durchwinken können, als man eine mehrheit hatte.

                  aber wieso sollten sie auch? beide parteien lassen sich ja von den gleichen firmen den wahlkampf finanzieren.

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                    Zitat von BoLo Beitrag anzeigen

                    klar kreide ich ihm das an. ich kreide das obama an und ich kreide das der ganzen partei an.
                    die führung der demokratischen partei hat genauso wenig ein interesse daran, eine allgemeine krankenversicherung einzuführen oder die endloskriege zu beenden, wie die republikaner.

                    man hätte das alles in den ersten 2 obamajahren durchwinken können, als man eine mehrheit hatte.

                    aber wieso sollten sie auch? beide parteien lassen sich ja von den gleichen firmen den wahlkampf finanzieren.
                    darfst halt nicht vergessen, dass amerika eben nicht europa/deutschland ist. gibt halt massiven widerstand gegen eine allgemeine krankenversicherung. finde es daher "löblich", dass man zumindest obamacare eingeführt hat. siehst ja, dass es heute wieder kassiert wurde. aber ja, kritik ist berechtigt. aber glaube so einfach isses einfach nicht.

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                      Zitat von kidi Beitrag anzeigen

                      darfst halt nicht vergessen, dass amerika eben nicht europa/deutschland ist. gibt halt massiven widerstand gegen eine allgemeine krankenversicherung. finde es daher "löblich", dass man zumindest obamacare eingeführt hat. siehst ja, dass es heute wieder kassiert wurde. aber ja, kritik ist berechtigt. aber glaube so einfach isses einfach nicht.
                      Es gibt in der Bevölkerung nicht so viel Widerstand, wie dir immer wieder erzählt wird. Je nachdem wie man die Frage stellt, waren in den letzten 2-3 Jahren eine Mehrheit der Amerikaner FÜR Medicare4all. Wenn man allerdings fragt "Bist du für ein staatliches Gesundheitssystem, bei dem du deine Versicherung verlierst?" dann antworten viele nein.
                      Bei diesem Thema arbeiten eben auch die meisten Demokraten mit Republikanern zusammen bzw sie haben ein gemeinsames Ziel. Die Pharma- und Versicherungsindustrie muss geschützt werden. Denn sie sind wichtige Geldgeber.

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                        Zitat von buffy Beitrag anzeigen

                        Es gibt in der Bevölkerung nicht so viel Widerstand, wie dir immer wieder erzählt wird. Je nachdem wie man die Frage stellt, waren in den letzten 2-3 Jahren eine Mehrheit der Amerikaner FÜR Medicare4all. Wenn man allerdings fragt "Bist du für ein staatliches Gesundheitssystem, bei dem du deine Versicherung verlierst?" dann antworten viele nein.
                        Bei diesem Thema arbeiten eben auch die meisten Demokraten mit Republikanern zusammen bzw sie haben ein gemeinsames Ziel. Die Pharma- und Versicherungsindustrie muss geschützt werden. Denn sie sind wichtige Geldgeber.
                        Das hat man ja im letzten Wahlkampf gesehen. Dennoch ist Amerika da eben nicht mit Deutschland zu vergleichen. Denke die Amerikaner würden vieles andere einer staatlichen Krankenversicherung vorziehen. Aber ist halt immer schwer zu sagen, wenn man die Frage nie angemessen stellt.

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                          Die reden sich ja auch alle ein dass sie quasi Obama wählen :D

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                            Trump hat doch teilweise sogar gesagt, dass unter ihm "alle versichert" wären. Dass das ein wichtiges Thema ist, hatte er verstanden.
                            Es ist letztendlich ähnlich wie mit Waffenregulation. >90% sind für mehr background checks bei Käufen und Schließen von Schlupflöchern. Trotzdem passiert das nicht.
                            Auch der Green New Deal ist enorm populär. Bringt auch nichts.

                            Jetzt könnte man ja fragen: wie kann das sein? Eine Mehrheit möchte etwas, wieso passiert es nicht?

                            Der DNC macht das folgendermaßen: anstatt die eigentliche Politik in den Vordergrund zu stellen, wird immer wieder wiederholt: wir müssen Kandidat X schlagen. Das steht über allem. In diesem Fall ist es Trump.

                            Bei der Wahl aktuell (auch exit polls) zeigt sich dann immer wieder, dass Wähler zwar meinen, dass Sanders in den zentralen policies besser ist als Biden, trotzdem wählen mehr Biden.
                            Auf die Frage was wichtiger ist: Trump schlagen oder für die Wählerinteressen einstehen sagen viele Trump schlagen. Und deshalb wählen die gleichen Leute, die sagen, dass Sanders zwar bessere Ideen hat, am Ende Biden.

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                              jeeeeeeeeeez......
                              https://twitter.com/Breaking911/stat...44512918941698

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                                Meh. Sieht übel aus. Aber noch ist nicht alles vorbei. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Biden mit all seinen Fehlern dieses Momentum aufrecht halten kann. Der Medienfokus liegt jetzt viel stärker auf ihm verglichen mit dem vollen Teilnehmerfeld.

                                Das muss doch zwangsläufig mehr und mehr Leuten auffallen, dass sie da einen dementen Kandidaten gegen Trump aufstellen, oder?

                                Wäre übrigens mal hilfreich, wenn Bernie nicht jede Kritik gegenüber Biden nicht mit "look, Joe Biden is a friend of mine" einleiten würde.....

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