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Flüchtlings- und Asylpolitik

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    Zitat von Bordi
    @Sekedow, dann sprechen wir aber nicht mehr über "Kriegsflüchtlinge", sondern von "Wirtschaftsflüchtlingen" und diese sind ja nicht "Aufenthaltsberechtigt".
    Deswegen sage ich, dass mir das Wort nicht gefällt. Als Flüchtling in der Türkei oder Griechenland hat man schlechte Perspektiven. Ich nenne es nicht Wirtschaftsflüchtling, wenn sich jemand eine Zukunft aufbauen mag. Das suggeriert immer, dass jemand das Sozialsystem ausbeuten und sich auf Kosten anderer bereichern möchte. Ich glaube aber viele wollen nach Deutschland, weil es hier bessere Perspektiven im Bereich Freiheit und Lebensqualität gibt. Man darf nicht vergessen, dass Deutschland eines der Länder mit dem besten Image in der Welt ist. Ich finde das nicht verwerflich, genauso wie es in Ordnung ist, dass viele Mediziner nach England gehen, weil sie dort mehr verdienen.

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      Damals kamen bis zu 15 Mio (wenn mich nicht alles täuscht) in ein komplett zerstörtes Deutschland und ohne Regierung.
      Klar kann man es nicht vergleichen, aber es geht mir darum, dass Deutschland eben weitaus mehr aufnehmen kann, als einige hier suggerieren möchten. Das die Integration selbstverständlich eine riesen Herausforderung sein dürfte, ist mMn das größere Problem.
      Vor allem wenn man es so gut macht wie mit den Gastarbeitern aus den 60er und 70er Jahren.

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        Zitat von Im_Rausch_der_Kloake
        klick

        der Ortsteil Dornach gehört zur Gemeinde Aschheim, ist aber von der Lage definitiv als eigenständige Gemeinde zu sehen.
        Der Ort hat 1200 Einwohner und bekommt nun ein Flüchtlingsheim in diesem Ausmaß. Die Zahl in dem Artikel ist btw nicht mehr aktuell. Es ist nun geplant dort bis zu 3000 Flüchtlinge unterzubringen. Kann mir irgendjemand erklären, wie das funktionieren soll?! Verstehe es langsam nicht mehr :(
        Es ist eine Erstaufnahmeeinrichtung zur Linderung einer aktuellen Notlage. Sprich es ist gar nicht vorgesehenen, dass die Flüchtlinge in den Ort integriert werden sollen oder ähnliches.

        Wenn man gewisse Dinge gut regelt - was durchaus möglich ist - bekommt man unter Umständen gar nicht viel mit.

        Wenn man allerdings schnappatmung bekommt, wenn eine Gruppe Flüchtlinge an einem vorbeigeht, hat man selbstredend Probleme. Die sind dann aber eher pathologisch und Behandlungswürdig.

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          1990 hat man 17 Millionen Menschen ins Sozialsystem integriert, die haben davor auch nie eingezahlt, von den 17 Millionen sind nach dem Mauerfall angeblich 3 Millionen sofort in den Westen geflüchtet..

          Quelle:"Das letzte Jahr der DDR" ZDF Doku

          Muss da Bord leider recht geben :(

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            Zitat von Bordi
            Damals kamen bis zu 15 Mio (wenn mich nicht alles täuscht) in ein komplett zerstörtes Deutschland und ohne Regierung.
            Klar kann man es nicht vergleichen, aber es geht mir darum, dass Deutschland eben weitaus mehr aufnehmen kann, als einige hier suggerieren möchten. Das die Integration selbstverständlich eine riesen Herausforderung sein dürfte, ist mMn das größere Problem.
            Vor allem wenn man es so gut macht wie mit den Gastarbeitern aus den 60er und 70er Jahren.
            Der Fall damals war ein ganz anderer. Da wurden diese Leute eben auch als Gastarbeiter bezeichnet. Damals ging es nicht darum diesen Leuten zu helfen, sondern um eine Win-Win Situation für beide Seiten. Damals wurden diese Menschen gebraucht, heute doch eher weniger (zumindest weniger als damals)

            Deutschland kann das genau dann, wenn die Mehrheit im Volk es will. Und die Mehrheit im Volk will doch recht viele Leute hier in Deutschland aufnehmen, aber ab einer gewissen Menge kippt dann die Stimmung. Viele Deutsche haben Angst vor "zu vielen schlecht integrierten Ausländern".

