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    Zitat von CockyRocky Beitrag anzeigen
    Ich teste seit einiger Zeit die Berichterstattung in den USA. Wann immer eine politische news einschlägt gehe ich auf:
    cnn.com
    msnbc.com
    foxnews.com
    Nichts für ungut, aber auf diesen Seiten wirst du keinen "guten" Journalismus erleben. Fox News ist der Nazi-Propaganda-Kanal für die Republikaner, MSNBC ist das Fox News der Demokraten und CNN ist einfach nur scheiße. Wenn z.B. Trump wieder Mist gemacht hat, dann wird Fox News das runterspielen und MSNBC es mit "IS THIS THE END OF DONALD TRUMP/SMOKING GUN/THE WALLS ARE CLOSING IN?". Die Wahrheit liegt meistens irgendwo dazwischen.

    Hier mal Zusammenschnitte als Beleg:

    "Walls are Closing in"


    "Bombshell"


    Es gibt positive Ausnahmen, sowohl auf Fox News (seltener) als auch auf CNN/MSNBC. Im Großen und Ganzen sind sie aber kacke. Das ist nicht nur meine persönliche Ansicht, sondern auch die Ansicht der amerikanischen Bevölkerung
    https://www.cjr.org/special_report/h...appen-poll.php

    Wieso sind die Medien so schlecht geworden? Fox News hat mit seinem Konzept eine Menge Schaden angerichtet, aber fast wichtiger finde ich das Telekommunikationsgesetz unter Bill Clinton, welches eine durchaus vielfältigere Medienlandschaft auf einige wenige Konzerne hat zusammenschrumpfen lassen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Teleco...ns_Act_of_1996

    Die Nachrichtenkonzerne haben kein primäres Interesse daran, mit Qualitätsjournalismus das Volk aufzuklären, sondern möchten schlicht Geld verdienen. Aus diesem Grund haben wir überhaupt erst Trump als Präsidenten: Er hat so viel Mist erzählt und war ein so absurder Kandidat, dass die Sender ihn quasi rund um die Uhr gecovert haben. Dabei ging es weniger um seine politischen Vorhaben als um seine Eigenarten.

    Hinzu kommt, dass diese Konzerne auch eine eigene Agenda haben. Sie sind Teil des Establishments. Und als Teil des Establishments möchten sie, dass sich an den bestehenden Verhältnissen wenig verändert. Das sorgt dafür, dass "alternative" Kandidaten (In dem Sinne "alternativ", dass sie Anti-Establishment-Politik wie z.B. echte Friedenspolitik betreiben) ignoriert oder (falls das nicht mehr möglich ist) belächelt werden. Das kann man bei Bernie und auch Tulsi zur Zeit gut sehen. Dass dies aber auch bei Republikanern der Fall war, kann man an der Kandidatur von Ron Paul 2012 sehen. Es war schon damals lächerlich.



    Wenn du dich für amerikanische Politik interessierst, kann ich dir unabhängigen Journalismus ans Herz legen. Persönlich finde ich theintercept.com und Secular Talk/Rational National auf Youtube sehr gut. Ja, das sind vor allem progressive Kanäle, aber sie sind in ihren Beiträgen konsequent und sagen auch, wenn sie Probleme mit den Kampagnen von Tulsi oder Bernie haben. Vor allem verdrehen sie die Tatsachen nicht, wie es die Corporate Media macht, weil sie nicht den Interessen von irgendwelchen Konzernen hörig sind.

    Hoffnung für CNN und Co. habe ich schon lange nicht mehr. Jetzt ist z.B. das Amtsenthebungsverfahren für Trump Top-Thema. Grund soll sein, dass Trump bei den Ukrainern nach Schmutz über Biden gefragt haben soll. Ich finde das ganze Thema sehr scheinheilig, weil Clinton 2016 das gleiche mit Trump gemacht hat. Aber diesen Kontext wirst du niemals auf CNN oder MSNBC mitkriegen.
    Zuletzt geändert von Torro; 25.09.2019, 23:10.

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      kyle ist nur vom seltzer money abhängig!

      :D

      ich glaube, er hat nur aus interesse mal deren primäre medienlandschaft konsumiert. ich denke, fast niemand in unserem alter und drunter guckt noch ernsthaft mainstream media, um sich zu informieren.

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        Hehe, ich invormiere mich first händ bei utub.

