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Die Linke - Spaltung inc?

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    Die Linke - Spaltung inc?

    Die Linke steckt ja zur zeit in einer führungskrise und hält auch im moment einen alles entscheidenden parteitag ab, nachdem lafontaine sich in seiner rolle übernommen hatte und den alphamann markieren wollte.

    was denkt ihr, wie es mit der partei weitergeht? wird sie sich spalten?

    ich persönlich bin zwar in vielen ansichten (welt-, wertebild) kein verbündeter von linken ideen, aber einen mann wie gysi möchte ich in unserem parlament nicht missen. in der debatte über den esm vertrag hat er mit abstand die beste rede gehalten und noch wichtiger: die einzige, die inhaltlich relevant war. es war interessant zu sehen, dass delegierte quer durch alle fraktionen auf einmal ganz emsig gelauscht haben.

    besonders was europäische finanzpolitik angeht, sehe ich bei der linkspartei quasi als einziges eine vernüftige und kritische auseinandersetzung, während die restlichen fraktionen nur durch einheitsbrei von sich sprechen machen (blockparteien). wagenknecht und gysi halte ich dort für hochkompetent. dass die sarah aber mit lafontaine "befreundet" ist, will mir nicht in den kopf gehen.

    ich fände es ehrlich gesagt interessant, wenn sich eine reformergruppe der ostdeutschen linken etablieren könnte.

    hier noch ein artikel darüber.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wahlparteitag-der-linkspartei-gysi-erwaegt-spaltung-der-partei-lafontaine-haelt-dagegen-11771800.html


    #2
    Die Linke und Gysi sind halt zum großen Teil so unnötig da nie eine Partei mit ihnen koalieren wird.

    Zitat von lewis
    besonders was europäische finanzpolitik angeht, sehe ich bei der linkspartei quasi als einziges eine vernüftige und kritische auseinandersetzung, während die restlichen fraktionen nur durch einheitsbrei von sich sprechen machen (blockparteien).
    Die Linke betreibt als Opposition einfach nur puren Populismus. Sie behauptet Sachen erkannt zu haben die schon seit Jahren bekannt sind wie bspw.die Transfersteuer. Sie ruft die Transfersteuer in die Menge aber wenn man London anspricht wird herr Gysi immer ziemlich leise :)
    .

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      #3
      Zitat von lewis
      Die Linke steckt ja zur zeit in einer führungskrise und hält auch im moment einen alles entscheidenden parteitag ab, nachdem lafontaine sich in seiner rolle übernommen hatte und den alphamann markieren wollte.

      was denkt ihr, wie es mit der partei weitergeht? wird sie sich spalten?

      ich persönlich bin zwar in vielen ansichten (welt-, wertebild) kein verbündeter von linken ideen, aber einen mann wie gysi möchte ich in unserem parlament nicht missen. in der debatte über den esm vertrag hat er mit abstand die beste rede gehalten und noch wichtiger: die einzige, die inhaltlich relevant war. es war interessant zu sehen, dass delegierte quer durch alle fraktionen auf einmal ganz emsig gelauscht haben.

      besonders was europäische finanzpolitik angeht, sehe ich bei der linkspartei quasi als einziges eine vernüftige und kritische auseinandersetzung, während die restlichen fraktionen nur durch einheitsbrei von sich sprechen machen (blockparteien). wagenknecht und gysi halte ich dort für hochkompetent. dass die sarah aber mit lafontaine "befreundet" ist, will mir nicht in den kopf gehen.

      ich fände es ehrlich gesagt interessant, wenn sich eine reformergruppe der ostdeutschen linken etablieren könnte.

      hier noch ein artikel darüber.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wahlparteitag-der-linkspartei-gysi-erwaegt-spaltung-der-partei-lafontaine-haelt-dagegen-11771800.html

      Klar mag man einen Mann wie Gysi nicht missen im Parlament, aber die meisten Inhalte für die seinen Linken stehen sind einfach nicht durchführbar so wie die EU bzw. Europa heute zusammengesetzt ist.
      Ich hoffe, dass sich bei dem Streit vor allem die Real-Linke durchsetzt und langsam aber sicher den Populisten und Träumern in den eigenen Reihen das Wasser abgraben kann.

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        #4
        Gysi und Inhalte passen nicht zusammen. Gysi und rhetorische Fähigkeiten dagegen schon.

