Zitat von aegis
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Keine Ankündigung bisher.
Bundestagswahl 2013
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dazu nochmal aufbauend auf meinen post von gestern nacht. die frage ist, welche option kein politischer selbstmord für die spd wäre.Zitat von cyrferrot-rot-grün wäre der politische suizid für die spd.
große koalition: würde enden, wie 2005-2009. 20% incoming. und 2017 wieder schwarz-gelb oder sogar eine cdu mit absoluter mehrheit.
schwarz/grün: für die spd die bequemste lösung. man könnte weiter in der opposition kraft sammeln. ABER sehr viele grünenwähler würden es als verrat ansehen, wenn ihre stimme merkel zur kanzlerin macht. 2017 würden die grünen dafür abgestraft werden. und ein spd-kanzler wäre ohne grüne im bundestag künftig undenkbar.
neuwahlen: sowohl eine fdp unter lindner/kubicki, als auch die afd würden bei sofortigen neuwahlen die 5% knacken. die linke mehrheit im bundestag wäre dahin und die spd wäre nicht mehr der erste ansprechpartner bei verhandlungen in alle richtungen.
bleibt also nur noch rot/rot/grün. man könnte sich 4 jahre in der regierung profilieren. das ist natürlich in unserer medienlandschaft ein gefährliches spiel. aber die alternativen sind eben noch weniger attraktiv.
das problem ist, dass die spd derzeit keine starke persönlichkeit in der ersten reihe hat, die solch ein linksbündnis führen könnte. der einzige mit ausreichend profil, ist steinbrück. und dieser hat eine zusammenarbeit mit der linken ausgeschlossen. und wäre für einige linke wohl sowieso nicht tragbar.
da hat selbst die linke mit gysi und wagenknecht leute an der spitze, die mehr zum kanzler taugen würden, als die spd mit nahles, steinmeier und gabriel.
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Also was soll Rot/Rot/Grün anstellen, welche blühenden Landschaften sollen die in 4 Jahren Regierung erreichen das die SPD von einem solchen Zug nicht negativ getroffen wird? Egal wie es kommt, die SPD verliert am Ende. Am wenigsten wohl bei schwarz-grün. Damit stärkt man nicht rot-grün, aber die SPD.
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@kaer, meinst du wirklich dass die AfD die 5% bei Neuwahlen knacken würde? Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele die AfD gewählt haben "ach was solls, keine Ahnung wen ich wählen soll, dann nehm ich mal die AfD, die schaffen es eh nicht".
Ansonsten hast du vollkommen Recht. Egal wer mit Merkel regiert, die Partei wird danach ein Scherbenhaufen sein und Merkel steht wieder als die Gewinnerin da.
Also die Wagenknecht möchte ich keinesfalls als Kanzlerin ;-)
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Das einzige Risiko wäre, dass die Maßnahmen vielleicht nicht solch einen starken Einfluss auf kurze Sicht haben, aber durch die soziale Politik, könnten sie die ganzen "Armen" für sich gewinnen. Wenn die SPD jemals wieder über 30% erreichen will, dann sicher nicht, indem sie versucht von der CDU in der Mitte stimmen zu klauen.Zitat von 1974Also was soll Rot/Rot/Grün anstellen, welche blühenden Landschaften sollen die in 4 Jahren Regierung erreichen das die SPD von einem solchen Zug nicht negativ getroffen wird? Egal wie es kommt, die SPD verliert am Ende.
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Bin mir ziemlich sicher das es keine Mehrheit für eine Regierung mit Linker-Beteiligung geben würde. Die SPD würde wenn sie offen und transparent zugeben würde mit Linker-Regierungsbeteiligung zu arbeiten an Stimmen verlieren und rot-rot-grün wäre hinfällig.Zitat von Bill BurrDas einzige Risiko wäre, dass die Maßnahmen vielleicht nicht solch einen starken Einfluss auf kurze Sicht haben, aber durch die soziale Politik, könnten sie die ganzen "Armen" für sich gewinnen. Wenn die SPD jemals wieder über 30% erreichen will, dann sicher nicht, indem sie versucht von der CDU in der Mitte stimmen zu klauen.Zitat von 1974Also was soll Rot/Rot/Grün anstellen, welche blühenden Landschaften sollen die in 4 Jahren Regierung erreichen das die SPD von einem solchen Zug nicht negativ getroffen wird? Egal wie es kommt, die SPD verliert am Ende.
Sorry kann dir auch nicht sagen wie man über 30% kommen könnte als SPD. Eventuell den Wahlkampf nicht mit Fettnäpfchen übersähen und einen passenden Kandidaten für das entsprechende Programm wählen. Wäre ein Anfang.
