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Schwarz auf Weiß - Eine Reise durch Deutschland

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    #61
    Bin grad bei ~30 Minuten. Natürlich sind paar Szenen aus der "deutschen" Sicht schon heraus provoziert. Damit meine ich, dass man allg. nicht so offen ist wie in anderer Ländern. Wenn man sich zB im Balkan als Ausländer auf nem kleinem Fest zu Leuten dazu setzt und mit denen Anstoßen will, dann würden die sich freuen und ein Gespräch mit dir anfangen.

    Ich würds ja auch komisch finden, wenn ich in DE auf nem Fest sitze und dann nen älterer schwarzer Mann sich neben mich hockt und mit mir anstoßen will, weil ich sowas hier nicht gewohnt bin. Aber trotzdem würde ich nicht so, wie in dem Film reagieren, als wäre er radioaktiv, sondern würde eben mit ihm anstoßen und vllt. bisschen Smalltalk machen, aber es eben im Hinterkopf komisch finden.

    Andere Szenen hingegen sind einfach nur krass rassistisch und das hat auch nichts mit Provokation zu tun. Vor Allem wie jede seiner normalen Aussagen verdreht wird und falsch weitergegeben wird an andere Personen. (Das mit dem Duschvorhang zB. Sie stellt ihn als unhygienisch dar) Oder das mit den Beeren, wo sie tun, als wäre er verrückt danach und am Ende gibt es wirklich Beeren dort und dann so ne dumme Aussage wie "Ja wir bleiben hier ja nicht stehen". Oder was noch asozialer war "Gehen sie mal vllt. den Weg, dort gibts vllt. Beeren", nur damit er nicht mit der Gruppe mitgeht.

    Ich kann verstehen, dass man Vieles als "er provoziert es doch einfach nur" ansieht, weil man es nicht anders gewohnt ist, weil in Deutschland die "Sozialkultur" anders ist. Ein Beispiel was mir einfällt ist, dass man in der Türkei als Ausländer, aber auch auf dem Balkan einfach mal auf ein Kaffee und Essen eingeladen wird. Man wird super aufgenommen von den Leuten und obwohl sie selber nicht viel haben, teilen sie es gerne. Hier wärs einfach nur absurd, wenn du zu einem Ausländer gehen würdest und ihn fragst, ob er mit auf einen Kaffee kommen will.
    Natürlich hängt dieses Beispiel auch mit anderer Faktoren zusammen, die es in Deutschland einfach schwerer machen sowas durchzuführen, aber ich merke ja selber, dass es in Serbien ganz ganz anders ist was das Miteinander angeht. Dort hat man nicht "Angst" vor was Fremden, sondern eher Neugier.

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      #62
      Quechua schrieb
      Die Dokumentation stimmt mich traurig und schürt auch irgendwo ein wenig Hass. Ich hätte nicht erwartet, dass Schwarze noch derart diskriminiert werden, auch wenn man einige Stellen im Film nicht überbewerten darf (Stadion zum Beispiel, wurde oft genug erwähnt hier, warum.). Allerdings sind es eher die vermeintlich harmlosen Szenen im Film, die einem (auf jeden Fall mir) zu denken geben. Ein normaler Gang zum Amt wird zum Akt, obwohl er Staatsbürger ist, man kann nicht einfach seinen Hund ausbilden lassen und ein Garten/Jahresplatz zu mieten, scheint fast unmöglich, weil sich jemand an ihrer Kultur stören könnte? Das ist einfach so beschämend...

      Zum Glück zeigt der Film auch drei Positiv-Beispiele, ansonsten wäre ich noch auf den Gedanken gekommen, dass ich einer der Einzigen in Deutschland bin, die unvoreingenommen auf Schwarze reagieren.

      PS: Unvoreingenommen bezieht sich offentsichtlich darauf, wie ich sein äußerliches Erscheinen beim ersten Sehen bewerte. Der geschminkte Günter Wallraff kam aber äußerst normal und nicht gewalttätig rüber.
      wie fail dass du dich derart von einer einseitigen doku beeinflussen lässt.

