Zitat von gerdikurt
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Keine Ankündigung bisher.
Fukushima die zweite?
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hätten wir also unendlich geld für jedes atomkraftwerk, dann könnte das alles schön sicher sein - sehr gut! auch sowas muss sich rentieren, und wenn das weniger risikoreich mit anderen technologien geht, wird halt auf die zugegriffen. noch sind die kosten (nicht nur finanzielle) der atomkraft dem nutzen gegenüber einfach zu hoch.
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@gerdikurt
Wenn wir die Probleme, die der Kapitalismus und die Politik mit sich bringt beseitigt haben, können wir ja die Atomenergie wieder ins Auge fassen. Wird vielleicht passieren. Aber so wie sie nunmal zur Zeit produziert wird ist sie eben eine Gefahr.
Insofern ist die Abkehr von der Atomenergie wie sie momentan produziert wird doch richtig.
Warum gibt es keinen in den politischen Reihen oder Experten von aussen, der wie du aufzeigt, dass die Atomenergie an sich doch kontrollierbar wäre, wenn man mehr in die Sicherheit investiert und das ganze dann doch ergiebiger, effizienter(Preis Leistung) wäre, als sie komplett in die Tonne zu kloppen und über ganz neue Alternativen nachzudenken.
Fragt sich, ob es ökonomisch vorteilhafter ist, über neue Alternativen nachzudenken oder was es eben ausser Atomkraft gibt, als Atomkraft sicherer zu betreiben.
Warum steht nicht unter jedem AKW eines ausreichend hitzebeständiges Auffangbecken zum Grundwasserschutz?
Weiß ich nicht. Vielleicht waren die Risiken damals beim Bau noch nicht so weit abgeschätzt oder genug bekannt
Warum sind die Dinger nicht sicher vor Flugzeugen?
Vielleicht war damals beim Bau die plotische Lage anders und man hatte so einen Zwischenfall noch nicht auf dem Schirm.
Warum stehen sie am Meer in Erdbebenregionen ohne Schutzmaßnahmen?
Weil es technisch für die flächendeckende Versorgung vielleicht notwendig ist und eine Katastrophe solchen Ausmaßes noch nicht gab und nicht erwartet wurde?
Will das nicht gut heißen und in Schutz nehmen, aber man kann nich pauschal sagen, dass nur gespart werden wollte/sollte. Man zieht irgendwo Wissen und Erfahrungswerte heran für Sicherheitsvorkehrungen und den Beschluss, wie weit sie reichen sollen.
Und der Vorfall in Fukushima zeigt, dass die Kraftwerke wie sie seinerzeit gebaut wurden, entsprechend den Sicherheitsvorkehrungen/standards, die man damals als angemessen erachtet hat, doch mehr Unsicherheiten bieten als gedacht.
Das mit Tschwernobyl weiß ich nicht. Aber wenn man die Gefahren noch nicht so vor Augen geführt bekommen hat(und die MEnschen sind so, sie reagieren erst, wenn etwas schreckliches passiert. Manchmal gehts auch nicht früher, ohne böse Absicht), dann muss man abschätzen.
Wer baut das erste KRaftwerk seiner Art denn so, dass man es gegen Flugzeugabstürze sichert oder gegen eine Erdbenenstärke von 15.
Dir zufolge müsste man das ja aus hellseherischer Kraft wissen können, welche Maßnahmen nötig sind. Dann müsste man theoretisch jedes Atomkraftwerk Sicher vor Asteroideneinschlägen bauen, denn wenn es einen gibt auf ein Kraftwerk wird all die Sicherheit nichts bringen, wenn man daran nicht gedacht hat.
Und nach deiner Argumentation würde man sich dann fragen, warum hat man beim Bau nicht ein Asteroidensicheres Atomkraftwerk gebaut? Im Nachhinein sagt sich sowas glasklar, aber im Vorhinein eben nicht.
Atomkraft ist gefährlich und Beispiel Asteroideneinschlag, es kann immer einen Defekt geben, der nicht absehbar ist. Und Atomenergie IST eben nachhaltig schädigend. Es reicht, wenn es hundert oder Zehntausende Jahre sind....
