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Gesamtschule ja oder nein?

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    Gesamtschule ja oder nein?

    Ich wollte euch mal Frage was ihr von Gesamtschulen haltet und ob es eine alternative zum 3 klassigen System ist. Was für vor und Nachteile hat solch ein System?
    Ich persönlich habe erst nichts von solchen Gesamtschulen gehalten und mich nur drüber lustig gemacht. Nach und nach glaube ich aber das es doch das beste System ist weil die Erfolgschancen für real und Hauptschüler einfach besser wäre. Ein AG guckt doch nur noch auf das Zeugnis bzw. von welcher schule er kommt. Selbst die Zensuren spielen hier keine Rolle mehr. Daraus hat sich schon eine 3 klassen Gesellschaft entwickelt wo es keine Aufstiegschancen für die Mittelschicht gibt. Mein Bruder zb hat sein M10 Abschluss (von der Haupt ein Realschulabschluss) gemacht und nach seiner Schule hatte er sehr viele Möglichkeiten auch in höheren Berufen einzusteigen (hatte 5 Zusagen) und tat das auch. Heute kommt man zb ist der IT Welt nur noch mit abi rein weil doch nur ein schlechter Scherz ist oder?

    #2
    Irgendwann wird man die Kinder sowieso nur noch in Privatschulen schicken können. Die Gesamtschule ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

    Aber das Thema ist bei uns seit gefühlten 100 Jahren präsent - ich kann die Argumente der Politik schon nicht mehr hören.

    Zum Glück lässt das die einzig wahre Partei in AUT nicht zu. ;)


    edit:

    Also ich halte das grundsätzliche Konzept einer Gesamtschule schon gut und auch interessant. Nur wenn man es macht, dann muss man den ganzen Sektor refomieren, sonst wird der Prozess nur noch beschleunigt. Unabhängig davon gibt es einfach so viele Fakoren, die sowas erschweren, im Endeffekt fehlt die politische Kraft und Wille.

    Ich kann natürlich nur für das "Land der Berge" sprechen.






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      #3
      Es muss länger gemeinsam unterrichtet werden, das machen uns all unsere Nachbarländer vor. Ob nun bis zur neunten Klasse wie in Skandinavien oder nur bis zur sechsten, wie es z.B. für Hamburg geplant war, darüber lässt sich streiten. Die vierjährige Grundschule ist aber nach der Auffassung aller ernstzunehmenden Pädagogen ein Auslaufmodell.

      /e Ich persönlich halte das dänische Schulsystem für ziemlich gut. Dieses setzt sich im wesentlichen aus drei Bausteinen zusammen:

      1. Volksschule:
      - freiwillige Vorschule
      - 1. - 9. Klasse gemeinsamer Unterricht für alle

      2. Nachschule
      - die 10. Klasse auf einer neuen Schule
      - jeder kann eine Schule mit speziellen Schwerpunkten wählen, damit er seine persönlichen Schwächen aufbereiten kann, um fit für das Gymnasium zu werden
      - es gibt auch Schulen mit Schwerpunkten wie Musik oder Sport, um vor dem Gymnasium ein Jahr "Pause" zu machen
      - die guten/zielstrebigen Schüler überspringen die Nachschule und gehen stattdessen gleich aufs Gymnasium

      3. Gymnasium
      - 11./12./13. Klasse, ähnlich aufgebaut wie in Deutschland die Oberstufe

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        #4
        einfach wie in kanada son leistungsprinzip einführen, wo jeder die gleichen kurse belegen kann, aber dann in verschiedenen schwierigkeitsstufen ...

        gesamtschule find ich nicht gut

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          #5
          ich habs clever ausgenutzt wie kein anderer
          von 5 bis 9 einfach nix gemacht, hätte zu diesem zeitpunkt hauptabschluss niveau
          danach halt von 9 bis 10 bissl gelernt und HA gemacht, alle Erweiterungskurse bekommen und dadurch halt abizulassung
          gg

