Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

GEZ ab 2013

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von Fallon
    Zitat von Kante
    Zitat von BlakeGriffin32
    Zitat von Kante
    was will ich mit tatort zdf neo oder son quatsch? das kann man sich alles im internet selbst raussuchen, wenn man sich dafür interessiert. bei den ÖR gibt es einfach noch viel zu viel müll.
    hab seit 1 jahr mittlerweile kein TV-empfang mehr, weil ich diesen ganzen schrott eh net mehr sehen will. alles was ich will, findet man auch im inet.
    Also hast du kein Spiel der deutschen N11 bei der EM gesehen?

    Oder keinmal bei Olympia in London reingeschaltet?

    Keinmal die BuLi oder CL bei ARD/ZDF geschaut?

    wers glaubt..

    ganz recht...genau son schrott habe ich net gesehen...rundballtreten kann ich net leiden, olympia is gähn und was weiß ich was da noch fürn rotz ist.
    Und wo suchst du dir das alles im Internet selber raus? Ich hoffe nicht in der Mediathek :D
    ich suche mir das raus, was mich interessiert. dazu gehören meist nur vernünftig geschriebene texte und american football. das wars...

    Kommentar


      Zitat von Nichtversetzt
      Und zu guter Letzt halte ich das ÖR-Modell mittlerweile für überholt. Die Zeiten, in den tatsächlich Bedarf an einem auf diesem Wege gesicherten, "neutralen" Informationskanal besteht, sind vorbei. Die ÖR hatten ihre Daseinsberechtigung, aber mittlerweile sind sie ein klobiges Relikt vergangener Zeiten.
      Naja, schau mal über den großen Teich. Die großen Sender wie CNN, Fox etc sind bei z.b Präsidentschaftswahlen oder politischen Themen nicht umbedingt neutral und wirklich unabhängig, da lob ich mir ARD u. ZDF. Wobei das vllt ein amerikanisches Problem ist :D

      Kommentar


        Zitat von BlakeGriffin32
        Zitat von Nichtversetzt
        Und zu guter Letzt halte ich das ÖR-Modell mittlerweile für überholt. Die Zeiten, in den tatsächlich Bedarf an einem auf diesem Wege gesicherten, "neutralen" Informationskanal besteht, sind vorbei. Die ÖR hatten ihre Daseinsberechtigung, aber mittlerweile sind sie ein klobiges Relikt vergangener Zeiten.
        Naja, schau mal über den großen Teich. Die großen Sender wie CNN, Fox etc sind bei z.b Präsidentschaftswahlen oder politischen Themen nicht umbedingt neutral und wirklich unabhängig, da lob ich mir ARD u. ZDF. Wobei das vllt ein amerikanisches Problem ist :D
        Wenn man sich mal anschaut, wer bei ARD und ZDF in den Fernseh- und Verwaltungsräten sitzt, dann kann von "neutral" und "unabhängig" keine Rede sein ;)

        Kommentar


          Mal eine Frage: Kann man den Beitrag unter vorbehalt zahlen und dann bei erfolgreichen Klagen zurückverlangen?!