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          Zitat von LaMa Beitrag anzeigen
          Hehe, ich invormiere mich first händ bei utub.
          Sorry, ich bin einfach nicht vernünftig und bürgerlich genug für die anständigen Nachrichten von CNN :(

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            Torro:

            Ich bin kein Neueinsteiger was deine Punkte betrifft und ich meinte nicht, dass ich diese Seiten als Quellen benutze. Sondern frequentiere diese Seiten explizit nur als Vergleich. Ich bin mir sicher, dass ich 2012 hier auf readmore für Ron Paul (würd ich heute nie mehr machen) argumentiert habe und auch auf die Berichterstattung hingewiesen habe.
            Meine Argumente waren bewusst allgemein gehalten, weil es mir hauptsächlich um die Schlussfolgerung geht, was man tun kann. Wie wird der Dialog wieder aufgenommen?

            Dein ganzer Text ist ne sehr solide Analyse der Situation und wie wir dort rein geraten sind. Aber es sind keine Lösungsvorschläge. Die sind halt schwer zu finden und weil ich, wenn ich Szenarien im Kopf durchspiele, immer vor die gleichen Wände fahre hab ich hier gefragt.

            Es ist ja in den USA nun so weit, dass elementarste Dinge so politisiert werden, dass der Konsens bzw. das eigentlich notwendige Quorum für Politikwechsel nicht zur Wirkung kommt, obwohl es theoretisch vorhanden ist.

            Die von dir angesprochenen reaktionären Kräfte sind so stark, so tief verwurzelt im System, dass selbst leichte Reformen nicht durchsetzungsfähig sind.

            Man stelle sich mal vor Bernie Sanders wird Präsident. Das Schreckgespenst des Sozialismus wird dann überall angeprangert. Jede kleinste Regulierungsmaßnahme als Verstaatlichung verschrien. Die ideologischen Gräben sind so tief, dass sie kaum zu überspringen sind.

            Aber siehst du was ich gerade schreibe? Weitere Argumente, warum es eher schlimmer als besser wird und keine Lösungsvorschläge :P ... .

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              Zitat von CockyRocky Beitrag anzeigen
              Torro:

              Ich bin kein Neueinsteiger was deine Punkte betrifft und ich meinte nicht, dass ich diese Seiten als Quellen benutze. Sondern frequentiere diese Seiten explizit nur als Vergleich. Ich bin mir sicher, dass ich 2012 hier auf readmore für Ron Paul (würd ich heute nie mehr machen) argumentiert habe und auch auf die Berichterstattung hingewiesen habe.
              Meine Argumente waren bewusst allgemein gehalten, weil es mir hauptsächlich um die Schlussfolgerung geht, was man tun kann. Wie wird der Dialog wieder aufgenommen?

              Dein ganzer Text ist ne sehr solide Analyse der Situation und wie wir dort rein geraten sind. Aber es sind keine Lösungsvorschläge. Die sind halt schwer zu finden und weil ich, wenn ich Szenarien im Kopf durchspiele, immer vor die gleichen Wände fahre hab ich hier gefragt.

              Es ist ja in den USA nun so weit, dass elementarste Dinge so politisiert werden, dass der Konsens bzw. das eigentlich notwendige Quorum für Politikwechsel nicht zur Wirkung kommt, obwohl es theoretisch vorhanden ist.

              Die von dir angesprochenen reaktionären Kräfte sind so stark, so tief verwurzelt im System, dass selbst leichte Reformen nicht durchsetzungsfähig sind.

              Man stelle sich mal vor Bernie Sanders wird Präsident. Das Schreckgespenst des Sozialismus wird dann überall angeprangert. Jede kleinste Regulierungsmaßnahme als Verstaatlichung verschrien. Die ideologischen Gräben sind so tief, dass sie kaum zu überspringen sind.

              Aber siehst du was ich gerade schreibe? Weitere Argumente, warum es eher schlimmer als besser wird und keine Lösungsvorschläge :P ... .
              Wenn es um Lösungsvorschläge geht, bin ich recht nah an Sanders dran: es braucht eine Revolution, die das bestehende System grundlegend verändert. Die finanziellen Ungleichheiten und Abhängigkeiten in dieser Version des Kapitalismus müssen überwunden werden. Es braucht höhere Steuern für Reiche und Konzerne. Big Money muss komplett aus der Politik raus. Öffentlich finanzierte Kampagnen wären eine produktive Alternative.

              Solange Mainstream-Medien profitorientiert arbeiten und ihre eigenen Lieblinge aufgrund ihres Eigeninteresses haben, wird sich nichts ändern. Ich verweise dazu noch mal auf "Manufacturing Consent" von Chomsky. Kurze Zusammenfassung:

              Zuletzt geändert von Torro; 25.09.2019, 23:57.