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            #6
            Das Problem an den Hauptschulen in den Großstädten scheint ja zu sein, dass so viele Problemschüler vorhanden sind, und gerade Kinder orientieren sich natürlich an das was von anderen vorgelebt wird.
            Wenn man jetzt Gesamtschulen hat, dann sind die Problemfälle in der Minderheit und diese orientieren sich dann eventuell an den anderen Kindern.
            Zudem haben so auch in der Grundschule schwächere Kinder die Möglichkeit in der weiterführenden Schule ohne einen Schulwechsel, vor dem sicherlich auch viele Angst haben, einen guten Abschluss zu machen.

            Leider ist das aber auch nur eine Seite der Medaille, meiner Meinung nach liegt das Übel nämlich ganz woanders, die Klassen werden immer größer, auch schon in der Grundschule. Wie sollen denn bitte schwache Schüler gefördert und stärkere Schüler gefordert werden, wenn sich ein Lehrer um 30 Kinder kümmern muss.

            Daher lasse ich das Argument:"Haben die im Ausland auch alle" mal nur bedingt gelten, da die im Ausland auch wesentlich kleinere Klassen haben, teilweise sehr viel ehrenamtlich von Eltern in der Klasse geholfen wird und quasi an jeder Schule irgendwelche Sozialpädagogen zur Verfügung stehen, was bei uns wohl eher die Ausnahme ist.

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              #7
              flame dich mal nicht #5 -.-
              ich halte ehrlich gesagt nicht wirklich was von der gesamtschule und das argument von unseren "nachbarländern" oder "skandinavien" ist halt auch kaum ernstzunehmen weil dort ganz andere verhältnisse herrschen, mehr lehrkörper, weniger immigranten und einiges mehr.

              klar werden die schwächeren in gesamtschulen etwas mitgezogen, andererseits gibt es schnell frust wenn die andern vorbeiziehen, außerdem werden gute schüler zwangsläufig zurückgehalten, geht garnicht anders mit 1 lehrer auf 30 schüler wie es bei uns ist.

              dann lieber die guten beisammen lassen und die schlechteren mehr fördern und denen mehr geld zur verfügung stellen (den hauptschulen mein ich).

              wie jemand schon gesagt hat, privatschulen wir kommen. Ganz ehrlich ich würde mein kind auch nicht in gesamtschulen schicken , womöglich noch in problemvierteln dazu weiß ich zu viel von solchen schulen.

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                #8
                wäre dafür, da ich selber bis zur 10. klasse in einer schule war, wo es sowohl förderschüler aber auch hochbegabte gab und es hat funktioniert.
                wobei eine vernünftigte umsetzung schwer werden würde.

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                  #9
                  Zitat von Brain-x
                  das argument von unseren "nachbarländern" oder "skandinavien" ist halt auch kaum ernstzunehmen weil dort ganz andere verhältnisse herrschen, mehr lehrkörper, weniger immigranten und einiges mehr.
                  Ach Quatsch. Norwegen, Schweden und Dänemark haben auch Ausländeranteile von ca. 5-10%, ähnlich wie wir. Den Skandinaviern gelingt es bloß im Regelfall viel schneller, die Immigranten zu integrieren. Und das ist kein Zufall.

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von forellenlord_AK
                    einfach alle dumen menschen erschiessen und nur elite gymnasien. np
                    also only rmelite...hmm

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                      #11
                      hat schon seinen grund, dass die in internationalen vergleichen erfolgreichen länder auf langes gemeinsames lernen setzen.

                      heißt natürlich nicht, dass man jetzt das hier gegenwärtig vorherrschende system nur einfach auflösen soll und ale kinder randommäßig in eine klasse steckt. ein wünschenswerter und sinnvoller umbau unseres bildungssystem hin zu einer gemeinschaftsschule wäre ein kosten- und zeitintensives unterfangen.

