Mensa flesh postete
Es ist halt unglaublich armselig, wie alle zulassen, dass Sarrazin hier zum Märtyrer hochstilisiert wird. Statt den ganzen "Judengen"-/"Menschen werden zu Zahlen"-Scheiß wegzulassen und sich auf eine inhaltliche Diskussion mit ihm einzulassen, bestärkt man die Öffentlichkeit nur darin, dass Sarrazin ein Thema anspricht, über das man hier nicht offen reden darf.
Das ist schonmal völlig falsch - die Politik hat sich zwar bisher in Sachen Immigration nicht mit Ruhm bekleckert, aber das eine öffentliche Diskussion möglich ist, wurde oft genug bewiesen. Dass die Art von Sarrazin völlig unkonstruktiv ist und er mit seinen Aussagen eher rassistische Vorbehalte beschwört statt einen Beitrag zur Immigration zu leisten, steht auch außer Frage, aber das darf nicht Dreh- und Angelpunkt der Debatte sein. Und auch dass Vererbung tatsächlich eine Rolle für die Intelligenz spielt, sollte nicht einfach stumpf geleugnet werden, denn so überlässt man Sarrazin kampflos das Feld. Und so kommt es eben, dass selbst hier auf readmore.de der überwiegende Großteil rumposaunt, Sarrazin hätte recht und wäre als einziger mutig genug, um die Problematik anzusprechen.
Worin Sarrazin recht haben mag, ist, dass bei der Immigrationspolitik Fehler gemacht wurden, als deren Folge es viele unqualifizierte Immigranten gibt, die sich nicht in einem Maße den deutschen Begebenheiten anpassen, das eine Teilnahme am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Ebenso hat er darin recht, dass statistisch gesehen vor allem die Moslems von den von ihm aufgeführten Problemen betroffen sind, während Immigranten anderer Volksgruppen sich meist schneller anpassen. Nur kann man wohl kaum behaupten, das sei die Kernaussage von Sarrazins Buch - das sind alles alt bekannte Dinge, die schon oft genug in der Öffentlichkeit aufgegriffen wurden. Wahrscheinlich kommen die über 80% Zustimmung auch daher, dass einigen Leuten gar nicht klar ist, dass das Tatsachen sind, die nicht unter den Tisch gekehrt wurden und die nichts mit dem Wirbel zu tun haben, den Sarrazin erzeugt. "Sarrazins Aussagen" - das ist etwas anderes.
Das, was Sarrazin nun behauptet - und weshalb man sich wirklich fragen sollte, ob man den Mann ernst nehmen geschweige denn unterstützen sollte - ist nämlich Folgendes: Durch die vielen muslimischen Immigranten wird die deutsche Kultur zerstört, bald gibt es mehr Moslems als Deutsche hier und das Intelligenzniveau nimmt damit einhergehend ebenfalls stark ab, denn die Moslems bekommen ja viel mehr Kinder als die Deutschen. Und das liegt nicht etwa an dem niedrigen Bildungsniveau einiger türkischen Einwanderer oder daran, dass die Integrations- und Bildungspolitik verbessert werden müssen, sondern schlicht und einfach daran, dass sie Moslems sind. Da ist jede Mühe zwecklos, solche Einwanderer schaden dem deutschen Staat nur.
Sämtliche der gerade aufgelisteten Behauptungen Sarrazins sind nach meinem heutigen Kenntnisstand nicht zutreffend, falsch bzw. sehr, sehr unrealistisch. Er schätzt die demographischen Entwicklungen völlig unzureichend ein, bezieht die globalen Veränderungen, die sich schon heute deutlich abzeichnen, in seine Überlegungen nicht ein und übersieht, dass auch Türken und Türkinnen sich in vielen Fällen erfolgreich integrieren oder zumindest in einem Maße anpassen, das Sarrazins Thesen als völlig haltlos erscheinen lässt - man beachte, ich rede hier gar nicht von Kultur, denn dass eine Kultur durch Geburtenraten zerstört werden soll, ist absoluter Humbug.