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                Lösungsvorschläge wären Medienkompetenz und nicht jegliche private Entscheidungen zu politisieren.
                Private/kapitalistische Medien verbieten ist eher so ein Diktatorending. Sehe auch nicht, was schlimm an einer fox news / msnbc Koexistenz ist. Klar gibts da viel Unsinn aber letztendlich wird eben das produziert, was die Leute sehen wollen. Wenn sie Geld für Unterhaltungstv bezahlen wollen, kriegen sie das geliefert, wenn sie Qualitätsjournalismus wollen, gibts da sicherlich auch einen Markt für.
                Mein Hauptproblem bei all diesen linken, revolutionären systemveränderenden Vorschlägen ist primär die totalitären Ideen dahinter, wo man dann mit Gewalt anderen Menschen erzählen will, was gut für sie ist und sie jetzt tun müssen. Das hört sich genau solange gut an, wie man sich selbst in der Position sieht, wo man über die "guten Medien" entscheiden kann.
                Wenn ihr als Linke jetzt allerdings jeden Tag gezwungen werdet, Ben Shapiros Qualitätspodcast zu hören, ist es vermutlich schon etwas weniger geil.

                Würde übrigens allgemein empfehlen, sofern man dafür Zeit hat, Medien sowohl aus dem linken wie auch dem konservativen Lager zu verfolgen. Die politische Mitte ist in den letzten Jahren zunehmend verloren gegangen und die linken und rechten Ränder werden stärker. Da fehlt inzwischen so ein bisschen der common ground und man bekommt in fast allen Medien nur noch eine Seite der Medaille zu sehen.Soweit würde ich eurer Analyse zustimmen. Bei den Lösungsvorschlägen bin ich nur eher team Freiheit.

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                  Nur weil ein Medienunternehmen Geld verdienen muss, heißt es noch lange nicht, dass sie nicht vernünftig berichten.

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                    christian lindner hätte es nicht schöner aber weltfremder ausdrücken können. es gibt diverse qualitätsmatrizen, in denen, welch wunder, die privaten oder renommierte medien wie bild/blick eher schlecht abschneiden.

                    /e: einige der beiträge hier strotzen nur so voller kritik, bei der man genau weiß, welche medien sie (zum einschlafen) so konsumieren. checkt eure quellen.
                    Zuletzt geändert von michi; 26.09.2019, 18:29.

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                      Die einzigen privaten Medien sind also Bild und Blick - renommiert sind wohl beide eher nicht, vielleicht berüchtigt.
                      Es gibt gute und schlechte Medien und natürlich kann es zu Problemen führen, wenn man auf Absatz und Zielgruppen usw. angewiesen ist, aber das generelle verteufeln von privaten Medien ist unsinnig.

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                        die ganzen cable-news sender haben mit dem ganzen bohei um trump die letzten jahre zwar insgesamt zuschauer gewonnen, aber insgesamt lassen sich nicht mal 1% der bevölkerung abends von sean hannity oder rachel maddow das hirn frittieren.

                        sehe das ganze momentan eigentlich gar nicht so hoffnungslos.
                        es gibt mittlerweile viele alternative nachrichtenkanäle an den großen sendern und zeitungen vorbei, einen ersten kleinen schwung junger, finanziell-unabhängiger und enorm beliebter kongressabgeordneter und mit sanders und (mit abstrichen) warren gibt es zum ersten mal seit einer halben ewigkeit aussichtsreiche präsidentschaftskandidaten, die bei uns sowas wie politische mitte wären.

                        selbst leute wie andrew yang kriegen mittlerweile mehr zuspruch als die neoliberalen, die der dnc sonst so aufstellt.
                        Zuletzt geändert von BoLo; 26.09.2019, 19:02.

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                          Zitat von LaMa Beitrag anzeigen
                          Die einzigen privaten Medien sind also Bild und Blick - renommiert sind wohl beide eher nicht, vielleicht berüchtigt.
                          Es gibt gute und schlechte Medien und natürlich kann es zu Problemen führen, wenn man auf Absatz und Zielgruppen usw. angewiesen ist, aber das generelle verteufeln von privaten Medien ist unsinnig.
                          Es gibt systematische Probleme mit den Mainstream-Medien. Das denke ich mir nicht aus, das bilde ich mir nicht ein. Nur weil man sich an sie gewöhnt hat, muss das nicht heißen, dass sie einen guten Job machen.