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          #5
          @einmalig: finde eher deine aussage populistisch. außerdem wird poulismus von den anderen fraktionen betrieben, denn wer die derzeitige ezb politik vertritt, ist ganz einfach fernab jeder realität. und das argument der opposition zählt hier ebensowenig, da sich die spd hier von der regierung wenig abgrenzt. dass du eher pauschalisierst, sieht man auch an deiner aussage bzgl der koalitionsfähigeit der linken. denn genau darum geht es mitunter gerade. reformer (inklusive gysi) werden von erzlinken aus dem westen für ihre koalitionsbereitschaft gerügt. du hast deine ahnungslosigkeit somit recht einfach enttarnt. und die transaktionssteuer wird hauptsächlich von spd/grünen/union hochgehalten, von der linkenspitze hab ich da schon länger nichts mehr gehört. jedenfalls kam es mir auf diese steuer auch gar nicht an, denn die geht am eigentlichen problem vorbei.

          @jp: "die inhalte, für die seine linken stehen" --> weiß jetzt nicht so sehr was du damit meinst. meine erfahrung ist, dass leute wie gysi und wagenknecht als so gut wie einzige dinge nüchtern von außen ansprechen. btw: banken scheitern zu lassen und kredit über institute mit öffentlicher eignerstruktur bereitzustellen sind keine linken ideen, sondern ökonomisch schlicht sinnvoll und sogar kapitalistisch. außerdem hat sich gysi immer wieder auf das grundgesetz gestützt. und jeder der zb. den esm vertrag mal gelesen hat, wird kapieren, dass es hier nicht um linke propaganda geht, sondern um grundrechte und völkerstaatliche souveränität.

          bin mal gespannt auf weitere hasskommentare, wobei ich den thread ja hauptsächlich eröffnet hab um die einschätzungen von anderen zu lesen, wie es mit der partei weitergeht.

          @gerdi: lol. ok, ich sollte es präzisieren: von den werten her bin ich eher christlich und familiär geprägt. somit gefällt mir die 'traditionelle' egalisierungstendenz unter vielen linken nicht (zb. rollenverständnis, genderdebatte, gesamtschulen, allgemein eine 'humanistische' herangehensweise). ich würde auch sowas wie ein kitazwang als graus empfinden und eine höhere einkommenssteuer für besserverdiener finde ich auch blöd. freiheit ist mir wichtig. auch was unternehmerische freiheit angeht. somit bin ich gegen starke eingriffe und regularien, die letztenendes den effekt haben, dass sie den mittelstand beseitigen. was ich jetzt eben gutheiße bei den linken, ist, dass in der debatte bzgl. der europäischen makroumgebung (sprich eurokrise) leute wie gysi und wagenknecht mitunter ein monopol auf bodenständigkeit zu haben scheinen. sie sind imo fast die einzigen politiker, die die probleme erkannt haben. vielleicht ist es auch einfach nur das versagen der anderen, das mich zu diesem schluss führt.

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            #6
            Zitat von EinMalig
            Die Linke und Gysi sind halt zum großen Teil so unnötig da nie eine Partei mit ihnen koalieren wird.

            Zitat von lewis
            besonders was europäische finanzpolitik angeht, sehe ich bei der linkspartei quasi als einziges eine vernüftige und kritische auseinandersetzung, während die restlichen fraktionen nur durch einheitsbrei von sich sprechen machen (blockparteien).
            Die Linke betreibt als Opposition einfach nur puren Populismus. Sie behauptet Sachen erkannt zu haben die schon seit Jahren bekannt sind wie bspw.die Transfersteuer. Sie ruft die Transfersteuer in die Menge aber wenn man London anspricht wird herr Gysi immer ziemlich leise :)
            .
            der einzige populist bist du :D dass du zudem behauptest, eine opposition sei unwichtig... alter ouch! und eine spaltung kann man der linken (fast) wünschen. sie würde auf jeden fall einiges an glaubwürdigkeit gewinnen.

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              #7
              @Lewis: ... ich glaube du verkennst ein wenig die Botschaft meines Posts, denn das sollte keineswegs ein Hasskommentar gegen die Linken sein (Weiß nicht, warum man immer als Hater abgestempelt wird aber das muss wohl so sein in polt. Diskussionen.)

