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Diktatur des Finanzmarktes, Gysis Rede von 7.09.20

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    Zitat von daarkside
    Zitat von Nichtuntersetzt
    Wusstest Du, dass die Parteiendemokratie (im Gegensatz zur Parlamentsdemokratie) im Prinzip die Realisierung der direkten Demokratie im Flächenstaat darstellt? Weil ich jetzt öfter was vom Wundermittel der direkten Demokratie lese, die noch eingeführt werden müsse.
    ich will es nicht wissen, ich will es erleben
    Tust Du auch, es genügt Dir nur nicht. Aber keine Demokratie wird Dir helfen innere Leere zu füllen.

    Ansonsten nochmal, falls Du es überlesen hast: "Ohne jetzt wieder Hitlerargumente auspacken zu wollen: So gesehen waren KPD und NSDAP in der Weimarer Republik auch die letzten Bastionen gegen die Politikverdrossenheit, oder?"

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      Zitat von Nichtuntersetzt
      Zitat von daarkside
      Zitat von Nichtuntersetzt
      Wusstest Du, dass die Parteiendemokratie (im Gegensatz zur Parlamentsdemokratie) im Prinzip die Realisierung der direkten Demokratie im Flächenstaat darstellt? Weil ich jetzt öfter was vom Wundermittel der direkten Demokratie lese, die noch eingeführt werden müsse.
      ich will es nicht wissen, ich will es erleben
      Tust Du auch, es genügt Dir nur nicht. Aber keine Demokratie wird Dir helfen innere Leere zu füllen.

      Ansonsten nochmal, falls Du es überlesen hast: "Ohne jetzt wieder Hitlerargumente auspacken zu wollen: So gesehen waren KPD und NSDAP in der Weimarer Republik auch die letzten Bastionen gegen die Politikverdrossenheit, oder?"

      richtig, um so mehr sorgen sollten sich die nicht extremen parteien um das mitnehmen des volkes machen

      es genügt vorallem einem drittel des landes nicht, ich spiele in einer solchen rechnung keine rolle

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        Zitat von daarkside
        richtig, um so mehr sorgen sollten sich die nicht extremen parteien um das mitnehmen des volkes machen

        es genügt vorallem einem drittel des landes nicht, ich spiele in einer solchen rechnung keine rolle
        Mein Punkt ist: Gewisse Parteien versuchen rhetorisch permanent, das bestehende System zu delegitimieren. Und irgendwann wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn ich davon überzeugt, dass alles scheiße ist, weil ich mir die Ansichten und vor allem die - verdrehte! - Argumentation dieser Parteien zu eigen gemacht habe, dann werde ich auch nie wieder einsehen können, wie gut es uns eigentlich geht und wie gut das System eigentlich läuft zu allem, was wir sonst in der Welt heute oder jemals sehen.

        Mit "verdrehten" Argumentationen meine ich die von mir schon mehrmals angesprochene Totalkritik in Kombination mit widerlicher Herabwürdigung: "Die Wirklichkeit ist nicht so toll wie das Ideal, und das zeigt mal wieder Bösartigkeit/Unfähigkeit der Poliker / des Systems / der Demokratie /whatever."
        Wenn ich mich ersteinmal so takten lasse, dann komme ich davon nie wieder runter. Es verdirbt das gesellschaftliche Klima, sorgt für einen rein destruktiven Politikverdruss.
        Und gleichzeitig ist es vollkommen unsinnig so zu denken. Und das nicht, weil grundlegende Fragen nicht erlaubt sein sollten oder so, sondern weil Kritik einfach immer pragmatisch und differenziert ausfallen muss und beiden Seiten gehört geschenkt haben sollte, wenn sie berechtigt sein soll. Und weil Kritik niemals mit einem "und das ist mal wieder typisch für ..." verknüpft werden sollte, das überhaupt nichts zur Sache tut.

