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Wer zu keinen Kompromissen bereit ist, dem sollte man es nicht erlauben auch nur irgendwas zu verhandeln ~
Das könnte man doch jetzt aus Sicht der GDL auch der Bahn vorwerfen.
Das eigentliche Problem ist doch, dass der GDL die Zeit davon läuft. Das möglicherweise verfassungswidrige Tarifeinheitsgesetz wird bald greifen und das Streikrecht der kleinen Gewerkschaften beschneiden. Der GDL bleibt doch jetzt nur vorher für Fakten zu sorgen oder auch in anderen Bereichen so viele Leute zu werben (z. B. durch aggressive Forderungen) um selbst nicht mehr die kleine Gewerkschaft zu sein.
An der aktuellen Situation ist eben nicht nur Herr Weselsky schuld, der verkauft das Dilemma leider einfach nur schlecht.
Hat sich denn irgendwas geändert? Die GDL bleibt doch auch nach der Gesetzesänderung die Gewerkschaft für Lokführer? Wurde doch bereits bestätigt? Lediglich für die Zugbegleiter dürften sie keine Tarife mehr verhandeln, weil dort die EVG zuständig ist.
Und man keine zwei Tarife für eine Berufsgruppe will.
"Deine Meinung" interessiert aber da wenig oder bist du direkt betroffen von der "problematik"? Und was Klatschblätter wie Bild schreiben kann man auch unter Ulk verbuchen, da wird mehr die Sau durchs Dorf getrieben als das es Wahrhehitsgehalt hat. Es geht schon lange nicht mehr nur um "Gehälter".
Diese Argumentationsart ist mühselig. Natürlich bin ich nicht "direkt betroffen", dennoch darf man sich eine Meinung bilden, oder? Soll nur zeigen, dass die Bahn sehr wohl zu Kompromissen bereit ist und vieles an der GDL liegt, die offenbar noch nicht mal über das Gehalt verhandeln möchte, sondern um Macht. Woher auch immer sie diese Forderungen nimmt.
Zitat von Slave
Jede Partei will sein Konzept durchsetzen ergo bleibt es am ende doch immer ein diktat, oder?
Außer man trifft sich in der Mitte wegen eines Kompromisses, ergo kann man die "forderungen" weitesgehend erfüllen.
Einfach nein.
Zitat von ra-hoch3
Zitat von kid
Wer zu keinen Kompromissen bereit ist, dem sollte man es nicht erlauben auch nur irgendwas zu verhandeln ~
Das könnte man doch jetzt aus Sicht der GDL auch der Bahn vorwerfen.
Das eigentliche Problem ist doch, dass der GDL die Zeit davon läuft. Das möglicherweise verfassungswidrige Tarifeinheitsgesetz wird bald greifen und das Streikrecht der kleinen Gewerkschaften beschneiden. Der GDL bleibt doch jetzt nur vorher für Fakten zu sorgen oder auch in anderen Bereichen so viele Leute zu werben (z. B. durch aggressive Forderungen) um selbst nicht mehr die kleine Gewerkschaft zu sein.
An der aktuellen Situation ist eben nicht nur Herr Weselsky schuld, der verkauft das Dilemma leider einfach nur schlecht.
Die Bahn ist zu Kompromissen bereit - wieso sollte man ihr dann Kompromisslosigkeit vorwerfen können? Und natürlich ist prinzipiell nicht nur Weselsky Schuld, aber er kämpft irgendwie gegen Windmühlen: Die ganze Zeit war die GDL eine kleine Gewerkschaft, nun auf ein Mal fällt ihr ein, dass ihr mehr Macht zusteht. Welche Grundlage diese Forderungen haben, weiß niemand so Recht. Aber das muss nun sein, schließlich steht ja das Tarifeinheitsgesetz bevor. Die Bahn kann gar nichts für das Gesetz und kann es auch nicht verhindern. Weselsky kann das durch die Streiks auch nicht aufhalten, die Forderungen danach werden eher noch lauter.
Und anstatt mit der Bahn die Verhandlung zu suchen oder Schlichtung anzustreben oder irgendwas zum Wohle der Gewerkschaftsanhänger zu tun, bleibt er ignorant und erzählt wirre Geschichten von Grundgesetzen oder erfindet Dinge, die sich als falsch herausstellen. Und da kann man es dann schon nachvollziehen, wenn die Bahn nicht als Schuldiger auszumachen ist.
Manchmal gibt es nur 0 oder 1, da hilft auch ein Kompromiss nichts. Die GDL kann ja schlecht "so ein bisschen" die Tarifverträge ihrer Zugbegleiter oder Rangierlokführer verhandeln.
Eins muss man der Bahn lassen, sie verkauft ihre Strategie deutlich besser.