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Ja und ein passender Kandidat wäre eher links. Daher braucht die SPD auch eher einen ruck nach links und sollte sich darauf konzentrieren die 30% Nichtwähler zu mobilisieren.
(Also das Programm war ja schon links genug, nur haben sie versucht mit Peer Steinbrück die Stimmen in der Mitte nicht zu verlieren, aber da hätte ihnen mMn ein "All-In" mehr gebracht. Sprich direkt einen jüngeren oder "sozialeren" Kandidaten, der auch zum Programm passt, aufgestellt.)
Und wieso wäre eine Mehrheit für rot-rot-grün aufeinmal hinfällig? Meinst du einfach in den nächsten 4 Jahren oder beziehst du dich darauf, dass Teile der SPD dem nicht zustimmen würden und daher am Ende rot-rot-grün Stimmen fehlen würden, um was durchzusetzen?
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Erstmal glaube ich nicht das es eine Regierung schafft innerhalb von 4 Jahren so zu überzeugen das SPD Wähler (von mir aus die zur Mitte gerichteten, Steinbrück Anhänger) einen solchen Wortbruch verzeihen. Und ich glaube im Falle von Neuwahlen und einer Ankündigung es könne zu einer rot-rot-grünen Regierung kommen wäre auch keine Mehrheit vorhanden.Zitat von Bill BurrJa und ein passender Kandidat wäre eher links. Daher braucht die SPD auch eher einen ruck nach links und sollte sich darauf konzentrieren die 30% Nichtwähler zu mobilisieren.
Und wieso wäre eine Mehrheit für rot-rot-grün aufeinmal hinfällig? Meinst du einfach in den nächsten 4 Jahren oder beziehst du dich darauf, dass Teile der SPD dem nicht zustimmen würden und daher am Ende rot-rot-grün Stimmen fehlen würden, um was durchzusetzen?
Ein passender Kandidat wäre eventuell linker als Steinbrück, ja. Aber er würde auch erkennen das die Linke nicht regierungsfähig ist (wie Steinbrück & Co. ja ebenfalls).
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Dem stimme ich nicht zu. Ein passender Kandidat hätte von Anfang an gesagt, dass die Linke gewisse Punkte hat, die einfach nicht vereinbar sind und wenn die Linke bereit ist diese Punkte aufzugeben, dann würde man auch notgedrungen solch eine Koalition eingehen. Danach noch bisschen: "Um Deutschland zu retten müssen wir alles tun, um Merkel wegzukriegen. Deutschland muss sozial gerecht werden und da müssen wir auch jede Chance nutzen, die wir haben"-Gelaber.Zitat von 1974Ein passender Kandidat wäre eventuell linker als Steinbrück, ja. Aber er würde auch erkennen das die Linke nicht regierungsfähig ist (wie Steinbrück & Co. ja ebenfalls).
So hättest die Linke nicht ins Aus gestellt und dir jegliche Zukunft verbaut das Land zu regieren.
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Soweit ich das im Kopf habe und es jetzt sehr plump formulieren, sind die Nicht-Wähler zum großen Teil arme ungebildete Assis, die von einem linken Programm am meisten profitieren würden.Zitat von RALF MOELLERBill Burr, warum gehst du automatisch davon aus, dass die 30% Nichtwähler links orientiert sind, sodass es sich lohnen würde einen linken SPDler als Galionsfigur zu statuieren? Hast du dafür eine Quelle?
Solche Forderungen hat jede Partei und die Linke steht doch nicht dafür ein, dass man alle Forderungen in den nächsten 2 Wochen durchsetzt. Aber nur ihr kreidest du das an.Zitat von 1974Die Linke braucht niemanden der sie ins aus stellt. Das schafft sie mit ihren teilweise populistischen Forderungen und extremistischen Tendenzen ganz gut alleine. Und die SPD hätte damit Stimmen verloren. Weil die Linke für den rechten Wählerflügel der SPD auch ein rotes Tuch ist.
Und ich bezweifel, dass der rechte Wählerflügel der SPD so gigantisch ist, wenn sie schon so ein Wahlprogramm haben.
Ich verstehe nicht wie du nicht einsehen willst, dass die SPD die Linke ins Aus gestellt hat bzw. versucht hat das zu machen, um deren Stimmen zu bekommen. Weil wenn sie Line direkt immer ausschließen, dann hoffen sie, dass die linken Wähler sich sagen "Ja, wenn die eh nicht in die Regierung kommen, egal was passiert, dann lass lieber SPD wählen, sind doch auch sehr links mittlerweile."
Hätte man das nicht getan, dann könnte man den Leuten verklickern, dass man einfach die guten Sachen der Linke umsetzt und den ein kleines Ministerium gegeben und hätte das SPD-Wahlprogramm fast 1zu1 umsetzen können.
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