Wenn dies dein erster Besuch hier ist, lese bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Du kannst auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche dir einfach das Forum aus, das dich am meisten interessiert.
Ankündigung
Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
Diktatur des Finanzmarktes, Gysis Rede von 7.09.20
Wie viel hier jetzt über Nazis und die DDR geredet wird...
Gysi tritt hier vielmehr als jemand auf der den Kapitalismus vor sich selbst retten möchte. Nicht mit Kommunismus, nur mit einem stärker regulierten Kapitalismus.
Btw. ist er auch einer der letzten deutschen Politiker mit klarer Sprache die mal etwas Feuer in die Bude bringen. Ich wünschte die SPD hätte noch jemanden wie ihn. Wie Gysi im Video sagt, es gibt den Unterschied zwischen echten Linken und neoliberalen pseudolinken wie Schröder.
Bei der Lybiensache muss ich Gysi aber zu 100% widersprechen, niemals gab es einen besseren und offenkundig gerechteren Anlass in den Krieg zu ziehen.
Bezüglich Saudi Arabien: Die Al Qaida als Argument zu nutzen war auch sehr unsauber. Die Araber haben bessere Antiterrorprogramme als der gesamte Westen. In erster Linie die klare Analyse "Wie werden Menschen zu Terroristen und wer wird rekrutiert" und Umerziehungslager (keine Folter, eher wie Rehabilitationszentren) in denen versucht wird ihnen die Qaida-Propaganda wieder auszutreiben.
Aber was den Finanz-/Demokratieaspekt angeht stehe ich vollkommen auf seiner Seite.
wieso? weil er sein geniales talent nicht mehr in dienste von solch menschenfreundlichen parteien wei FDP und SPD stellen kann?
fdp und spd haben natürlich mehr menschen auf dem gewissen als die vorgängerpartei sed. l0l
Zitat von T33K3SS3LCH3N
Wie viel hier jetzt über Nazis und die DDR geredet wird...
Gysi tritt hier vielmehr als jemand auf der den Kapitalismus vor sich selbst retten möchte. Nicht mit Kommunismus, nur mit einem stärker regulierten Kapitalismus.
Btw. ist er auch einer der letzten deutschen Politiker mit klarer Sprache die mal etwas Feuer in die Bude bringen. Ich wünschte die SPD hätte noch jemanden wie ihn. Wie Gysi im Video sagt, es gibt den Unterschied zwischen echten Linken und neoliberalen pseudolinken wie Schröder.
wenn ich einige sinnvolle punkte aus dem parteiprogramm der npd zitieren würde, kämen doch auch tausend nazi-comments etc. zum glück haben wir die zeiten der nazis sowie des kommunismus noch nicht verdrängt. das gibt mir mut
Der Lohnvergleich wird in allen Fällen nicht im Inland gesucht ... Wenn ich als Mathematiker soundsoviel am Anfang meines Berufsleben verdiene, dann orientiere ich mich an europäischen Zahlen (Weil ich ein paar europäische Sprachen ziemlich gut spreche und der Bürokratieaufwand aus Land A nach Land B zu ziehen quasi nichtexistent ist) soll heißen: Ich möchte meine lalalalatausend Euro NETTO haben ... Wenn Deutschland also den Spitzensteuersatz anheben wird (und auf einem Zettel in einem Bewerbungsgespräch habe ich eine betreffende Zahl schon gesehen), dann hat das Unternehmen mir einen höheren Lohn zu zahlen, um gegen die guten Freunde aus der Schweiz, aus Frankreich und aus Norwegen mithalten zu können - das ist für mein deutsches Unternehmen ziemlich schlecht und ein ungeheurer Wettbewerbsnachteil. ...
Und BITTE ... BITTE lasst die DDR-Relativierung ... ich bin in der gleichen Stadt wie Boomukl groß geworden und kanns nicht fassen, dass du hier so einen Schwachsinn von dir gibst ..
Die DDR war eine verlfuchte Diktatur, in der Leute verschwunden und erschossen worden sind, weil Sie ihre Meinung frei gesagt haben ...
Nicht dass ich hier etwas anderes erwartet hätte, aber findet ihr es nicht ein bisschen billig, eine Diskussion über aktuelle Themen 22 Jahre nach dem Mauerfall auf die SED zu reduzieren bzw. damit alle aufgeworfenen Kritikpunkte zu ignorieren?