Aber ich will trotzdem nicht widersprechen, dass hier und da mal der Kapitalismus schuld ist an zu geringen Sicherheitsvorkehrungen. Aber wie gesagt, man baut immer aufgrund der gemachten Erfahrungen. Ich meine das geht auch aus deiner Aufzählung hervor. Und das Risiko, das ein Vorfall eintrit, den die bisher gemachte ERfahrung noch nicht abgedeckt hat, bleibt bestehen.
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Strom für alle und bezahlbar, schluss endlich bezahlen ja eh die Endkunden alles. Also warum das nicht regional begrenzen? Genossenschaften für alle Bürger machen und versuchen ein ausgeglichenen Haushalt dort zu führen ohne übertriebene Renditezwänge? Natürlich schließt das ein Aufklärung der Bevölkerung mit ein, aber da hapert es ja bereits ohne Ende! Der eine sagt dies der andere jenes und zum Schluss bleibt alles beim alten:).
Auch Windkraft oder Solarstrom ist zu 100 % abhängig vom Öl also auf längere Sicht auch kein Lösung:) (siehe Herstellung). Also die klugen Köpfe müssen noch ne ganze Menge rotieren bis sie eine nachhaltige Technologie entwickelt haben welche aus nicht endlichen Ressourcen besteht!!!
Meine Meinung dazu.
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Ich lese nur Rendite hier und Rendite da.
1 Million Gewinn eher auch nicht so richtig. Wenn doch bitte Quelle angeben.
Wenn man sich selbst vernichten möchte kann man auch gerne KKWs angreifen... als würde radioaktive Strahlung nicht über Grenzen ziehen. Also bitte nachdenken.
Energie die nichts kostet? Oh, hallo Stromverschwendung. Woher soll der ganze Strom auf einmal herkommen wenn der kostenlos zu verfügen stehen sollte. Bei mir würde dann halt 24/7 der Rechner etc. laufen. Schadet wohl mehr der Umwelt als es ihr hilft. Und Strompreiserhöhungen en masse will ich hier garnicht diskutieren.
gerdikurt es kommt mir so vor als würdest du alles was auch im geringsten Sinne mit Marktwirtschaft/Kapitalismus etc zu tun hat als böse abstempeln. Der "Kapitalismus" (h3h3y0, wo auch immer er vorkommen soll (reiner Kapitalismus)) hat nicht nur schlechtes an sich, fang mal beim Computer etc an :)
Denny Crane
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Wenn man bedenkt, dass es zu einem Supergau inklusive Kernschmelze nur einmal alle 10000 Jahre kommen soll, finde ich das nur einen zufälligen Zufall. Oder vielleicht ist die Kernspaltung doch nicht des Menschen Freund?
Leute die Atomkraftwerke als notwendiges Übel ansehen, übersehen mit Sicherheit die Konsequenzen der Technik auch ohne Unfälle. Wenn man nur mal über das Thema Endlagerung für die Ewigkeit nachdenkt und dann merkt, dass so etwas nur mit größtem Aufwand realisierbar ist und einfach die Kosten auf eine andere Generation umwälzt, finde ich das höchst fragwürdig. Aber egal. Nach uns die Sintflut.
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Klär mich bitte auf, danke!Zitat von BoOMuKlAuch Windkraft oder Solarstrom ist zu 100 % abhängig vom Öl also auf längere Sicht auch kein Lösung:) (siehe Herstellung). Also die klugen Köpfe müssen noch ne ganze Menge rotieren bis sie eine nachhaltige Technologie entwickelt haben welche aus nicht endlichen Ressourcen besteht!!!
e: Bedenke dabei bitte, dass im Idealfall die Herstellung durch 100% elektrischer Energie durchgeführt wird.
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Da das ganze in einer Grundsatzdiskussion artet möchte ich gerne auch meinen Senf dazugeben. Ich finde dass gerdikurt in vielen Dingen schon sehr richtig Argumentiert. Letztendlich kann man nicht die Regierung und die Politik eines einzelnen Landes für die aktuelle Situation rund um die Atomindustrie verantwortlich machen, denn im Hintergrund stehen immer die großen, privaten Energiekonzerne. Und eine wesentliche Eigenschaft der kapitalistischen Wirtschaft dieser Welt ist nunmal die Gewinnmaximierung, in weiten Teilen auch immer auf Kosten der Sicherheit, was dann meist mit fadenscheinigen Statisiken in Bezug auf Risiken schöngeredet wird. So hat wiederum auch die Politik die Möglichkeit der Bevölkerung ein halbwegs gutes Gewissen einzutrichtern.