                          Das bedeutet nicht, dass private Medien per se nicht in der Lage sind, gute Tatsachenberichte zu liefern. Es geht aber darum, dass sie im Großen und Ganzen Eigeninteressen haben und Narrative vermitteln, die diesen Interessen nutzen. Natürlich werden sie ab und an auch über Sanders berichten, im Gegenzug aber ein Vielfaches an Coverage für Biden/Warren abstellen, welche auch viel positiver ist.

                          Auf die Grütze von Alex- geh ich gar nicht erst ein, der hat mir Mist in den Mund gelegt, den ich nie gefordert habe.

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                            Jeder Journalist hat Meinungen, Eigeninteressen, Überzeugungen, usw.
                            Egal wo man sich informiert, die sind immer dabei, die Frage ist in welchem Maße.

                            Zeigst du ja im Prinzip auch, du möchtest für eine gute Berichterstattung streiten, aber für dich ist eine gute Berichterstattung schlicht mehr positive Bernie-Sanders-Berichte, dass es mehr Gründe dafür gibt, als wirtschaftliche Interessen mehr über Biden/Warren zu berichten wird dabei ausgeblendet.

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                              Ich würde mich hier auf den Standpunkt stellen, dass z.b. positive Bernie-Berichte ein Nebeneffekt und nicht das Ziel wären.

                              Ganz einfach herunter gebrochen:
                              In den USA werden Ansichten für die es Mehrheiten gibt (Gun Control,Health Care etc.) in eine falsche Dichotomie gesetzt durch das Zwei-Parteien-System. Sprich, Reps gegen z.b. Universal Health Care und Dems dafür. Die Reps besonders benötigen für Wahlsiege mehr als Inhalte, weil die vertretenen Inhalte in der Minderheit sind. Daher muss der politische Kampf außerhalb der Inhalte stattfinden. Eben durch emotionale Themen. Die Medien wie Foxnews betreiben meiner Ansicht nach Volksverhetzung. Denn sie weichen davon ab die Wahrheit ins rechte Licht zu rücken, sondern lügen frech rein oder beziehen sich nur auf Charakterangriffe (siehe Hannity).

                              Wie oft wurde seitens foxnews den Demokraten vorgeworfen sie wollen den Kapitalismus abschaffen und den Kommunismus einführen? Die einzige Antwort ist: "oh die liberalen Medien hetzen ja auch gegen Trump"

                              Der von Bumbumquietsch gepostet Link ist doch schon recht interessant.
                              https://en.wikipedia.org/wiki/FCC_fairness_doctrine
                              Das wäre doch ein Schritt in die richtige Richtung. Dass wenigstens ein Mindestmaß an Anstand erwartet wird.

                              Das Argument, dass der mündige Bürger alle Quellen checkt und sich rechts und links informiert ist mMn grausam. Denn Politikverständnis muss man sich erarbeiten. Das geht nicht wenn man nur Nachrichten schaut und soundbytes verarbeitet. Die Zahl jener die sich so eine Kompetenz aneignen ist doch garantiert in der Minderheit.
                              Das führt dazu, dass die Amerikaner im Irak einmarschieren und die Mehrheit glaubt Hussein ist für 9/11 verantwortlich, mal als drastisches Beispiel.
                              Wichtig: Ich behaupte nicht, dass erarbeitetes Politikverständnis automatisch in ein progressives liberales Lager führt.
                              Ich bin mir auch bewusst, dass meine Denkweise in eine Art elitism führt. Also, dass die dumme Masse mit guter Berichterstattung gelenkt werden muss. Da lässt sich leicht Kritik gegen finden. Mein Gegenargument wäre dann aber, dass die Menschen durch falsche/ideologische Berichterstattung bereits sowieso beeinflusst werden.

                              Also ich glaube den Medien müssen irgendwo Schranken gesetzt werden. Wir sollten als Gesellschaft ein Minimum an honesty,integrity und decency einfordern von Politikern und Medien.

                              Dazu kommt, und das ist bisher hier unter gegangen, dass die Sozialen Medien einen gigantischen Einfluss haben auf die Medienlandschaft generell. Ich glaube Twitter,Facebook etc. haben einen großen Beitrag geleistet, wenn es darum ging den Weg frei zu machen zum Fake News Zeitalter.

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                                Also ich glaube den Medien müssen irgendwo Schranken gesetzt werden. Wir sollten als Gesellschaft ein Minimum an honesty,integrity und decency einfordern von Politikern und Medien.

                                Bin ich sofort bei dir. Es geht mir schlicht darum, dass private Medien und Journalisten, die für solche arbeiten sehr wohl integer und gut arbeiten können und es auch tun.

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