          Kommentar


            Zitat von gerdikurt
            Hat ja auch niemand gesagt.Der Fernsehanschluss ist eine Grundversorgung.Und Musikantenstadl ist Teil eines Angebots, das immerhin Einschaltquoten von ~20% hat, obs DIR oder MIR gefällt oder nicht.
            Sicherlich können meine Präferenzen nicht entscheidend dafür sein, was gesendet wird. Aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass man sich darüber nicht trotzdem Gedanken machen sollte - und vor allem auch kann. Und mal ganz basal würde ich sagen: Grundvorsorgung meint vor dem Hintergrund, vor dem die ÖR entstanden sind und sich die Gebühr auch rechtfertigt, in erster Linie Demokratiebildung und politische Bildung im Allgemeinen. Dazu gehören auch Nachrichten aller Art. Was aber weniger dazugehört, ist Unterhaltung. Ich sehe nicht, weshalb das Teil der Grundversorgung sein soll - weder demokratietheoretisch noch praktisch mit Blick auf das restliche (Über-)Angebot.
            Dabei geht es nicht um meinen persönlichen Geschmack - von mir aus können auch erzkonservative Sendungen Teil des Programms sein.
            Und dass die Quote nun gerade nicht das schlagende Argument sein sollte, habe ich ja schon weiter unten in meinem Post geschildert. Nach meinem Verständnis besteht die Aufgabe der ÖR darin, uns zu mündigen, informierten Bürgern zu machen, wenn wir keine anderen Möglichkeiten mehr dazu haben. Und mittlerweile haben wir die, und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern.
            Zitat von BlakeGriffin32
            Naja, schau mal über den großen Teich. Die großen Sender wie CNN, Fox etc sind bei z.b Präsidentschaftswahlen oder politischen Themen nicht umbedingt neutral und wirklich unabhängig, da lob ich mir ARD u. ZDF. Wobei das vllt ein amerikanisches Problem ist :D
            Ich will hier kein neues Fass aufmachen. Aber ÖR sind in spezifischen Situationen sinnvoll, in anderen halt nicht. Es gibt da keine Universalantwort. So, wie sie in De mal sinnvoll waren, es heute aber nicht mehr sind, weil sie die Medienlandschaft gewandelt hat.

            Kommentar


              Die Medienlandschaft hat sich stark verändert seit der Einführung der ÖR-Sender. Richtig. Aber wenn ich mir diese Veränderungen anschaue, dann sehe ich vielmehr Gründe dafür, den ÖR zu erhalten.

              Seit den 50er Jahren bis heute zeichnet sich die Medienlandschaft durch Monopolisierung aus - oder Oligarchierung, darüber können sich die WiWis streiten. Jedenfalls wird der Medienmarkt von wenigen Konzernen aufgeteilt: Springer und Bertelsmann.

              Da bin ich ehrlich gesagt froh, dass es den ÖR gibt, allein deshalb, weil er die Vielfalt der Meinungen erweitert. Wenn ich mir eine deutsche Medienlandschaft ohne den ÖR vorstelle, sehe ich nur erzkonversative Blätter von Springer, die einerseits dem Pöbel vorgaukeln, auf deren Seite zu sein, und andererseits eine Politik vertreten, die an den Interesssen des Großteils der Bevölkerung vorbeigeht. Dazu gesellen sich Schund-TV-Formate von Bertelsmanns Tochter.

              Ne bessere Medienlandschaft hätte sich Göbbels nicht vorstellen können. Ideale Bedingungen für ein verdummtes, unmündiges Volk. Die restlichen, die noch zu Kritik an gesellschaftlichen Entscheidungsträgern fähig sind, sind gutsituierte Akademiker. Ist das ein erstrebenswertes Szenario?

              Dass mit der Unterhaltung ist so ein Ding. Nur mit Nachrichten, Reportagen und Dokus erreichst du halt keine Leute. Und was nützt dir Europas größtes Korrespondentennetz (ZDF!), wenn es keiner schaut.

              Bisher wurde versucht über (teils kostspielige) TV-Formate Zuschauer bei den ÖR zu binden. Damit nämlich die Programme, die "bilden", noch geschaut werden.

              Vergleich doch mal RTL aktuell / RTL2 News usw. mit ZDF heute oder der tagesschau. Dazwischen liegen Lichtjahre an journalistischer Qualität. Das sollte dem durchschnittlichen RM-User auffallen. Nur leider interessiert das den Pöbel eben nicht.

              Ja, 18€ sind scheiße viel Geld. Ich bin als Studienkreditnehmer genau die Arschgruppe, die einerseits keine Zeit hat das Geld durch eigene Kraft zu erwirtschaften, aber andererseits prozentual einen großen Anteil des monatlich verfügbaren "Vermögens" (= Schulden) abdrücken darf.