Er übersieht, dass Einwandererkinder hier in Deutschland vor keine Barrieren gestellt werden, die einem Teil von ihnen eine erfolgreiche Integration unmöglich machen - er redet so, als gäbe es fest verankerte gegenüberstehende Lebensmodelle, aber selbst ein Hartz-IV-Empfänger ohne Ausbildung wird nicht in integrationsfeindliche Zustände gedrängt. Das heißt ebenso, dass ein Moslem, der -völlig ohne Bezug zu seinen genetischen Veranlagungen, seien sie noch so schlecht- akzeptabel gebildet wird, ein integrales Mitglied dieser Gesellschaft sein kann.
Und zu guter Letzt übersieht er völlig die Prognosen des Arbeitsmarktes, laut denen Deutschland wirtschaftlich zweifellos besser da steht, wenn es eine vergleichsweise hohe Immigrationsquote gibt - ob Fachkräfte oder Arbeiter, das zukünftige BIP profitiert spätestens dann von den heutigen Einwanderungsbestrebungen, wenn die Gentrifizierung so weit vorangeschritten ist, dass die hiesige Arbeitswelt auf hinzuziehende Menschen angewiesen ist (und das wäre, gäbe es keine Immigration, schon in 20-30 Jahren der Fall).
Kurzum: Sarrazin hat nicht recht. Die scharfe Kritik, die er erntet, ist zwar in erster Linie auf seinen völlig unmöglichen und z.T. menschenverachteten Populismus zurückzuführen und nicht auf die inhaltliche Qualität seiner Aussagen, doch auch die ist ein Grund zur Besorgnis. Wer ihm zustimmt, versteht die Thematik nicht richtig, ist nicht an einem hohen Wohlstand und einer hohen Lebensqualität im Deutschland der Zukunft interessiert, hat sich von Sarrazin blenden lassen, ist selbst ein Dummkopf - oder, noch schlimmer, tatsächlich ein vollwertiger Rassist.
/thread
Es ist halt unglaublich armselig, wie alle zulassen, dass Sarrazin hier zum Märtyrer hochstilisiert wird. Statt den ganzen "Judengen"-/"Menschen werden zu Zahlen"-Scheiß wegzulassen und sich auf eine inhaltliche Diskussion mit ihm einzulassen, bestärkt man die Öffentlichkeit nur darin, dass Sarrazin ein Thema anspricht, über das man hier nicht offen reden darf.
Das ist schonmal völlig falsch - die Politik hat sich zwar bisher in Sachen Immigration nicht mit Ruhm bekleckert, aber das eine öffentliche Diskussion möglich ist, wurde oft genug bewiesen. Dass die Art von Sarrazin völlig unkonstruktiv ist und er mit seinen Aussagen eher rassistische Vorbehalte beschwört statt einen Beitrag zur Immigration zu leisten, steht auch außer Frage, aber das darf nicht Dreh- und Angelpunkt der Debatte sein. Und auch dass Vererbung tatsächlich eine Rolle für die Intelligenz spielt, sollte nicht einfach stumpf geleugnet werden, denn so überlässt man Sarrazin kampflos das Feld. Und so kommt es eben, dass selbst hier auf readmore.de der überwiegende Großteil rumposaunt, Sarrazin hätte recht und wäre als einziger mutig genug, um die Problematik anzusprechen.
Worin Sarrazin recht haben mag, ist, dass bei der Immigrationspolitik Fehler gemacht wurden, als deren Folge es viele unqualifizierte Immigranten gibt, die sich nicht in einem Maße den deutschen Begebenheiten anpassen, das eine Teilnahme am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Ebenso hat er darin recht, dass statistisch gesehen vor allem die Moslems von den von ihm aufgeführten Problemen betroffen sind, während Immigranten anderer Volksgruppen sich meist schneller anpassen. Nur kann man wohl kaum behaupten, das sei die Kernaussage von Sarrazins Buch - das sind alles alt bekannte Dinge, die schon oft genug in der Öffentlichkeit aufgegriffen wurden. Wahrscheinlich kommen die über 80% Zustimmung auch daher, dass einigen Leuten gar nicht klar ist, dass das Tatsachen sind, die nicht unter den Tisch gekehrt wurden und die nichts mit dem Wirbel zu tun haben, den Sarrazin erzeugt. "Sarrazins Aussagen" - das ist etwas anderes.
