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    #61
    Zitat von rolfi
    http://duckhome.de/tb/archives/9870-Nun-also-doch-der-Kommunistenjaeger-Gauck-als-Bundespraesident.html



    Mehr muss man nicht wissen.

    klasse seite, die du da zitierst. hirntoter gehts kaum noch.

    aber manche leute meinen ja immernoch, dass in der DDR alles gut lief. die videos, die kaputte straßen und heruntergekommene häuser zeigen und die bauarbeiter, die daneben mehr pause machen als zu arbeiten, die sind natürlich alles nur vom westen veröffentlichte propaganda. in wirklichkeit waren alle fleißig und die wirtschaft blühte.

    aber nunja, manche lernen aus der vergangenheit, andere verleugnen sie.

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      #62
      Ich find dieses Argument und die Aussage so lächerlich. Gauck zu ernennen sei ein Eingeständnis, vor 2 Jahren die falsche Wahl getroffen zu haben.
      Das sehe ich nur eingeschränkt so und finde das is streckenweise verständlich, aber andererseits diese Sichtweise auch Quatsch.

      Wer nun aufsattelt und TÖNT, er hätte es ja gewusst(am besten damals schon), dass es die falsche Wahl ist und war jetzt ja eh klar dass es so kommt. Hallo? Das wär absolut verheuchelt. Dass das so kommt konnte überhaupt niemand wissen oder ahnen. Oder war damals schon offensichtlich, dass Wulff von seiner Persönlichkeit her so ungeeignet wäre ??
      Bei den Argumenten bei der knappen Wahl zwischen Wulff und gauck vor 2 Jahren waren wohl völlig andere Gedanken im Hinterkopf gegen Wulff als die Gründe und Ereignisse, die jetzt letztendlich zum Rücktritt von Wulff geführt haben.

      Die Politik wir das wohl hier und da dann heranziehen und instrumentalisieren und die Gegenseite schmälern.
      Ich habe nichts gegen die Wahl von Gauck. Aber wir stehen aber nicht vor vollendeten Tatsachen, sondern am Anfang. Ich würde mich kaputtlachen, wenn das mit Gauck scheitert ((mit einem verbitterten sarkastischen Auge)was ich überhaupt nicht hoffe und überhaupt nicht will) und dann an diese scheinheiligen beschissenen Aussagen zurückdenken würde a la "Wulff falsche Wahl", Eigneständnis, den falschen gewählt zu haben usw ... erstmal abwarten und Ball flach halten und ruhig nach vorne schauen.

      Das birgt wirklich sone pseudodeterministische Anschauung diese Behauptung, meine Fresse. Als ob Damals zum Zeitpunkt der Wahl schon klar gewesen wäre, dass Wulff es warum auch immer nicht packen würde. Find ich ätzend. Und wenn Gauck sich erstmal zurückhält, auch bei der teilweise pseudo Heiterkeit(er weiss ja, dass er nicht MErkels erste Wahl war) und Begeisterung ob seiner neuen Wahl fänd ich zienlich korrekt

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        #63
        Zitat von rolfi
        http://duckhome.de/tb/archives/9870-Nun-also-doch-der-Kommunistenjaeger-Gauck-als-Bundespraesident.html



        Mehr muss man nicht wissen.
        bitte kein linkes gedankengut verbreiten.

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          #64
          Zitat von Hook
          irgendwie finde ich die ganze hysterie um das amt so öde.. jetzt ist da halt ein neuer typ, den man jetzt bundespräsident nennt. kümmert mich eigentlich überhaupt nicht, ich fühle mich von 99% der politiker nicht repräsentiert... der horst ist geflüchtet, wulff ist bestechlich, die kanzlerin hat zwei mal gefailt und jetzt ist der dritte dran.. ohne diese entwicklung würde sich kein mensch um den bundespräsidenten kümmern.."das amt ist beschädigt"; "ein sehr bedeutendes amt" blabla.. :$

          edit: die hätten eigentlich auch nochmal neue kandiaten suchen müssen und nicht einen einfach benennen, der jetzt einfach eingesetzt wird. das ist ja keine wahl, sondern irgendwie einfach ein "austausch". einparteienstaaten machen das auch so ;)
          ich glaube, du verwechselst da ursache und wirkung. vielleicht stehst du dem amt des deutschen staatsoberhaupt bzw. seinen inhabern nur so negativ gegenüber, eben WEIL die präsidenten der letzten jahre dem berechtigten anspruch an das amt leider absolut nicht gerecht geworden sind.