              Ich mach's auch nicht gern. Ich fände ein besseres Programm auch sinnvoll. Transparenz auch außerhalb des Rundfunk- und Verwaltungsrates. Das sind alles Dinge, die die aktuelle GEZ-Diskussion befeuern. Aber bitte: Das sind Dinge, die nach einer Reform des ÖR rufen und nicht nach einer Abschaffung.

              €: Oh Gott, ich kling schon wie ein Linker. -.-

              Kommentar


                Spoiler: 
                Zitat von p_nut
                Die Medienlandschaft hat sich stark verändert seit der Einführung der ÖR-Sender. Richtig. Aber wenn ich mir diese Veränderungen anschaue, dann sehe ich vielmehr Gründe dafür, den ÖR zu erhalten.

                Seit den 50er Jahren bis heute zeichnet sich die Medienlandschaft durch Monopolisierung aus - oder Oligarchierung, darüber können sich die WiWis streiten. Jedenfalls wird der Medienmarkt von wenigen Konzernen aufgeteilt: Springer und Bertelsmann.

                Da bin ich ehrlich gesagt froh, dass es den ÖR gibt, allein deshalb, weil er die Vielfalt der Meinungen erweitert. Wenn ich mir eine deutsche Medienlandschaft ohne den ÖR vorstelle, sehe ich nur erzkonversative Blätter von Springer, die einerseits dem Pöbel vorgaukeln, auf deren Seite zu sein, und andererseits eine Politik vertreten, die an den Interesssen des Großteils der Bevölkerung vorbeigeht. Dazu gesellen sich Schund-TV-Formate von Bertelsmanns Tochter.

                Ne bessere Medienlandschaft hätte sich Göbbels nicht vorstellen können. Ideale Bedingungen für ein verdummtes, unmündiges Volk. Die restlichen, die noch zu Kritik an gesellschaftlichen Entscheidungsträgern fähig sind, sind gutsituierte Akademiker. Ist das ein erstrebenswertes Szenario?

                Dass mit der Unterhaltung ist so ein Ding. Nur mit Nachrichten, Reportagen und Dokus erreichst du halt keine Leute. Und was nützt dir Europas größtes Korrespondentennetz (ZDF!), wenn es keiner schaut.

                Bisher wurde versucht über (teils kostspielige) TV-Formate Zuschauer bei den ÖR zu binden. Damit nämlich die Programme, die "bilden", noch geschaut werden.

                Vergleich doch mal RTL aktuell / RTL2 News usw. mit ZDF heute oder der tagesschau. Dazwischen liegen Lichtjahre an journalistischer Qualität. Das sollte dem durchschnittlichen RM-User auffallen. Nur leider interessiert das den Pöbel eben nicht.

                Ja, 18€ sind scheiße viel Geld. Ich bin als Studienkreditnehmer genau die Arschgruppe, die einerseits keine Zeit hat das Geld durch eigene Kraft zu erwirtschaften, aber andererseits prozentual einen großen Anteil des monatlich verfügbaren "Vermögens" (= Schulden) abdrücken darf.

                Ich mach's auch nicht gern. Ich fände ein besseres Programm auch sinnvoll. Transparenz auch außerhalb des Rundfunk- und Verwaltungsrates. Das sind alles Dinge, die die aktuelle GEZ-Diskussion befeuern. Aber bitte: Das sind Dinge, die nach einer Reform des ÖR rufen und nicht nach einer Abschaffung.

                €: Oh Gott, ich kling schon wie ein Linker. -.-


                kann man nur so unterschreiben

                Kommentar


                  hab freitag ein gez brief bekommen ...

                  Kommentar


                    Zitat von sneaks0n
                    Gibts irgendwo schon Berichte, die das mit dem Bafög thematisieren? Oder Klagen? Finds ne Frechheit, 18€/Monat blechen zu müssen, nur weil ich KEINE staatliche Unterstützung bekomme....
                    this !

