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"Leistung lohnt nicht" - Interview

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    #31
    FlyingDJ schrieb
    ZEIT ONLINE: Sie sagen, Leistung lohnt nicht?

    Gosepath: Ja. Sie ist in der freien Marktwirtschaft nicht entscheidend. Auf dem Markt bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, nicht die Leistung, die jeder erbringt.


    Gewagte Argumentation. Als Leistungserbringer ist mein Angebot an das Unternehmen ein anderes als das von jemandem, der keine Leistung erbringen will. Und die Qualität der Leistung unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, ebenso wie die Anzahl derer, die zu einer gewissen Leistung fähig ist, unterschiedlich ist Darüber bestimmt sich dann der Preis, sprich das Gehalt. Er blendet diesen Aspekt in seiner Beurteilung einfach aus.
    Du gehst aber davon aus, dass Geld ein objektiver Maßstab für Leistung ist und die Akteure "rational" entlohnen/bezahlen. Zumindest ersteres würde ich so nicht sagen.
    Aber wenn schon Kapitalerträge niedriger versteuert werden als Arbeitslöhne oder ein zu Guttenberg mit 600 Millionen Euro ausgestattet ist, keine echte Arbeit hat(te), politisch nichts geleistet hat und nur mittelmäßiger Halbjurist ist aber trotzdem für "seine Leistung" gelobt wird, hat er gar nicht mal unrecht.

    Übrigens hat Warren Buffett(?) auch etwas in die Richtung fallen lassen, als es um seine Kinder ging. Und für unsere libertären Freunde, lest Ayn Rand noch mal komplett und nicht nur in Stücken ([email protected] das auch immer war, glaube ponzi).

    Ist natürlich trotzdem immer fragwürdig, inwiefern man Steuern erhebt die nur einzelne Teile der Gesellschaft treffen. Man sollte aber bedenken, dass die meisten Einkommensmillionäre (gerade wenn sie vor allem aus Kapitaleinkommen bestehen) eine geringe prozentuale Steuern- und Abgabenlast als die Mittelschicht besitzen.

    p.s. ein bisschen randomtalk zur nacht,habe btw nichts von euch gelesen, bevor der thread von meinem freund sysop zerstört wird.

    ponzi schrieb:
    hab atlas shrugged 2x gelesen, + fountainhead + anthem + eine freundin die wohl krassester rand fan ever ist

    da war wohl der wunsch vater des gedanken :-)
    ponzi schrieb:
    hab das buch auf deutsch gelesen, aber teilweise was übersprungen (galts rede am ende zb..)

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      #32
      dentist schrieb
      Die Frage sollte lauten: "Mit welchem Recht hat dieser Mensch so viel Geld angehäuft, während andere sich für einen Hungerlohn den Körper zerschuften?"

      So kommt man auf den richtigen Punkt. Mit Bestrafung von Verstorbenen zu argumentieren... Respekt!
      Du verstehst es einfach nicht und ignorierst meine Argumente, um deine Ansicht zu verteidigen. Wenn jemand deiner Meinung nach zuviel Geld anhäufen kann, das andere nötiger hätten, muss man daran etwas zu seinen Lebzeiten ändern, und nicht nach seinem Tod im Sinne von "Ui, der hatte aber eigentlich zuviel und andere zu wenig, davon nehmen wir uns was zurück" die Erbschaftssteuer kassieren. Mal ganz davon abgesehen, dass Aufkommen und Aufwand dort eh in keinem Verhältnis stehen.

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        #33
        FlyingDJ schrieb
        Aber die Gegenfrage ist doch, mit welchem Recht sich die Gesellschaft an dem Vermögen bedient. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Verfechter von sozialer Gerechtigkeit und stärkeren Schultern, die die Schwächeren tragen, aber wenn ein Land einem Menschen einen Teil seines Geldes zur freien Verfügung überlässt, und das muss es ja zwingend, ist es doch nicht gerecht, davon im Augenblick seines Todes einen Anteil zu wollen. Immerhin ist es ja, innerhalb der Grenzen des diskutablen Erbschaftsrecht, die freie Wahl des Sterbenden, wohin sein eigenes Vermögen nach seinem Tod wandert. Aus meiner Sicht ist die Erbschaftssteuer eine Steuer in einer Art Grauzone, wo niemand Lebendes direkt betroffen ist. Das ist natürlich der Weg des geringsten Widerstandes, um Umverteilung zu erreichen.
        Natürlich ergibt sich daraus ein Konflikt den ich durchaus nachvollziehen kann. Als Lebender haben natürlich viele Eltern den Wunsch ihren Kindern das Leben einfacher zu machen indem sie diese auch nach ihren Tod durch ihre vorherigen Leistungen absichern.
        Im Gegensatz dazu steht ganz offensichtlich die Ungerechtigkeit, dass diese Kinder dadurch leistungsloses Vermögen erhalten und damit aus ihrer Herkunft einen direkten Vorteil ziehen.