          stell dir vor, jemand übernimmt das amt und füllt es plötzlich mit leben. eine moralische instanz, mit der man sich als deutscher bürger identifizieren kann und die halt gibt. und die gleichzeitig ein korrektiv zum berliner parteienklüngel darstellt, sich wenn es notwendig ist kritisch zum regierungshandeln äußert und vielleicht auch mal das ein oder andere fragwürdige gesetz nicht absegnet. wäre das nicht schön?

          damit will ich nicht sagen, dass gauck der tollste ist und immer und von anfang an alles richtig machen wird, aber die chancen auf eine gute, ergiebige und nachhaltig wirkende präsidentschaft sind gerade jetzt so hoch wie schon lange nicht mehr.

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            #65
            Zitat von Hook
            edit: die hätten eigentlich auch nochmal neue kandiaten suchen müssen und nicht einen einfach benennen, der jetzt einfach eingesetzt wird. das ist ja keine wahl, sondern irgendwie einfach ein "austausch". einparteienstaaten machen das auch so ;)
            Was verstehst du denn unter "suchen"? FDP und CDU haben überlegt und diskutiert wer es werden soll. Dabei standen dann einige Namen im Raum und am Ende ist Gauck dabei rausgekommen.

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              #66
              http://www.cicero.de/berliner-republik/wie-das-netz-den-boesen-gauck-erfand/48369
              netter read

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                #67
                Zitat von knxv1lle
                http://www.cicero.de/berliner-republik/wie-das-netz-den-boesen-gauck-erfand/48369
                netter read
                Auf SPON ist ein ähnlicher Artikel
                http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816445,00.html

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                  #68
                  Gauck hat Sarrazin gelobt???

                  foll schlimm!

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                    #69
                    http://www.taz.de/!88071/ guter artikel über gauck :-)

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                      #70
                      Chapeau FDP! Die kleinste Partei der Übergroßen-Koalition hat sich durch gesetzt. Würde nächsten Sonntag der Bundestag gewählt werden, so würde die FDP wohl nicht wieder einziehen dürfen, trotzdem wird ihr Mann nun Bundespräsident. Ich kann dazu nur sagen: Chapeau FDP! Die Union düpiert und Rot-Grün instrumentalisiert.
                      Die Kanzlerin und CDU-Versitzende sah gestern relativ zerknirscht aus. Siggy Pop wäre wohl am liebsten wie ein Flummi auf und ab gesprungen, er hält sich wohl für einen überragenden Strategen. Innerhalb der SPD, aber auch bei den Grünen, wird es viele geben die ähnlich glücklich wie die Kanzlerin sind.

                      Angeblich war es nötig, um Demokratieverdrossenheit vorzubeugen und die Würde des Amtes zu schützen, eine überparteiliche Person, in einer Kunggelrunde, hinter verschlossenen Türen zu suchen. Eingeladen die überparteiliche Person zu suchen, wurde mal wieder nur nach Gutdünken. Ausgeschlossen wurden die Freien Wähler (Bayern), die Piraten (Berlin) und die Linken (Bundestag, 13 Landtage). Ein klares Signal sieht anders aus.

