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    Mindestlohn

    Hey Leute,

    die neu entfachte Disskussion um den Mindestlohn von Angie mal aufzugreifen.

    Kurze Zusammenfassung der "großen" Parteien

    CDU: Lohnuntergrenze für Brancen ohne Tarifgesicherte Löhne (Quelle: Tagesschau)

    FDP: Mindeslohn wiederspricht der sozialen Marktwirtschaft (Quelle: Tagesschau)

    CSU: Lehnt dieses auch ab (Quelle: Tagesschau)

    SPD: 8,50€ Mindestlohn (Quelle: NDR Artikel vom 11.11.11)

    Linke: 10,00€ Mindestlohn (Quelle: NDR Arkikel vom 11.11.11)

    Grüne: 7,50€ (Quelle: Homepage Grüne)

    nützlicher Link zum Thema: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn280.html



    Grüße!

    Persönliche Meinung:
    Angie hat das Thema aufgegriffen um Wählerstimmen zu bekommen. Erhält auch noch Lob, obwohl z.B. die Linke schon seit mindesten den Wahlen 2006 diese Forderung stellt. Ich persönlich bin total dafür und denke das 10 Euro ja wohl das mindeste ist. Wobei Experten ja von 10-15€ für eine Familie als notwenig ansehen!

    Edit: Frage: Meint ihr, dass die FDP recht hat und es gegen die Prinzipien der so. Marktwirtschaft verstößt?!

    #2
    Könntest du bitte kurz erläutern, welche Experten "20-25€ für eine Familie als notwendig ansehen"?

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      #3
      Ja und wenn du dann beim Frisör für einfaches Haareschneiden 70 Euro bezahlst, freust du dich über einen Mindestlohn von 20€/h. Junge denk mal nach, es hat schon einen Grund warum entsprechende Löhne in entsprechend wenig produktiven Berufen gezahlt werden.

      Kommentar


        #4
        Ich bin auf jeden Fall gegen nahezu jeden Eingriff der Politik in die soziale Marktwirtschaft, der wir in Deutschland sehr viel zu verdanken haben.

        Den jetzigen Kompromiss könnte ich gerade noch so ertragen, weil es über die Tarife geregelt wird und nicht über einen gesetzlichen Mindestlohn.

        Meiner Meinung nach hätte ein gesetzlicher Mindestlohn mindestens zwei schlimme Folgen: Insbesondere Dienstleistungen würden (teilweise massiv) teurer werden und für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

        Davon abgesehen, verstehe ich auch nicht, warum Angestellte in wenig qualifizierten Berufen 10€ und mehr verdienen sollten?!
        Beispiel Friseurhandwerk: Ich möchte da nicht alle über einen Kamm scheren, aber beim Großteil der Angestellten in dem Sektor liegt weder ein großartig qualifizierter Schulabschluss vor, noch eine dermaßen qualifizierte Berufsausbildung...

        Halte da eine Regelung über die Einkommenssteuer (höhere Freibeträge bei Niedriglohnempfängern) für eher sinnvoll.

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          #5
          Hab mich verschrieben, np.

          Aber was konstruktives kann man ja auch mal schreiben. ._.

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            #6
            Zitat von Julian K.
            Ja und wenn du dann beim Frisör für einfaches Haareschneiden 70 Euro bezahlst, freust du dich über einen Mindestlohn von 20€/h. Junge denk mal nach, es hat schon einen Grund warum entsprechende Löhne in entsprechend wenig produktiven Berufen gezahlt werden.
            Zitat von Chackzzylicious
            Ich bin auf jeden Fall gegen nahezu jeden Eingriff der Politik in die soziale Marktwirtschaft, der wir in Deutschland sehr viel zu verdanken haben.

            Den jetzigen Kompromiss könnte ich gerade noch so ertragen, weil es über die Tarife geregelt wird und nicht über einen gesetzlichen Mindestlohn.

            Meiner Meinung nach hätte ein gesetzlicher Mindestlohn mindestens zwei schlimme Folgen: Insbesondere Dienstleistungen würden (teilweise massiv) teurer werden und für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

            Soll heißen, damit ich im Sauß und Brauß leben kann, dürfen andere nicht soviel verdienen.

