Wenn dies dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Du kannst auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche dir einfach das Forum aus, das dich am meisten interessiert.
cree postete
Wie steht ihr zur Aufnahme von mehr Flüchtlingen?
Finde schon, dass man mehr Flüchtlinge aufnehmen sollte. Allerdings stelle ich in Frage ob unsere bisherige Integrationspolitik taugt, um mehr Flüchtlinge ohne negative Effekte für die Gesellschaft aufnehmen zu können.
Ja, dass sehe ich ziemlich genauso. Vor zwei Tage gab es ja auch eine Diskussion bei Maischberger. Frage war "Keine Asylanten mehr - sind wir ein ausländerfeindliches Land?". War eine ziemlich lächerliche Sendung von Maischberger. Sogar die Frau sagt, die vor Jahren selbst aus ihrem Land nach Deutschland geflüchtet ist, dass es langsam genug sind und man vielleicht mal eine kurze Pause einlegen sollte. Wovor haben die Politiker eigentlich Angst.. Ausländer oder Migration oder Asylanten sind irgendwie immer mehr Tabuthema.
Gestern kam es im lokalen Fernsehen von Bremen auch einen Beitrag, da in einem Stadtteil ein Asylantenheim gebaut werden soll. Der Beschluss für den Bau ist wohl schon durch, ohne das die Räte die Bürger gefragt haben. Daraufhin gab es wohl gestern eine Anwohnerversammlung mit mehreren hundert Menschen. Im Prinzip haben sie genau die selben Bedenken geäußert, wie du. In einem Stadtteil, in dem Deutsch mittlerweile eine Fremdsprache ist (ja, es ist so), ein Asylantenheim zu bauen wird wohl eher einen negativen, als einen positiven Effekt haben. Man hat nichts gegen die Aufnahme von Flüchtlingen etc., aber in einigen Stadtteilen wäre dies einfach nicht mehr tragbar.
AfD 74 %
FDP 71,9 %
CDU / CSU 68,8 %
NPD 60,4 %
SPD 58,3 %
PIRATEN 57,3 %
DIE LINKE 52,1 %
GRÜNE 51 %
Von der AfD weiß ich nicht, ob man die wirklich wählen kann - sind sie zu schwach, verliert die Union stimmen...
FDP hat sich meine Stimme nicht verdient in den vergangen vier Jahren...
NPD isn no-go, die Piraten kann ich leider nicht wirklich ernst nehmen, die SPD, Grünen und Linken kann Deutschland meiner Meinung nach gerade jetzt nicht gebrauchen...
Gestern kam es im lokalen Fernsehen von Bremen auch einen Beitrag, da in einem Stadtteil ein Asylantenheim gebaut werden soll. Der Beschluss für den Bau ist wohl schon durch, ohne das die Räte die Bürger gefragt haben. Daraufhin gab es wohl gestern eine Anwohnerversammlung mit mehreren hundert Menschen. Im Prinzip haben sie genau die selben Bedenken geäußert, wie du. In einem Stadtteil, in dem Deutsch mittlerweile eine Fremdsprache ist (ja, es ist so), ein Asylantenheim zu bauen wird wohl eher einen negativen, als einen positiven Effekt haben. Man hat nichts gegen die Aufnahme von Flüchtlingen etc., aber in einigen Stadtteilen wäre dies einfach nicht mehr tragbar.
Das ist ein Einzelfall der noch immer in sehr wenigen Teilen Deutschlands vorkommt. Klar muss man von Fall zu Fall entscheiden, aber man darf auch die Realität nicht verkennen.
Und die ist, dass Europa noch einer der wenigen sicheren Flecken für politisch oder religiös verfolgte ist und der Kontinent deswegen auch die Aufgabe hat, solchen Menschen einen Platz zu geben und sie zu beschützen. Fakt ist auch, dass diese Aufgabe bisher fast ausschließlich von den EU-Grenzstaaten wahrgenommen wird, weil das nämlich bis jetzt noch Sache der Einzelstaaten und nicht der Union ist.
Das heißt, dass Deutschland als reichstes Land Europas vergleichsweise wenig bei der Hilfe von Flüchtlingen leisten muss. Das ist absurd und an dieser Stelle muss angesetzt werden. Für mich ist die Antwort deswegen eigentlich relativ eindeutig: Es muss an dieser Stelle mehr und vor allem schlauer geholfen werden als bisher von deutscher Seite aus passiert ist.
Es war bei Maischberger auch von Statistiken die Rede, dass auf 1000 Bürger ein Asylant kommen würde. Würde man also alle Asylanten oder Flüchtlinge in Deutschland verteilt beherbergen, würde es überhaupt niemandem auffallen. Allerdings kann man diese Menschen natürlich nicht direkt von Bekannten oder Verwandten abspalten und sich selbst überlassen.
Was ich noch besonders interessant fand: Vor ein paar Jahren hat die Deutsche Bahn mal 5-6 farbige Asylanten als Kofferträger bzw. als Gepräckservice an Bahnhöfen eingestellt. Nach bereits 3 Tagen wurden diese wieder entlassen, weil das Medienecho so groß war und alle geschrien haben "Oh mein Gott das sind Farbige und ihr lasst sie Koffer tragen, ihr verdammten Rassisten". Ende der Geschichte ist, dass 6 traurige farbige Asylanten die Welt nicht mehr verstehen und sich wundern, warum sie nicht mehr arbeiten dürfen. In einem Interview sagten sie, dass sie dieser Tätigkeit sehr gerne nachgegangen sind, da sie ihrem "Gastland" wenigstens eine Kleinigkeit zurückgeben konnten. Sie wollen nicht auf der faulen Haut rumliegen, sondern etwas tun. Und durch Unwissenheit und Voreingenommenheit wird dies von Medien, Politikern und Bürgern erschwert.
Man muss also irgendwas tun, um die Flüchtlinge und Asylanten in Deutschland besser einzubeziehen. Die ganze Integrationspolitik ist meiner Meinung nach ohnehin irgendwie fehlgeschlagen. Die Entwicklungstendenzen die sich in den letzten Jahren gezeigt haben prognostizieren nicht gerade eine rosige Zukunft für die Deutschen.
Kommentar