                      Das Thema des gefunden Kandidaten ist die Freiheit. Ein immer aktuelles Thema. Seine Interpretation des Themas ist aber weder überparteilich noch allgemeingültig. Er verbindet die Freiheit immer mit dem Wort der (Eigen-)Verantwortung und meint damit die von lewis verlinkte Hängematte.
                      Ich bin selbst Atheist, ich respektiere den Glauben anderer. Das Christentum steht auch dafür, dass der Starke die Last der Schwachen tragen solle. Ein klarer Aufruf zur Solidarität mit anderen in unserer Gesellschaft. In unserem Grundgesetz wurde es mit dem Artikel 14 (2) "Eigentum verpflichtet" verankert.
                      Auf Grund des erlebten Unrechts in der DDR scheint der evangelische Pastor Joachim Gauck mit Worten wie Solidarität nur das verhasste DDR-System verbinden zu können. Ich kann ihn verstehen, er wurde bespitzelt und lebte in Unfreiheit, in einem System, dass seinen Glauben nicht respektierte und Menschen wie ihn chronisch misstraute. Absolut traumatisch muss die Verschleppung des Vaters nach Sibirien gewesen sein. Seit dieser Zeit stand er neben der DDR-Gesellschaft, machte als Kind nicht bei Freizeitangeboten der FDJ mit, stand loyal zur Familie und schloss auch die kleinste Form der Fraternisierung mit dem System aus. Andere Bürger der DDR arbeiteten aktiv an diesem Staat mit in dem sie lebten oder arrangierten sich mit dem System. Menschen mit einer solchen gelebten DDR-Biografie scheint er bis heute misstrauisch zu beäugen. Er glaubt, diese Menschen hätten es sich im DDR-System bequem gemacht, vielleicht hat er recht, aber gleichzeitig akzeptiert er nicht, dass neben seiner Realität es auch gelebte Realitäten jedes DDR-Bürgers gibt, die sich doch stark von seiner unterscheiden können.
                      Eine wirklich große Persönlichkeit, bessergesagt ein wirklich großer Präsident, bezieht sich aber nicht auf das Trennende. Er sollte das Verbindende in den Vordergrund stellen, besonders ein überparteilich gefundener Kandidat und Präsident. Nelson Mandela hat nach dem Ende des Apartheidstaats, die Hand zur Versöhnungen auch nach seinen Peinigern ausgestreckt. Besonders ein Pastor sollte sich mit dem Thema Vergebung (keine Bedingungslose) auseinandersetzen. Ich bin nicht sicher, ob Joachim Gauck eine so große Persönlichkeit sein kann. Bis jetzt ist er mir so noch nicht aufgefallen.
                      So wie er alles ablehnt, dass ihn auch nur entfernt an den real existierenden Sozialismus erinnert. Scheint seine Befreiung mehr mit dem Kapitalismus als mit der Demokratie zu verbinden. Die Kapitalismuskritik der Occupy-Bewegung nannte er unsäglich albern, die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft sind für ihn nur eine Hängematte, aus der wir uns bequemen müssen. Er übersieht dabei, dass diese beiden Punkte zentrale Bestandteile unserer Freiheit sind. Es ist eben nicht albern zu demonstrieren, es ist unser demokratisches Grundrecht. Vielleicht ist es sogar eine demokratische Pflicht alle beteiligten daran zu erinnern, dass wir eben nicht in einer marktkonformen Demokratie leben.
                      Aus meinem Verständnis, ist es eben keine Freiheit wenn alle tun und lassen können was sie wollen, dann nämlich wird die Freiheit zum Recht des Stärkeren über den Schwächeren. Freiheit beinhaltet Regeln, die (unteranderem) den Schwachen vor dem Starken beschützen.
                      Für mich ist das Thema der sozialen Gerechtigkeit ein unglaublich wichtiges Thema. Im Zeitalter der Finanzkriese brauchen wir einen Bundespräsidenten, der mahnend für Veränderungen einsteht. Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler war selbst als Ökonom in der Lage vom Monster der Märkte zu reden. Ich bezweifele, dass Joachim Gauck ähnlich klare Worte finden wird.
                      Christian Wulff hatte sich ein anderes Thema zu eigenen gemacht. Er hat das Thema Integration in das Zentrum seiner Präsidentschaft rücken wollen. Er ist an seiner Persönlichkeit und den dilettantischen Versuchen sich zu erklären gescheitert, trotzdem wird von ihm der Satz "der Islam gehört zu Deutschland" bleiben. Sein Thema bleibt aktuell! Wir haben immer noch hohe Schranken für Kinder von Einwanderern eine gute Schulausbildung zu erlangen. Über Jahre war eine rechtsextreme Terrorzell in Deutschland unterwegs, die Behörden unseres Staats haben sich in der Zeit nur gegenseitig behindert und die eigentlichen Opfer vorverurteilt. Wir brauchen dringend einen Bundespräsidenten der Brücken baut und Verbindet, dass kann ich nur schwerlich von einem Mann erwarten, der Sarrazins Buch als mutig bezeichnet hat.

