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Warum zur Hölle spricht man sich für ein Schulsystem aus, welches permanent Verlierer generiert? Welches Wissen nur vortäuscht? Welches Lehrer wie Schüler total auslutscht?
in einer modernen gesellschaft ist es nicht unbedingt notwendig das jeder arbeitet im herkömlichen sinne, auf dem weg dahin ist eine mindestlohn zumindest ein schritt in die richtige richtung
Denkst du jeder in Deutschland könnte einen Universitätsabschluss haben?
Ja daran glaube ich. Mit bester Ausbildung von kleinauf kann das jeder schaffen, der nicht geistig behindert ist.
2millionen bwl typen die keiner braucht?
oder noch mehr sozialwirtschaftspädagogik homo kacke die Taxi fahren?
Jo, dann sollten lieber alle Maurer werden!
Zitat von Flyx
Das war meine Absicht einfach mal so simpel drauf zu schauen und die Meinungen zu hören, weil ich mir selbst garnicht so sicher bin was ich denke.
Schön, dass du Verhandlungsohnmacht anführst, dass bringt hier aber herzlich wenig, denn in deiner meinung spiegelt sich das leider nicht wieder, einfach wieder eine emotionale aussage wie:
Zitat: "Ein Mensch, der ein Drittel seines Lebens dem Unternehmen opfert, hat das Anrecht auf eine dafür angemessene Vergütung."
Warum sollte dieser Mensch denn das Anrecht auf angemessene Vergütung haben, wenn seiner Arbeit im Markt einfach nicht mehr Wert ist und wie soll der Mindestlohn das verhindern ohne Arbeitslosigkeit und Eintrittsschranken zu verbreiten?
1. Verhandlungsohnmacht beruht auf Marktversagen. Deshalb spielt sie hier eine Rolle. Deine Mechanismen versagen.
2. Der Mensch sollte für seine Lebenszeit vergütet werden, weil, wie ich schrieb, Marktmechanismen weder ein Selbstzweck sind noch der einzig wirksame Mechanismus (und auch nicht sein sollte). "So ist halt der Markt" ist ein klassische, aber in doppelter Hinsicht unsinnige Aussage. Das hat nichts mit "so einfach wie möglich" zu tun. "So ist halt der Markt" ist hier leider eine unterkomplexe Beschreibung, die Du hintenrum auch noch in eine Tugend umwandelst.
Edit: Wenn man wirklich hier etwas ausklammern kann, dann ist es diese Bildungsdebatte.
Denkst du jeder in Deutschland könnte einen Universitätsabschluss haben?
Ja daran glaube ich. Mit bester Ausbildung von kleinauf kann das jeder schaffen, der nicht geistig behindert ist.
2millionen bwl typen die keiner braucht?
oder noch mehr sozialwirtschaftspädagogik homo kacke die Taxi fahren?
Jo, dann sollten lieber alle Maurer werden!
Zitat von Flyx
Das war meine Absicht einfach mal so simpel drauf zu schauen und die Meinungen zu hören, weil ich mir selbst garnicht so sicher bin was ich denke.
Schön, dass du Verhandlungsohnmacht anführst, dass bringt hier aber herzlich wenig, denn in deiner meinung spiegelt sich das leider nicht wieder, einfach wieder eine emotionale aussage wie:
Zitat: "Ein Mensch, der ein Drittel seines Lebens dem Unternehmen opfert, hat das Anrecht auf eine dafür angemessene Vergütung."
Warum sollte dieser Mensch denn das Anrecht auf angemessene Vergütung haben, wenn seiner Arbeit im Markt einfach nicht mehr Wert ist und wie soll der Mindestlohn das verhindern ohne Arbeitslosigkeit und Eintrittsschranken zu verbreiten?
1. Verhandlungsohnmacht beruht auf Marktversagen. Deshalb spielt sie hier eine Rolle. Deine Mechanismen versagen.
2. Der Mensch sollte für seine Lebenszeit vergütet werden, weil, wie ich schrieb, Marktmechanismen weder ein Selbstzweck sind noch der einzig wirksame Mechanismus (und auch nicht sein sollte). "So ist halt der Markt" ist ein klassische, aber in doppelter Hinsicht unsinnige Aussage. Das hat nichts mit "so einfach wie möglich" zu tun. "So ist halt der Markt" ist hier leider eine unterkomplexe Beschreibung, die Du hintenrum auch noch in eine Tugend umwandelst.
