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Mindestlohn und Lohndumping in Deutschland

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    #46
    Spoiler: 
    p4rc van Bommel postete
    schwarz postete
    roflkacke postete
    Hugger postete
    habs mal verschoben.

    denke man müsste einfach ein allgemeines gesetz entwerfen was es verbietet unter (sagen wir mal) 8 euro brutto zu verdienen. ob man es durchsetzen kann?? Keine ahnung.

    Außerdem sind es nicht immer die großen unternehmen die abzocken. wenn ich hier höre was mancher in der gastronomie verdient ist das unter aller würde.
    mein kumpel ist koch, der verdient 2500€ im moment, ist aber auch küchenchef dort
    ein "normaler" koch verdient zwischen 1200 und 1500€ bei denen im restaurant. und ja es ist trotzdem unter aller sau wenn man bedenkt das die von 8 uhr morgens bis 23 uhr abends (wenns gut läuft) arbeiten müssen
    Ist aber mMn immernoch nen guter Verdienst fürn Koch - die haben da echt noch Glück ;)

    Und Hugger: Mein Gott bist du blöde, kleine Unternehmen orientieren sich an großen Unternehmen und sie MÜSSEN, um zu überleben, sich deren Preisniveau anpassen. Wenn es keine Großunternehmen, also in Kleinstädten), in der Umgebung gibt, wird daraus eben ein Konkurrenzkampf unter Kleinunternehmen und nur der billigste wird auch überleben.

    Das Übel für dieses Problem ist einfach dieser überstrapazierte Kapitalismus. JEDER denkt nur an sich, jeder will soviel Gewinn einfahren wie möglich und niemand verschwendet einen Gedanken an die Mitmenschen..Es ist einfach die Ideologie der heutigen Gesellschaft. Von kleinan wird dir gepredigt "du bist, was du hast" und dementsprechend entwickelt sich eine Angst davor, nichts zu haben. Wir sind in einem viel zu weitem Stadium und irgendwann zerstört sich das System selbst.
    (bestes Beispiel ist doch readmore - treib dich eine Woche hier rum und du erkennst wie materiell hier alle gestrickt sind, manche mehr, manche weniger)
    Oder diese ganzen Affen die sich ein Macbook/Iphone kaufen nur um ihren krassen Mitmenschen zu imponieren und damit im Endeffekt auch nichts weiter machen als nur zu telefonieren und sms zu schreiben. (menschen, die den shit wirklich brauchen , also gefühlte 1%, fühlen sich bitte nicht angesprochen)
    kann dir bis zum letzten Absatz folgen. Danach versteh ichs nicht. N bissel zusammenhangslos...
    Nur weil deine Präferenz nicht zum Iphone tendiert, musst du andere nicht schlecht reden. Ist doch ähnlich wie mitm Auto. Die Dacia-Fahrer (ich könnt mich wieder über die Leute auslassen - lasse es aber hier) denken sich auch : "Scheiss Audi Bonzen - wollen nur damit angeben", weil diese nunmal ne andere Präferenzstruktur haben.
    Wäre doch schlimm, wenn alle Leute gleich sind.
    Zum Thema Iphone zurück: Manche kriegen nunmal nen Harten, wenn sie darauf angesprochen werden. Andere kaufen sichs aber auch, weils 1000000000 Apps gibt und es einfach super aussieht.

    stimme dir sonst qausi in allem zu... ^^


    Jo war vll etwas überflüssig - ging mir eig nur um das Konsumstreben der Gesellschaft :]
    Je teurer, je größer desto besser..

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      #47
      schwarz postete
      Spoiler: 
      p4rc van Bommel postete
      schwarz postete
      roflkacke postete
      Hugger postete
      habs mal verschoben.

      denke man müsste einfach ein allgemeines gesetz entwerfen was es verbietet unter (sagen wir mal) 8 euro brutto zu verdienen. ob man es durchsetzen kann?? Keine ahnung.