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                        #12
                        Zitat von Kaer
                        Zitat von Brain-x
                        das argument von unseren "nachbarländern" oder "skandinavien" ist halt auch kaum ernstzunehmen weil dort ganz andere verhältnisse herrschen, mehr lehrkörper, weniger immigranten und einiges mehr.
                        Ach Quatsch. Norwegen, Schweden und Dänemark haben auch Ausländeranteile von ca. 5-10%, ähnlich wie wir. Den Skandinaviern gelingt es bloß im Regelfall viel schneller, die Immigranten zu integrieren. Und das ist kein Zufall.
                        die ursachen kann ich dir sofort aufzählen:

                        - DK/nor : viel nationalistischer als deutschland, extrem viel höherer druck auf die immigranten sich sofort anzupassen.

                        - DK/nor/SE : aufnahme von muslimischen einwanderern aus _verschiedenen_ ländern, pakistan, iraq, afghanistan, kosovo-albaner, bosnier, [d.h., abschottung viel schwieriger als wenn sie nur eine gruppe von ausländern aufgneommen hätten] zudem viel höherer anteil von einwanderern aus osteuropa, insb. polen.

                        zufall ist das nicht, da hast du schon recht.

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                          #13
                          Zitat von ponzi
                          - DK/nor/SE : aufnahme von muslimischen einwanderern aus _verschiedenen_ ländern, pakistan, iraq, afghanistan, kosovo-albaner, bosnier, [d.h., abschottung viel schwieriger als wenn sie nur eine gruppe von ausländern aufgneommen hätten] zudem viel höherer anteil von einwanderern aus osteuropa, insb. polen.

                          zufall ist das nicht, da hast du schon recht.
                          staatliche kontrollen

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                            #14
                            Zitat von ponzi
                            - DK/nor : viel nationalistischer als deutschland, extrem viel höherer druck auf die immigranten sich sofort anzupassen.
                            nationalistisch ist ein blödes wort. sagen wir mal: der nationalstolz und gemeinsame werte sind viel stärker ausgeprägt, als z.b. in deutschland.

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                              #15
                              [quote=ponzi]
                              Zitat von Kaer
                              die ursachen kann ich dir sofort aufzählen:

                              - DK/nor : viel nationalistischer als deutschland, extrem viel höherer druck auf die immigranten sich sofort anzupassen.

                              - DK/nor/SE : aufnahme von muslimischen einwanderern aus _verschiedenen_ ländern, pakistan, iraq, afghanistan, kosovo-albaner, bosnier, [d.h., abschottung viel schwieriger als wenn sie nur eine gruppe von ausländern aufgneommen hätten] zudem viel höherer anteil von einwanderern aus osteuropa, insb. polen.

                              zufall ist das nicht, da hast du schon recht.
                              Und dennoch sind sie tendenziell weniger ablehnend den Immigranten gegenüber als viele Deutsche und lassen Leute im privaten machen was sie wollen. Ein höherer Nationalstolz mag sein, aber es ist kein konservativer Nationalstolz.


                              Egal, zum Thema: Ich glaube schon dass die Anwesenheit leistungsstärkerer Schüler den schwächeren hilft. Während ich in einer Fabrik gearbeitet habe, ist mir aufgefallen dass den jüngeren Real/Hauptschülern das Verantwortungsbewusstsein nicht so stark auszufallen scheint wie bei Gymnasiasten die doch (tendenziell natürlich, nicht allgemeingültig) "korrekter" sein wollen.

                              Andererseits kommt es letztenendes sowieso nur auf Lehrerqualität und Klassengröße an. Und die Wichtigkeit von Bildung fürs Land kann einfach nicht unterschätzt werden, Bildung/Lehrer sind eindeutig unterbezahlt - wir brauchen bessere Lehrer, also müssen wir bessere Bedingungen geben damit gute Leute bereit sind Lehrer zu werden und sie vernünftig entlohnen!
                              "Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt. Deutschland wird in der Hauptschule verteidigt!"

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