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Flüchtlings- und Asylpolitik

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    Kannte den Artikel von Serdar nicht aus der wiwo, und finde seine polemische Art vor allem bei dem Thema einfach unpassend. Guter Neger, guter Syrer und die Türken sind uns fremd? Pauschaler geht's nicht mehr, wobei er bei dem Eventcharakter imho teilweise recht hat. Die Leute vom DRK, Caritas und den unzähligen anderen Verbänden werden auch noch da sein, wenn das nächste "Event" ansteht und die "Normalos" nicht mehr da sind.

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      ich hab lieber leute, die aus falschem grund (eventgeilheit) helfen, als gar nicht helfen.

      flüchtlinge die sich wirklich willkommen fühlen > flüchtlinge, deren heime angezündet werden und einen hass auf uns entwickeln, weil sie hier gehasst werden.

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        Zitat von nemix
        Kannte den Artikel von Serdar nicht aus der wiwo, und finde seine polemische Art vor allem bei dem Thema einfach unpassend. Guter Neger, guter Syrer und die Türken sind uns fremd? Pauschaler geht's nicht mehr, wobei er bei dem Eventcharakter imho teilweise recht hat. Die Leute vom DRK, Caritas und den unzähligen anderen Verbänden werden auch noch da sein, wenn das nächste "Event" ansteht und die "Normalos" nicht mehr da sind.
        Ich will ihn gar nicht verteidigen, da ich Somuncu weder toll noch schlecht finde. Er hat ne große "Fresse" und äußert sich bewusst polemisch, das kennt man von ihm. Mir ging es lediglich um seine Aussage, dass in Deutschland schnell zu einer Art Euphorie geneigt wird. Ob das jetzt im positiven oder negativen Sinne verstanden und geleitet wird, durch Medien und/oder Politik etc., wird nicht näher erläutert.

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          [quote=Bitch dont kill my Vibe]
          Spoiler: 
          Zitat von nemix
          Bei allem Verständnis für die Situation der Flüchtlinge: Was da in München oder Dortmund passiert, kann kein Dauerzustand sein. Flüchtlinge, die mit Kuscheltieren beworfen werden. Polizei, die mit Lautsprechern und über Twitter Durchsagen macht, dass nichts mehr gespendet werden soll, weil der Bahnhofsvorplatz überquillt. Radiointerview mit einem Helfer aus Dortmund der 34h durchgearbeitet hat und aufruft man solle Regenschirme spenden, da die Kinder sich darüber freuen alles andere wäre da. Menschen mit offenbar sehr viel freier Zeit, die euphorisch "Refugees Welcome"-Plakate hochhalten und die Flüchtlinge bejubeln, als wären es Fußballstars. Das kann man erst mal nett und freundlich finden, aber wird das ganze anhalten?
          Es gibt eine schöne Simpsons-Folge, bei der eine Ölpest die Küste heimsucht. Lisa sieht im Fernsehen ölverschmierte Robbenbabys und beschließt natürlich sofort, hinzufahren und den Robben zu helfen. Als sie ankommt, sagt ihr eine Organisatorin allerdings: "Leider sind alle Robbenbabys bereits von Prominenten belegt. Aber Du kannst die Felsen da schrubben!" Im Hintergrund sieht man diverse Prominente, die Robben demonstrativ von Öl befreien und dabei in einen Haufen Kameras grinsen. Das passiert derzeit für mich gefühlt ähnlich in den Medien.
          Das Problem ist nur: Es ist eben auf Dauer nicht damit getan, mal eben ein paar Hygieneartikel zu kaufen und zum Bahnhofsvorplatz zu fahren. Diese Menschen sind gekommen, um zu bleiben. Sie werden auch noch da sein, wenn die Euphoriewelle längst verebbt ist und die Kamerateams weg sind. Und dann fangen die Probleme erst richtig an.

          In Großstädten herrscht jetzt schon enorme Wohnraumknappheit. Die Flüchtlinge werden vor allem mit Deutschen in prekärer Situation und den "alteingesessenen" Menschen mit Migrationshintergrund konkurrieren um bezahlbaren Wohnraum, um Sozial- und Gesundheitsleistungen, einfache Arbeitsplätze, auch um Spenden und Hilfsleistungen, die nicht ewig so weiterfließen werden wie jetzt.
          Nicht zuletzt werden sie auch um Frauen konkurrieren, denn ein Großteil der bei uns Ankommenden sind junge Männer. Die Deutschen in den weniger gutsituierten Stadtteilen werden damit zurechtkommen müssen, dass ihre Kinder plötzlich in Klassen sitzen, in denen die Hälfte arabische und afrikanische Immigrantenkinder mit rudimentären Deutschkenntnissen sind. Die Flüchtlinge werden dort wohnen wollen, wo die Jobs und ihre Communities sind - also eben nicht in den entvölkerten Regionen im Osten, sondern in den boomenden Ballungsräumen, wo Sozialwohnungen jetzt schon fast unmöglich zu bekommen sind.

