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Haben wir verlernt das leben zu genießen?

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    Haben wir verlernt das leben zu genießen?

    Ein denkwürdiger Verbund aus Neoliberalismus, Idealismus, Postmoderne, Political Correctness und Gesundheitsterrorismus habe die wichtigste philosophische Frage überhaupt, nämlich die nach dem guten Leben, praktisch unstellbar gemacht, schreibt der Wiener Philosoph und Kulturtheoretiker Robert Pfaller in seinem viel beachteten Buch "Wofür es sich lohnt, zu leben".
    "Wir mäßigen uns maßlos. Das ist das Merkmal unserer Epoche, ihr Krankheitssymptom. Statt zu fragen, wofür wie leben, fragen wir uns nur noch, wie wir möglichst lange leben." Der Rausch, der Exzess, die rituelle Ausschreitung blieben bei diesem ökonomistischen Ansatz auf der Strecke – und oft genug sogar der Sinn für die kleinen Freuden: mit Freunden ein Bier trinken, in einem zärtlichen Moment die Aussicht genießen, beim Kaffee eine Zigarette rauchen, Ballspielen an einem Sommerabend.
    Zu einem ähnlichen Befund kommt die Studie "Die Unfähigkeit zu genießen – die Deutschen und der Genuss" des Instituts Rheingold Salon. Im Auftrag von Diageo und Pernod Ricard untersuchten die Kölner in einer repräsentativen Umfrage und 60 tiefenpsychologischen Gesprächen, wie es um die Genussfähigkeit der Deutschen bestellt ist.

    Wie steht ihr zu dem Thema? Könnt ihr euer Leben genießen bzw. gebt ihr alles um jeden Tag so zu leben als wäre es euer letzter? Oder seid ihr mehr so die "vorsichte" Sorte die mit gefährliche Momenten und gesundheitsgefährdenden mitteln wie Alkohol, THC, Zigaretten nicht in Kontakt kommen wollt? Strebt ihr bedingungslos berufliche Ziele an auch wenn ihr euch von ein großen teil eures einmaligen lebens verabschieden müsst (nach dem motto 500.000 im jahr dafür aber keine Freizeit) oder setzt ihr da Grenzen?
    welt.de

    #2
    studien, die die welt nicht braucht

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      #3
      Viel lernen = Guten Abschluss = Gutes Studium = Guten Job = Mass Money = Mass Bitches -> Leben genossen

      Das streben alle coolen Kids an also ist der Thread beantwortet.

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        #4
        Ich sehe eher das genaue Gegenteil. Der Exzess findet an allen Ecken und Enden statt. Exzess beim Lernen, Exzess beim Trinken, Exzess beim Sport. Anstatt uns zu mäßigen, wie diese Studie herausgefunden haben will, füllen wir unsere Terminpläne mit den vollen 24 Stunden des Tages und bedauern insgeheim nicht 30 zur Verfügung zu haben.

        Dass die Forscher zu diesen Ergebnissen gekommen sein wollen verdeutlicht nur, dass das Pferd immer noch von Hinten aufgezäunt und noch immer zu wenig hinterfragt wird. Man deutet hier Symptome. Man deutet sie falsch. Und das Schlimmste: Man scheint sie nicht zu hinterfragen.

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          #5
          Also ich hab kein Problem damit, das Leben zu genießen. Ist mir auch reichlich Latte, wenn ein Gutteil der Menschen das laut Studie heutzutage anders sieht. Ist doch nicht mein Bier?

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            #6
            Zitat von SL Benzer und so
            studien, die die welt nicht braucht
            doch, die wird doch sonst nicht voll? :)

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              #7
              Ja sehe ich auch so.
              Seitdem es Computer gibts, geht es bergab mit "Leben genießen". Insbesondere die letzten 10Jahren.

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                #8
                unabhängig vom thema:

                [image]http://www.welt.de/img/bildergalerien/origs106380908/1149724472-w900-h600/title.jpg[/image]

                die linke würde ich gerne mal knallen


                ok zum thema:

                stimme ollie zu.
                bei uns geht es eigentlich nur noch ums optimieren. heute will man alles haben.
                top social life, top gehalt, top aussehen etc. das bringt uns natürlich in probleme.
                kaum einer will dieses leben, aber wer nicht mitspielt zieht idr den kürzeren.

                e: ich sehe das zum teil an einem bsp:

                vor 4-5 jahren war ich noch der einzige im freundeskreis, der gepumpt hat.
                heute pumpt irgendwie jeder 2te und will einen guten körper haben.
                um heute irgendwas bei chicks zu reißen muss man zwangsläufig was machen (zumindet denkt man es)

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                  #9
                  Mein wirkliches "Genußmittel" ist einfach alleine zu sein. Mit niemanden zu reden, niemanden zu sehen und einfach nur meine Ruhe zu haben. Entspannung pur.

