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    #16
    Chackzzz:
    Du bastelst daraus ein Totschlagargument. Preise sind sicherlich ein Wettbewerbsnachteil, aber weder das einzige Kriterium, noch werden sie durch den Mindestlohn massiv steigen.

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      #17
      Vielleicht ist das ganze auch zu kompensieren, indem man die Spitzenlöhne dämpft. Und ein Vorstandsmitglied vielleicht anstatt 2 nur noch eine Million bekommt. ;)

      Allgemein finde ich, dass man das Risiko der Preiserhöhnung in Kauf nehmen sollte, um eine gerechten Lohn zu erhalten. Und wer aufgrund von Mindestlöhnen, die Löhne senkt, gehört in Exil geschickt!

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        #18
        Zitat von Putzifisch
        Vielleicht nocheinmal zum Frisör...Du sagst, also lieber billiger Frisurtermin, als keine Hartz 4 Aufstockung des Arbeitnehmers.
        Ich sage lieber eine andere Lösung für "mehr Netto" im Niedriglohnsektor generieren, als diverse Arbeitslose mehr.

        Zitat von Nichtuntersetzt
        Chackzzz:
        Du bastelst daraus ein Totschlagargument. Preise sind sicherlich ein Wettbewerbsnachteil, aber weder das einzige Kriterium, noch werden sie durch den Mindestlohn massiv steigen.
        Soll kein Totschlagsargument sein, aber ist eben durchaus ein Teil der Folgen.
        Natürlich werden Preiserhöhungen vor allem den Tertiärsektor, also die Dienstleistungen, betreffen.

        Der DIW schätzt übrigens, dass bei einem Mindestlohn von 7,50€ ganze 200.000 Arbeitsplätze bedroht sind. Wie es dann bei den 8,50€ von der SPD oder den 10€ (teilweise ja sogar 11,50€) von der Linken aussieht, kann ja jeder selbst überlegen.
        Ein weiterer Faktor wäre übrigens auch mit Sicherheit der sprunghafte Anstieg von Schwarzarbeit. Menschen aus dem (EU-)Ausland arbeiten nämlich immer noch gerne für 3€ oder 4€ die Stunde.

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          #19
          Ja, Spitzenlöhne begrenzen macht auch viel Sinn. Ein Unternehmen was viel Gewinn abwirft streicht eine Million Jahresgehalt für seinen Spitzenmanager. Der Gewinn bleibt im Unternehmen. Jetzt können sich die Putzkraft, der Frisör und rumänische Gastabrisshelfer viel davon abzweigen. Oh warte.

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            #20
            Also bleiben wir bei dem Argument, WENN DIE MEHR BEKOMMEN HAB ICH WENIGER.

            Deine Anderen Lösungen heißen, lasst nicht die Arbeitgeber bezahlen, sondern den Steuerzahler. haha.

            Ansonsten kann ich dir auch sagen, das eine Erhöhung des Mindestlohns 2 andere schlimme Folgen hätte.

            Der Deutsche könnte sich SEINE Produkte kaufen. Und der Deutsche hätte was von seiner Arbeit.


            Denn du musst überlegen, Wir exportieren doch nur soviel, weils auf unserem Markt nicht in den Mengen abgesetzt werden kann. Wenn wir unsere Produkte plötzlich kaufen würden, wär das doch ne echte WIN WIN Situation?

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              #21
              Ja der Deutsche kauft dann die 4,2 Millionen Automobile, die von den unterbezahlten Fließbandarbeitern (ja auch da arbeiten welche für 8 Euro die Stunde und weniger) gefertigt werden und normalerweise ins Ausland exportiert werden.

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                #22
                Zitat von BigZ das CillaS

                Denn du musst überlegen, Wir exportieren doch nur soviel, weils auf unserem Markt nicht in den Mengen abgesetzt werden kann. Wenn wir unsere Produkte plötzlich kaufen würden, wär das doch ne echte WIN WIN Situation?
                Selbst mit einem Mindestlohn wird man die eigenen Produkte nicht kaufen, weil sie dann immer noch viel zu teuer sind für die, die durch den Mindestlohn mehr Geld bekommen würden

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                  #23
                  Zitat von BigZ das CillaS
                  Also bleiben wir bei dem Argument, WENN DIE MEHR BEKOMMEN HAB ICH WENIGER.

                  Deine Anderen Lösungen heißen, lasst nicht die Arbeitgeber bezahlen, sondern den Steuerzahler. haha.