          Gegenüber den derzeit öfter bemühten Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten haben wir in diesem Fall mindestens drei zusätzliche Konfliktdimensionen: Kulturell, religiös und sprachlich. Deutsch kann man lernen, aber die Erfahrung zeigt, dass ein Teil der Flüchtlinge, dies nicht schaffen/wollen und in Parallelgesellschaften hängen bleiben wird. Ihre Religion wird verständlicherweise keiner ablegen wollen, und der funktionale Agnostizismus und Atheismus, den inzwischen die meisten "Ökö Deutschen" leben (ich schließe mich da mit ein), dürfte ihnen extrem befremdlich erscheinen. Kulturell gibt es ebenfalls enorme Gräben, das fängt schon an bei der nicht eben selten offen gelebten Korruption in den Ländern wo die Flüchtlinge herkommen.

          Es ist kein Zufall, dass man fast nirgendwo mehr bei den Leitmedien im deutschen Internet offen zu Artikeln mit Flüchtlingsthemen kommentieren darf. Die deutsche Mittel/Unterschicht ahnt, dass sich durch den Flüchtlingszustrom der Konkurrenzkampf verschärfen wird und alle moralisch wohlfeilen Äußerungen der Spitzenpolitiker nichts daran ändern können. Und vor allem die Unterschicht rebelliert dagegen - verbal ungeschickt, unbedacht und aggressiv, und wahrscheinlich letztlich auch vergeblich. Es ist auch kein Zufall, dass überschwängliches Lob für die Flüchtlinge vor allem aus der Ecke der Gutsituierten zu hören ist. Nach Hamburg-Blankenese schafft es höchstens der syrische Nierenspezialist mit geschliffenen Umgangsformen, der aus langjährigen vergangenen Auslandsaufenthalten fließend Englisch spricht und sich sofort bestens in die High Society integriert wird. Deutsch wird er dank Privatlehrer auch schnell lernen. Der lässt sich gut auf jeder Cocktailparty herumzeigen, auf der man Toleranz und Weltläufigkeit demonstrieren will.

          Es wird Konflikte geben, und sie werden auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Denn eines ist klar: Es gibt Grenzen der Belastbarkeit. Sie mögen bei einer Million pro Jahr noch nicht erreicht sein. Aber spätestens bei fünf Millionen in einem Jahr und staatlichen Erlässen zur Zwangseinquartierung von Flüchtlingen wird irgendwann ein Punkt erreicht sein, wo es selbst dem nettesten und naivsten Willkommenskulturverfechter zu viel wird. Kurzfristig verursacht jeder einzelne Flüchtling Kosten in fünfstelliger Höhe - pro Jahr. Selbst wenn die Flüchtlinge nach einigen Jahren für sich selbst sorgen können, wird dieser Kostenblock weiter steigen, solange die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge weiter steigt. Je mehr "Willkommenskultur" Deutschland in den internationalen Medien vermittelt, desto mehr Flüchtlinge werden sich auch auf den Weg machen. Eine Lösung des demographischen Problems kann eine Invasion fast ausschließlich junger Männer auch nicht sein.

          Es mag schon sein, dass einige unbedachte Äußerungen im Netz und in den sozialen Medien von unreflektiertem Hass geleitet sind. Andererseits scheint es aber auch unreflektierte Naivität und Euphorie zu geben. Und hinter manchen drastischen Äußerungen könnte auch die diffuse Ahnung stecken, dass die Politik das wahre Ausmaß und die langfristigen Konsequenzen dieser Völkerwanderung gerade für die weniger gut situierte Bevölkerungsschicht totschweigt und die öffentliche Diskussion darüber tabuisiert.

          Just my 2 Cents


          starker Text. Würde mich auch einen viel sachlicheren Umgang wünschen. ABer das ist in der Generation "Social Network" nicht mehr möglich. Da gibts nur Hype oder Tal der Tränen.