Edit: Wenn man wirklich hier etwas ausklammern kann, dann ist es diese Bildungsdebatte.
Deine Bewertung ist doch einfach nur normativ. Wenn die Gesellschaft mehrheitlich möchte, dass der "Karton von "links nach rechts Schieber" "seinen Marktpreis" verdient, dann ist das nunmal so.
Statt die Menschen für unsere Gesellschaft wertvoller zu machen, indem man Ihnen eine gute Bildung ermöglicht, einfach Mindestlohn.
Der Mindestlohn lindert nur Symphtome, Wertschöpfung entsteht dadurch keine, dafür aber Umverteilung. Wenn umverteilt wird, dann von der Mittel- oder unteren Mittelschicht nach ganz unten. Wie viel Anreiz zur Qualifikation bleibt da noch?
Im Stil deiner Argumentation wird seit Jahrzenten Politik gemacht und die ist so nachhaltig wie Brandrodung.
Arno Nüm postete
Achja:
Zitat:
Denkst du jeder in Deutschland könnte einen Universitätsabschluss haben?
Ja daran glaube ich. Mit bester Ausbildung von kleinauf kann das jeder schaffen, der nicht geistig behindert ist.
Spoiler:
In einer Studie[4] der Konrad-Adenauer-Stiftung wird die heutigen Gesellschaft Deutschlands in drei Lebenswelten getrennt. Ihr wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die Sorge von Eltern um die Ausbildung ihrer Kinder in den drei sozialen Schichten: Unterschicht, Mittelschicht und Oberschicht. Eltern der Mittelschicht versuchen, ihre Kinder von Kindern der Unterschicht fernzuhalten. Abgrenzbar ist die Unterschicht von der sehr breiten Mittelschicht im Wesentlichen dadurch, das sich die Eltern in der unteren Schicht kaum um die schulischen Belange ihrer Kinder kümmern oder kümmern können. Es handelt sich hier um etwa 5% der in einer Studie erfassten Eltern. Noch schärfer, als die Trennung zwischen Mittelschicht und Unterschicht ist die Trennung zwischen Mittelschicht und Oberschicht. Diese Trennung ist weitgehend unüberwindbar. Kinder, die in die Oberschicht eingeordnet werden können, erfahren eine von materiellen Beschränkungen weitgehend losgelöste Förderung durch ihre Eltern, Helfer und private Schulen.
Internationale Vergleichsuntersuchungen wie die IGLU-Studie für Viertklässler, die PISA-Studie für 15-Jährige und der EURO-Student-Report stellen fest, dass im deutschen Bildungssystem die bestehenden Verhältnisse in einem besonderen Maß bei den kommenden Generationen aufrechterhalten werden. Dies liegt neben der verpassten frühkindlichen Förderung auch an der schwachen personellen Ausstattung der Schulen, die eine individuellere Betreuung der Kinder schwer möglich macht und so die Aufgabe der Förderung stärker in den Elternhäusern bleibt. Insbesondere Kinder aus Arbeiterfamilien haben kaum Chancen auf eine höhere Bildung. In jüngster Zeit sind deren Chancen nochmals deutlich gesunken. Während 1986 die Wahrscheinlichkeit, ein Studium zu beginnen, bei Beamtenkindern 9 mal so hoch wie bei Arbeiterkindern war, lag sie 2003 20 mal so hoch. Dazu trägt - in Kombination mit den oben genannten Ungleichheiten - vor allem die frühe Zuordnung in die Oberschultypen (Haupt- und Realschule sowie Gymnasium) bei, die hier in der Regel nach der 4. Klasse geschieht. (Ausnahmen sind Berlin und Brandenburg, die noch eine sechsjährige Grundschule haben.) Die außer- und vorschulischen Einflüsse (zum Beispiel die Erziehung in den Familien) können durch die kurze Grundschulzeit kaum ausgeglichen werden. Auch der 2. Bildungsweg, der in Deutschland breit ausgebaut ist, kann diesen Effekt kaum korrigieren.