                    Kommentar


                      Zitat von p_nut
                      Seit den 50er Jahren bis heute zeichnet sich die Medienlandschaft durch Monopolisierung aus - oder Oligarchierung, darüber können sich die WiWis streiten. Jedenfalls wird der Medienmarkt von wenigen Konzernen aufgeteilt: Springer und Bertelsmann.
                      Daneben unzählige Zeitungen und Internetangebote.
                      Ne bessere Medienlandschaft hätte sich Göbbels nicht vorstellen können. Ideale Bedingungen für ein verdummtes, unmündiges Volk. Die restlichen, die noch zu Kritik an gesellschaftlichen Entscheidungsträgern fähig sind, sind gutsituierte Akademiker. Ist das ein erstrebenswertes Szenario?
                      Das halte ich für Unsinn. Alle schimpfen auf das verdummte, fernsehhörige Volk, nur dazu zählt sich irgendwie keiner. Zufall?
                      Dass mit der Unterhaltung ist so ein Ding. Nur mit Nachrichten, Reportagen und Dokus erreichst du halt keine Leute. Und was nützt dir Europas größtes Korrespondentennetz (ZDF!), wenn es keiner schaut.
                      Bisher wurde versucht über (teils kostspielige) TV-Formate Zuschauer bei den ÖR zu binden. Damit nämlich die Programme, die "bilden", noch geschaut werden
                      Ich glaube nicht an diesen Zusammenhang. Wer zu Musikantenstadl einschaltet, wird nicht viel von den Nachrichten mitbekommen.

                      Kommentar


                        Zitat von BlakeGriffin32
                        Zitat von Nichtversetzt
                        Und zu guter Letzt halte ich das ÖR-Modell mittlerweile für überholt. Die Zeiten, in den tatsächlich Bedarf an einem auf diesem Wege gesicherten, "neutralen" Informationskanal besteht, sind vorbei. Die ÖR hatten ihre Daseinsberechtigung, aber mittlerweile sind sie ein klobiges Relikt vergangener Zeiten.
                        Naja, schau mal über den großen Teich. Die großen Sender wie CNN, Fox etc sind bei z.b Präsidentschaftswahlen oder politischen Themen nicht umbedingt neutral und wirklich unabhängig, da lob ich mir ARD u. ZDF. Wobei das vllt ein amerikanisches Problem ist :D
                        wtf? ARD und ZDF also unabhängig und neutral ? ... schöne welt in der du lebst

                        Kommentar


                          edit
                          falsch gelesen

                          Kommentar


                            Zitat von Nichtversetzt
                            Zitat von p_nut
                            Seit den 50er Jahren bis heute zeichnet sich die Medienlandschaft durch Monopolisierung aus - oder Oligarchierung, darüber können sich die WiWis streiten. Jedenfalls wird der Medienmarkt von wenigen Konzernen aufgeteilt: Springer und Bertelsmann.
                            Daneben unzählige Zeitungen und Internetangebote.
                            Ja, na klar habe ich zugespitzt. Neben Springer gibt es natürlich noch andere Verlage. Die haben aber meist nur eine überregionale Zeitung oder Zeitschrift mit Schwerpunkt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft im Portfolio: Holtzbrinck, DuMont, WAZ, sowie die halbwegs unabhängigen Spiegel und FAZ.

                            Springer hat:
                            - Welt, Welt kompakt, WamS
                            - Bild, BamS
                            - Hamburger Abendblatt
                            - B.Z.