          Kommentar


            Zitat von Busch Wayne
            ich hab lieber leute, die aus falschem grund (eventgeilheit) helfen, als gar nicht helfen.

            flüchtlinge die sich wirklich willkommen fühlen > flüchtlinge, deren heime angezündet werden und einen hass auf uns entwickeln, weil sie hier gehasst werden.
            Nur was ist wenn Leute aus dem falschen Grund nicht helfen, als zu helfen? Das Gegenbeispiel lässt sich doch genau so verifizieren und ist daher so gefährlich.

            Kommentar


              Zitat von Bitch dont kill my Vibe
              Zitat von Busch Wayne
              ich hab lieber leute, die aus falschem grund (eventgeilheit) helfen, als gar nicht helfen.

              flüchtlinge die sich wirklich willkommen fühlen > flüchtlinge, deren heime angezündet werden und einen hass auf uns entwickeln, weil sie hier gehasst werden.
              Nur was ist wenn Leute aus dem falschen Grund nicht helfen, als zu helfen? Das Gegenbeispiel lässt sich doch genau so verifizieren und ist daher so gefährlich.
              ich sag doch, dass wir dann flüchtlinge haben, die sich nicht wohlfühlen. dann entstehen probleme, vor denen sich die blödbürger fürchten. aber es gibt ja nicht nur die nicht-hilfe, sondern auch die anti-hilfe in form von bürgerwehr, brandanschlägen etc. da wird dein land von natowaffen gefickt und du verlierst alles, kommst nach deutschland und dort ficken die dich noch weiter ab. hammer. deswegen lieber hilfe aus falschen motiven, als keine hilfe.

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                [quote=Mundharmonika]
                Zitat von Bitch dont kill my Vibe
                Spoiler: 
                Zitat von nemix
                Bei allem Verständnis für die Situation der Flüchtlinge: Was da in München oder Dortmund passiert, kann kein Dauerzustand sein. Flüchtlinge, die mit Kuscheltieren beworfen werden. Polizei, die mit Lautsprechern und über Twitter Durchsagen macht, dass nichts mehr gespendet werden soll, weil der Bahnhofsvorplatz überquillt. Radiointerview mit einem Helfer aus Dortmund der 34h durchgearbeitet hat und aufruft man solle Regenschirme spenden, da die Kinder sich darüber freuen alles andere wäre da. Menschen mit offenbar sehr viel freier Zeit, die euphorisch "Refugees Welcome"-Plakate hochhalten und die Flüchtlinge bejubeln, als wären es Fußballstars. Das kann man erst mal nett und freundlich finden, aber wird das ganze anhalten?
                Es gibt eine schöne Simpsons-Folge, bei der eine Ölpest die Küste heimsucht. Lisa sieht im Fernsehen ölverschmierte Robbenbabys und beschließt natürlich sofort, hinzufahren und den Robben zu helfen. Als sie ankommt, sagt ihr eine Organisatorin allerdings: "Leider sind alle Robbenbabys bereits von Prominenten belegt. Aber Du kannst die Felsen da schrubben!" Im Hintergrund sieht man diverse Prominente, die Robben demonstrativ von Öl befreien und dabei in einen Haufen Kameras grinsen. Das passiert derzeit für mich gefühlt ähnlich in den Medien.
                Das Problem ist nur: Es ist eben auf Dauer nicht damit getan, mal eben ein paar Hygieneartikel zu kaufen und zum Bahnhofsvorplatz zu fahren. Diese Menschen sind gekommen, um zu bleiben. Sie werden auch noch da sein, wenn die Euphoriewelle längst verebbt ist und die Kamerateams weg sind. Und dann fangen die Probleme erst richtig an.

                In Großstädten herrscht jetzt schon enorme Wohnraumknappheit. Die Flüchtlinge werden vor allem mit Deutschen in prekärer Situation und den "alteingesessenen" Menschen mit Migrationshintergrund konkurrieren um bezahlbaren Wohnraum, um Sozial- und Gesundheitsleistungen, einfache Arbeitsplätze, auch um Spenden und Hilfsleistungen, die nicht ewig so weiterfließen werden wie jetzt.
                Nicht zuletzt werden sie auch um Frauen konkurrieren, denn ein Großteil der bei uns Ankommenden sind junge Männer. Die Deutschen in den weniger gutsituierten Stadtteilen werden damit zurechtkommen müssen, dass ihre Kinder plötzlich in Klassen sitzen, in denen die Hälfte arabische und afrikanische Immigrantenkinder mit rudimentären Deutschkenntnissen sind. Die Flüchtlinge werden dort wohnen wollen, wo die Jobs und ihre Communities sind - also eben nicht in den entvölkerten Regionen im Osten, sondern in den boomenden Ballungsräumen, wo Sozialwohnungen jetzt schon fast unmöglich zu bekommen sind.