Was ich sehr interessant an der Diskussion hier finde, ist die Aussage um den Gewinn über Energieerzeugnisse. Energie ist nunmal rein wirtschaftlich gesehen ein Produkt wie z.B Nahrungsmittel oder Kleidung. Würde man die These weiterdenken die hier angesprochen wurde, auf Energie keine Gewinne zu erziehlen, dürfte man das gleiche auch bei Nahrungsmitteln oder sonstigen Konsumgütern nicht mehr tun. Denn ähnlich wie Energie sind auch Milch, Wurst und Käse eine Gut, welches wir zum Überleben benötigen und dennoch werden daraus Gewinne geschöpft. Wer mal genau drüber nachdenkt, dem wird auffallen, dass selbst mit den grundlegensten Bedürfnissen wie z.B dem Urinieren inzwischen auf jedem Bahnhof oder in jeder Einkaufsmeile Geld gemacht wird. Ich glaube es ist der falsche Ansatz darüber nachzudenken ob diese Eigenschaft des Kapitalismus nun falsch oder richtig.
Viel mehr sollte man darüber nachdenken Wirtschaftsunternehmen dazu zu kriegen, von der Erde genutze Resourcen bezahlen zu müssen. Ich glaube erst dadurch würden die Verantwortlichen der Großkonzerne überhaupt erst Anfang die Risiken neu zu verteilen.
Würde zum Beispiel eine Firma wie Tepco die Auflage haben, pro Quadratliter verschmutzem Meerwasser eine gewisse Sanktion/Strafe zu zahlen, würde man eben nicht nur über das biologische Risiko einer Kernschmelzung nachdenken, sondern auch über das finanzielle Risiko das dem Unternehmen dadruch entstehen kann.
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Ich erinnere mich an unsere erste Endlosdiskussion seinerzeit, wo Du eine zu verteilende Pizza als Metapher für den grenzenlosen Egosimus der Welt heranziehen wolltest. :')Zitat von gerdikurtAuch ein Tepco Chef zB. ist ein Mensch und wünscht sich Sicherheit für sein Land, sein Kind und sich selber.Aber "das Kapital" zwingt ihn in seiner Position, sein Gewissen im Sinne des Gewinns nur gerade so zu befriedigen.
Ein charakterliches Merkmal der großen Entscheidungsträger, und der Grund dafür, warum nicht jeder Mensch zu dieser Aufgabe geboren ist, ist eben dieser Funken Skrupellosigkeit zum Wohle des privaten Unternehmens, dass dem Kapital VERPFLICHTET ist.
Nein, aber ich denke, was Du hier schreibst, ist der entscheidene Punkt. Ich würde gar nicht mit Begriffen wie "Kapital" oder "Großindustrie" kommen. Das Problem ist die (systemische) Eigendynamik. Ein Unternehmen, dass Risiken unter den Tisch kehren kann, setzt sich kurz- und mittelfristig durch. In der Folge wird auch der einzelne CEO, der eine andere Route einzuschlagen sucht, früher oder später entweder abgesetzt oder in andere Handlungsmuster gedrängt. Das Ganze ist eine Art Evolution.
Die spannende Frage bleibt: Wie kann die Politik die "Auslesekriterien" dieser Evolution modifizieren? Eine Konsumdemokratie kann aus diversen im ausreichenden Maße öffentliche Güter gewährleisten.
Trotzdem: "Das Kapital" ist ein Instrument, nicht nur der Industrie, sondern der gesamten politischen Lenkung - aber auch nicht mehr. Man sollte es weder verteufeln, noch seine Steuerungspoteniale übersehen. Irgendwie verlieren sich alle Seiten in einem der beiden Extreme.
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Ich habe bei diesen Diskussionen immer das Gefühl, dass nationale Politik diesen Prozessen recht machtlos gegenüber steht.Nation X will große Energiekonzerne viel mehr haften lassen, verziehen die sich eben in andere Länder.Nation Y bemüht höhere Steuern, um die Schere zwischen Arm und Reich zu schließen, wird halt der Standort von jedem mit Moneten aufgeben. Die Politik kann sich im Grunde nur selbst ins Bein schießen...
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