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wird denke ich nicht viel bei rum kommen... aber ich bin echt gespannt, was da passiert. Gibts was über die Hintergründe? Also, was die Bahn da vorwirft?
glaub es geht darum dass das schlichtungsangebot ungesehen zurückgegeben wurde oder so.
Das Schlichtungsangebot wurde gesehen, aber da es wohl laut GDL die Grundrechte (Art. 9 GG) der in der Gewerkschaft vertretenden Leute beeinträchtigen würde, wurde es abgelehnt.
Naja, das war beim letzten Angebot der Bahn so.
Bei der Schlichtung geht es ja erstmal nur darum, sich mit einem Schlichter wieder an einen Tisch zu setzen und bei festgefahrenen Positionen irgendwie doch noch eine Einigung zu erzielen. Das hat der Typ abgelehnt, weil er der Meinung ist, die Bahn will damit nur den Streik abwenden und Zeit gewinnen. Einerseits nachvollziehbar, aber wenn man in der PK gestern gesehen hat, mit welcher Genugtuung er seinen Mist da verbreitet hat, der rafft sofort, worum es eigentlich geht...
Ich hab da gar nicht mehr viel Hoffnung. Vermutlich wird die Bahn irgendwann einlenken müssen, weil der Schaden sonst einfach zu groß wird. Als Arbeitgeber hat man doch keine Chance. Aussperren, praktisch das einzige Mittel im Arbeitskampf auf Seiten des Arbeitgebers, kommt wohl nicht in Betracht und ich sehe kein Szenario, bei dem Weselsky seine machtgeile Position aufgibt, die angebotene sehr großzügige Lohnerhöhung annimmt und auf seine Forderungen verzichtet, für alle Mitarbeiter verhandeln zu wollen...
Eigentlich kann man nur hoffen, dass ein Gericht das irgendwann stoppt und die Regierung schnell das Tarifeinheitsgesetz auf den Weg bringt, um diesen Machtmissbrauch zu unterbinden...
Zitat von knipser
Jemand Erfahrungen wie gut so ein Ersatzfahrplan funktioniert? Kann man sich auf die Züge "verlassen"?
(verlassen im Sinne von, die fahren, aber evtl. mit Verspätungen)
Beim letzten Streik habe ich mich darauf verlassen und mein erster Zug fuhr auch mit nur 10 Minuten Verspätung. In Hannover sollte dann eigentlich mein Anschlusszug fahren, ich hatte auch extra nochmal am Info-Schalter nachgefragt. Der Zug wurde dann aber trotzdem kurzfristig abgesagt und ich durfte schön drei Stunden (normalerweise stündlich) auf den nächsten Zug warten... Hatte richtig Spaß!
Nur um die Positionen mal wirklich zu verstehen (hab mich nicht noch nicht so mega-intensiv damit befasst, und ja - es geht um die öffentlich vertretenen Positionen und nicht um Weselsky pipapo):
Die GDL will mit der Bahn nicht nur für die Lokführer, sondern auch für alle anderen verhandeln richtig? Außer den Lokführern wird die Belegschaft der Bahn bisher durch die EVG vertreten.
Die Bahn will mit der GDL aber nur die Lokführer verhandeln und hat hierzu ein hinreichendes Angebot gemacht.
Sind denn die Zugbegleiter etc mehrheitlich in der EVG oder der GDL aktiv? Das würde für mich den Verhandlungsanspruch der GDL bzw. die Nicht-Verhandlungsbereitschaft der Bahn für diese Personengruppe in die eine oder andere Richtung plausibel erscheinen lassen. Mit welchen Argumenten begegnet man denn auf der Seite, die nach meinem Dafürhalten im Unrecht ist, dieser Tatsache?
Nur um die Positionen mal wirklich zu verstehen (hab mich nicht noch nicht so mega-intensiv damit befasst, und ja - es geht um die öffentlich vertretenen Positionen und nicht um Weselsky pipapo):
Die GDL will mit der Bahn nicht nur für die Lokführer, sondern auch für alle anderen verhandeln richtig? Außer den Lokführern wird die Belegschaft der Bahn bisher durch die EVG vertreten.
Die Bahn will mit der GDL aber nur die Lokführer verhandeln und hat hierzu ein hinreichendes Angebot gemacht.
Sind denn die Zugbegleiter etc mehrheitlich in der EVG oder der GDL aktiv? Das würde für mich den Verhandlungsanspruch der GDL bzw. die Nicht-Verhandlungsbereitschaft der Bahn für diese Personengruppe in die eine oder andere Richtung plausibel erscheinen lassen. Mit welchen Argumenten begegnet man denn auf der Seite, die nach meinem Dafürhalten im Unrecht ist, dieser Tatsache?
