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mit drölfzig tausend meine ich selbstverständlich nicht die zufälligen 60 in denen es unserem teil der welt ausnahmsweise gut geht, sondern die in denen im groben und ganzen systeme der ausbeutung der schwächeren durch die stärkeren vorherschend waren und heute - in ledigklich abgeschwächter form - noch immer sind
Ja. Aber das politische System, die Idee freiheitlicher Demokratie, Kapitalismus, Wettbewerb und Umweltschutz in einen Sack zu packen, auf den man dann mit dem Knüppel linksintellektueller Totalkritik einfach draufschlägt, ist nichtsdestotrotz nicht nur unangemessen, sondern auch schädlich.
Ansonsten verweise ich noch auf mein Edit, falls Du's nicht gesehen hast.
mit drölfzig tausend meine ich selbstverständlich nicht die zufälligen 60 in denen es unserem teil der welt ausnahmsweise gut geht, sondern die in denen im groben und ganzen systeme der ausbeutung der schwächeren durch die stärkeren vorherschend waren und heute - in ledigklich abgeschwächter form - noch immer sind
Ja. Aber das politische System, die Idee freiheitlicher Demokratie, Kapitalismus, Wettbewerb und Umweltschutz in einen Sack zu packen, auf den man dann mit dem Knüppel linksintellektueller Totalkritik einfach draufschlägt, ist nichtsdestotrotz nicht nur unangemessen, sondern auch schädlich.
Ansonsten verweise ich noch auf mein Edit, falls Du's nicht gesehen hast.
Natürlich gehört das alles zusammen!?
Das ist Politik und die Themen überschneiden sich immer und überall.
Auch Dein heutiges Mittagessen und Deine Lieblings-CD gehört "irgendwie" dazu. So eine Betrachtung führt zu nichts. Man muss sich auf zwangsläufige Zusammenhänge beziehen UND diese postulierten Zwangsläufigkeit auch noch belegen (mit mehr als "Alles Faschismus und Manipulation"-Worthülsen)..
Die CD als solche gehört mal gar nicht dazu. Die Art und Weise, wie dieses zustande kommt und man diese erwirbt natürlich schon. Ich finde die Totalkritik halt viel nachhaltiger, als den anderen Kram. Ich finde es blöde über irgendwelche Ärsche zu diskutieren, die auf Lebensmittel spekulieren. Mein Job ist es dafür zu sorgen, dass CocaCola, Nestle und Mars Produkte in Automaten landen. Würde ich moralisch argumentieren könnte ich mein Leben gleich in die Tonne treten. Natürlich rege ich mich auch darüber auf, dass ich so eine Scheisse mache, aber hier muss halt jeder den nächsten Schritt gehen um für Knete in der Tasche zu sorgen. Der eine oben und der andere unten. Hab übrigends 316 Euro im Monat und keinen Anspruch auf einen Cent (andere nennen es Sozialstaat). Natürlich gehts mir besser als sonem verschleppten Neger-Kind oder einem Megacity-Penner, aber grade das als Argument anzuführen ist eine witzlose Blenderei.
Wer versucht etwas wie einen mittleren Weg der erträglichen Ausbeutung zu suchen, betreibt Propaganda für all diese tödlichen Mechanismen die unsere Gesellschaft aufreiben. Da sehe ich keinen Nutzen drin.
Ich weiss auch nicht, was du auf den Wohlstand ansprichst. Die reichen Väter meiner Freunde waren nie für sie da. Da muss man einfach mal nach Italien ziehen oder durch Deutschland jetten. Wer bei der Bank arbeitet darf sich blos nicht als normaler Mensch aufführen und wird vom Chef als Schoßhündchen bei Meetings präsentiert. Dieser Anpassungszwang an die hierarchischen Strukturen gibt doch so vielen Menschen einen Abfuck. Die haben doch das selbe recht wie jeder andere zu kritisieren, was hier vor sich geht.
Mein Punkt war: Man kann nicht alles zusammenschmeißen beim Urteil, wenn diese Dinge auch getrennt auftreten könnten in anderen Szenarios.
Um für die 316 Euro dankbar zu sein, musst Du übrigens nicht mal nach Afrika gucken. Sieh Dich um in der deutschen Geschichte oder den meisten OECD-Staaten. Habe übrigens etwa ähnlich viel Geld und komme damit hin. Allerdings unterwerfe ich mich natürlich nebenher noch dem faschistoiden Zwang struktureller Gewalt und verdiene etwas Geld dazu. Und ich verzichte auf übertriebene Luxusgüter, aber das würde ich eh machen.
Du solltest vielleicht auch mal wenig durch andere Länder jetten, Spanien oder Bulgarien (alles EU-Staaten). Danach wirst Du sehen, wieviel des täglichen, so selbstverständlich gewordenen Wohlstands überhaupt nicht selbstverständlich ist.
Zum "mittleren Weg": Wir haben das Ganze schonmal diskutiert, Du hast Dich dann dem Thread entzogen. Ich suche den Thread gerne nochmal raus, dann können wir das dort auf Basis der schon gefallenen Argumente weiterdiskutieren. Der Glauben, eine kleine, mit der Einsicht des Wahren gesegneten Gruppe müsse das Volk mit Gegenpropaganda "aufklären" (jeder, der es anders sieht, ist lediglich ein Beweis für die Manipulation, kein Anlass zum Zweifel an der eigenen Position), ist so alt wie die gesamte Menschheitsgeschichte. Und endete immer, wenn "erfolgreich", im Desaster.
Deine Argumente reichen immer nur so weit, als dass etwas schlimmeres existiert,existiert hat oder existieren könnte. Du verweisst deine freien Gedanken (anscheinend!) immer in irgendein Gedankengut, welches dir Grenzen auferlegt, welche ich nicht nachvollziehen kann.
Du kannst den Thread gerne nochmal raussuchen, aber ich denke es wird darauf hinauslaufen, dass du dir zwischen die Konkurrenz von mir und dir einen Mechanismus wünscht, der für Sänftigung sorgt. Ein Paradoxon als Ideologie. Dabei leben wir doch bereits diesen Traum. Aber ich gucke es mir gerne noch einmal an.
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