      Außerdem sind es nicht immer die großen unternehmen die abzocken. wenn ich hier höre was mancher in der gastronomie verdient ist das unter aller würde.
      mein kumpel ist koch, der verdient 2500€ im moment, ist aber auch küchenchef dort
      ein "normaler" koch verdient zwischen 1200 und 1500€ bei denen im restaurant. und ja es ist trotzdem unter aller sau wenn man bedenkt das die von 8 uhr morgens bis 23 uhr abends (wenns gut läuft) arbeiten müssen
      Ist aber mMn immernoch nen guter Verdienst fürn Koch - die haben da echt noch Glück ;)

      Und Hugger: Mein Gott bist du blöde, kleine Unternehmen orientieren sich an großen Unternehmen und sie MÜSSEN, um zu überleben, sich deren Preisniveau anpassen. Wenn es keine Großunternehmen, also in Kleinstädten), in der Umgebung gibt, wird daraus eben ein Konkurrenzkampf unter Kleinunternehmen und nur der billigste wird auch überleben.

      Das Übel für dieses Problem ist einfach dieser überstrapazierte Kapitalismus. JEDER denkt nur an sich, jeder will soviel Gewinn einfahren wie möglich und niemand verschwendet einen Gedanken an die Mitmenschen..Es ist einfach die Ideologie der heutigen Gesellschaft. Von kleinan wird dir gepredigt "du bist, was du hast" und dementsprechend entwickelt sich eine Angst davor, nichts zu haben. Wir sind in einem viel zu weitem Stadium und irgendwann zerstört sich das System selbst.
      (bestes Beispiel ist doch readmore - treib dich eine Woche hier rum und du erkennst wie materiell hier alle gestrickt sind, manche mehr, manche weniger)
      Oder diese ganzen Affen die sich ein Macbook/Iphone kaufen nur um ihren krassen Mitmenschen zu imponieren und damit im Endeffekt auch nichts weiter machen als nur zu telefonieren und sms zu schreiben. (menschen, die den shit wirklich brauchen , also gefühlte 1%, fühlen sich bitte nicht angesprochen)
      kann dir bis zum letzten Absatz folgen. Danach versteh ichs nicht. N bissel zusammenhangslos...
      Nur weil deine Präferenz nicht zum Iphone tendiert, musst du andere nicht schlecht reden. Ist doch ähnlich wie mitm Auto. Die Dacia-Fahrer (ich könnt mich wieder über die Leute auslassen - lasse es aber hier) denken sich auch : "Scheiss Audi Bonzen - wollen nur damit angeben", weil diese nunmal ne andere Präferenzstruktur haben.
      Wäre doch schlimm, wenn alle Leute gleich sind.
      Zum Thema Iphone zurück: Manche kriegen nunmal nen Harten, wenn sie darauf angesprochen werden. Andere kaufen sichs aber auch, weils 1000000000 Apps gibt und es einfach super aussieht.

      stimme dir sonst qausi in allem zu... ^^


      Jo war vll etwas überflüssig - ging mir eig nur um das Konsumstreben der Gesellschaft :]
      Je teurer, je größer desto besser..
      Gestern mit ner Tusse geredet, die sich ne Handtasche um 150 € gekauft hat. Hab nach 5 min auf Durchzug geschaltet....

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        #48
        das is problem an der ganzen sache ist, dass lebenshaltungskosten so verdammt hoch sind. im verhältnis zB zu holland. deswegen lass sich halt viele ihren niedriglohn durch h4 aufstocken, und haben dann quasi immer noch nichts.

        ob nun mindestlohn oder nicht?

        JA, WEIL

        -leute sind vllt auch mal wieder motiviert beim arbeiten, was man bei 3€/h sicher nicht ist
        -weniger sozialabgaben vom staat
        -(wahrscheinlich weniger arbeitsplätze, sodass die wirklich arbeitslosen dann mehr kassieren könnten, wenn sie bestimmte vorraussetzungen haben [invalidität etc..])

        vorraussetzung ist ma auf jeden fall der gute schulabschluss und eine erfolgreiche (damit meine ich gut abgeschlossene) ausbildung in diesem beruf.

        ohne den nötigen fleiß vorher würde ich persönlich den leuten keinen zucker in den arsch blasen.

        und wieso sollte son hauptschulbrot für mehr geld arbeiten gehen dürfen als es ein ausgelernter darf, der dabei nen guten schulabschluss etc hat.

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          #49
          Spoiler: 
          p4rc van Bommel postete
          Möchte noch mal ein Argument in den Raum werfen:

          Lohndumping weitet sich aus, weil die Nachfrage danach steigt!