            Passt bloß auf das ihr nicht irgendwann diese "anderen" seid.

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              #7
              Zitat von BigZ das CillaS
              Zitat von Julian K.
              Ja und wenn du dann beim Frisör für einfaches Haareschneiden 70 Euro bezahlst, freust du dich über einen Mindestlohn von 20€/h. Junge denk mal nach, es hat schon einen Grund warum entsprechende Löhne in entsprechend wenig produktiven Berufen gezahlt werden.
              Zitat von Chackzzylicious
              Ich bin auf jeden Fall gegen nahezu jeden Eingriff der Politik in die soziale Marktwirtschaft, der wir in Deutschland sehr viel zu verdanken haben.

              Den jetzigen Kompromiss könnte ich gerade noch so ertragen, weil es über die Tarife geregelt wird und nicht über einen gesetzlichen Mindestlohn.

              Meiner Meinung nach hätte ein gesetzlicher Mindestlohn mindestens zwei schlimme Folgen: Insbesondere Dienstleistungen würden (teilweise massiv) teurer werden und für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

              Soll heißen, damit ich im Sauß und Brauß leben kann, dürfen andere nicht soviel verdienen.

              Passt bloß auf das ihr nicht irgendwann diese "anderen" seid.
              Ne, soll es nicht unbedingt heißen. Ich bin durchaus für eine Entlastung von Leuten mit kleinem Einkommen, aber an einem gesetzlichen Mindestlohn hängt eben ein gewaltiger Rattenschwanz, den ich für eine Exportnation wie Deutschland für durchaus gefährlich halte..

              Und wenn bei einem kleinen Dienstleistungsbetrieb, sei es eben wieder der Friseur, dann zwei Mitarbeiterinnen entlassen werden und in das (volle) Arbeitslosengeld II rutschen, damit der Chef zwei anderen Angestellten 10€/Stunde zahlen kann, ist das wohl auch kein toller Zustand?

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                #8
                Zitat von Chackzzylicious
                Ich bin auf jeden Fall gegen nahezu jeden Eingriff der Politik in die soziale Marktwirtschaft, der wir in Deutschland sehr viel zu verdanken haben.

                Den jetzigen Kompromiss könnte ich gerade noch so ertragen, weil es über die Tarife geregelt wird und nicht über einen gesetzlichen Mindestlohn.

                Meiner Meinung nach hätte ein gesetzlicher Mindestlohn mindestens zwei schlimme Folgen: Insbesondere Dienstleistungen würden (teilweise massiv) teurer werden und für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

                Davon abgesehen, verstehe ich auch nicht, warum Angestellte in wenig qualifizierten Berufen 10€ und mehr verdienen sollten?!
                Beispiel Friseurhandwerk: Ich möchte da nicht alle über einen Kamm scheren, aber beim Großteil der Angestellten in dem Sektor liegt weder ein großartig qualifizierter Schulabschluss vor, noch eine dermaßen qualifizierte Berufsausbildung...

                Halte da eine Regelung über die Einkommenssteuer (höhere Freibeträge bei Niedriglohnempfängern) für eher sinnvoll.
                mehr unsinn habe ich schon lange nicht mehr in einem beitrag gelesen.

                es müsste heißen: eingriff in die freie marktwirtschaft, da die soziale marktwirtschaft politische eingriffe, wie z.b. den mindestlohn, ja beinhaltet.

                dienstleistungen würden zum teil teurer werden, jedoch besteht ja die möglichkeit, dass die z.Z. zu günstig sind. negative folgen für den arbeitsmarkt gibt es nicht, haben die nachbarländer gezeigt. das ist so ein märchen.

                warum gehst du zum friseur, wenn sie nicht qualifiziert sind? die sache mit den 6,50€ ist ja, dass man dabei unter der armutsgrenze in deutschland bleibt und damit macht es ja auch keinen sinn, was die cdu propagiert: wer arbeitet, der soll auch davon leben können.

                mindestlohn ist ein muss, schon seit jahren und er muss auch die richtige höhe angesetzt werden, weil es so nur augenwischerei ist. und wer jetzt unter 6,50€ bezahlt ist eh ein sklaventreiber.