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          #273 sowas von #sign

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            Zitat von gerdikurt
            Besonders witzig finde ich eigentlich, dass die Schnittgruppe der User, die hier regelmäßig gegen alles Wellen schiebt, was Richtung Datenerhebung staatlicher seits geht, mit der "Staatsknubbelgruppe" nicht unbeachtlich ist!
            Falls das jetzt heißt, dass die Leute, die gegen den totalen Überwachungsstaat wettern, dieselben sind, die im nächsten Atemzug nach staatlicher Planwirtschaft schreien - guter Hinweis, so habe ich das noch nie gesehen. :D

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              Zitat von Nichtuntersetzt
              Zitat von gerdikurt
              Besonders witzig finde ich eigentlich, dass die Schnittgruppe der User, die hier regelmäßig gegen alles Wellen schiebt, was Richtung Datenerhebung staatlicher seits geht, mit der "Staatsknubbelgruppe" nicht unbeachtlich ist!
              Falls das jetzt heißt, dass die Leute, die gegen den totalen Überwachungsstaat wettern, dieselben sind, die im nächsten Atemzug nach staatlicher Planwirtschaft schreien - guter Hinweis, so habe ich das noch nie gesehen. :D

              nein nein, weil ja die selben leute in der regel für den gläsernen staat sind, da wird schon ohne viel fantasie problemlos ein schuh draus

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                Bin nicht wirklich ein Unterstützer der Linken, aber er hat wirklich mit ALLEM Recht, was er dort sagt. Sind auch genau meine Gedankengänge zu dem Thema und ich mache mir wirklich oft darüber Gedanken.

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                  Ein Beleg für mein Weltbild:

                  http://www.heise.de/tp/artikel/35/35489/1.html

                  Umbedingt durchlesen

                  Thema:

                  Gefangen in der Konsumfalle?

                  Wird schön geschildert was bei uns auch viel gang und gebe ist mit den materiellen Gütern für die Kinder und die wenige Zeit die man für die Sprösslinge opfert.

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                    Zitat von BoOMuKl
                    Gefangen in der Konsumfalle?

                    Wird schön geschildert was bei uns auch viel gang und gebe ist mit den materiellen Gütern für die Kinder und die wenige Zeit die man für die Sprösslinge opfert.
                    Niemand wird gezwungen, seine Kinder zu vernachlässigen oder rein materiell zu erziehen. Nein, auch nicht vom "System". Im Gegenteil: Früher mussten die Kinder im frühesten Alter Körbeflechten oder noch davor Schafe hüten. Noch nie in der Geschichte der Menscheit hatte man soviel Zeit wie heute - im Gegenteil, regelmäßig Freizeit zu haben ist ein Novum.

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                      Hier ein paar meiner Ideen, sie sind noch nicht ganz ausgereift, leider hatte ich nicht die Zeit sehr stark darüber nachzudenken, was ich mir dazu aufgeschrieben hatte ist irgendwo im Müll.

                      -Man sollte ein Vetorecht für Gesetzte einführen. Dafür müssen 10% der Bevölkerung einen Antrag stellen. 10% sind sind in Ger ca 8 Millionen Menschen, das ist eine hohe Zahl und die schwer ist zu mobilisieren. Aber der Bürger bekommt die Möglichkeit aktiv einzugreifen ob er das nutzt bliebt ihm überlassen. Das Vetorecht bewirkt die Aussetzung des Gesetztes und muss neu verhandelt werden. (Gilt natürlich nur für Gesetze die vielleicht in einem Zeitraum von einem Jahr oder weniger getroffen werden)

                      - Nur noch direkt Wahl von Kandidaten, ohne eine Partei zu wählen. Die Kandidaten müssen sich viel stärker vor den Menschen ihres Wahlkreises rechtfertigen. Parteien sollen deswegen nicht abgeschafft werden, sondern bilden weiterhin die Grundlage für politische Diskussionen.

                      - Absprachen von Abstimmungen unterbinden, jeder Politiker sollte zu 100% nach seiner Meinung abstimmen.

                      - Für Volksabstimmungen aber nur bei bestimmten Themen ähnlich wie in der Schweiz.

                      - Das hier ist nur mein Wunsch wird aber nie so eintreffen. Politiker sollen dem Volk verpflichtet sein und nicht ihrem Gewissen.

                      Jetzt etwas mehr zum Thema des Threads.

                      Entscheidungen was die Wirtschaft direkt und indirekt betrifft.

                      -Jede Entscheidung ob man Banken rettet oder ob man Waffen an Diktatoren vertickt sollte von einer anderen Instanz genehmigt werden müssen (Wie genau das aussieht das weiß ich selber noch nicht genau).