            Deswegen ist es mir so wichtig die Anzahl zu begrenzen und offen darüber zu sprechen. Ich glaube dann würde die Bereitschaft der Deutschen auch einfach steigen diese Leute gut zu behandeln.


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              Zitat von Pommes
              Der Fall damals war ein ganz anderer. Da wurden diese Leute eben auch als Gastarbeiter bezeichnet. Damals ging es nicht darum diesen Leuten zu helfen, sondern um eine Win-Win Situation für beide Seiten. Damals wurden diese Menschen gebraucht, heute doch eher weniger (zumindest weniger als damals)
              Ich denke, so einfach ist das nicht. Stell Dir einfach mal vor, die 3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland würden plötzlich verschwinden. Gäbe es dann keine Arbeitslosigkeit mehr? Nein, viele Strukturen würden entsprechend verkleinert und es würden neue Arbeitslose entstehen, vielleicht sogar um die 6 %. Arbeitslosigkeit lässt sich im Endeffekt nur durch andere Strukturen beeinflussen, nicht durch das Herumspielen an den absoluten Zahlen. Die Strukturen, nicht das Menschenmaterial in diesen Strukturen, sind die Stellschraube.

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                Zum Thema "Flüchtlingskritiker können ihre Meinung nicht äußern" oder "Gutmenschen sind so gutgläubog und müssen aufwachen"

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                  Zitat von nichtzersetzt
                  Zitat von Pommes
                  Der Fall damals war ein ganz anderer. Da wurden diese Leute eben auch als Gastarbeiter bezeichnet. Damals ging es nicht darum diesen Leuten zu helfen, sondern um eine Win-Win Situation für beide Seiten. Damals wurden diese Menschen gebraucht, heute doch eher weniger (zumindest weniger als damals)
                  Ich denke, so einfach ist das nicht. Stell Dir einfach mal vor, die 3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland würden plötzlich verschwinden. Gäbe es dann keine Arbeitslosigkeit mehr? Nein, viele Strukturen würden entsprechend verkleinert und es würden neue Arbeitslose entstehen, vielleicht sogar um die 6 %. Arbeitslosigkeit lässt sich im Endeffekt nur durch andere Strukturen beeinflussen, nicht durch das Herumspielen an den absoluten Zahlen. Die Strukturen, nicht das Menschenmaterial in diesen Strukturen, sind die Stellschraube.
                  dein argument ist also, dass sinkende arbeitslosigkeit die arbeitslosigkeit steigen lässt?
                  verstehe nicht ganz, welche nicht-öffentlichen strukturen sich bei plötzlich sinkender arbeitslosigkeit verkleinern sollten.

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                    Wenn in einem Dorf 1000 Menschen leben in diesem Dorf gehen alle 1000 einkaufen(Einkaufscenter hat 50 Mitarbeiter), nun lassen wir die 10 % Arbeitslose verschwinden, heißt nur noch 900 Menschen gehen einkaufen, für diese 900 Menschen brauchst du aber keine 50 Mitarbeiter mehr reichen also 45 dann hast du wieder 5 Arbeitslose, da das Dorf kleiner wird, braucht man auch keinen Bäcker mit 2 Bäcker, also verkleinert er auch... selbiges gilt für andere Berufszweige...

                    Genau das selbe passiert ja im Osten, die Einwohnerzahl sinkt, also brauch man weniger Berufe..

                    Natürlich kann man sagen, bei 1000 Menschen im Dorf sind auch alles Berufstätig, es gibt keine Arbeitslose, dann geht meine Rechnung nicht auf, sowas ist aber unrealistisch.

                    Hoffe kannst mit der Erklärung was anfangen..

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                      achso. arbeitslose "verschwinden" heißt also, dass sie tatsächlich als menschen in der gesellschaft verschwinden. ich dachte eher an arbeitstätig werden.

                      mal davon abgesehen, die 5 entlassenen mitarbeiter aus dem supermarkt und der bäcker würden sich dann eben nen anderen job suchen, der noch gefragt ist. ein gewisses maß an arbeitslosigkeit ist in einer gesellschaft erwünscht (strukturelle arbeitslosigkeit), weil dadurch erst möglich wird, dass sich wirtschaftliche strukturen flexibel an neue umstände anpassen (wie z.b. in deinem beispiel).