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        #63
        haxxor schrieb
        Quechua schrieb
        Die Dokumentation stimmt mich traurig und schürt auch irgendwo ein wenig Hass. Ich hätte nicht erwartet, dass Schwarze noch derart diskriminiert werden, auch wenn man einige Stellen im Film nicht überbewerten darf (Stadion zum Beispiel, wurde oft genug erwähnt hier, warum.). Allerdings sind es eher die vermeintlich harmlosen Szenen im Film, die einem (auf jeden Fall mir) zu denken geben. Ein normaler Gang zum Amt wird zum Akt, obwohl er Staatsbürger ist, man kann nicht einfach seinen Hund ausbilden lassen und ein Garten/Jahresplatz zu mieten, scheint fast unmöglich, weil sich jemand an ihrer Kultur stören könnte? Das ist einfach so beschämend...

        Zum Glück zeigt der Film auch drei Positiv-Beispiele, ansonsten wäre ich noch auf den Gedanken gekommen, dass ich einer der Einzigen in Deutschland bin, die unvoreingenommen auf Schwarze reagieren.

        PS: Unvoreingenommen bezieht sich offentsichtlich darauf, wie ich sein äußerliches Erscheinen beim ersten Sehen bewerte. Der geschminkte Günter Wallraff kam aber äußerst normal und nicht gewalttätig rüber.
        wie fail dass du dich derart von einer einseitigen doku beeinflussen lässt.
        hältst du die dargestellten szenen für wirklich so unrealistisch?

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          #64
          sickandtired schrieb
          haxxor schrieb
          Quechua schrieb
          Die Dokumentation stimmt mich traurig und schürt auch irgendwo ein wenig Hass. Ich hätte nicht erwartet, dass Schwarze noch derart diskriminiert werden, auch wenn man einige Stellen im Film nicht überbewerten darf (Stadion zum Beispiel, wurde oft genug erwähnt hier, warum.). Allerdings sind es eher die vermeintlich harmlosen Szenen im Film, die einem (auf jeden Fall mir) zu denken geben. Ein normaler Gang zum Amt wird zum Akt, obwohl er Staatsbürger ist, man kann nicht einfach seinen Hund ausbilden lassen und ein Garten/Jahresplatz zu mieten, scheint fast unmöglich, weil sich jemand an ihrer Kultur stören könnte? Das ist einfach so beschämend...

          Zum Glück zeigt der Film auch drei Positiv-Beispiele, ansonsten wäre ich noch auf den Gedanken gekommen, dass ich einer der Einzigen in Deutschland bin, die unvoreingenommen auf Schwarze reagieren.

          PS: Unvoreingenommen bezieht sich offentsichtlich darauf, wie ich sein äußerliches Erscheinen beim ersten Sehen bewerte. Der geschminkte Günter Wallraff kam aber äußerst normal und nicht gewalttätig rüber.
          wie fail dass du dich derart von einer einseitigen doku beeinflussen lässt.
          hältst du die dargestellten szenen für wirklich so unrealistisch?
          unrealistisch nicht, aus dem einfachen grund dass es überall vollpfosten gibt. aber nur weil man eine doku sieht sollte man nicht verallgemeinern und erst recht nicht als verbindlich ansehen. das problem dass die doku anspricht ist eindeutig vorhanden, aber mir geht der kerl einfach zu weit und lässt die allgemeinheit viel zu schlecht aussehen.

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            #65
            sickandtired schrieb
            haxxor schrieb
            Quechua schrieb
            Die Dokumentation stimmt mich traurig und schürt auch irgendwo ein wenig Hass. Ich hätte nicht erwartet, dass Schwarze noch derart diskriminiert werden, auch wenn man einige Stellen im Film nicht überbewerten darf (Stadion zum Beispiel, wurde oft genug erwähnt hier, warum.). Allerdings sind es eher die vermeintlich harmlosen Szenen im Film, die einem (auf jeden Fall mir) zu denken geben. Ein normaler Gang zum Amt wird zum Akt, obwohl er Staatsbürger ist, man kann nicht einfach seinen Hund ausbilden lassen und ein Garten/Jahresplatz zu mieten, scheint fast unmöglich, weil sich jemand an ihrer Kultur stören könnte? Das ist einfach so beschämend...