Wenn jemand "viel Geld" hat, dann hat er das zu einem höheren Prozentsatz bereits versteuert (oder bei niedrigem Einkommen lange angespart) ... Was ist dein Problem ? Wenn jemand etwas kann, zu dem ein anderer nicht in der Lage ist und das gebraucht wird, dann hat er mehr zu verdienen ... das sich der Staat durch einen höheren Steuersatz bei steigendem Einkommen seine Ausbildungskosten wiederholt finde ich vollends okay ... Und ich sehe ein, wenn die "starken" die "schwachen" in Notlagen(!) stützen ... Aber ich finde es schlicht dreist, dass Leute, die offensichtlich noch leben und soviel Zeit haben "Aufstände anzuzetteln" sich darüber beschweren, dass sie nicht mehr bekommen, während andere die Rechnung zahlen ...
Was für ein neoliberales Geschwätz, ist das deine Vorstellung von Solidarität? Helfen nur in Notlagen und alle mit geringem Einkommen sind die, die Aufstände anzetteln - sollen sie doch froh sein, dass sie überhaupt noch am Leben sind? Wieviel hast du denn mit deinen 22 Jahren schon gearbeitet, dass du da ernsthaft ein Urteil drüber abgeben könntest?
Auf der Einen Seite darum bemüht sein, aktuelle Themen nicht durch SED-Geplapper zu verwässern; auf der anderen Seite Argumente als "Geschwätz" abtun; Arbeite dich dran ab ! Für dich der relevante Teil - Thema Seite 3 unten - Steuern auf bereits vorhandenes Vermögen:
Wenn jemand "viel Geld" hat, dann hat er das zu einem höheren Prozentsatz bereits versteuert (oder bei niedrigem Einkommen lange angespart) ... Was ist dein Problem ? Wenn jemand etwas kann, zu dem ein anderer nicht in der Lage ist und das gebraucht wird, dann hat er mehr zu verdienen ... das sich der Staat durch einen höheren Steuersatz bei steigendem Einkommen seine Ausbildungskosten wiederholt finde ich vollends okay ... Und ich sehe ein, wenn die "starken" die "schwachen" in Notlagen(!) stützen ...
(Wo ist gleich meine SED-Diskussion ?) Auch du kriegst nochmal den Link zu dem Artikel, in dem ich mich meines Wissens ursprünglich in der Diskussion bezogen habe:
http://www.faz.net/artikel/C30089/steuerpolitik-die-besseres-verdienenden-30498121.html
Und das Altersargument zählt auch nicht in die Kategorie "diskussionförderlich" ... Aber für dich: Ich zahle genug Einkommenssteuer, um in dieser Situation "Ja!" zu sagen.
Bin kein Linkswähler aber kleiner Tipp an dich narf. Das was du bechreibst ist nicht die Realität. Einkommen hat nicht immer etwas mit Leistung zu tun. Abgesehen davon muss eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewährt werden. "Top" Manager werden oft entlassen, weil sie eben keine gute Leistung gebracht haben, aber sie bekommen dafür eine millionenhohe Abfindung. Und denkst du, dass die Banker, die durch Spekulationen die Finanzkrise mit verursacht haben, nun kein Geld haben? Nicht sie tragen die Schulden ab, sondern der kleine Mann, der sich auf die verlassen hat.
Und um mir mal allen möglichen Hass einzuhandeln: Fußballspieler verdienen teilweise mehrere Millionen im Jahr, mitfinanziert von ihren schlechtverdienenden Fans, die sich abseits des Fußballs gerne über die reichen Bonzen beschweren.
Leistet ein durchschnittlicher Bundesligaspieler deshalb mehr als ein durchschnittlicher Radprofi, als ein durschnittlicher Skispringer etc.? Nein. Er wird nicht wegen seiner höheren Leistung besser bezahlt, sondern wegen der größeren Fanmassen und des höheren Medieninteresses. Und da wird eben oft nicht die Verhältnismäßigkeit beachtet. Fußballer trainieren im Vergleich zu anderen Profisportlern recht wenig und haben viel Freizeit. Aber gut, solange halt die ganzen deppen noch höhere Stadionpreise bezahlen und sich Trikots für 100 Euro kaufen, sind sie selbst schuld, dass ihre Rente schlecht aussieht.