                      - Politiker haben sich nicht der Wirtschaft unterzuordnen. Alles was entschieden wird muss im Sinne des Volkes sein und nicht im Sinne von Firmen. (schwer machbar, meist weiß man gar nicht wo gerade was los ist in der Politik, vielleicht deswegen mehr Transparents, durch eine Ausschuss oder bessere Arbeit mit den Medien.


                      Ich weiß einige Dinge klingen utopisch andere vielleicht nicht ganz realistisch. Trotzdem würde ich mich freuen verschiedene Meinungen darüber zu hören. Gibt bestimmt noch einiges zu verbessern oder hinzuzufügen wer weiß.

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                        Zitat von Fishkiller
                        -Man sollte ein Vetorecht für Gesetzte einführen. Dafür müssen 10% der Bevölkerung einen Antrag stellen. 10% sind sind in Ger ca 8 Millionen Menschen, das ist eine hohe Zahl und die schwer ist zu mobilisieren. Aber der Bürger bekommt die Möglichkeit aktiv einzugreifen ob er das nutzt bliebt ihm überlassen. Das Vetorecht bewirkt die Aussetzung des Gesetztes und muss neu verhandelt werden. (Gilt natürlich nur für Gesetze die vielleicht in einem Zeitraum von einem Jahr oder weniger getroffen werden)
                        Das führt zu keiner konstruktiven Entwicklung von Politik, sondern fördert ein reines Dagegen-Sein all derer, die dabei etwas von ihrem Status-Quo verlieren könnten. Im Prinzip zementiert ein solches Prinzip lediglich gutbürgerlichen Konservativismus.
                        Erfahrungsgemäß sind es nur die Bessersituierten, die bei sowas aktiv werden oder sich mobilisieren lassen - das ist sogar schon erforscht worden.
                        Das heißt: Diese Maßnahme ist effektiv sozialer Gerechtigkeit entgegen gerichtet. Schau Dir beispielsweise mal die gescheiterte Bildungsreform in Hamburg an. Die besser situierte, gutbürgerliche Minderheit hat es unter populistischer Anleitung eines Rechtsanwalts (und jetzt CDU-Mitglieds) geschafft, eine Reform abzusägen, die der Mehrheit der Hamburger mehr Chancen in der Bildung verschafft hätte.
                        - Nur noch direkt Wahl von Kandidaten, ohne eine Partei zu wählen. Die Kandidaten müssen sich viel stärker vor den Menschen ihres Wahlkreises rechtfertigen. Parteien sollen deswegen nicht abgeschafft werden, sondern bilden weiterhin die Grundlage für politische Diskussionen.
                        Diskussion, wie sie jetzt im Parlament stattfindet. Der Job wird schon erfüllt, sozusagen. Parteien habe eine ganz andere Aufgabe in unserem System: Sie sammeln und kanalisieren die Anforderungen der Bevölkerung. Ansonsten siehe auch mein nächster Einwand.
                        - Absprachen von Abstimmungen unterbinden, jeder Politiker sollte zu 100% nach seiner Meinung abstimmen.
                        Wenn Du für direkte oder plebiszitäre Demokratie bist, dann musst Du auch für imperative Mandate sein. Wie ich in den Kommentaren weiter oben schon schrieb: Der Parteienstaat (und das imperative Mandat) sind die Fortsetzung direkter Demokratie mit anderen Mitteln, um den Anforderungen des modernen Massen- und Flächenstaats gerecht zu werden.
                        Das Gegenmodell wäre repräsentativer Parlamentarismus, wo man "Vertrauensmänner" wählt, die dann ermächtigt werden, für so und soviele Jahre "gute" Politik zu machen. Das ist aber weder im heutigen Sinne demokratisch (schon gar nicht plebiszitär), noch entspricht es den heutigen Idealen von Gleichheit und Gerechtigkeit.
                        - Für Volksabstimmungen aber nur bei bestimmten Themen ähnlich wie in der Schweiz.
                        Kann man überlegen, ist aber auch kein Allheilmittel. Zum einen kann dabei sowas wie das Minarettverbot rauskommen, zum anderen werden auch nur die eh schon Mobilisierten teilnehmen. Wie gesagt, dazu gab es schon genug Forschung. Im Prinzip ermächtigst Du diejenigen, denen es gerade eh schon am besten geht.
                        - Das hier ist nur mein Wunsch wird aber nie so eintreffen. Politiker sollen dem Volk verpflichtet sein und nicht ihrem Gewissen.
                        Widerspruch zu dem, was Du oben gesagt hast? Abgesehen davon geht's ja hier gerade nicht um Wünsche, sondern um praktische, sinnvolle Ideen.
                        Entscheidung ob man Banken rettet oder ob man Waffen an Diktatoren vertickt sollte von einer anderen Instanz genehmigt werden müssen (Wie genau das aussieht das weiß ich selber noch nicht genau).
                        Wenn das Volk vorher bereit ist, sich mit dem Thema so auseinanderzusetzen wie die beratenden Volkswirtschaftler, gerne. Und nein, das kommt nicht automatisch und von alleine - diese Behauptung ist eine der großen Lebenslügen der "direkten Demokraten" und wissenschaftlich/ aus Sicht der empirischen Forschung nicht haltbar.
                        - Politiker haben sich nicht der Wirtschaft unterzuordnen. Alles was entschieden wird muss im Sinne des Volkes sein und nicht im Sinne von Firmen. (schwer machbar, meist weiß man gar nicht wo gerade was los ist in der Politik, vielleicht deswegen mehr Transparents, durch eine Ausschuss oder bessere Arbeit mit den Medien.
                        Aber gleichzeitig für Export, Wirtschaftswachstum, steigende Renten, höhere Löhne und vor allem mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen, ja? Es ist kein Zufall und auch nicht nur eine Frage der Korruption, dass der Wirtschaft viel Gehör in der Politik geschenkt wird.
                        Ich weiß einige Dinge klingen utopisch andere vielleicht nicht ganz realistisch. Trotzdem würde ich mich freuen verschiedene Meinungen darüber zu hören. Gibt bestimmt noch einiges zu verbessern oder hinzuzufügen wer weiß.
                        Es ist nie verkehrt, über die Welt nachzudenken. Aber wie schon niels geschrieben haben: Bei den meisten Themen ist es leider so, dass es nicht die "einfache" Lösung gibt, wenn man sich mal etwas mehr damit beschäftigt hat. Das sollte man bei allen Forderungen, die man stellt, nicht nur im Hinterkopf behalten, sondern aktiv mit berücksichtigen. Um mehr geht's ja in der Diskussion auch gar nicht.