In den 1960er und 1970er Jahren gab es verstärkt Versuche, Chancengleichheit im Bildungssystem herzustellen. Ausgangspunkt war der Sputnikschock und die Feststellung, dass durch die bestehenden Verhältnisse die Fähigkeiten von vielen Menschen nicht optimal ausgenutzt werden. Ralf Dahrendorf prägte in diesem Zusammenhang das Bild des katholischen Arbeitermädchens vom Lande, deren Bildungsbedürfnisse nicht angemessen respektiert würden und die besonders zu fördern sei. Ansätze zur Förderung dieser Bildungsreserve waren beispielsweise die Abschaffung der Studiengebühren und die Einrichtung von Lernmittelfreiheit, BAföG, Schüler-BAföG, Schulbussen, Oberstufenzentren, Gesamtschulen und Gesamthochschulen. Allerdings werden einige Maßnahmen momentan rückgängig gemacht: Sämtliche Gesamthochschulen wurden 2003 wieder geschlossen. Neben der Einrichtung von Langzeitstudiengebühren werden nun in einigen Bundesländern Studiengebühren ab dem 1. Semester erhoben. Bedenklich ist auch die zunehmende Abschaffung der Lernmittelfreiheit. Ebenso wird kritisiert, dass in NRW ab 2006 Eltern die Möglichkeit haben sollen, die Grundschulen für ihre Kinder auszusuchen
Deine Bewertung ist doch einfach nur normativ. Wenn die Gesellschaft mehrheitlich möchte, dass der "Karton von "links nach rechts Schieber" "seinen Marktpreis" verdient, dann ist das nunmal so.
Wie kommst Du darauf?
1. Artikel 1 unseres Grundgesetzes sagt nicht wirklich: Der Mensch ist das Wert, was anderen ihm zugestehen. Im Gegenteil. Er hat einen gewissen Eigenwert, der nicht zur Disposition steht. Und auch wenn wir uns jetzt mal von deutschen Spezialregelungen entfernen.
2. Du argumentierst für eine "Diktatur der Mehrheit". Das ist leider eher so 18. Jahrhundert. Heutzutage müssen Mehrheitsentscheidungen auch für die betroffene Minderheit tragbar sein. Sonst könnten wir uns ja wieder auf Judenvergasung einigen, ganz demokratisch.
Statt die Menschen für unsere Gesellschaft wertvoller zu machen, indem man Ihnen eine gute Bildung ermöglicht, einfach Mindestlohn.
Von "wertvoller für unsere Gesellschaft machen" habe ich nicht gesprochen, wollte ich auch nicht sprechen und war auch keine Frage des Mindestlohns. Der bezieht sich auf den menschlichen Eigenwert, die Menschenwürde, nicht seinen Wert für die Gesellschaft.
Der Wert für die Gesellschaft kann sich sicherlich auch im Gehalt widerspiegeln, aber nur NACHDEM dem Menschen sein Eigenwert zugestanden worden ist.
Genau das meine ich, wenn ich sage, der Markt ist nicht das Einzige Kriterium zur Bewertung. Eigentlich ist er überhaupt keines, sondern ein wertneutraler Mechanismus, auf den man Einfluss nehmen kann und darf und sollte. Das heißt nicht, dass wir uns von sämtlichen Marktmechanismen verabschieden sollten. Aber erst kommt die Menschenwürde, dann kommt - als Bonus - der Markt. Darum bekommen Leute mit hoher Bildung ja auch eher 20 Euro die Stunde und nicht nur 8.
Der Mindestlohn lindert nur Symphtome, Wertschöpfung entsteht dadurch keine, dafür aber Umverteilung.
Und wieder. Es geht nicht um Wertschöpfung. Wertschöpfung hat sicherlich ihre Daseinsberechtigung, aber das heißt nicht, dass sie alleiniges Kriterium für eine Maßnahme sein kann. Mindestlohn gebietet die Sittlichkeit mit Blick auf die Menschen würde. An dieser Stelle muss die Wertschöpfung leider mal zurückstecken.
Wie ich schon schrieb: Für irgendwas MUSS unser allgemeiner Wohlstand ja gut sein. Wenn er nicht mal in der Lage ist, uns den Luxus der Menschenwürde zu ermöglichen, dann hätte unser ganzes bekacktes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem keine Daseinsberechtigung mehr.
Wenn umverteilt wird, dann von der Mittel- oder unteren Mittelschicht nach ganz unten. Wie viel Anreiz zur Qualifikation bleibt da noch?