              Wenn du nochmal liest wirst du erkennen, dass ich von den Inhalten der Linken als Partei gesprochen habe, du wiederrum argumentierst mit einer allein von Gregor Gysi gehaltenen Rede vor dem Bundestag, die sich wie du schon richtig erkannt hast mit dem Dt. GG beschäftig aber seit wann ist das GG in irgendeiner Form Teil des Linken Parteiprogramms? Wenn man sich mit den Inhalten einer Partei beschäftigt reicht es nicht sie auf einige getätigte Aussagen (Die ja meinetwegen sogar richtig sein können) in puncto Europäischer Finanzpolitik zu reduzieren, denn die Linke steht für weit mehr als das und es ist nun mal ein Faktum, dass bisher jede andere Partei es abgelehnt hat mit den Linken auf Bundesebene in einer Regierung zusammenzuarbeiten, da diese einfach Vorstellungen haben die bei der momentanen Haushaltslage nicht realisierbar sind.

              Du hast die ganze Sache zwar sehr schön umschrieben, aber plump gesagt handelt es sich bei den linken Forderungen um Teilverstaatlichungen von systemrelevanten Banken ... diese auch von den Linken erkannte Systemrelevanz der Banken ist übrigens auch ein interessantes Stichwort, denn die Banken die sie pleite gehen lassen wollten bzw. nicht mir Krediten auffangen wollten sind eben solche "systemrelevanten" Banken (Eine Verstaatlichung ist auf Grund der dt. Rechtslage zu dem Zeitpunkt des Bankenrettungsschirms einfach keine effiziente Methode gewesen, da ein solcher Prozess viel zu langwierig gewesen wäre um irgendein Signal an die Finanzmärkte zu senden)

              Eine Transaktionssteuer ist nur sinnvoll wenn sie im gesamten Europäischen Währungsraum gleichgeschaltet wird ... also wird dafür praktisch eine Insititution benötigt (EU), gegen die sich einige Teile der Linken schon seit Jahren in Stellung gebracht haben.

              B2t: Deine viel genannte Sahra Wagenknecht hat im übrigen einen sehr schweren Stand innerhalb der linken und das vor allem auf Grund ihrer Mitgliedschaft in der kommunistischen Plattform die öfters mal für ein wenig Aufsehen gesorgt hat. Allein ihrer Werte bei der letzten Stellvtr. Wahl zeigen, dass sie eigtl. nicht geeignet ist um die Partei zu einen und auf einen gemeinsamen Kurs zu bringen.

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                #8
                http://www.spiegel.de/politik/deutschland/katja-kipping-ist-neue-linken-chefin-a-836667.html

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                  #9
                  Die Linke sind so krass hinter jeglicher Zeit. Habe mit einigen Ortsverbänden zu tun gehabt (als Ex-Pirat). Natürlich darf man das nicht verallgemeinern, aber die Ortverbände tragen die selben Namen (weil obv selbe Partei). Ich hab bisher nur asoziales Pack kennengelernt. Bin aus diesem Grund auch aus der PP wieder ausgetreten, weil sich in meinem Ortverband der Abschaum der Gesellschaft angesammlt hatte.

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                    #10
                    Sollten sich auf jeden Fall trennen.
                    Ultra-konservative Partei im Osten und anti-alles hipster Partei im Westen. Passt nicht zusammen und hat noch nie zusammengepasst.

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                      #11
                      Eine radikale Partei weniger. Also nur zu hoffen dass die Partei endgültig abschmiert.

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                        #12
                        Zitat von SeekingAlpha
                        spd und linke sollten fusionieren. vorschläge für namen?
                        Stimmt, die Linke ist ja auch bekannter Befürworter von Hartz4 und der Agenda2010, da bietet sich sowas natürlich an..
                        Leute wie Bartsch, Ramelow und Gysi können von mir aus gerne in die SPD eintreten, biedern sich eh immer mehr deren Kurs an.
                        Naja, bin nun erstmal froh, dass es nicht Bartsch geworden ist, Riexinger dagegen scheint mir ein sympathischer Kerl mit vertretbaren Ansichten zu sein.
                        Hoffe die ganze Führungsdebatte ist nun erstmal erledigt und die Partei kümmert sich nun mal wieder mehr um das Politische (kann ja irgendwie nicht sein, dass der Kapitalismus sich in einer seiner größten Krisen befindet und die Linke das nicht nutzt).
                        Und was hier immer von radikal geredet wird.. radikal ist der Kapitalismus in seiner Menschenverachtung und Ausbeutermentalität, und diesen Umstand nicht einfach hinzunehmen und stattdessen über Alternativen nachzudenken ist einfach nur logisch.
                        Naja, mama und papa wohl auch immer schön cdu gewählt.. ;x