                Gegenüber den derzeit öfter bemühten Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten haben wir in diesem Fall mindestens drei zusätzliche Konfliktdimensionen: Kulturell, religiös und sprachlich. Deutsch kann man lernen, aber die Erfahrung zeigt, dass ein Teil der Flüchtlinge, dies nicht schaffen/wollen und in Parallelgesellschaften hängen bleiben wird. Ihre Religion wird verständlicherweise keiner ablegen wollen, und der funktionale Agnostizismus und Atheismus, den inzwischen die meisten "Ökö Deutschen" leben (ich schließe mich da mit ein), dürfte ihnen extrem befremdlich erscheinen. Kulturell gibt es ebenfalls enorme Gräben, das fängt schon an bei der nicht eben selten offen gelebten Korruption in den Ländern wo die Flüchtlinge herkommen.

                Es ist kein Zufall, dass man fast nirgendwo mehr bei den Leitmedien im deutschen Internet offen zu Artikeln mit Flüchtlingsthemen kommentieren darf. Die deutsche Mittel/Unterschicht ahnt, dass sich durch den Flüchtlingszustrom der Konkurrenzkampf verschärfen wird und alle moralisch wohlfeilen Äußerungen der Spitzenpolitiker nichts daran ändern können. Und vor allem die Unterschicht rebelliert dagegen - verbal ungeschickt, unbedacht und aggressiv, und wahrscheinlich letztlich auch vergeblich. Es ist auch kein Zufall, dass überschwängliches Lob für die Flüchtlinge vor allem aus der Ecke der Gutsituierten zu hören ist. Nach Hamburg-Blankenese schafft es höchstens der syrische Nierenspezialist mit geschliffenen Umgangsformen, der aus langjährigen vergangenen Auslandsaufenthalten fließend Englisch spricht und sich sofort bestens in die High Society integriert wird. Deutsch wird er dank Privatlehrer auch schnell lernen. Der lässt sich gut auf jeder Cocktailparty herumzeigen, auf der man Toleranz und Weltläufigkeit demonstrieren will.

                Es wird Konflikte geben, und sie werden auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Denn eines ist klar: Es gibt Grenzen der Belastbarkeit. Sie mögen bei einer Million pro Jahr noch nicht erreicht sein. Aber spätestens bei fünf Millionen in einem Jahr und staatlichen Erlässen zur Zwangseinquartierung von Flüchtlingen wird irgendwann ein Punkt erreicht sein, wo es selbst dem nettesten und naivsten Willkommenskulturverfechter zu viel wird. Kurzfristig verursacht jeder einzelne Flüchtling Kosten in fünfstelliger Höhe - pro Jahr. Selbst wenn die Flüchtlinge nach einigen Jahren für sich selbst sorgen können, wird dieser Kostenblock weiter steigen, solange die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge weiter steigt. Je mehr "Willkommenskultur" Deutschland in den internationalen Medien vermittelt, desto mehr Flüchtlinge werden sich auch auf den Weg machen. Eine Lösung des demographischen Problems kann eine Invasion fast ausschließlich junger Männer auch nicht sein.

                Es mag schon sein, dass einige unbedachte Äußerungen im Netz und in den sozialen Medien von unreflektiertem Hass geleitet sind. Andererseits scheint es aber auch unreflektierte Naivität und Euphorie zu geben. Und hinter manchen drastischen Äußerungen könnte auch die diffuse Ahnung stecken, dass die Politik das wahre Ausmaß und die langfristigen Konsequenzen dieser Völkerwanderung gerade für die weniger gut situierte Bevölkerungsschicht totschweigt und die öffentliche Diskussion darüber tabuisiert.

                Just my 2 Cents


                starker Text. Würde mich auch einen viel sachlicheren Umgang wünschen. ABer das ist in der Generation "Social Network" nicht mehr möglich. Da gibts nur Hype oder Tal der Tränen.
                Und du bist deswegen in einem Tal der Tränen? Oder was soll uns dein konstruktiver twitterkompatibler Beitrag sagen?

