ein leserkommentar von zeit.de, welches ich so unterschreiben würde
und das sagte gauck in seiner rede zur einheit, u.a. die integration ansprechend
an solchen vergleichsreden sieht man erstaunlich deutlich, was für ein beschissener und nichtssagender bundespräsident wulff doch ist.
Wer die Rede eines wirklich präsidialen Menschen zum Tag der deutschen Einheit hat hören wollen, der lauschte der aufregenden, anregenden und anrührenden Rede von Herr Gauck im Berliner Abgeordnetenhaus. Die geladenen Gäste waren nicht zufrieden, was ein gutes Zeichen ist. Der Rat der Muslime tobte, die Linken pöbelten und die Arrivierten schauten betroffen. Ganz im Gegensatz zur heutigen Rede des eigentlichen Bundespräsidenten. Niemand musste sich aufregen, eher bestand die Gefahr des Sekundenschlafes. Er bediente sämtliche Klischees, liess keinen Muli-Kulti-Apell aus, rief zum reichlichen Genuss der political-correctness-einheits-sauce auf und wagte sogar, von den Einwanderern ein bisschen Liebe zu ihm und zu Deutschland einzufordern, um aber sofort wieder für mehr Toleranz zu plädieren. Als ob es daran in Deutschland mangeln würde. Deutschland ist so tolerant, dass es jetzt sogar die liberalen Holländer ermahnen muss, nicht so grottenfalsch zu wählen. Deutschland ist so tolerant, dass es jetzt die Stabilitätssünder der EU zur Ordnung rufen muss, dabei übersehend, dass es selbst mit 5% gegen die Maastricht-Kriterien verstösst. Natürlich vergass Herr Wulff ja auch die Ostdeutschen nicht. Sie hatten ja irgenwie auch etwas mit der Wiedervereinigung zu tun. Im Saal war zwar keiner der damals Mutigen, auch Frau Merkel wurde nie bei Demonstration in Leipzig gesichtet, sie stiess erst zu den Widerstandskämpfern, als es darum ging, Ämter zu verteilen. Conclusio: Es war eine Rede!
"Bei der Versorgung wollen selbst diejenigen integriert sein, die unsere Kultur ablehnen, sie sogar bekämpfen und denunzieren", sagte Gauck. Dies sei "ein merkwürdiger Zustand, und der kann nicht unbesprochen bleiben", fügte er hinzu. "Wenn eingewanderte Familien sich noch jahrelang der Landessprache verweigern, dann werden alle Integrationsbemühungen scheitern", sagte Gauck.
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