                  Es ist irgendwie meine "Belohnung" dafür, Arbeiten zu gehen und alle anderen Sachen gemacht zu haben die zu machen sind. (Todesfauler Mensch des todes)

                  Ich werde auch bestimmt nicht etwas nicht machen nur um Möglichst lange zu Leben, das möchte ich auch gar nicht. Habe relativ viel mit alten Menschen zu tun und wenn ich so sehe wie es aussehen kann wenn man alt ist hab ich 0 bock darauf.

                  Das einzige Ziel das ich mir als Kind gesetzt habe (Nen menschen das leben retten) hab ich erledigt und sonst hab ich nicht wirklich was großartig vor.

                  Ich mach mir mein Leben möglichst angenehm und entspannt.

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                    #10
                    Um mal zur Ursprungsfrage zurück zu kommen:

                    Nein.

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                      #11
                      Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen. Samuel Butler

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                        #12
                        keine ahnung mit was für leuten da tiefenpsychologische Gespräche geführt wurden,
                        ich für meinen Teil habe kein Problem zu genießen und in vertretbarem maß zelebriere ich gerne den exess (ok keine drogen).
                        ich muss allerdings zugeben, dass es mir vorkommt die gesellschaft wolle mir das austreiben..
                        ich glaube, dass viele, auch in meinem umfeld, versuchen einen kompromiss oder vielmehr so viel wie möglich zu bekommen.

                        job, familie, freunde, party, sichere zukunft, spaß, sport, selbstverwirklichung

                        steht alles auf der liste.. aber alles gleichzeitig erreichen und erleben zu können scheitert an der grenze der zeit.

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                          #13
                          Zitat von KeiraZz
                          edit: wir haben eher verlernt was harte arbeit bedeutet. und da schließ ich mich gerne mit ein.
                          Klingt für mich eher nach dem Drang durch harte Arbeit irgendwas kompensieren zu wollen.

                          Ich werde es niemals anstreben in irgendeine Führungsposition zu kommen oder beruflich außerordentlich erfolgreich zu sein. Ich möchte eine Arbeit die mir gefällt und die es mir erlaubt meiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen.

                          Mir kommt es generell so vor als ob nur noch nach Anerkennung gegeiert wird. Das fängt beim Pumpen an und hört damit auf dass man nicht mal einen Tag die Schule schwänzt um als braver Schüler zu gelten. Ich schwänze relativ viel, wenn ich das Gefühl habe dass ich meine Zeit verschwende. Anstatt in der Schule zu sitzen und für mich persönlich sinnlose Dinge zu lernen (Das 10. Mal "I Promessi Sposi" z.B.) liege ich lieber in der Sonne und lasse es mir gut gehen. Ich weiß dass ich meinen Weg machen werde, (Weil ich einfach Boss bin obviously) also warum etwas tun weil die Gesellschaft es für wichtig hält?

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                            #14
                            Zitat von Mooff
                            Zitat von KeiraZz
                            edit: wir haben eher verlernt was harte arbeit bedeutet. und da schließ ich mich gerne mit ein.
                            Klingt für mich eher nach dem Drang durch harte Arbeit irgendwas kompensieren zu wollen.

                            Ich werde es niemals anstreben in irgendeine Führungsposition zu kommen oder beruflich außerordentlich erfolgreich zu sein. Ich möchte eine Arbeit die mir gefällt und die es mir erlaubt meiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen.

                            Mir kommt es generell so vor als ob nur noch nach Anerkennung gegeiert wird. Das fängt beim Pumpen an und hört damit auf dass man nicht mal einen Tag die Schule schwänzt um als braver Schüler zu gelten. Ich schwänze relativ viel, wenn ich das Gefühl habe dass ich meine Zeit verschwende. Anstatt in der Schule zu sitzen und für mich persönlich sinnlose Dinge zu lernen (Das 10. Mal "I Promessi Sposi" z.B.) liege ich lieber in der Sonne und lasse es mir gut gehen. Ich weiß dass ich meinen Weg machen werde, (Weil ich einfach Boss bin obviously) also warum etwas tun weil die Gesellschaft es für wichtig hält?
                            weil angst aus der gesellschaft ausgegrenzt zu werden. gerade das mit dem schule schwänzen. als ob alle anderen leute dich dann nicht ganz anders angucken und mit dem finger auf dich zeigen "schau mal, der schwänzer besucht uns ja auch wieder mal"(so meine erfahrung). die gesellschaft zwingt uns halt so viele dinge auf die wie ich denke den meisten nicht gefallen aber sie ordnen sich dem ganzen halt trotzdem unter.

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                              #15
                              wer glücklich sein will muss einsehen dass man nicht glücklich sein kann

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