                Kommentar


                  [quote=niels]
                  Zitat von Mundharmonika
                  Zitat von Bitch dont kill my Vibe
                  Spoiler: 
                  Zitat von nemix
                  Bei allem Verständnis für die Situation der Flüchtlinge: Was da in München oder Dortmund passiert, kann kein Dauerzustand sein. Flüchtlinge, die mit Kuscheltieren beworfen werden. Polizei, die mit Lautsprechern und über Twitter Durchsagen macht, dass nichts mehr gespendet werden soll, weil der Bahnhofsvorplatz überquillt. Radiointerview mit einem Helfer aus Dortmund der 34h durchgearbeitet hat und aufruft man solle Regenschirme spenden, da die Kinder sich darüber freuen alles andere wäre da. Menschen mit offenbar sehr viel freier Zeit, die euphorisch "Refugees Welcome"-Plakate hochhalten und die Flüchtlinge bejubeln, als wären es Fußballstars. Das kann man erst mal nett und freundlich finden, aber wird das ganze anhalten?
                  Es gibt eine schöne Simpsons-Folge, bei der eine Ölpest die Küste heimsucht. Lisa sieht im Fernsehen ölverschmierte Robbenbabys und beschließt natürlich sofort, hinzufahren und den Robben zu helfen. Als sie ankommt, sagt ihr eine Organisatorin allerdings: "Leider sind alle Robbenbabys bereits von Prominenten belegt. Aber Du kannst die Felsen da schrubben!" Im Hintergrund sieht man diverse Prominente, die Robben demonstrativ von Öl befreien und dabei in einen Haufen Kameras grinsen. Das passiert derzeit für mich gefühlt ähnlich in den Medien.
                  Das Problem ist nur: Es ist eben auf Dauer nicht damit getan, mal eben ein paar Hygieneartikel zu kaufen und zum Bahnhofsvorplatz zu fahren. Diese Menschen sind gekommen, um zu bleiben. Sie werden auch noch da sein, wenn die Euphoriewelle längst verebbt ist und die Kamerateams weg sind. Und dann fangen die Probleme erst richtig an.

                  In Großstädten herrscht jetzt schon enorme Wohnraumknappheit. Die Flüchtlinge werden vor allem mit Deutschen in prekärer Situation und den "alteingesessenen" Menschen mit Migrationshintergrund konkurrieren um bezahlbaren Wohnraum, um Sozial- und Gesundheitsleistungen, einfache Arbeitsplätze, auch um Spenden und Hilfsleistungen, die nicht ewig so weiterfließen werden wie jetzt.
                  Nicht zuletzt werden sie auch um Frauen konkurrieren, denn ein Großteil der bei uns Ankommenden sind junge Männer. Die Deutschen in den weniger gutsituierten Stadtteilen werden damit zurechtkommen müssen, dass ihre Kinder plötzlich in Klassen sitzen, in denen die Hälfte arabische und afrikanische Immigrantenkinder mit rudimentären Deutschkenntnissen sind. Die Flüchtlinge werden dort wohnen wollen, wo die Jobs und ihre Communities sind - also eben nicht in den entvölkerten Regionen im Osten, sondern in den boomenden Ballungsräumen, wo Sozialwohnungen jetzt schon fast unmöglich zu bekommen sind.

                  Gegenüber den derzeit öfter bemühten Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten haben wir in diesem Fall mindestens drei zusätzliche Konfliktdimensionen: Kulturell, religiös und sprachlich. Deutsch kann man lernen, aber die Erfahrung zeigt, dass ein Teil der Flüchtlinge, dies nicht schaffen/wollen und in Parallelgesellschaften hängen bleiben wird. Ihre Religion wird verständlicherweise keiner ablegen wollen, und der funktionale Agnostizismus und Atheismus, den inzwischen die meisten "Ökö Deutschen" leben (ich schließe mich da mit ein), dürfte ihnen extrem befremdlich erscheinen. Kulturell gibt es ebenfalls enorme Gräben, das fängt schon an bei der nicht eben selten offen gelebten Korruption in den Ländern wo die Flüchtlinge herkommen.