            Zum Glück zeigt der Film auch drei Positiv-Beispiele, ansonsten wäre ich noch auf den Gedanken gekommen, dass ich einer der Einzigen in Deutschland bin, die unvoreingenommen auf Schwarze reagieren.

            PS: Unvoreingenommen bezieht sich offentsichtlich darauf, wie ich sein äußerliches Erscheinen beim ersten Sehen bewerte. Der geschminkte Günter Wallraff kam aber äußerst normal und nicht gewalttätig rüber.
            wie fail dass du dich derart von einer einseitigen doku beeinflussen lässt.
            hältst du die dargestellten szenen für wirklich so unrealistisch?
            ist doch ends jacke ob sie realistisch sind oder nicht, die einzigst wichtige frage ist wie lange man danach suchen musste

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              #66
              haxxor schrieb
              Quechua schrieb
              Die Dokumentation stimmt mich traurig und schürt auch irgendwo ein wenig Hass. Ich hätte nicht erwartet, dass Schwarze noch derart diskriminiert werden, auch wenn man einige Stellen im Film nicht überbewerten darf (Stadion zum Beispiel, wurde oft genug erwähnt hier, warum.). Allerdings sind es eher die vermeintlich harmlosen Szenen im Film, die einem (auf jeden Fall mir) zu denken geben. Ein normaler Gang zum Amt wird zum Akt, obwohl er Staatsbürger ist, man kann nicht einfach seinen Hund ausbilden lassen und ein Garten/Jahresplatz zu mieten, scheint fast unmöglich, weil sich jemand an ihrer Kultur stören könnte? Das ist einfach so beschämend...

              Zum Glück zeigt der Film auch drei Positiv-Beispiele, ansonsten wäre ich noch auf den Gedanken gekommen, dass ich einer der Einzigen in Deutschland bin, die unvoreingenommen auf Schwarze reagieren.

              PS: Unvoreingenommen bezieht sich offentsichtlich darauf, wie ich sein äußerliches Erscheinen beim ersten Sehen bewerte. Der geschminkte Günter Wallraff kam aber äußerst normal und nicht gewalttätig rüber.
              wie fail dass du dich derart von einer einseitigen doku beeinflussen lässt.
              Ich weiß gar nicht, wie ihr immer zu dem Schluss der Einseitigkeit kommt. Natürlich sind in dem Film Dinge bewusst provoziert. Beispielsweise die Szene am Stadion und im Zug danach. Und natürlich sind die Reaktionen keine Überraschung, weil man weiß, dass dort zum Teil diese Meinung noch vertreten wird.

              Aber ansonsten? Für mich zieht der Film sonst einen Strich durch Gesamtdeutschland und alle Altersschichten. Und das Ergebnis ist erschreckend, findest du nicht?

              Btw kommen die "jüngeren" Personen in diesem Film meiner Meinung nach besser weg, als die Älteren. Vielleicht sind wir in der Hinsicht schon auf dem richtigen Weg.


              Edit:

              Zu einem der vorherigen Post. Glaube nicht, dass sie lange nach solchen Situationen suchen mussten. Das sind zum Teil so banale Beispiele, dass ich nie gedacht hätte, dass in den Fällen Rassismus eine Rolle spielt. Bezeichnend dafür ist der Gang zum Amt, armselig sowas.

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                #67
                Quechua schrieb
                Edit:

                Zu einem der vorherigen Post. Glaube nicht, dass sie lange nach solchen Situationen suchen mussten. Das sind zum Teil so banale Beispiele, dass ich nie gedacht hätte, dass in den Fällen Rassismus eine Rolle spielt. Bezeichnend dafür ist der Gang zum Amt, armselig sowas.
                ich fand das so hart, dass er gleich die Polizei rufen wollte, weil jmd eine Frage stellt ^^..
                hätte er n ausweis gehabt, hätt er die antraben lassen sollen ^^

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                  #68
                  Stoke schrieb
                  Quechua schrieb
                  Edit:

                  Zu einem der vorherigen Post. Glaube nicht, dass sie lange nach solchen Situationen suchen mussten. Das sind zum Teil so banale Beispiele, dass ich nie gedacht hätte, dass in den Fällen Rassismus eine Rolle spielt. Bezeichnend dafür ist der Gang zum Amt, armselig sowas.
                  ich fand das so hart, dass er gleich die Polizei rufen wollte, weil jmd eine Frage stellt ^^..
                  hätte er n ausweis gehabt, hätt er die antraben lassen sollen ^^
                  er hatte seinen 'Ausweis dabei, aber dann hätten sie gewusst das er weiß ist.