1. Ein Anreiz wäre zum Beispiel, dass die meisten Niedriglohnjobs unglaublich anstrengend, stumpf und belastend sind. Wer will schon gerne bei der Müllabfuhr arbeiten und hat keinen inneren Anreiz, einen besseren Job zu machen?
2. Von der Oberschicht muss auch in die Mittelschicht umverteilt werden. Was in den Führungsetagen für Gehälter ausgeschüttet werden, lässt sich weder über Marktmechanismen noch Wertschöpfung erklären, geschweige denn rechtfertigen. Hier liegt ein Marktversagen vor, auch hier ist ein Eingriff nötig. Aber dieser Misstand rechtfertigt doch nicht die Beibehaltung eines anderen Missstands?
Im Stil deiner Argumentation wird seit Jahrzenten Politik gemacht und die ist so nachhaltig wie Brandrodung.
In welchem Jahrhundert bewegst Du Dich genau? Und auf welchem Kontinent?
Ich bin kein "Reichtum für alle"-Fundi, ich bin auch niemand, der hinter jeder Pflicht strukturelle Gewalt skandalisiert, ich bin auch niemand, der für eine Abschaffung des Kapitalismus plädiert. Und trotzdem heißt das nicht, dass "Marktmechanismus" und "Wert für die Gesellschaft" zu Totschlagargumenten werden dürfen.
Edit:
Zitat von Chris
schichtmodelle aber jetzt nicht mehr so aktuell.
Wenn da jetzt nichts weiter kommt, was das nur kluggeschissen. ;(
Davon abgesehen scheint die Studie auch gar keine Schichtmodelle heranzuziehen, sondern lediglich eine etwas altbackene Wortwahl.
Natürlich haben sie eine geringere Ausbildung, aber du tust hier so als müsse man ihnen das Recht so zu Leben wie du verwehren. Das ist purer Sozialneid.
Überleg dir mal, ob nicht sie es sind, die sich selbst die Chance genommen haben so zu leben! Es ist nicht falsch, dass sie eine Familie von ihren Jobs ernähren können, sondern dass künstlich dafür gesorgt wird dass sie das können.
Immerhin sind(zumindest hier in Süddeutschland) sie doch selbst Schuld, dass sie solche Jobs haben. Wie Arno schon sagt, eigentlich könnte es jeder schaffen zu studieren(oder zumindest um eine normal bezahlte Ausbildung zu machen).
wie weltfremd du bist. Um das zu schaffen, müssen eigentlich rahmenbedingungen vorhanden sein, wie zB liebende eltern, intakte familie, soziales umfeld etc. pp. wenn man so etwas von klein auf nicht hat, dann wird es verdammt schwer. der mit abstand größte teil der gymnasiasten stammt aus akademikerfamilien. es ist alles nicht so einfach, wenn man rahnmenbedingungen nicht bekommt.
das wirklich witzige an dem thread ist dass bestimmt ~50% die hier ihren senft dazu geben noch nicht eine stunde in ihrem Leben gearbeitet (ferienarbeit und praktika zähl ich jetzt nicht dazu) haben und das nachplappern was sie aus ihrem wohlbehüteten Elternhaus oder aus ihren 2 Semestern BWL gehört haben...
Deine Bewertung ist doch einfach nur normativ. Wenn die Gesellschaft mehrheitlich möchte, dass der "Karton von "links nach rechts Schieber" "seinen Marktpreis" verdient, dann ist das nunmal so.
Statt die Menschen für unsere Gesellschaft wertvoller zu machen, indem man Ihnen eine gute Bildung ermöglicht, einfach Mindestlohn.
Der Mindestlohn lindert nur Symphtome, Wertschöpfung entsteht dadurch keine, dafür aber Umverteilung. Wenn umverteilt wird, dann von der Mittel- oder unteren Mittelschicht nach ganz unten. Wie viel Anreiz zur Qualifikation bleibt da noch?
Im Stil deiner Argumentation wird seit Jahrzenten Politik gemacht und die ist so nachhaltig wie Brandrodung.
Nein, er hat halt Recht.Bildungspolitik hat mit dem Mindestlohn nichts zu tun.
Grob gesagt darum : Es hilft ja nichts, jeden optimal zu bilden.Gut, es hilft schon, es lässt aber nicht die Notwendigkeit einer Reinigungskraft verschwinden.Und eine Reinigungskraft mit Abitur will ich sehen.Und selbst wenn, hat das mit der Tätigkeit nichts zu tun.