                  Es ist kein Zufall, dass man fast nirgendwo mehr bei den Leitmedien im deutschen Internet offen zu Artikeln mit Flüchtlingsthemen kommentieren darf. Die deutsche Mittel/Unterschicht ahnt, dass sich durch den Flüchtlingszustrom der Konkurrenzkampf verschärfen wird und alle moralisch wohlfeilen Äußerungen der Spitzenpolitiker nichts daran ändern können. Und vor allem die Unterschicht rebelliert dagegen - verbal ungeschickt, unbedacht und aggressiv, und wahrscheinlich letztlich auch vergeblich. Es ist auch kein Zufall, dass überschwängliches Lob für die Flüchtlinge vor allem aus der Ecke der Gutsituierten zu hören ist. Nach Hamburg-Blankenese schafft es höchstens der syrische Nierenspezialist mit geschliffenen Umgangsformen, der aus langjährigen vergangenen Auslandsaufenthalten fließend Englisch spricht und sich sofort bestens in die High Society integriert wird. Deutsch wird er dank Privatlehrer auch schnell lernen. Der lässt sich gut auf jeder Cocktailparty herumzeigen, auf der man Toleranz und Weltläufigkeit demonstrieren will.

                  Es wird Konflikte geben, und sie werden auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Denn eines ist klar: Es gibt Grenzen der Belastbarkeit. Sie mögen bei einer Million pro Jahr noch nicht erreicht sein. Aber spätestens bei fünf Millionen in einem Jahr und staatlichen Erlässen zur Zwangseinquartierung von Flüchtlingen wird irgendwann ein Punkt erreicht sein, wo es selbst dem nettesten und naivsten Willkommenskulturverfechter zu viel wird. Kurzfristig verursacht jeder einzelne Flüchtling Kosten in fünfstelliger Höhe - pro Jahr. Selbst wenn die Flüchtlinge nach einigen Jahren für sich selbst sorgen können, wird dieser Kostenblock weiter steigen, solange die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge weiter steigt. Je mehr "Willkommenskultur" Deutschland in den internationalen Medien vermittelt, desto mehr Flüchtlinge werden sich auch auf den Weg machen. Eine Lösung des demographischen Problems kann eine Invasion fast ausschließlich junger Männer auch nicht sein.

                  Es mag schon sein, dass einige unbedachte Äußerungen im Netz und in den sozialen Medien von unreflektiertem Hass geleitet sind. Andererseits scheint es aber auch unreflektierte Naivität und Euphorie zu geben. Und hinter manchen drastischen Äußerungen könnte auch die diffuse Ahnung stecken, dass die Politik das wahre Ausmaß und die langfristigen Konsequenzen dieser Völkerwanderung gerade für die weniger gut situierte Bevölkerungsschicht totschweigt und die öffentliche Diskussion darüber tabuisiert.

                  Just my 2 Cents


                  starker Text. Würde mich auch einen viel sachlicheren Umgang wünschen. ABer das ist in der Generation "Social Network" nicht mehr möglich. Da gibts nur Hype oder Tal der Tränen.
                  Und du bist deswegen in einem Tal der Tränen? Oder was soll uns dein konstruktiver twitterkompatibler Beitrag sagen?
                  Zustimmung zu dem im Spoiler verpackten Text.
                  Ich weiß nicht, wie du interpretatorisch mir das "Tal der Tränen" andichten möchtest.
                  ich habe ausgesagt, dass Dank sozialer Netzwerke oftmals eine seriöse Berichterstattung nicht möglich ist, weil entweder alles ins unendliche gehyped wird oder alles ganz furchtbar schrecklich ist. Selten wird der Aristotelische Weg der Mitte gewählt.

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                    [quote=niels]
                    Zitat von Mundharmonika
                    Zitat von Bitch dont kill my Vibe
                    Spoiler: 
                    Zitat von nemix
                    Bei allem Verständnis für die Situation der Flüchtlinge: Was da in München oder Dortmund passiert, kann kein Dauerzustand sein. Flüchtlinge, die mit Kuscheltieren beworfen werden. Polizei, die mit Lautsprechern und über Twitter Durchsagen macht, dass nichts mehr gespendet werden soll, weil der Bahnhofsvorplatz überquillt. Radiointerview mit einem Helfer aus Dortmund der 34h durchgearbeitet hat und aufruft man solle Regenschirme spenden, da die Kinder sich darüber freuen alles andere wäre da. Menschen mit offenbar sehr viel freier Zeit, die euphorisch "Refugees Welcome"-Plakate hochhalten und die Flüchtlinge bejubeln, als wären es Fußballstars. Das kann man erst mal nett und freundlich finden, aber wird das ganze anhalten?
                    Es gibt eine schöne Simpsons-Folge, bei der eine Ölpest die Küste heimsucht. Lisa sieht im Fernsehen ölverschmierte Robbenbabys und beschließt natürlich sofort, hinzufahren und den Robben zu helfen. Als sie ankommt, sagt ihr eine Organisatorin allerdings: "Leider sind alle Robbenbabys bereits von Prominenten belegt. Aber Du kannst die Felsen da schrubben!" Im Hintergrund sieht man diverse Prominente, die Robben demonstrativ von Öl befreien und dabei in einen Haufen Kameras grinsen. Das passiert derzeit für mich gefühlt ähnlich in den Medien.
                    Das Problem ist nur: Es ist eben auf Dauer nicht damit getan, mal eben ein paar Hygieneartikel zu kaufen und zum Bahnhofsvorplatz zu fahren. Diese Menschen sind gekommen, um zu bleiben. Sie werden auch noch da sein, wenn die Euphoriewelle längst verebbt ist und die Kamerateams weg sind. Und dann fangen die Probleme erst richtig an.