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                        Zitat von creo
                        achso. arbeitslose "verschwinden" heißt also, dass sie tatsächlich als menschen in der gesellschaft verschwinden. ich dachte eher an arbeitstätig werden.
                        Naja verschwinden eher, sie gehen in eine andere Stadt wo sie Arbeit gefunden haben, da sie ja in diesem Dorf keine Zukunft haben..

                        Also Wirtschaftsflüchtlinge ;)

                        Man redet ja von Vollbeschäftigung bei 5-6 % Arbeitslosen.

                        zu deinem edit:
                        genau, aber wenn sie nu als Einzelhandelskauffrau arbeiten will, oder für anderen stellen nicht qualifiziert ist, bleibt sie ja arbeitslos..

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                          Zitat von GeoSCH
                          Zitat von creo
                          achso. arbeitslose "verschwinden" heißt also, dass sie tatsächlich als menschen in der gesellschaft verschwinden. ich dachte eher an arbeitstätig werden.
                          Naja verschwinden eher, sie gehen in eine andere Stadt wo sie Arbeit gefunden haben, da sie ja in diesem Dorf keine Zukunft haben..
                          demzufolge würden dann ja in der neuen stadt 5 arbeitsplätze im supermarkt und 1 arbeitsplatz als bäcker entstehen.

                          aber egal, geht ja nicht um arbeitslosigkeit in dem thread.

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                            Ja, ich meinte mit "verschwinden", dass sie – *puff* – einfach nicht mehr da sind. GeoSCH hat's gut ausgeführt. Sicher können durch die strukturelle Verkleinerung Arbeitslosgewordene sich auch um neue Jobs bemühen. Trotzdem werden sie nun plötzlich in eine neue Konkurrenz mit anderen Beschäftigten treten. Es werden, bei gleichen Beschäftigungsstrukturen, wieder neue Arbeitslose entstehen.
                            Der Punkt ist: Du kannst Arbeitslosigkeit nicht abschaffen, indem Du Arbeitslose abschaffst. Du kannst Arbeitslosigkeit nicht abschaffen, indem Du die Bevölkerung verkleinerst. Dann müssten ja die Länder mit der größten Bevölkerung auch die größte Arbeitslosenquote haben. Andersrum ist Bevölkerungswachstum – oder hier: Zuwanderung – für sich kein Faktor, der die Arbeitslosenquote steigert. Das bedeutet, mit Blick auf die Gastarbeiterdebatte: "Damals wurden die Leute [soll heißen: die reine, zumeinst ungebildete Arbeitskraft] gebraucht, heute nicht" funktioniert so nicht als Argument. Mehr Leute bedeutet ersteinmal steigende Nachfrage und damit auch ein Mehr an Arbeitsplätzen. Wenn das nicht passiert, dann liegt das nicht am Bevölkerungswachstum oder Zuzug an sich.

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                              Zitat von Sekedow
                              Zum Thema "Flüchtlingskritiker können ihre Meinung nicht äußern" oder "Gutmenschen sind so gutgläubog und müssen aufwachen"

                              Jetzt kommt man hier schon mit videos vom schlag pewdiepie angelaufen? Soll die diskussion noch weiter verblöden? Peinlich.

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                                Zum Thema Arbeitslose:
                                Meiner Meinung nach ist hier wirklich die Frage inwiefern die Flüchtlinge auch für "höher qualifizierte" Jobs einsetzbar sind. Ich kann das relativ schlecht einschätzen, habe aber Befürchtungen.

                                Ich kenne persönlich einen kürzlich aus der Türkei eingewanderten Ingenieur. Dieser hat in der Türkei den Titel Ingenieur, hat aber de facto nicht gleich viel gelernt wie ein deutscher Ingenieur und kann nicht für das gleiche eingesetzt werden. Ist natürlich nur ein einzelnes Beispiel, aber nach seiner Aussage gilt das für die meisten türkischen Berufsabschlüsse. (und mich würde es wundern, wenn es in Ländern wie zB Syrien anders wäre)

                                Zieht man dann noch die Sprach- und Kulturbarriere mit in Betracht, so haben es Flüchtlinge hier echt schwer.
                                Ich halte es deshalb für wahrscheinlich, dass durch die Flüchtlinge hauptsächliche der Niedriglohnsektor mehr Arbeitskräfte bekommt.
                                Wenn nun aber die deutsche Unterschicht mehr Konkurenz bekommt, ist es vergleichsweise klar, dass diese unzufrieden sein wird.

                                Ich hoffe, dass ich hier falsch liege ;)

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