Weselsky kann im Moment keine Schlichtung annehmen, da ihm die Zeit davon läuft und während einer Schlichtung die Friedenspflicht gilt, deswegen lehnt er die Schlichtung ab. Im Moment kann die GDL nur verlieren, aus ihrer Sicht müssen sie so viel Druck aufbauen wie geht, sonst gehen sie unter.
Zitat von Bordi
Spoiler:
Zitat von ra-hoch3
Zitat von kid
Wer zu keinen Kompromissen bereit ist, dem sollte man es nicht erlauben auch nur irgendwas zu verhandeln ~
Das könnte man doch jetzt aus Sicht der GDL auch der Bahn vorwerfen.
Das eigentliche Problem ist doch, dass der GDL die Zeit davon läuft. Das möglicherweise verfassungswidrige Tarifeinheitsgesetz wird bald greifen und das Streikrecht der kleinen Gewerkschaften beschneiden. Der GDL bleibt doch jetzt nur vorher für Fakten zu sorgen oder auch in anderen Bereichen so viele Leute zu werben (z. B. durch aggressive Forderungen) um selbst nicht mehr die kleine Gewerkschaft zu sein.
An der aktuellen Situation ist eben nicht nur Herr Weselsky schuld, der verkauft das Dilemma leider einfach nur schlecht.
Hat sich denn irgendwas geändert? Die GDL bleibt doch auch nach der Gesetzesänderung die Gewerkschaft für Lokführer? Wurde doch bereits bestätigt? Lediglich für die Zugbegleiter dürften sie keine Tarife mehr verhandeln, weil dort die EVG zuständig ist.
Und man keine zwei Tarife für eine Berufsgruppe will.
Ich bin jetzt leider nicht richtig im Thema, aber soweit ich mich erinnere gab es eine alte richterliche Auslegung der alten Gesetzgebung zugunsten der Tarifeinheit. Im Kern: Einen Tarifvertrag für einen Bereich. Diese Auslegung ist vor einiger Zeit wiederum von einem Gericht einkassiert worden, da sich das Tarifsystem in der BRD weg von einem relativ uniformen System über Branchen- und Manteltarifverträgen zu einem Flickenteppich verändert hat und man so kleine Gewerkschaften um ihr Streikrecht gebracht hat.
Diese neue Auslegung stärkt die kleinen Gewerkschaften, da auch sie ein Streikrecht haben. Sowohl die Wirtschaft, aber auch einige Sozis / Gewerkschaften war eine weitere Zerfledderung der Tarifverträge ein Dorn im Auge. Die Unternehmen wollen einheitliche Ansprechpartner und keine regelmäßigen Arbeitskämpfe. Einige SPDler und einige DGB-Gewerkschaftler sorgen sich um die Zersplitterung der Beschäftigten, da kleinere Gruppen immer weiter an Schlagkraft verlieren. Deswegen hat Nahles ein neues Gesetz ersonnen, dass der alten Rechtsauslegung ähnlich ist, dass halten aber viele für verfassungswidrig. Warum genau? Ich weiß es nicht genau, google es.
Wer zu keinen Kompromissen bereit ist, dem sollte man es nicht erlauben auch nur irgendwas zu verhandeln ~
Das könnte man doch jetzt aus Sicht der GDL auch der Bahn vorwerfen.
Das eigentliche Problem ist doch, dass der GDL die Zeit davon läuft. Das möglicherweise verfassungswidrige Tarifeinheitsgesetz wird bald greifen und das Streikrecht der kleinen Gewerkschaften beschneiden. Der GDL bleibt doch jetzt nur vorher für Fakten zu sorgen oder auch in anderen Bereichen so viele Leute zu werben (z. B. durch aggressive Forderungen) um selbst nicht mehr die kleine Gewerkschaft zu sein.
An der aktuellen Situation ist eben nicht nur Herr Weselsky schuld, der verkauft das Dilemma leider einfach nur schlecht.
Das ist so doch noch gar nicht gesagt. Die Bahn besteht aus über 300 Betrieben die bis jetzt zentral verhandelt haben. Wie das mit dem neuen Gesetz aussehen wird kann so genau noch keiner sagen. In welchem Betrieb darf wer für wen verhandeln?
Häufig kommt es einem so vor als denken einige das die kleinen Gewerkschaften dann gar keine Arbeitnehmer mehr vertreten können.
Naja, das heißt für mich nichts anderes, als dass die GDL (Gewerkschaft deutscher LOKOMOTIVFÜHRER) weiter für die LOKFÜHRER Gewerkschaft Nummer 1 bleibt.
Die Zugbegleiter etc. werden eben von der EVG vertreten.