                    In Großstädten herrscht jetzt schon enorme Wohnraumknappheit. Die Flüchtlinge werden vor allem mit Deutschen in prekärer Situation und den "alteingesessenen" Menschen mit Migrationshintergrund konkurrieren um bezahlbaren Wohnraum, um Sozial- und Gesundheitsleistungen, einfache Arbeitsplätze, auch um Spenden und Hilfsleistungen, die nicht ewig so weiterfließen werden wie jetzt.
                    Nicht zuletzt werden sie auch um Frauen konkurrieren, denn ein Großteil der bei uns Ankommenden sind junge Männer. Die Deutschen in den weniger gutsituierten Stadtteilen werden damit zurechtkommen müssen, dass ihre Kinder plötzlich in Klassen sitzen, in denen die Hälfte arabische und afrikanische Immigrantenkinder mit rudimentären Deutschkenntnissen sind. Die Flüchtlinge werden dort wohnen wollen, wo die Jobs und ihre Communities sind - also eben nicht in den entvölkerten Regionen im Osten, sondern in den boomenden Ballungsräumen, wo Sozialwohnungen jetzt schon fast unmöglich zu bekommen sind.

                    Gegenüber den derzeit öfter bemühten Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten haben wir in diesem Fall mindestens drei zusätzliche Konfliktdimensionen: Kulturell, religiös und sprachlich. Deutsch kann man lernen, aber die Erfahrung zeigt, dass ein Teil der Flüchtlinge, dies nicht schaffen/wollen und in Parallelgesellschaften hängen bleiben wird. Ihre Religion wird verständlicherweise keiner ablegen wollen, und der funktionale Agnostizismus und Atheismus, den inzwischen die meisten "Ökö Deutschen" leben (ich schließe mich da mit ein), dürfte ihnen extrem befremdlich erscheinen. Kulturell gibt es ebenfalls enorme Gräben, das fängt schon an bei der nicht eben selten offen gelebten Korruption in den Ländern wo die Flüchtlinge herkommen.

                    Es ist kein Zufall, dass man fast nirgendwo mehr bei den Leitmedien im deutschen Internet offen zu Artikeln mit Flüchtlingsthemen kommentieren darf. Die deutsche Mittel/Unterschicht ahnt, dass sich durch den Flüchtlingszustrom der Konkurrenzkampf verschärfen wird und alle moralisch wohlfeilen Äußerungen der Spitzenpolitiker nichts daran ändern können. Und vor allem die Unterschicht rebelliert dagegen - verbal ungeschickt, unbedacht und aggressiv, und wahrscheinlich letztlich auch vergeblich. Es ist auch kein Zufall, dass überschwängliches Lob für die Flüchtlinge vor allem aus der Ecke der Gutsituierten zu hören ist. Nach Hamburg-Blankenese schafft es höchstens der syrische Nierenspezialist mit geschliffenen Umgangsformen, der aus langjährigen vergangenen Auslandsaufenthalten fließend Englisch spricht und sich sofort bestens in die High Society integriert wird. Deutsch wird er dank Privatlehrer auch schnell lernen. Der lässt sich gut auf jeder Cocktailparty herumzeigen, auf der man Toleranz und Weltläufigkeit demonstrieren will.

