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ich bin mir nicht sicher, aber wieso sollte man in zeiten, in denen unser kontinent mehr und mehr von der europäischen union abhängt, die gemeinsame währung aufgeben wollen?
weil eine gemeinsame währung ohne gemeinsame fiskalpolitik ein abenteuerlicher humbug ist vielleicht?
ahja und zum utopos gemeinsame fiskalpolitik : viel spaß damit dem griechen zu erklären, er müsse ab nächstem jahr 15 jahre mehr arbeiten um pensionsansprüche zu stellen.
da die löhne gesunken sind werden sich die griechen die frage doch bald selbst beantworten, glaub kaum das man mit 800 lehrergehalt mit 50 innen ruhestand kann:/.
@ SeekingAlpha: Inwiefern war die Währungsunion eine rollende Dampfwalze? Welche Probleme hat die Währungsunion verursacht, die ansonsten nicht eingetreten wären?
Selbst zu Ende der DM-Zeiten war schon immer "alles scheiße". Mach Dir doch nix vor und verkläre die damalige Situation nicht. Und mach den Euro nicht für alle Probleme der Welt verantwortlich.
Welche Probleme hat die Währungsunion verursacht, die ansonsten nicht eingetreten wären?
die ganze eurokrise besteht nur und ausschließlich wegen der gemeinsamen währung. hätte griechenland, italien, portugal etc. eine eigene währung, hätten sie einfach ihre schulden inflationieren können, wären gleichzeitig wettbewerbsfähiger durch senkung der reallöhne und könnten dadurch ihre wirtschaft stärken.
so können sie es nicht, weil deutschland als mächtigstes land des euros keine inflation braucht und nötig hat. das einzige ziel welches die ezb laut ihrer charta zu verfolgen hat ist die preisstabilität. deutschland braucht eine inflation von 0-1% p.a., griechenland eine von 10-15%.
treffen wir uns in der mitte, ist keinem geholfen.
Du meinst, durch den Euro war es nicht mehr möglich, den maroden Staatshaushalt in diesen Ländern über die Notenpresse zu finanzieren? Und das ist Dein Kritikpunkt? D:
Aber damit wären die zugrundeliegenden Strukturprobleme in Griechenland hätten doch weiterhin bestanden? Und auch Deutschland war zu diesem Zeitpunkt schon hoffnungslos überschuldet.
Dazu kommt:
- Schon damals existierte eine Wirtschaftsunion. Ein stukturbedingter Wirtschaftskollaps hätte die europäischen Staaten so oder so betroffen. Die Inflationspolitik hätte das Problem noch nach hinten verlagert, aber das hat die Währungsunion auf anderem Wege auch (etwa Stichwort: günstige Kredite) erreicht.
- Griechische Beggar-Your-Neighbour-Politik hätte Deutschland ebenfalls geschadet.
Ein Blick auf die Asienkrise in den '90ern zeigt ziemlich gut, wohin so etwas ohne Währungsunion führt.
Der Euro ist nur ein Sündenbock, an dem sich gut alte Nationalismen wieder aufwärmen lassen.
es würde eben keinen wirtschaftskollaps geben. sie hätten einfach ihre währung abgewertet und alle probleme, die jetzt wegen der gemeinsamen währung unlösbar sind (schuldenstand, wettbewerbsfähigkeit, etc.), wären weg.
Griechische Beggar-Your-Neighbour-Politik hätte Deutschland ebenfalls geschadet.
lieber 0.000001% des gdp an griechenland wegen ihrer gesteigerten produktivität verlieren als 2% weil man ihren ganzen schulden mitfinanzieren muss.
Der Euro ist nur ein Sündenbock, an dem sich gut alte Nationalismen wieder aufwärmen lassen.
du hast recht. manchmal vergesse ich einfach, dass der euro alternativlos ist und es ohne ihn krieg in europa geben wird.
es würde eben keinen wirtschaftskollaps geben. sie hätten einfach ihre währung abgewertet und alle probleme, die jetzt wegen der gemeinsamen währung unlösbar sind (schuldenstand, wettbewerbsfähigkeit, etc.), wären weg.
Wie gesagt, sie Dir die Asienkrise an. Und beantworte mir die Frage, wie ein Land, dass sich nur über die Druckerpresse finanziert, trotz kaputter Industrie, Korruption und Auslandsschulden (= in Fremdwährung!) überleben soll. Und das nebenbei aufgrund einer kaputten Währung auch keine ausländischen Güter mehr importieren kann.
lieber 0.000001% des gdp an griechenland wegen ihrer gesteigerten produktivität verlieren als 2% weil man ihren ganzen schulden mitfinanzieren muss.
Diese Politik hätte auch Spanien, Italien, Portugal etc. betroffen und destabilisiert.
du hast recht. manchmal vergesse ich einfach, dass der euro alternativlos ist und der garant für den frieden in europa ist.
Du verstehst den Punkt nicht. Die zugrundeliegenden Probleme bestanden und bestehen auch über den Euro und können auch nicht, wie jetzt schon mehrfach dargelegt und ignoriert, nicht durch Gelddrucken gelöst werden. Der Euro hat diese Probleme nicht verursacht.
GLEICHZEITIG und davon unabhängig fehlt mir leider in vielen Diskussionen das Fingerspitzengefühl, wenn es um den Euro geht. Eigentlich geht es nie nur um Währungspolitik. Spätestens im zweiten Satz kochen überholte Nationalegoismen und verfehlte Nationalnostalgie wieder hoch und führen zu einer Entgrenzung der Debatte. In Anbetracht der Tatsache, dass der Euro eh nicht die Wurzel des Übels ist, würde ich raten, ihn so lange wie möglich aus der Diskussion auszusparen. Es kann wenig Sinnvolles und viel gefährlich Undifferenziertes dabei rauskommen. Das aber nur am Rande, mein eigentlicher Punkt war Teil 1.
ich glaub du verstehst es einfach nicht.
jedes land hat seine eigenen probleme und art und weisen wie es damit umgeht und sie löst.
dass du hier einfach die korruption, kaputte industrie und permanente neuverschuldung von südeuropäischen staat als hauptsächliches problem ansiehst, welches beseigt werden muss, beweist nur deinen tunnelblick.
ich habs schon früher hier gesagt, viel spaß damit die griechen, portugiesen etc. zu ordentlichen deutschen mit sauberer buchführung und sparsamkeit zu erziehen.
die angst diese länder vor einer teutonisierung ist wohl mehr als berechtigt. heute mehr denn je.
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