                        Für alle meine Behauptungen kann ich Dir, wenn Du das willst, Literaturangaben machen. Vieles übrigens von denselben hochrenommierten Staatsrechtlern, Verfassungsrichtern und Politikwissenschaftlern, die Du eingangs als "dumm" bezeichnet hast bzw. meintest, sie seien in die Schaffung des GGs nicht einbezogen worden.

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                          HUHUHUHUHUHU

                          Finde ja den thread toll und auch die rede ist schon an inhalt nicht gerade verkehrt.

                          aber an alle linken flamer etc. .

                          Denkt bitte daran dass ihr niciht durch die Rede die linken wählen sollt ( ich mein gysi freut sich bestimmt), sondern dass es die Rede der Opposition war. Diese ist dazu da die Regierung und Demokratie zumindestens teilweise in einer art balance zu halten.
                          Also diskutiert bitte den inhalt der rede und nicht die partei von der sie kommt.

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                            bis 18 min kann mans sich anschauen, den cut danach zu lybien muss man sich nicht geben

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                              Grüzi alle zusammen,

                              Hier noch ein Link von Lafontaine zum Thema Finanzkrise:

                              http://www.youtube.com/watch?v=AUTeQFBCyWY&t=00m37s

                              viel Spass beim schauen

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                                Irgendwie habe ich das Gefühl, YT und das Internet im Allgemeinen trägt zur Volksverdummung bei. Die Leute sind nur noch in der Lage, sich irgendwelche oberflächlich aufgearbeiteten Links um die Ohren zu schlagen. Lest doch mal einfach politikwissenschaftliche Bücher dazu und gebt den Themen etwas mehr Tiefe. 8[

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