Was mich einfach nur dermaßen aufregt, dass hier versucht wird krampfhaft mit Löhne/Arbeitszeit zu argumentieren, dies aber schon vor langer langer langer langer Zeit kein Thema mehr der GDL war, denn die Bahn hatte bereits vor langer langer langer Zeit eingelenkt.
Es geht hier nur noch darum, dass Herr Weselsky für eine absolute Minderheit seiner Mitglieder verhandeln will, die zum Großteil von einer anderen Gewerkschaft vertreten werden.
Er würde weiterhin für Lokführer verhandeln dürfen, aber das reicht dem anscheinend machtgeilen Herren nicht.
Seine Machgier trägt er auf dem Rücken der Leute aus, die
1. bereits für Ihre Tickets eine Menge Geld bezahlt haben
2. Darauf angewiesen sind
Ich bin wirklich froh, dass die Stimmung kippt und ich hoffe, dass dem Typen bald der Wind aus den Segeln genommen wird.
Wer zu keinen Kompromissen bereit ist, dem sollte man es nicht erlauben auch nur irgendwas zu verhandeln ~
Das könnte man doch jetzt aus Sicht der GDL auch der Bahn vorwerfen.
Das eigentliche Problem ist doch, dass der GDL die Zeit davon läuft. Das möglicherweise verfassungswidrige Tarifeinheitsgesetz wird bald greifen und das Streikrecht der kleinen Gewerkschaften beschneiden. Der GDL bleibt doch jetzt nur vorher für Fakten zu sorgen oder auch in anderen Bereichen so viele Leute zu werben (z. B. durch aggressive Forderungen) um selbst nicht mehr die kleine Gewerkschaft zu sein.
An der aktuellen Situation ist eben nicht nur Herr Weselsky schuld, der verkauft das Dilemma leider einfach nur schlecht.
Das ist so doch noch gar nicht gesagt. Die Bahn besteht aus über 300 Betrieben die bis jetzt zentral verhandelt haben. Wie das mit dem neuen Gesetz aussehen wird kann so genau noch keiner sagen. In welchem Betrieb darf wer für wen verhandeln?
Häufig kommt es einem so vor als denken einige das die kleinen Gewerkschaften dann gar keine Arbeitnehmer mehr vertreten können.
Interessant, wusste ich gar nicht. Wir können uns dann sicherlich nach inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetz auf einige Rechtsstreits freuen, zur Klärung was alles zusammen gehört und was nicht.
Zumindest die GDL wird in ihrem Klientel weiter die Tarifverträge aushandel dürfen.
Manchmal gibt es nur 0 oder 1, da hilft auch ein Kompromiss nichts. Die GDL kann ja schlecht "so ein bisschen" die Tarifverträge ihrer Zugbegleiter oder Rangierlokführer verhandeln.
Eins muss man der Bahn lassen, sie verkauft ihre Strategie deutlich besser.
Die Strategie, ein Ergebnis erzielen zu wollen, lässt sich meist auch besser verkaufen als sinnfreien Streik, den man durch wirre Geschichten und Lügen rechtfertigt. Die Bahn hat laut SPON z.B. sogar einen Vorschlag geliefert, wie man Rangierlokführer in den GDL-Tarifvertrag einbinden kann. Die EVG hatte z.B. vor langer Zeit vorgeschlagen (afaik), dass man die Mitgliederzahlen offenlegt und man sich so einigen kann, wer welche Berufsgruppen vertritt. Ist nicht passiert (warum wohl?). Bei Tarifverhandlungen geht es IMMER um Kompromisse und nie um absolute Erfüllung sämtlicher Forderungen. Wo kämen wir denn da hin?
Zitat von ra-hoch3
Weselsky kann im Moment keine Schlichtung annehmen, da ihm die Zeit davon läuft und während einer Schlichtung die Friedenspflicht gilt, deswegen lehnt er die Schlichtung ab. Im Moment kann die GDL nur verlieren, aus ihrer Sicht müssen sie so viel Druck aufbauen wie geht, sonst gehen sie unter.
Und wenn irgendein Richter den nächsten Streik für unverhältnismäßig erklärt, hat wer gewonnen? Ziel der GDL sollte es sein, für ihre Mitglieder ein gutes Ergebnis zu erzielen - genau das rückt irgendwie in den Hintergrund. Und das ist auch der Grund, weshalb die GDL überhaupt verlieren kann.
"„Das Ende des Streiks wird die GDL gesondert 48 Stunden zuvor bekannt geben. Das ist somit kein unbefristeter Arbeitskampf, weil er ein von der GDL bekannt gegebenes Ende haben wird“, hieß es in einer Mitteilung am Nachmittag."
Die trollen doch... alleine an diesem Zitat kann man schon die Dummheit zwischen den Zeilen rausquillen sehen.. einfach ekelhafter Kindergarten
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