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                          #13
                          Spoiler: 
                          Zitat von kHauser
                          Zitat von SeekingAlpha
                          spd und linke sollten fusionieren. vorschläge für namen?
                          Stimmt, die Linke ist ja auch bekannter Befürworter von Hartz4 und der Agenda2010, da bietet sich sowas natürlich an..
                          Leute wie Bartsch, Ramelow und Gysi können von mir aus gerne in die SPD eintreten, biedern sich eh immer mehr deren Kurs an.
                          Naja, bin nun erstmal froh, dass es nicht Bartsch geworden ist, Riexinger dagegen scheint mir ein sympathischer Kerl mit vertretbaren Ansichten zu sein.
                          Hoffe die ganze Führungsdebatte ist nun erstmal erledigt und die Partei kümmert sich nun mal wieder mehr um das Politische (kann ja irgendwie nicht sein, dass der Kapitalismus sich in einer seiner größten Krisen befindet und die Linke das nicht nutzt).
                          Und was hier immer von radikal geredet wird.. radikal ist der Kapitalismus in seiner Menschenverachtung und Ausbeutermentalität, und diesen Umstand nicht einfach hinzunehmen und stattdessen über Alternativen nachzudenken ist einfach nur logisch.
                          Naja, mama und papa wohl auch immer schön cdu gewählt.. ;x


                          Das ist leider das peinlichste überhaupt an der sog. Linkspartei. Der Kapitalismus befindet sich in einer der größten Krisen und was kommt als Gegenvorschlag von denen die angeblich die Systemfrage stellen? Im großen und ganzen Staatssozialismus, der dann immer fein verhüllt wird unter so Begriffen wie "demokratischer Sozialismus"(etwas das kontur- und inhaltsloser nicht sein könnte, trotz mehr als 20-jähriger Nach-Mauerfall-Geschichte). Wer die Systemfrage stellt, sollte wenigstens ein Mindestmaß an Antworten bereithalten.
                          Aber das ist halt das Los der Radikalen. Die radikal wirtschaftsliberalen halten unbeirrt daran fest, dass der Staat an allem schuld ist und die radikal linken weinen im Prinzip dem Stalinismus hinterher. Erkennen, dass beide Ideen völlig diskreditiert sind, will und wird niemand dort.

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                            #14
                            Zitat von ceNa
                            Zitat von Dray
                            Die radikal wirtschaftsliberalen halten unbeirrt daran fest, dass der Staat an allem schuld
                            Und wer steht für den radikalen Wirtschaftsliberalismus?
                            In meinem Wahrnehmungsbereich glücklicherweise nur noch Teile der FAZ-Redaktion und der Republikaner.

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                              #15
                              Zitat von kHauser
                              Zitat von SeekingAlpha
                              spd und linke sollten fusionieren. vorschläge für namen?
                              Stimmt, die Linke ist ja auch bekannter Befürworter von Hartz4 und der Agenda2010, da bietet sich sowas natürlich an..
                              Leute wie Bartsch, Ramelow und Gysi können von mir aus gerne in die SPD eintreten, biedern sich eh immer mehr deren Kurs an.
                              Naja, bin nun erstmal froh, dass es nicht Bartsch geworden ist, Riexinger dagegen scheint mir ein sympathischer Kerl mit vertretbaren Ansichten zu sein.
                              Hoffe die ganze Führungsdebatte ist nun erstmal erledigt und die Partei kümmert sich nun mal wieder mehr um das Politische (kann ja irgendwie nicht sein, dass der Kapitalismus sich in einer seiner größten Krisen befindet und die Linke das nicht nutzt).
                              Und was hier immer von radikal geredet wird.. radikal ist der Kapitalismus in seiner Menschenverachtung und Ausbeutermentalität, und diesen Umstand nicht einfach hinzunehmen und stattdessen über Alternativen nachzudenken ist einfach nur logisch.
                              Naja, mama und papa wohl auch immer schön cdu gewählt.. ;x
                              bitte im 21. Jahrhundert ankommen, ciao

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