                            Ich finde schon, dass das ne nette Meinungsmacht ist. Da reden wir aber ausschließlich über Print-Produkte. Reden wir über den Rundfunk:

                            ProsiebenSat1-Media:
                            - Prosieben
                            - Sat1
                            - sixx
                            - Kabeleins

                            RTL Group:
                            - RTL
                            - RTL2
                            - SuperRTL
                            - VOX
                            - n-tv

                            Damit hätten wir mit zwei großen Konzernen den wesentlichen privaten Rundfunk im Fernsehen abgedeckt. Die RTL Group gehört, wie schon beschrieben, zu Bertelsmann. Bertelsmann wiederum besitzt daneben Grunder+Jahr, die auch ne Menge Printprodukte abdecken.

                            Soviel zum Thema Meinungsvielfalt.


                            Zitat von Nichtversetzt
                            Zitat von p_nut
                            Ne bessere Medienlandschaft hätte sich Göbbels nicht vorstellen können. Ideale Bedingungen für ein verdummtes, unmündiges Volk. Die restlichen, die noch zu Kritik an gesellschaftlichen Entscheidungsträgern fähig sind, sind gutsituierte Akademiker. Ist das ein erstrebenswertes Szenario?
                            Das halte ich für Unsinn. Alle schimpfen auf das verdummte, fernsehhörige Volk, nur dazu zählt sich irgendwie keiner. Zufall?
                            Ich sage ja nicht, dass Fernsehen dumm macht. Ich sage, dass durch die Medienkonzentration die Meinungsvielfalt verloren geht und damit der Bürger ein Stück weit Mündigkeit verliert. Aber bitte ja, dreh mir das Wort im Munde herum.

                            Wo wenn nicht aus dem Fernsehen soll denn die breite Masse noch Informationen herholen? Zeitungen kann sich kein Geringverdiener mit 2000 Brutto im Monat leisten. Von Hartz4-Empfängern brauchen wir nicht reden.

                            Aus dem Internet? Ich bitte dich. Der durchschnittliche Hartz4-Empfänger (der in das soziale Milieu hineingeboren wurde) zieht sich seine täglichen Nachrichten bei gmx.de oder web.de rein, bestenfalls bei bild.de - womit wir wieder oben wären.


                            Zitat von Nichtversetzt
                            Zitat von p_nut
                            Dass mit der Unterhaltung ist so ein Ding. Nur mit Nachrichten, Reportagen und Dokus erreichst du halt keine Leute. Und was nützt dir Europas größtes Korrespondentennetz (ZDF!), wenn es keiner schaut.
                            Bisher wurde versucht über (teils kostspielige) TV-Formate Zuschauer bei den ÖR zu binden. Damit nämlich die Programme, die "bilden", noch geschaut werden
                            Ich glaube nicht an diesen Zusammenhang. Wer zu Musikantenstadl einschaltet, wird nicht viel von den Nachrichten mitbekommen.
                            Schön, dass du nicht dran glaubst. Den Zusammenhang sehen aber nunmal ZDF und ARD und fühlen sich durch Studien bestätigt. Ob das Konzept funktioniert, das wage ich auch zu bezweifeln.

                            Kommentar


                              Zitat von XantoR
                              Spoiler: 
                              Zitat von p_nut
                              Zitat von Nichtversetzt
                              Zitat von p_nut
                              Seit den 50er Jahren bis heute zeichnet sich die Medienlandschaft durch Monopolisierung aus - oder Oligarchierung, darüber können sich die WiWis streiten. Jedenfalls wird der Medienmarkt von wenigen Konzernen aufgeteilt: Springer und Bertelsmann.
                              Daneben unzählige Zeitungen und Internetangebote.



                              Zitat von Nichtversetzt
                              Zitat von p_nut
                              Ne bessere Medienlandschaft hätte sich Göbbels nicht vorstellen können. Ideale Bedingungen für ein verdummtes, unmündiges Volk. Die restlichen, die noch zu Kritik an gesellschaftlichen Entscheidungsträgern fähig sind, sind gutsituierte Akademiker. Ist das ein erstrebenswertes Szenario?
                              Das halte ich für Unsinn. Alle schimpfen auf das verdummte, fernsehhörige Volk, nur dazu zählt sich irgendwie keiner. Zufall?
                              Ich sage ja nicht, dass Fernsehen dumm macht. Ich sage, dass durch die Medienkonzentration die Meinungsvielfalt verloren geht und damit der Bürger ein Stück weit Mündigkeit verliert. Aber bitte ja, dreh mir das Wort im Munde herum.