Sind wohl nicht soviele in der GDL wie der Weselsky sagt. Er will halt ein Macht Monopol, mehr nicht
könnte mir vorstellen, das sie per gericht erzwingen wollen das er offen legen muss wen er nun überhaupt alles vertritt. hat ja die andere gewerkschaft schon lange vorgeschlagen die GDL möchte aber nicht.
wenn dann herauskommt das er eben nicht die mehrheit vertritt wird der streik abgesagt oder was weiß ich.
interessant finde ich auch das der beamtenbund bis jetzt die GDL finanziell unterstützt hat, aber für eine schlichtung ist aber nicht gefragt wurde
Auch wenn ich zum Glück nicht auf die Bahn angewiesen bin, so nervt der ArbeitsMachtkampf der GDL langsam echt. Die Propaganda-Abteilungen der Bahn und GDL arbeiten auf Hochtouren. Wenn alle Stricke reißen wird mal wieder der Slogan "Wir nehmen nur die im GG verankerten Rechte wahr" ausgepackt und zack ist alles gerechtfertigt. Viele jubeln sogar noch, dass das endlich mal eine Gewerkschaft ist, die Mumm zeigt. Traurig, einfach nur traurig.
Zum Leidwesen aller Leute die durch den Streik beeinträchtigt sind, muss ich sagen, der Artikel ist gar nicht so schlecht. :/
Auch wenn es Herrn W. wohl nicht mehr nur um besseres Gehalt und weniger Arbeitszeit geht.
Memristor, naja seine Grundrechte sollte man sich schon nicht beschneiden lassen und es gibt genügend andere Arbeitsbereiche, denen so ein Streik auch mal gut tun würde, um auf die Missstände aufmerksam zum machen. :/
Wenn man sieht, wie andere Gewerkschaften einfach versagen (*hust* ver.di *hust*), ist es eigentlich ganz gut zu sehen, dass es auch mal Gewerkschaften gibt, die nicht direkt kuschen.
Und älteren Gewerkschaften ist es in vielen Bereichen zu verdanken, dass dort die Leute gut für ihre Arbeit bezahlt werden.
P.S. bin auch nicht wirklich vom Streik betroffen, meine Freundin aber direkt.
Steikrecht ist schon sehr wichtig. Aber muss es denn so lange sein? Warum nicht an verschiedenen Tagen immer mal wieder, ohne dass fast alles zum erliegen kommt. Klar muss die Bahn schon irgendwie stören.
Zum Leidwesen aller Leute die durch den Streik beeinträchtigt sind, muss ich sagen, der Artikel ist gar nicht so schlecht. :/
Auch wenn es Herrn W. wohl nicht mehr nur um besseres Gehalt und weniger Arbeitszeit geht.
Memristor, naja seine Grundrechte sollte man sich schon nicht beschneiden lassen und es gibt genügend andere Arbeitsbereiche, denen so ein Streik auch mal gut tun würde, um auf die Missstände aufmerksam zum machen. :/
Wenn man sieht, wie andere Gewerkschaften einfach versagen (*hust* ver.di *hust*), ist es eigentlich ganz gut zu sehen, dass es auch mal Gewerkschaften gibt, die nicht direkt kuschen.
Und älteren Gewerkschaften ist es in vielen Bereichen zu verdanken, dass dort die Leute gut für ihre Arbeit bezahlt werden.
P.S. bin auch nicht wirklich vom Streik betroffen, meine Freundin aber direkt.
es sollte aber auch klar sein, dass das ein teufelskreis ist. siehe ver.di und amazon.
amazon lässt sich, gott sei dank, nicht auf diese gewerkschaftsbonzen ein. auf der einen seite gut, weil gewerkschaften oft einfach nur blockieren können - auf der anderen seite schlecht für die tarifverträge der arbeiter.
wobei man hier natürlich gleich einhaken muss und noch dazu sagen sollte das teurere tarifverträge ein großes unternehmen wie amazon durchaus dazu bringen können den standort ins ausland zu verlegen.
dann helfen den arbeitslosen die besten tarifverträge nicht.
alles vor und nachteile. im endeffekt ist aber immer der arbeiter der arsch...nur weil sich ein paar leute profilieren wollen.
Gegen Streiks i.A. ist ja auch nichts einzuwenden, nur geht es doch hier schon lange nicht mehr um Verhältnismäßigkeiten und das Wohl des "kleinen Arbeiters".
Die echten Probleme der Bahn wie z.B. Missmanagement und miserabler Unternehmens/Investitionsstruktur werden hier mal wieder komplett unter den Tisch gekehrt. Dafür würde es sich nämlich lohnen zu streiken, aber nicht, um die Position der eigenen gegenüber anderen Gewerkschaften zu verbessern.
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