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                  #9
                  für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

                  „Auswirkungen auf die Gesamtbeschäftigung der Branche konnten nicht identifiziert werden“

                  Danke - das allgemeine Angst vor Massenentlassungen haben erste Berichte der Studie der Forschungsinsitute (von Arbeitsminsterium beauftragt) wohl zerstört

                  Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/arbeit---soziales/studie-alle-profitieren-vom-mindestlohn,10808232,11064416.html

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                    #10
                    Zitat von Chackzzylicious
                    Zitat von BigZ das CillaS
                    Zitat von Julian K.
                    Ja und wenn du dann beim Frisör für einfaches Haareschneiden 70 Euro bezahlst, freust du dich über einen Mindestlohn von 20€/h. Junge denk mal nach, es hat schon einen Grund warum entsprechende Löhne in entsprechend wenig produktiven Berufen gezahlt werden.
                    Zitat von Chackzzylicious
                    Ich bin auf jeden Fall gegen nahezu jeden Eingriff der Politik in die soziale Marktwirtschaft, der wir in Deutschland sehr viel zu verdanken haben.

                    Den jetzigen Kompromiss könnte ich gerade noch so ertragen, weil es über die Tarife geregelt wird und nicht über einen gesetzlichen Mindestlohn.

                    Meiner Meinung nach hätte ein gesetzlicher Mindestlohn mindestens zwei schlimme Folgen: Insbesondere Dienstleistungen würden (teilweise massiv) teurer werden und für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

                    Soll heißen, damit ich im Sauß und Brauß leben kann, dürfen andere nicht soviel verdienen.

                    Passt bloß auf das ihr nicht irgendwann diese "anderen" seid.
                    Ne, soll es nicht unbedingt heißen. Ich bin durchaus für eine Entlastung von Leuten mit kleinem Einkommen, aber an einem gesetzlichen Mindestlohn hängt eben ein gewaltiger Rattenschwanz, den ich für eine Exportnation wie Deutschland für durchaus gefährlich halte..

                    Und wenn bei einem kleinen Dienstleistungsbetrieb, sei es eben wieder der Friseur, dann zwei Mitarbeiterinnen entlassen werden und in das (volle) Arbeitslosengeld II rutschen, damit der Chef zwei anderen Angestellten 10€/Stunde zahlen kann, ist das wohl auch kein toller Zustand?

                    aber der friseur zahlt doch nicht X€/stunde, weil das angemessen ist oder weil er sich nicht mehr leisten kann, sondern weil er ein arbeitgeber ist und damit logischerweise ein parasitärer blutsauger, der für 50 cent seine eigene mutter verkaufen würde???

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                      #11
                      Zitat von plazmapowle
                      Zitat von Chackzzylicious
                      Zitat von BigZ das CillaS
                      Zitat von Julian K.
                      Ja und wenn du dann beim Frisör für einfaches Haareschneiden 70 Euro bezahlst, freust du dich über einen Mindestlohn von 20€/h. Junge denk mal nach, es hat schon einen Grund warum entsprechende Löhne in entsprechend wenig produktiven Berufen gezahlt werden.
                      Zitat von Chackzzylicious
                      Ich bin auf jeden Fall gegen nahezu jeden Eingriff der Politik in die soziale Marktwirtschaft, der wir in Deutschland sehr viel zu verdanken haben.

                      Den jetzigen Kompromiss könnte ich gerade noch so ertragen, weil es über die Tarife geregelt wird und nicht über einen gesetzlichen Mindestlohn.

                      Meiner Meinung nach hätte ein gesetzlicher Mindestlohn mindestens zwei schlimme Folgen: Insbesondere Dienstleistungen würden (teilweise massiv) teurer werden und für den Arbeitsmarkt wäre es wohl auch nicht gerade eine gute Medizin.