Diesen Low-Quality Sektor wird es immer geben und die Löhne wird es immer geben.Weil er ganz einfach notwendig ist.
Bildung daher raus aus dem Diskussionsbereich (davon ganz abgesehen vertrete ich die Meinung, dass die Schule nicht für die Unzulänglichkeiten der Eltern verantwortlich ist).
Wo habe ich geschrieben, man könne auf einen Low-Quality Sektor verzichten?
Das hat in dem ganzen Thread noch niemand behauptet.
Wie wäre es mit dem Gedankenspiel?
Was passiert wenn aus der großen Anzahl an unterbezahlten "Arbeitern", einige eine Ausbildung/Bildung in einem Bereich hätten, wo dringend Personal gesucht wird. Nur als Beispiel der Bereich Pflegedienst.
Der Lohn in diesem "Low-Quality Sektor" wird steigen, da das Angebot an Arbeitskräften wohl deutlich niedriger wird. Geputzt werden muss aber immer noch. Der selbe Effekt wie bei einem Mindestlohn. Nur mit dem Unterschied, dass es im Endeffekt weniger Arbeitslose gibt und einige nun im Pflegebereich ihr Geld verdienen.
Also ich arbeite auf einen Job hin, der ~4Euro die Stunde bringt. Wenn's jetzt nen Mindestlohn gibt, frag ich mich, wo mein Chef die Knete herholen soll. Natürlich aus Mehrarbeit für den Mehrwert (Ich), aus den Preisen (Konkurrenz) oder den Krediten (Zinsen). Dabei sind ja genau diese Faktoren das Problem und nicht die Lösung. Diese Vorderung ist genau wie das BGE ein Widerspruch zum Kapital selbst. Als würde man zum Zahnarzt gehen um sich Löcher verpassen zu lassen. Stupid human shit for brains.
Aus den Preisen, womit er sich in Konkurrenz mit seinen Wettbewerbern begibt, die aber genau den selben Lohn mindstens Zahlen müssen. Mehr Arbeit? Wieso, der Mindestlohn ist studenbasiert.
Na dann las doch nen Mindestlohn von 20 machen. Haben ja alle die selben Bedingungen nicht wahr? Eben nicht! Und wenn, würde man halt noch umweltschädlicher arbeiten (geht kaum aber egal) oder sonstigen Scheiss machen. Eine andere Möglichkeit, seinen Betrieb gewinnträchtig einzusetzen gibt es in diesem System nicht.
Natürlich gibt es irgendwo Löhne mit denen bestimmte Dienstleistungen einfach nicht mehr zu erbringen sind, oder bei denen die Industrie hier nicht mehr mithalten kann. Aber bei 8,50-10,00 wohl kaum.
Deine Bewertung ist doch einfach nur normativ. Wenn die Gesellschaft mehrheitlich möchte, dass der "Karton von "links nach rechts Schieber" "seinen Marktpreis" verdient, dann ist das nunmal so.
Statt die Menschen für unsere Gesellschaft wertvoller zu machen, indem man Ihnen eine gute Bildung ermöglicht, einfach Mindestlohn.
Der Mindestlohn lindert nur Symphtome, Wertschöpfung entsteht dadurch keine, dafür aber Umverteilung. Wenn umverteilt wird, dann von der Mittel- oder unteren Mittelschicht nach ganz unten. Wie viel Anreiz zur Qualifikation bleibt da noch?
Im Stil deiner Argumentation wird seit Jahrzenten Politik gemacht und die ist so nachhaltig wie Brandrodung.
Nein, er hat halt Recht.Bildungspolitik hat mit dem Mindestlohn nichts zu tun.
Grob gesagt darum : Es hilft ja nichts, jeden optimal zu bilden.Gut, es hilft schon, es lässt aber nicht die Notwendigkeit einer Reinigungskraft verschwinden.Und eine Reinigungskraft mit Abitur will ich sehen.Und selbst wenn, hat das mit der Tätigkeit nichts zu tun.
Diesen Low-Quality Sektor wird es immer geben und die Löhne wird es immer geben.Weil er ganz einfach notwendig ist.
Bildung daher raus aus dem Diskussionsbereich (davon ganz abgesehen vertrete ich die Meinung, dass die Schule nicht für die Unzulänglichkeiten der Eltern verantwortlich ist).