                              Wo wenn nicht aus dem Fernsehen soll denn die breite Masse noch Informationen herholen? Zeitungen kann sich kein Geringverdiener mit 2000 Brutto im Monat leisten. Von Hartz4-Empfängern brauchen wir nicht reden.

                              Aus dem Internet? Ich bitte dich. Der durchschnittliche Hartz4-Empfänger (der in das soziale Milieu hineingeboren wurde) zieht sich seine täglichen Nachrichten bei gmx.de oder web.de rein, bestenfalls bei bild.de - womit wir wieder oben wären.


                              Zitat von Nichtversetzt
                              Zitat von p_nut
                              Dass mit der Unterhaltung ist so ein Ding. Nur mit Nachrichten, Reportagen und Dokus erreichst du halt keine Leute. Und was nützt dir Europas größtes Korrespondentennetz (ZDF!), wenn es keiner schaut.
                              Bisher wurde versucht über (teils kostspielige) TV-Formate Zuschauer bei den ÖR zu binden. Damit nämlich die Programme, die "bilden", noch geschaut werden
                              Ich glaube nicht an diesen Zusammenhang. Wer zu Musikantenstadl einschaltet, wird nicht viel von den Nachrichten mitbekommen.
                              Schön, dass du nicht dran glaubst. Den Zusammenhang sehen aber nunmal ZDF und ARD und fühlen sich durch Studien bestätigt. Ob das Konzept funktioniert, das wage ich auch zu bezweifeln.
                              ernst gemeint?

                              Ja. Worauf stützt sich meine These? Ich betreue zur Zeit ein Modellprojekt im Medienbereich, das als Zielgruppe Geringverdiener und Hartz4-Empfänger hat. Das ganze wird wissenschaftlich begleitet von der Komm.-Wissenschaft an der Uni Leipzig.

                              Das Mediennutzungsverhalten der Zielgruppe wurde in der Initialstudie untersucht und genau das ist das Ergebnis. Ich finde, dass das auch wenig überraschend ist. Die Studie kann ich nicht verlinken, weil sie erst als Gesamtstudie am Ende des Projekts veröffentlicht wird (ca. September 2013).

                              €: Worauf ich mit meinem Wall-of-Text oben eigentlich hinaus will: Wir sitzen hier an unseren tollen Computern und reden über den Rundfunk.

                              Wer bei unserer Diskussion nicht mitredet, sind die Dauer-Geringverdiener und die Dauer-ALG2-Empfänger, dazu können wir dann noch die Mindestrentenbezieher und sonstige Sozialausgleichsempfänger dazurechnen. Und die sind kein geringer Teil der Bevölkerung, an den wir ruhig mitdenken können. ;)

                              @Xantor: Dann rechne mal aus, wieviel bei 2000€ Brutto übrig bleibt.

                              Kommentar


                                Das ändert nichts daran, dass die knapp 18€ im Monat zu viel sind. ÖR ok, aber nicht so wie es aktuell ist. Sollen Sie halt eine richtige Steuer einführen und den Etat schön kürzen.

                                Und das die ÖR neutral sind, stimmt halt auch nicht. Sowie die Medien Pro7+RTL etc uns manipulieren können, können das auch ARD/ZDF. Wer hockt denn da in den Aufsichtsräten etc.? die Politiker, wer sonst..

                                Bin nicht gegen ÖR, aber gegen diesen aufgeblähten Verein, genauso wie es die Politik ist...alles die selben drecks bobs.

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X