                      Soll heißen, damit ich im Sauß und Brauß leben kann, dürfen andere nicht soviel verdienen.

                      Passt bloß auf das ihr nicht irgendwann diese "anderen" seid.
                      Ne, soll es nicht unbedingt heißen. Ich bin durchaus für eine Entlastung von Leuten mit kleinem Einkommen, aber an einem gesetzlichen Mindestlohn hängt eben ein gewaltiger Rattenschwanz, den ich für eine Exportnation wie Deutschland für durchaus gefährlich halte..

                      Und wenn bei einem kleinen Dienstleistungsbetrieb, sei es eben wieder der Friseur, dann zwei Mitarbeiterinnen entlassen werden und in das (volle) Arbeitslosengeld II rutschen, damit der Chef zwei anderen Angestellten 10€/Stunde zahlen kann, ist das wohl auch kein toller Zustand?

                      aber der friseur zahlt doch nicht X€/stunde, weil das angemessen ist oder weil er sich nicht mehr leisten kann, sondern weil er ein arbeitgeber ist und damit logischerweise ein parasitärer blutsauger, der für 50 cent seine eigene mutter verkaufen würde???
                      Also ich behaupte, dass es sich kein Friseur leisten kann, seinen Angestellten 10€ die Stunde und mehr zu zahlen, ohne langfristig Einsparungen (=Entlassungen) vornehmen zu müssen oder die Preise für den Kunden massiv anzuziehen.

                      Ich rede hier natürlich vom kleinen Friseur-Salon um die Ecke und nicht vom Hairdesigner in der Münchener Innenstadt oder der Düsseldorfer Kö.

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                        #12
                        Das ist Unsinn. Deutschlands Exportgüter sind nicht wegen ihrer niedrigen Preise gefragt. Und Arbeitskraft ist oft einer der geringeren Kostenfaktoren im Unternehmen.
                        Und, so abgedroschen dieser Einwand auch ist, die oberen und unteren Einkommen klaffen immer weiter auseinander. Da sehe ich auch noch etwas internes Umverteilungspotential, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exportgüter darunter leidet. Über die bisherigen Tarifverhandlungen ließ sich das ja anscheinend nicht mehr effektiv regulieren, darum ist dieser Eingriff durch die Politik richtig und wichtig.

                        Edit: Die Reinigungskraft, die ein höheres Gehalt verdient, kann sich auch wieder mehr Friseur leisten. Der Sektor der Serviceleistungen wird sich wohl ausgleichen bzw. die Einschnitte nicht allzu gravierend sein.

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                          #13
                          Mindestlöhne gehen aber nunmal mit einer Erhöhung der Dienstleistungsgebühren einher. Das kann sich in manchen Sparten nunmal garnicht rechnen.

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                            #14
                            Zitat von Nichtuntersetzt
                            Das ist Unsinn. Deutschlands Exportgüter sind nicht wegen ihrer niedrigen Preise gefragt. Und Arbeitskraft ist oft einer der geringeren Kostenfaktoren im Unternehmen.
                            Und, so abgedroschen dieser Einwand auch ist, die oberen und unteren Einkommen klaffen immer weiter auseinander. Da sehe ich auch noch etwas internes Umverteilungspotential, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exportgüter darunter leidet. Über die bisherigen Tarifverhandlungen ließ sich das ja anscheinend nicht mehr effektiv regulieren, darum ist dieser Eingriff durch die Politik richtig und wichtig.
                            Natürlich sind deutsche Exportgüter bei vielen vor allem wegen der Qualität und der "deutschen Wertarbeit" gefragt, aber wenn es eine massive Preissteigerung gibt, ist das auf jeden Fall negativ. Auch qualitativ hochwertige Güter müssen sich auf dem Weltmarkt dem Wettbewerb stellen und da ist in der heutigen Zeit ein hoher Preis immer ein Wettbewerbsnachteil.

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                              #15
                              Vielleicht nocheinmal zum Frisör...Du sagst, also lieber billiger Frisurtermin, als keine Hartz 4 Aufstockung des Arbeitnehmers.

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