                  Ansonsten kann ich dir auch sagen, das eine Erhöhung des Mindestlohns 2 andere schlimme Folgen hätte.

                  Der Deutsche könnte sich SEINE Produkte kaufen. Und der Deutsche hätte was von seiner Arbeit.


                  Denn du musst überlegen, Wir exportieren doch nur soviel, weils auf unserem Markt nicht in den Mengen abgesetzt werden kann. Wenn wir unsere Produkte plötzlich kaufen würden, wär das doch ne echte WIN WIN Situation?
                  Die Friseuse mit 10€ die Stunde kauft sich also plötzlich die Mercedes E-Klasse, die sonst in die USA exportiert wird?

                  Und natürlich hätten alle Normalverdiener, die jetzt schon mehr als den Mindestlohn bekommen, bei massiver Preissteigerung weniger in der Tasche. Folge: Weniger Konsum.
                  Und der Teil der vom Mindestlohn dann nicht betroffenen Leute ist sicherlich höher als der Teil von Leuten, die sich durch den Mindestlohn dann ein wenig mehr leisten können und etwas mehr konsumieren...

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                    #24
                    Zitat von BigZ das CillaS

                    Denn du musst überlegen, Wir exportieren doch nur soviel, weils auf unserem Markt nicht in den Mengen abgesetzt werden kann. Wenn wir unsere Produkte plötzlich kaufen würden, wär das doch ne echte WIN WIN Situation?
                    nicht sicher ob seriös oder nur beschränkt...

                    denk nochmal drüber nach, bitte!

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                      #25
                      hmmm der diw also ;)

                      eigentlich machen es unsere nachbarn vor, dass dort trotz mindestlohn es nicht mehr arbeitslose gibt!
                      diese angst halte ich für unbegründet, allerdings muss man sagen, dass deutschland sich auch dank seiner sinkenden reallöhne so besonders gut aus der krise gezogen hat!
                      in keinem anderen land sind die löhne in den letzten 20 jahren gesunken statt gestiegen, dadurch ist es deutschen firmen möglich inzwischen, teils deutlich, billiger zu produzieren als unsere nachbarn!

                      es sollte also auf dem lohnsektor schon etwas geschehen, kann ja nicht sein das wir halb europa retten, aber selber immer weniger verdienen!
                      da aber in der wirtschaft nie das wohl der gemeinschaft zählt, sondern immer derjenigen, die was zu sagen haben, wird man wohl um ein eingreifen aus der politik nicht herum kommen, leider!

                      ich würde es eigentlich lieber sehen, wenn sich das selber regeln könnte, aber dazu scheint deutschlands führungsetage nicht in der lage zu sein und eigentlich alle arbeitenden menschen auch nicht, sonst würde es deutliche proteste geben müssen, aber den menschen scheint es dann wohl auch nicht wichtig genug zu sein wie es ihren mitmenschen so geht!

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                        #26
                        Deutschlands Export beruht also auf der E Klasse von Mercedes. soso




                        EDIT: Außerdem haben es große Firmen doch sehr einfach um Gewinn zu machen.

                        Sie kündigen einfach 20-200k Arbeiter lassen den Rest diese Arbeit zusätzlich machen und streichen am Ende des Jahres riesen Gewinne ein.

                        Ich weiß nicht, ob wir dafür erst nen Mindestlohn brauchen, oder das nicht sowieso schon State of the Art ist. Also wo ist das Problem?

                        EDITEDIT: Was ich auch lustig finde ist, das für einige hier ne Lohnerhöhung eine derartige Preissteigerung in Gang setzt das wir alle plötzlich nicht mehr Leben können. Nach dieser Art der Trollwirtschaft, müsste es ja möglich sein, das wenn wir keinen Lohn mehr zahlen, wir uns alles leisten können.


                        Natürlich wird ein Arbeitgeber im ersten Moment etwas weniger Gewinn einfahren. Aber dann stellt sich doch die Frage, plötzlich ist da Geld bei den Menschen das sie vorher nicht hatten. Dieses Geld verbrennen dich doch nicht, sondern geben es aus, was doch auch wieder Umsatz, also iwo auch Gewinn verursacht, ist das nicht interessant.

                        Und würde das nicht genau dem entsprechen, was hier einige Vorschlagen, Spitzenverdienste senken um dieses Geld der Allgemeinheit verfügbar zu machen. Ich muss ein ziemlicher Idiot sein, sowas zu denken.