Wo habe ich geschrieben, man könne auf einen Low-Quality Sektor verzichten?
Das hat in dem ganzen Thread noch niemand behauptet.
Wie wäre es mit dem Gedankenspiel?
Was passiert wenn aus der großen Anzahl an unterbezahlten "Arbeitern", einige eine Ausbildung/Bildung in einem Bereich hätten, wo dringend Personal gesucht wird. Nur als Beispiel der Bereich Pflegedienst.
Der Lohn in diesem "Low-Quality Sektor" wird steigen, da das Angebot an Arbeitskräften wohl deutlich niedriger wird. Geputzt werden muss aber immer noch. Der selbe Effekt wie bei einem Mindestlohn. Nur mit dem Unterschied, dass es im Endeffekt weniger Arbeitslose gibt und einige nun im Pflegebereich ihr Geld verdienen.
Der Pflegedienst ist nicht unbedingt ein "High-Quality"-Sektor, also kein gutes Beispiel. Hier fehlt es meistens nicht an der Bildungschance, sondern der Bereitschaft der Leute, sich ausbilden zu lassen. Der Pflegesektor ist schließlich auch nicht mit Geld überhäuft, warum sollte man also wechseln ?
Wenn du massiv Arbeiter umschichtest, dann werden halt die Löhne im Pflegesektor noch schlechter.
Der Mangel, der allein durch bessere Bildungschancen behoben werden kann, herrscht woanders. Er ist aber gleichzeitig nicht so groß, dass man damit tatsächlich einen Mangel an "einfachen" Arbeitern erzeugen würde.
Deine Bewertung ist doch einfach nur normativ. Wenn die Gesellschaft mehrheitlich möchte, dass der "Karton von "links nach rechts Schieber" "seinen Marktpreis" verdient, dann ist das nunmal so.
Wie kommst Du darauf?
1. Artikel 1 unseres Grundgesetzes sagt nicht wirklich: Der Mensch ist das Wert, was anderen ihm zugestehen. Im Gegenteil. Er hat einen gewissen Eigenwert, der nicht zur Disposition steht. Und auch wenn wir uns jetzt mal von deutschen Spezialregelungen entfernen.
2. Du argumentierst für eine "Diktatur der Mehrheit". Das ist leider eher so 18. Jahrhundert. Heutzutage müssen Mehrheitsentscheidungen auch für die betroffene Minderheit tragbar sein. Sonst könnten wir uns ja wieder auf Judenvergasung einigen, ganz demokratisch.
Statt die Menschen für unsere Gesellschaft wertvoller zu machen, indem man Ihnen eine gute Bildung ermöglicht, einfach Mindestlohn.
Von "wertvoller für unsere Gesellschaft machen" habe ich nicht gesprochen, wollte ich auch nicht sprechen und war auch keine Frage des Mindestlohns. Der bezieht sich auf den menschlichen Eigenwert, die Menschenwürde, nicht seinen Wert für die Gesellschaft.
Der Wert für die Gesellschaft kann sich sicherlich auch im Gehalt widerspiegeln, aber nur NACHDEM dem Menschen sein Eigenwert zugestanden worden ist.
Genau das meine ich, wenn ich sage, der Markt ist nicht das Einzige Kriterium zur Bewertung. Eigentlich ist er überhaupt keines, sondern ein wertneutraler Mechanismus, auf den man Einfluss nehmen kann und darf und sollte. Das heißt nicht, dass wir uns von sämtlichen Marktmechanismen verabschieden sollten. Aber erst kommt die Menschenwürde, dann kommt - als Bonus - der Markt. Darum bekommen Leute mit hoher Bildung ja auch eher 20 Euro die Stunde und nicht nur 8.
Der Mindestlohn lindert nur Symphtome, Wertschöpfung entsteht dadurch keine, dafür aber Umverteilung.
Und wieder. Es geht nicht um Wertschöpfung. Wertschöpfung hat sicherlich ihre Daseinsberechtigung, aber das heißt nicht, dass sie alleiniges Kriterium für eine Maßnahme sein kann. Mindestlohn gebietet die Sittlichkeit mit Blick auf die Menschen würde. An dieser Stelle muss die Wertschöpfung leider mal zurückstecken.