In dem von dir verlinkten Artikel wird der besser verdienende Mittelstand verteidigt, nicht die topverdiener. Es geht im Fazartikel genau darum, dass jemand mit 55k im Jahr genauso viel bezahlen muss wie jemand mit 200k im Jahr und das genau das eben den Mittelstand schwächt.
Ja, da widerspreche ich in keinem Punkt ... und das läuft in keinem Punkt meinen Argumenten zuwider ?
Ich habe an keiner Stelle das Wort Leistung in den Mund genommen (bewusst ! - "stark" und "schwach" bezieht sich auf Einkommen; unabhängig woher es kommt!). Die Einzige implizite Annahme, die in meiner Argumentation steckt ist, das mehr Wissen den Staat mehr Kosten, dass mehr Wissen zu mehr Einkommen führt und das ich deshalb okay finde, wenn der Staat sich hier einen Teil wiederholt (Kontra dem Angelsächsischen System !!!).
Was ich nicht unterstütze ist, dass der Teil, der nichts Leisten will (!!! - und um nur den geht es mir) mit durchgefüttert wird.
Und bezüglich Managervergütung ... Ich heiße nicht gut, dass jemand 5 Mio im Jahr verdient ... insbesondere, wenn ein durchschnittlicher Prof. mit 5000-7000 im Monat nach Hause geht ...
Aber: Wir leben in einem Rechtsstaat mit weitgehender Vertragsfreiheit und wenn in einem Vertrag drinsteht (und irgendjemand hat den ja auch ausgehandelt ...), dass man abhängig von allen Umweltzuständen (z.B. auch der Pleite der Bank etc.) einen bestimmten Betrag bekommt, dann hat man sich auch dran zu halten, wenn es nicht wie erwünscht läuft ... Ich sehe ein, dass das anstoßend ist - aber das ist eine Sache, die die Öffentlichkeit schlicht nichts angeht ... SOFERN das Institut nicht von der Öffentlichkeit gestützt wird - dann können sich Juristen prügeln, was passieren soll :-)
Bis dahin gelten die Verträge, die ein Unternehmen mit einer Einzelperson aushandelt und da hat sich niemand einzumischen.
Und um nochmal auf den Artikel zurückzukommen. Der Punkt, für den ich diesen in erster Instanz gebraucht habe ist, dass die "oberen 20%" diesen Staat am Laufen halten aber per se mit Argwohn betrachtet werden, weil sie sich mehr leisten können und mehr ansparen ("Die oberen 10% besitzen 3 Bio. lalalala") ... ob das nun ein Facharbeiter mit einiger Arbeitserfahrung ist oder ein Uniabsolvent, der bereits in die Kategorie "Spitzensteuersatz" fällt ist dabei vollkommen unerheblich - Was mich stört ist, dass Herr Gysi hier zwei vollkommen artfremde Zahlen (Staatsverschuldung - Vermögen) für seine Argumentation gebraucht und die Leute, die aufgrund ihrer Fähigkeiten("Leistungsfähigkeit") mehr haben genau deshalb zur Kasse bitten will ...
In dem von dir verlinkten Artikel wird der besser verdienende Mittelstand verteidigt, nicht die topverdiener. Es geht im Fazartikel genau darum, dass jemand mit 55k im Jahr genauso viel bezahlen muss wie jemand mit 200k im Jahr und das genau das eben den Mittelstand schwächt.
Hab den Artikel gerade nochmal überflogen; ich widerpsreche in dem Punkt doch. Der Artikel bezieht sich fast ausschließlich darauf, dass oben viel erbracht wird und man von unten dafür noch Argwohn erntet und es im derzeitgen politischen Diskurs keine Fürsprecher für diese "Klasse" mehr gibt ... keine Mittelstand/Oberschicht-Geschichten ?!
es wird explizit gesagt, dass der Mittelstand der ist, der einen Großteil in Deutschland stemmt und dafür viel aufgibt aber wenig Fürsprecher hat. DIe dazu verlinkte Grafik zeigt ja dann auch den Steuersatz, der eben jenen Mittelstand genauso besteuert wie deutlich bessere Verdienende.