                  Kommentar


                    #69
                    Es gibt Deutsche die Ausländerfeindlich sind und Ausländer die Deutschfeindlich sind. Bei den Deutschen ist das aber meistens nur in den Gedanken, höchstens mal verbal. Bei den Ausländern äußert sich die Deutschenfeindlichkeit deutlich öfter in Gewalt gegen Deutsche.

                    Dass es in beide Richtungen Rassismus gibt, bestärkt meine Meinung, dass es am besten ist, wenn Kulturen unter sich bleiben. Also nur Deutsche in De etc. Andersartigkeit führt immer zu Ablehnung.

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                      #70
                      Ein Thema, das mir echt unter den Nägeln brennt: der Alltagsrassismus. Ich halte mich aber mal zurück, darüber jetzt Romane zu schreiben, sondern rufe nur mal eine Parole in den Raum:

                      Die Worte "wir", "die" und "unser Land" gehören ersatzlos abgeschafft.

                      Danke für Eure Aufmerksamkeit.

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                        #71
                        Uchaaa schrieb
                        Es gibt Deutsche die Ausländerfeindlich sind und Ausländer die Deutschfeindlich sind. Bei den Deutschen ist das aber meistens nur in den Gedanken, höchstens mal verbal. Bei den Ausländern äußert sich die Deutschenfeindlichkeit deutlich öfter in Gewalt gegen Deutsche.

                        Dass es in beide Richtungen Rassismus gibt, bestärkt meine Meinung, dass es am besten ist, wenn Kulturen unter sich bleiben. Also nur Deutsche in De etc. Andersartigkeit führt immer zu Ablehnung.
                        ja genau

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                          #72
                          Uchaaa schrieb
                          Es gibt Deutsche die Ausländerfeindlich sind und Ausländer die Deutschfeindlich sind. Bei den Deutschen ist das aber meistens nur in den Gedanken, höchstens mal verbal. Bei den Ausländern äußert sich die Deutschenfeindlichkeit deutlich öfter in Gewalt gegen Deutsche.

                          Dass es in beide Richtungen Rassismus gibt, bestärkt meine Meinung, dass es am besten ist, wenn Kulturen unter sich bleiben. Also nur Deutsche in De etc. Andersartigkeit führt immer zu Ablehnung.
                          Mag sein, jedoch völlig utopisch. Außerdem glaub ich irgendwie nicht das es dann keinen Rassismus auf Länder Ebene geben würde.

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                            #73
                            BigZ schrieb
                            Stoke schrieb
                            Quechua schrieb
                            Edit:

                            Zu einem der vorherigen Post. Glaube nicht, dass sie lange nach solchen Situationen suchen mussten. Das sind zum Teil so banale Beispiele, dass ich nie gedacht hätte, dass in den Fällen Rassismus eine Rolle spielt. Bezeichnend dafür ist der Gang zum Amt, armselig sowas.
                            ich fand das so hart, dass er gleich die Polizei rufen wollte, weil jmd eine Frage stellt ^^..
                            hätte er n ausweis gehabt, hätt er die antraben lassen sollen ^^
                            er hatte seinen 'Ausweis dabei, aber dann hätten sie gewusst das er weiß ist.
                            das weiss ich -.-... ich meinte als schwarzer; oder sein asiatischer freund ;)
                            ich frag mich sowieso, dass die (fast) alle nicht zensiert wurden - da könnten sich einige ganz schön anpiss0rn

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                              #74
                              ich mein ich finds teilweise echt auch schockierend, aber manchmal ist der viel zu aufdränglich usw.. ist ja klar, dass manche rentner dadurch verunsichert werden omg...

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                                #75
                                oh it´s this thread again.
                                finde die doku völlig übertrieben, bin selber halb afrikaner und hatte nie probleme

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