                      Kurz um, ich halte Joachim Gauck für keinen geeigneten Kandidaten.

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                        #71
                        Wieso existiert dieses Amt überhaupt noch?

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                          #72
                          Zitat von TR1EBTAETERIQ143
                          http://www.taz.de/!88071/ guter artikel über gauck :-)

                          jo, ganz stark.

                          von einem gescheiterten fußball reporter:

                          http://www.spiegelfechter.com/wordpress/6425/fremdschamen-mit-den-taz-leserinnen

                          das ist nichtmal journalismus. es werden einfach random zitate aus dem zusammenhang gerissen.

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                            #73
                            Zitat von ra-hoch3
                            Wir brauchen dringend einen Bundespräsidenten der Brücken baut und Verbindet, dass kann ich nur schwerlich von einem Mann erwarten, der Sarrazins Buch als mutig bezeichnet hat.
                            Das kann ich nicht nachvollziehen, da du ja anscheinend das Interview gelesen hast. Was verstehst du denn unter "Brücken" bauen? Das lösen von Integrationsproblemen scheint ja nicht dazuzugehören, denn das will Gauck.


                            Edit:
                            Zitat von TR1EBTAETERIQ143
                            http://www.taz.de/!88071/ guter artikel über gauck :-)
                            Ich finde die Kolumne ziemlich schlecht. Der Autor stellt Gauck in die recht Ecke und entspricht damit den Ewiggestrigen, die "Nazi!" schreien wenn jemand "Autobahn" sagt. Zum Glück ist das eine Haltung, die wir Deutschen zunehmend überwinden.

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                              #74
                              Zitat von Raybeez
                              Zitat von ra-hoch3
                              Wir brauchen dringend einen Bundespräsidenten der Brücken baut und Verbindet, dass kann ich nur schwerlich von einem Mann erwarten, der Sarrazins Buch als mutig bezeichnet hat.
                              Das kann ich nicht nachvollziehen, da du ja anscheinend das Interview gelesen hast. Was verstehst du denn unter "Brücken" bauen? Das lösen von Integrationsproblemen scheint ja nicht dazuzugehören, denn das will Gauck.
                              Ich traue es ihm aber nicht zu. Er fabuliert beim Thema Integration gerne mal Sachen, die einem Dialog eher abträglich sind. Mit Sätzen wie, es gäbe Viertel die "allzu vielen Zugewanderten und allzu wenigen Altdeutschen" Einwohner haben, trennt er und verbindet nicht.

                              Er hat noch viel mehr gesagt, wäre er ein Berufspolitiker, keiner hätte ihn je vorgeschlagen.

                              /E: Wo wir gerade beim Thema Integration sind, er hat den Staatsakt für die Terroropfer abgelehnt, dabei brauchen wir genau solche Symbole.

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                                #75
                                Zitat von ra-hoch3
                                Ich traue es ihm aber nicht zu. Er fabuliert beim Thema Integration gerne mal Sachen, die einem Dialog eher abträglich sind. Mit Sätzen wie, es gäbe Viertel die "allzu vielen Zugewanderten und allzu wenigen Altdeutschen" Einwohner haben, trennt er und verbindet nicht.
                                Das ist aber doch eine Aussage, die sich gegen die Abgrenzung von Zugewanderten richtet. "Ghettobildung" ist ein Herd für viele Probleme. Eine "Durchmischung" von Zugewanderten und "Altdeutschen" ist ein Schlüssel für vernünftige Integration.


                                Edit: Es ist mittlerweile allgemeiner Konsens, dass in der Integrationspolitik viele Fehler gemacht wurden. Gauck steht da mit seiner Kritik bei weitem nicht alleine.

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