Das, was Sarrazin nun behauptet - und weshalb man sich wirklich fragen sollte, ob man den Mann ernst nehmen geschweige denn unterstützen sollte - ist nämlich Folgendes: Durch die vielen muslimischen Immigranten wird die deutsche Kultur zerstört, bald gibt es mehr Moslems als Deutsche hier und das Intelligenzniveau nimmt damit einhergehend ebenfalls stark ab, denn die Moslems bekommen ja viel mehr Kinder als die Deutschen. Und das liegt nicht etwa an dem niedrigen Bildungsniveau einiger türkischen Einwanderer oder daran, dass die Integrations- und Bildungspolitik verbessert werden müssen, sondern schlicht und einfach daran, dass sie Moslems sind. Da ist jede Mühe zwecklos, solche Einwanderer schaden dem deutschen Staat nur.
Sämtliche der gerade aufgelisteten Behauptungen Sarrazins sind nach meinem heutigen Kenntnisstand nicht zutreffend, falsch bzw. sehr, sehr unrealistisch. Er schätzt die demographischen Entwicklungen völlig unzureichend ein, bezieht die globalen Veränderungen, die sich schon heute deutlich abzeichnen, in seine Überlegungen nicht ein und übersieht, dass auch Türken und Türkinnen sich in vielen Fällen erfolgreich integrieren oder zumindest in einem Maße anpassen, das Sarrazins Thesen als völlig haltlos erscheinen lässt - man beachte, ich rede hier gar nicht von Kultur, denn dass eine Kultur durch Geburtenraten zerstört werden soll, ist absoluter Humbug.
Er übersieht, dass Einwandererkinder hier in Deutschland vor keine Barrieren gestellt werden, die einem Teil von ihnen eine erfolgreiche Integration unmöglich machen - er redet so, als gäbe es fest verankerte gegenüberstehende Lebensmodelle, aber selbst ein Hartz-IV-Empfänger ohne Ausbildung wird nicht in integrationsfeindliche Zustände gedrängt. Das heißt ebenso, dass ein Moslem, der -völlig ohne Bezug zu seinen genetischen Veranlagungen, seien sie noch so schlecht- akzeptabel gebildet wird, ein integrales Mitglied dieser Gesellschaft sein kann.
Und zu guter Letzt übersieht er völlig die Prognosen des Arbeitsmarktes, laut denen Deutschland wirtschaftlich zweifellos besser da steht, wenn es eine vergleichsweise hohe Immigrationsquote gibt - ob Fachkräfte oder Arbeiter, das zukünftige BIP profitiert spätestens dann von den heutigen Einwanderungsbestrebungen, wenn die Gentrifizierung so weit vorangeschritten ist, dass die hiesige Arbeitswelt auf hinzuziehende Menschen angewiesen ist (und das wäre, gäbe es keine Immigration, schon in 20-30 Jahren der Fall).
Kurzum: Sarrazin hat nicht recht. Die scharfe Kritik, die er erntet, ist zwar in erster Linie auf seinen völlig unmöglichen und z.T. menschenverachteten Populismus zurückzuführen und nicht auf die inhaltliche Qualität seiner Aussagen, doch auch die ist ein Grund zur Besorgnis. Wer ihm zustimmt, versteht die Thematik nicht richtig, ist nicht an einem hohen Wohlstand und einer hohen Lebensqualität im Deutschland der Zukunft interessiert, hat sich von Sarrazin blenden lassen, ist selbst ein Dummkopf - oder, noch schlimmer, tatsächlich ein vollwertiger Rassist.
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