Das ist doch aber in der jetzigen Argumentation vollkommen unerheblich. Es ist egal, ob ich 65000 als Prof, als Angestellter oder als Facharbeiter verdiene. Ich habe derzeit keinen Fürsprecher der sagt "Hey Jungs, wir könnten ganz oben noch ein bisschen mehr ziehen, damit ihr hier in der "Mitte" etwas entlastet werdet", sondern derzeit sind alle dabei sich damit zu beschäftigen, wie das Geld, dass ich in all diesen Positionen verdiene, ausgegeben werden soll - das ist der Kern.
Der Punkt, den du ansprichst ist nachvollziehbar ... aber es ist ein anderer als der, der im Artikel erwähnt wird. Bevor die FDP implodiert ist hätten alle diese Leute diese Partei wählen können und wären - soweit die Weltanschauung stimmt - damit gut gefahren. Es geht in dem Artikel nicht um den Einkommensbereich 50-75 oder was auch immer ... Es geht allgemein um die "Leistungs"träger ... und das ist in der Definition des Artikels die Einkommensklasse 52-infinity ...
@Cena: so funktioniert nunmal ein Sozialstaat und im Ernst, wenn jemand von 300k Einkommen die Hälfte abgeben muss, ist doch noch mehr als genug. Und es ist ja nicht so, dass dieses Geld ihm nichts nutzt. Um dein Kapital zu mehren brauchst du auch eine funktionierende Infrastruktur, eine Bevölkerung mit Kaufkraft etc. Deswegen gibt es ja, das sagt Gisy durchaus korrekt, eben einige sehr (ex?)Konservative, die nun erkennen, dass die Superreichen sich teilweise ihr eigenen Grab schaufeln.
Abgesehen davon ist es ja auch nicht dein Geld, wenn du es als Steuer zahlen musst, sondern es ist dein Beitrag zu einer gesunden Gesellschaft. Und es ist quasi auch dein Beitrag dafür, dass du Straßen, Schulen, Polizei etc nutzen darfst.
Wer legt den Gehälter fest? Ich finde es eine Frechheit das Niedriglohnarbeit so massiven zulauf bekommt. Und der Mittelstand leider auch keine Lohnsteigerungen erfährt.
Das einzige was ich immer sehe ist das die ganz oben immer mehr haben. Damit können die sich automatisch immer mehr von Deutschland kaufen (Gebäude etc.). Wo soll das enden? Bis sie alles aufgekauft haben, die Städte und Gemeinden ihr ganzes Tafelsilber verlogen haben und wir alles direkt an die privaten zahlen? (also nicht mehr über Kreditzinsen wie jetzt)
Ich bin für einen starken Staat der endlich dazu steht das er für die gesamte Gesellschaft verantwortung trägt und nicht einige Teile bevorzugt behandelt. Nicht vergessen der Staat ist der größte Arbeitgeber in Deutschland.
@Cena: so funktioniert nunmal ein Sozialstaat und im Ernst, wenn jemand von 300k Einkommen die Hälfte abgeben muss, ist doch noch mehr als genug. Und es ist ja nicht so, dass dieses Geld ihm nichts nutzt. Um dein Kapital zu mehren brauchst du auch eine funktionierende Infrastruktur, eine Bevölkerung mit Kaufkraft etc. Deswegen gibt es ja, das sagt Gisy durchaus korrekt, eben einige sehr (ex?)Konservative, die nun erkennen, dass die Superreichen sich teilweise ihr eigenen Grab schaufeln.
Abgesehen davon ist es ja auch nicht dein Geld, wenn du es als Steuer zahlen musst, sondern es ist dein Beitrag zu einer gesunden Gesellschaft. Und es ist quasi auch dein Beitrag dafür, dass du Straßen, Schulen, Polizei etc nutzen darfst.
Dem kann ich nur zustimmen. Man ist an die Gesellschaft gebunden, egal welchen Status man hat. Das die Topverdiener ihr Erfolg nicht durch ihre Arbeit alleine verbuchen, sondern durch ihre Mitarbeiter, ist auch offensichtlich. Deswegen erscheint es auch als das Bestmögliche in die Gesellschaft zu investieren.
Kommentar