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                          #27
                          Zitat von Chackzzylicious
                          Soll kein Totschlagsargument sein, aber ist eben durchaus ein Teil der Folgen.
                          Natürlich werden Preiserhöhungen vor allem den Tertiärsektor, also die Dienstleistungen, betreffen.

                          Der DIW schätzt übrigens, dass bei einem Mindestlohn von 7,50€ ganze 200.000 Arbeitsplätze bedroht sind. Wie es dann bei den 8,50€ von der SPD oder den 10€ (teilweise ja sogar 11,50€) von der Linken aussieht, kann ja jeder selbst überlegen.
                          Ein weiterer Faktor wäre übrigens auch mit Sicherheit der sprunghafte Anstieg von Schwarzarbeit. Menschen aus dem (EU-)Ausland arbeiten nämlich immer noch gerne für 3€ oder 4€ die Stunde.
                          Sry, aber das DIW rechnet, was die Arbeitgeber hören wollen.
                          Und Schwarzarbeit ist kein Problem, dass man durch das Hoffen auf den Mitleid der Auftragsgeber/Arbeitgeber gelöst bekommt.

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                            #28
                            Zitat von Chackzzylicious
                            Der DIW schätzt übrigens, dass bei einem Mindestlohn von 7,50€ ganze 200.000 Arbeitsplätze bedroht sind.
                            Das ist eigentlich ein ziemlich gutes Argument für den Mindestlohn, wenn sogar das DIW so konservativ kalkuliert.

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                              #29
                              Mittlerweile wurde doch aus fast allen Vergleichsländern mit und Studien über Mindestlohn das Ergebnis gemeldet: "Mindestlohn hat keinerlei negative Effekte".

                              Ich finde um die 9,00€ sollten es schon sein. Habt ihr schonmal für Löhne von ungefähr diesem Betrag gearbeitet und würdet danach noch behaupten, ihr würdet einen -langfristigen- Job auch für weniger machen?

                              Auf Phoenix haben sie da neulich Wagenknecht gegen nen CDU-Parlamentarier der gegen den Mindestlohn ist diskutieren lassen, und die Gegenargumente sahen schon arg dürftig aus. Dagegen fand ich pro Mindestlohn sehr gut: Es gibt durchaus Branchen, in denen die Arbeitgeber gerne gerecht bezahlen würden, aber es einfach nicht oder kaum können, weil Lohndumper sie zu stark unter Druck setzen. Friseursalons z.b.

                              Vielleicht hat noch jemand die ziemlich ekelhaften Bilder im Kopf wo ein FDP-Mitglied nen Friseursalon leitet und steif und fest an seinem Recht festhält, seinen Mitarbeitern nur 3,50€ die Stunde zu bezahlen.


                              Gleichzeitig muss man noch anmerken dass durch Hartz 4 Menschen gezwungen werden, jeden erdenklichen noch so miesen Job anzunehmen. Dass das Dumpinglöhne fördert, ist nur logisch. Mit Mindestlohn gegenzusteuern wäre vernünftig.

                              Ich behaupte dass unsere starken exportorientierten Unternehmen fast keinen Anteil an Hungerlöhnen habeb, und Dumpinglöhne fast nur bei Dienstleistungsunternehmen zu finden sind, die gar nichts haben was sie ins Ausland verlegen könnten. Nen Schlecktermarkt ins Ausland verlegen? Bringt nix. Nen Friseursalon? Wohl kaum. Ein Altenheim?...

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                                #30
                                Zitat von T33K3SS3LCH3N


                                Vielleicht hat noch jemand die ziemlich ekelhaften Bilder im Kopf wo ein FDP-Mitglied nen Friseursalon leitet und steif und fest an seinem Recht festhält, seinen Mitarbeitern nur 3,50€ die Stunde zu bezahlen.
                                bitte, bitte bedenke, dass Friseusen Trinkgeld bekommen - und das nicht zu knapp!

                                Wenn er ihr mehr zahlt, dann muss er auch die Preise erhöhen, um weiterhin die notwendige Marge zu machen
                                --> Leute beschweren sich
                                --> Leute geben weniger Trinkgeld
                                --> weniger Leute kommen
                                --> Leute wandern zur Konkurrenz

                                Die Einnahmen der Friseusen bleiben evtl. sogar identisch, auch wenn sich der gezahlte Stundenlohn erhöht, da die Kunden wohl weniger Trinkgeld geben..

                                also warum mehr zahlen?


                                edit: sorry, hatte das falsche zitiert. stimmt nun!

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