                    Es wird Konflikte geben, und sie werden auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Denn eines ist klar: Es gibt Grenzen der Belastbarkeit. Sie mögen bei einer Million pro Jahr noch nicht erreicht sein. Aber spätestens bei fünf Millionen in einem Jahr und staatlichen Erlässen zur Zwangseinquartierung von Flüchtlingen wird irgendwann ein Punkt erreicht sein, wo es selbst dem nettesten und naivsten Willkommenskulturverfechter zu viel wird. Kurzfristig verursacht jeder einzelne Flüchtling Kosten in fünfstelliger Höhe - pro Jahr. Selbst wenn die Flüchtlinge nach einigen Jahren für sich selbst sorgen können, wird dieser Kostenblock weiter steigen, solange die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge weiter steigt. Je mehr "Willkommenskultur" Deutschland in den internationalen Medien vermittelt, desto mehr Flüchtlinge werden sich auch auf den Weg machen. Eine Lösung des demographischen Problems kann eine Invasion fast ausschließlich junger Männer auch nicht sein.

                    Es mag schon sein, dass einige unbedachte Äußerungen im Netz und in den sozialen Medien von unreflektiertem Hass geleitet sind. Andererseits scheint es aber auch unreflektierte Naivität und Euphorie zu geben. Und hinter manchen drastischen Äußerungen könnte auch die diffuse Ahnung stecken, dass die Politik das wahre Ausmaß und die langfristigen Konsequenzen dieser Völkerwanderung gerade für die weniger gut situierte Bevölkerungsschicht totschweigt und die öffentliche Diskussion darüber tabuisiert.

                    Just my 2 Cents


                    starker Text. Würde mich auch einen viel sachlicheren Umgang wünschen. ABer das ist in der Generation "Social Network" nicht mehr möglich. Da gibts nur Hype oder Tal der Tränen.
                    Und du bist deswegen in einem Tal der Tränen? Oder was soll uns dein konstruktiver twitterkompatibler Beitrag sagen?
                    Irgendein Random postet ein Bild von einem Zug voller Müll und "weggewordener Spenden" und das Tal der Tränenvolk eskaliert auf 9001. Denke das meint er damit und damit hat er Recht.

                    Kommentar


                      Sollte wohl jedem schon aufgefallen sein. Es wird ein Bild oder eine Überschrift gepostet, und direkt fangen alle an zu überreagieren, statt mal den gesamten Artikel zu lesen oder Hintergründe zu recherchieren.

                      Kommentar


                        @nemix: Der Vergleich mit Lisa Simpson, die die schmutzigen Felsen putzen darf, hat mir gut gefallen :)

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                          Super Post nemix. Hast mMn. das zusammengefasst wie viele denken und vor allem auch wie die Medien es probieren darzustellen ebenso wie der momentane Hype "gut/nett" zu sein. Der Hype wird aber auch vergehen.
                          Vor allem den Wohnraum / Verteilung im Land sehe ich kritisch. Da die meisten in großen Städten (am besten perfekte zentrale Lage leben wollen) wo eh schon kaum bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist.
                          Möchte mitte nächsten Jahres innerhalb von HH umziehen und noch gibt es für mich bezahlbare Wohnungen in "guter" Lage. Ob das nächstes Jahr, wenn ich explizit suche noch der Fall ist, bezweifle ich. Vermutlich kann ich Anfang des Jahres anfangen zu suchen und habe ende des Jahres immer noch keine Wohnung.

                          Den Teil mit den jungen Männern finde ich auch interessant - Konkurrenzkampf um Frauen, hast schon recht das zumindest gefühlt (habe dafür keine Fakten) kaum"keine" jungen Frauen nach Deutschland kommen.

                          Hatte nciht abgesehen von Russland noch ein Land einen viel höheren Frauenanteil als Männeranteil? Sogar ein skandinavisches?

                          Heißt wohl für mich mein buisness Englisch weiter auszubauen ggf. 1-2Jahre im Ausland über die Firma arbeiten und später auswandern ;)) - sorry für OT

                          @seke (sorry für leichte provozierung nicht persönlich nehmen) immerhin einer glaubt noch an merkel ;)..

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                            Zitat von Hubschrauber

                            @seke (sorry für leichte provozierung nicht persönlich nehmen) immerhin einer glaubt noch an merkel ;)..
                            Glaubt hier eine Person, dass Merkel 5 Mio reinlässt?

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                              bisschen mehr selbstbewusstsein hätte ich der elite dann doch zugetraut. jetzt in bezug auf "die nehmen uns die frauen weg"...

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                                nemix post /close thread

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                                gutmenschen in 1..2..3

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