Wie ich schon schrieb: Für irgendwas MUSS unser allgemeiner Wohlstand ja gut sein. Wenn er nicht mal in der Lage ist, uns den Luxus der Menschenwürde zu ermöglichen, dann hätte unser ganzes bekacktes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem keine Daseinsberechtigung mehr.
Wenn umverteilt wird, dann von der Mittel- oder unteren Mittelschicht nach ganz unten. Wie viel Anreiz zur Qualifikation bleibt da noch?
1. Ein Anreiz wäre zum Beispiel, dass die meisten Niedriglohnjobs unglaublich anstrengend, stumpf und belastend sind. Wer will schon gerne bei der Müllabfuhr arbeiten und hat keinen inneren Anreiz, einen besseren Job zu machen?
2. Von der Oberschicht muss auch in die Mittelschicht umverteilt werden. Was in den Führungsetagen für Gehälter ausgeschüttet werden, lässt sich weder über Marktmechanismen noch Wertschöpfung erklären, geschweige denn rechtfertigen. Hier liegt ein Marktversagen vor, auch hier ist ein Eingriff nötig. Aber dieser Misstand rechtfertigt doch nicht die Beibehaltung eines anderen Missstands?
Im Stil deiner Argumentation wird seit Jahrzenten Politik gemacht und die ist so nachhaltig wie Brandrodung.
In welchem Jahrhundert bewegst Du Dich genau? Und auf welchem Kontinent?
Ich bin kein "Reichtum für alle"-Fundi, ich bin auch niemand, der hinter jeder Pflicht strukturelle Gewalt skandalisiert, ich bin auch niemand, der für eine Abschaffung des Kapitalismus plädiert. Und trotzdem heißt das nicht, dass "Marktmechanismus" und "Wert für die Gesellschaft" zu Totschlagargumenten werden dürfen.
Edit:
Zitat von Chris
schichtmodelle aber jetzt nicht mehr so aktuell.
Wenn da jetzt nichts weiter kommt, was das nur kluggeschissen. ;(
Davon abgesehen scheint die Studie auch gar keine Schichtmodelle heranzuziehen, sondern lediglich eine etwas altbackene Wortwahl.
1. Die erste Aussage war eine Zustandsbeschreibung, keine Meinung von mir. Ich hab lediglich gesagt, dass du normativ bist.
2. Jede politische Entscheidung ist immer noch eine Mehrheitsentscheidung, auch heute noch. Das diese an Bedingungen geknüpft sind habe ich nicht bestritten (durch das GG.)
3. Auf Judenvergaßung gehe ich mal nicht weiter ein.
4. Im Grunde geht es hier um zwei Standpunkte, die du hinter großen Worten wie Menschenwürde etc. versteckst.
5. Das klingt alles so nach: Ich bin auf der Welt, mir steht alles zu, aber machen möchte ich dafür nicht.
6. Wertschöpfung und Menschenwürde gehen Hand in Hand. Konstruiere daraus keinen künstlichen Konflikt.
7. Auch gut bezahlte Jobs sind oft ziemlich stumpf und antrengend. Ob Herzinfarkt oder Bandscheibenvorfall, alles scheiße :>
8. Wenn ich sage, es wird aus der Mittel- auf die Unterschicht verteilt, dann rede ich nicht von meinem persönlichen Wunsch, sondern von der bitteren Realität.
9. Deine Vorschläge sind einfach nur kurzsichtig und kommen aus dem Affekt. Der Mindestlohn bringt den "Empfängern" für einen gewissen Zeitraum eine Einkommenssteigerung. Ich würde mir da eine etwas kreativere Lösung wünschen, aber das wäre dir vermutlich zu "modern".
10. Wer Bildung aus der Diskussion nehmen möchte, soll einfach mal die Entwicklung der letzten 30 Jahre von unseren nördlichen Nachbarn betrachten.
11. Ich beziehe gern zu deinen Ausführungen Stellung, aber interpretier nicht ständig eine persönliche Meinung mit rein.
12. Ich hab die nie in irgendeine Ecke zu stellen versucht, aber ganz ehrlich der Mindestlohn löst keine Ursachen, sondern schafft auch wieder neue Verwerfungen. So wird Politik leider meistens gemacht. "Wenn Deutschland hustet gibt es halt Hustensaft, statt sich warm anzuziehen."