        Das kann und sollte imo ausbalanciert werden, also eine Erbschaftssteuer die bei höheren Beträgen auch prozentual höher liegt, ähnlich wie bei der Einkommenssteuer. Denn rein moralisch sehe ich kaum ein Recht sich darüber bei Millionenbeträgen noch aufregen zu dürfen, wenn sagen wir mal noch die Hälfte übrig bleibt. Aus 4 Millionen mach 2 Millionen? Der Erbe ist immernoch sehr wohlhabend aber gleichzeitig wurde umverteilt.

        Ich sehe eigentlich kaum eine moralische Basis gegen eine progressive Erbschaftssteuer bis 50% (oder möglicherweise sogar mehr bei sehr hohen Beträgen). Dafür muss man die Toten schon sehr hoch- und Leistungsgerechtigkeit sehr geringschätzen.
        Oder viel mehr: Dafür muss man enorm theoretisch denken, von wegen "Es ist das Eigentum des Toten". Sobald es praktisch betrachtet wird, gibt es da eigentlich kaum noch mögliche Widerworte!

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          #34
          FlyingDJ postete
          dentist schrieb
          Die Frage sollte lauten: "Mit welchem Recht hat dieser Mensch so viel Geld angehäuft, während andere sich für einen Hungerlohn den Körper zerschuften?"

          So kommt man auf den richtigen Punkt. Mit Bestrafung von Verstorbenen zu argumentieren... Respekt!
          Du verstehst es einfach nicht und ignorierst meine Argumente, um deine Ansicht zu verteidigen. Wenn jemand deiner Meinung nach zuviel Geld anhäufen kann, das andere nötiger hätten, muss man daran etwas zu seinen Lebzeiten ändern, und nicht nach seinem Tod im Sinne von "Ui, der hatte aber eigentlich zuviel und andere zu wenig, davon nehmen wir uns was zurück" die Erbschaftssteuer kassieren. Mal ganz davon abgesehen, dass Aufkommen und Aufwand dort eh in keinem Verhältnis stehen.
          Die Erbschaftssteuer ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Und was er zu Lebzeiten nicht ausgeben konnte, wird er im Tod wohl auch nicht mehr brauchen. (Gott [trollolol] habe ihn selig) Daher mehr Gelder für's Gemeinwohl abpumpen, bevor mit die Kohle wieder vor sich hinschimmelt.

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            #35
            Und für unsere libertären Freunde, lest Ayn Rand noch mal komplett und nicht nur in Stücken ([email protected] das auch immer war, glaube ponzi).
            hab atlas shrugged 2x gelesen, + fountainhead + anthem + eine freundin die wohl krassester rand fan ever ist

            da war wohl der wunsch vater des gedanken :-)

            Kommentar


              #36
              dentist schrieb
              FlyingDJ postete
              dentist schrieb
              Die Frage sollte lauten: "Mit welchem Recht hat dieser Mensch so viel Geld angehäuft, während andere sich für einen Hungerlohn den Körper zerschuften?"

              So kommt man auf den richtigen Punkt. Mit Bestrafung von Verstorbenen zu argumentieren... Respekt!
              Du verstehst es einfach nicht und ignorierst meine Argumente, um deine Ansicht zu verteidigen. Wenn jemand deiner Meinung nach zuviel Geld anhäufen kann, das andere nötiger hätten, muss man daran etwas zu seinen Lebzeiten ändern, und nicht nach seinem Tod im Sinne von "Ui, der hatte aber eigentlich zuviel und andere zu wenig, davon nehmen wir uns was zurück" die Erbschaftssteuer kassieren. Mal ganz davon abgesehen, dass Aufkommen und Aufwand dort eh in keinem Verhältnis stehen.
              Die Erbschaftssteuer ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Und was er zu Lebzeiten nicht ausgeben konnte, wird er im Tod wohl auch nicht mehr brauchen. (Gott [trollolol] habe ihn selig) Daher mehr Gelder für's Gemeinwohl abpumpen, bevor mit die Kohle wieder vor sich hinschimmelt.
              so an seinem diskussionspartner vorbeizureden ist schon eine kunst

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