Deine Formatierung macht es mir leider nicht möglich, ausführlich auf alles zu antworten. Darum nur grob: Ich verstecke mich nicht hinter großen Worten wie Menschenwürde, ich fordere sie konkret mit bestimmten Punkten ein. Ich konstruieren auch keinen Konflikt zwischen Menschenwürde und Wertschöpfung oder Marktmechanismen. Weder bedingen sie sich noch widersprechen sie sich. Deshalb fordere ich eine Kombination aus beidem. Und deshalb sind Argumente, die sich auf den Markt beschränken, hier nicht zielführend, weil nicht relevant.
(Abgesehen davon, dass die meisten Argumente aus der Marktinnenperspektive nicht einmal Marktversagen mit einbezogen haben. Aber das nur am Rande.)
Davon abgesehen: Die Bildungsdiskussion ist a) ebenfalls nicht relevant für die Eingangsfrage, egal, was im Norden abgeht, b) ist der Blick nach Skandinavien ein rein anekdotisches Argument und c) belegt auch der Blick nach Skandinavien nicht, warum es relevant für die Eingangsfrage ist.
Oh, und das Holocaustbeispiel war lediglich eine pointierte Illustration, kein Hitlerargument oder so etwas. In diesem Sinne ganz Du ihm ruhig die angemessene Bedeutung zukommen lassen.
@ Mad
Der Pflegebereich war nur ein Beispiel. Ich wollte hier nicht mit der Maschinenbau Mär auftauchen. Viele freie Stellen werden in der Realität einfach nicht besetzt.
Das Medizinstudium wird begrenzt, obwohl doch so viele Landärzte fehlen. Wäre jemand mit einem Abi was um 0,2 schlechter kein guter Arzt?
Für Friseure gibt es keine Beschränkung.
Es wird aus keinem Friseur kein Arzt, aber wenn oben was frei wird rücken auch Leute nach.
Warum nicht erstmal unsere vorhandenen Reserven ausnutzen? Durch den Mindestlohn entsteht ja nicht mehr, sondern es wird verteilt.
Gleichzeitig entsteht auf dem Arbeitsmarkt mehr Druck, da es für ausländische Arbeitnehmer nicht gerade uninteressanter wird zu Putzen.
Deine Formatierung macht es mir leider nicht möglich, ausführlich auf alles zu antworten. Darum nur grob: Ich verstecke mich nicht hinter großen Worten wie Menschenwürde, ich fordere sie konkret mit bestimmten Punkten ein. Ich konstruieren auch keinen Konflikt zwischen Menschenwürde und Wertschöpfung oder Marktmechanismen. Weder bedingen sie sich noch widersprechen sie sich. Deshalb fordere ich eine Kombination aus beidem. Und deshalb sind Argumente, die sich auf den Markt beschränken, hier nicht zielführend, weil nicht relevant.
(Abgesehen davon, dass die meisten Argumente aus der Marktinnenperspektive nicht einmal Marktversagen mit einbezogen haben. Aber das nur am Rande.)
Davon abgesehen: Die Bildungsdiskussion ist a) ebenfalls nicht relevant für die Eingangsfrage, egal, was im Norden abgeht, b) ist der Blick nach Skandinavien ein rein anekdotisches Argument und c) belegt auch der Blick nach Skandinavien nicht, warum es relevant für die Eingangsfrage ist.
Oh, und das Holocaustbeispiel war lediglich eine pointierte Illustration, kein Hitlerargument oder so etwas. In diesem Sinne ganz Du ihm ruhig die angemessene Bedeutung zukommen lassen.
eine pointierte Illustration so so :D
Das war einfach daneben und unter der Gürtellinie, musst du aber selber für dich entscheiden.
Der Blick nach Skandinavien ist nicht nur ein rein Anekdotische Argument, die Zusammenhänge wird so ein intelligenter Bursche wie du doch herstellen können.
Ich habe leider Zeitdruck, weil ich auf die Arbeit muss, deshalb auch die kurzen Antworten. Aus dem ganzen dem ganzen Thema wird durch Umschreibungen und Fremdwörter nicht mehr als es eigentlich ist. Auf der einen Seite prangerst du soziale Misstände an, auf der anderen forderst du Sachlichkeit, aber nur dann wenn es dir passt.
Du hast deine Meinung, woher auch auch immer, aber diskutieren willst du doch gar nicht.
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