          --> Immer mehr Leute sind für gewisse Berufe nicht genügend qualifiziert!
          Ein Grund für die niedrige Qualifikation ist der Hauptschulabschluss, der immer mehr ad absurdum geführt wird! Bei uns aufm Land bekommt man mit einem Hauptschulabschluss teilweise noch Jobs, wenn man ein Praktikum macht o.ä. . Aber in Städten ist eine viel höhere Nachfrage im Vgl. zum Angebot vorhanden. Da können die Firmen leichter sagen: "Nö, nehme nur Realschüler!"
          Ich mein, seien wir ehrlich: wie manche Leute überhaupt ihren Abschluss kriegen können, ist ein Witz! Sie werden durchgeschleift und bestehen super knapp...(Jobchancen ohne Netzwerke = sehr gering)

          Viele haben in der Vergangenheit nicht verstanden, dass man sich einmal hinsetzen muss und lernen sollte, anstatt sich bis in die Puppen draussen rumzutrieben. Ein anderer Grund mag in der Erziehung liegen: Viele wurden einfach nicht vernünftig erzogen, um einen guten Schulabschluss zu schaffen. Wenn ich sehe, wie meine Mutter mit meinen Geschwistern an den Hausaufgaben saß/sitzt, find ichs schon super krass. So etwas leistet halt nicht jeder Haushalt, sodass die Chancen, einen hohen Bildungsstand zu erlagen, sinken!

          Die Endogenität Hartz4 schlechter Bildungsstand wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Lohndumping auf Grund der hohen Nachfrage weiter ausbreiten wird.

          Folgendes kann der Staat machen:
          - kostenlose Nachhilfestunden in Schulen
          - Ein Bewusstsein dafür wecken, dass Bildung schon in der Grundschule wichtig ist
          --> dieses ist wohl einer der zentralen Punkte
          - (wie schon geschrieben) Mindestlohn (hat aber auch Nachteile)
          - den Hauptschulabschluss aufwerten oder diesen Abschluss komplett abschaffen


          Ich habe es jetzt nur grob betrachtet, da ich kb haben einen riesen Aufsatz zu verfassen. Das zentrale Argument für Lohndumping ist nun einmal die immens hohe Nachfrage und die niedrige Qualifikation mancher Arbeiter!

          p.s. natürlich gibt es zahllose Ausnahmen. Das weiss ich...


          Kann sein, dass ich gerade verpeilt bin, aber wer genau ist eigentlich Nachfrager in deinem Modell?

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            #50
            MjK postete
            Spoiler: 
            p4rc van Bommel postete
            Möchte noch mal ein Argument in den Raum werfen:

            Lohndumping weitet sich aus, weil die Nachfrage danach steigt!

            --> Immer mehr Leute sind für gewisse Berufe nicht genügend qualifiziert!
            Ein Grund für die niedrige Qualifikation ist der Hauptschulabschluss, der immer mehr ad absurdum geführt wird! Bei uns aufm Land bekommt man mit einem Hauptschulabschluss teilweise noch Jobs, wenn man ein Praktikum macht o.ä. . Aber in Städten ist eine viel höhere Nachfrage im Vgl. zum Angebot vorhanden. Da können die Firmen leichter sagen: "Nö, nehme nur Realschüler!"
            Ich mein, seien wir ehrlich: wie manche Leute überhaupt ihren Abschluss kriegen können, ist ein Witz! Sie werden durchgeschleift und bestehen super knapp...(Jobchancen ohne Netzwerke = sehr gering)

            Viele haben in der Vergangenheit nicht verstanden, dass man sich einmal hinsetzen muss und lernen sollte, anstatt sich bis in die Puppen draussen rumzutrieben. Ein anderer Grund mag in der Erziehung liegen: Viele wurden einfach nicht vernünftig erzogen, um einen guten Schulabschluss zu schaffen. Wenn ich sehe, wie meine Mutter mit meinen Geschwistern an den Hausaufgaben saß/sitzt, find ichs schon super krass. So etwas leistet halt nicht jeder Haushalt, sodass die Chancen, einen hohen Bildungsstand zu erlagen, sinken!

            Die Endogenität Hartz4 schlechter Bildungsstand wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Lohndumping auf Grund der hohen Nachfrage weiter ausbreiten wird.

            Folgendes kann der Staat machen:
            - kostenlose Nachhilfestunden in Schulen
            - Ein Bewusstsein dafür wecken, dass Bildung schon in der Grundschule wichtig ist
            --> dieses ist wohl einer der zentralen Punkte
            - (wie schon geschrieben) Mindestlohn (hat aber auch Nachteile)
            - den Hauptschulabschluss aufwerten oder diesen Abschluss komplett abschaffen


            Ich habe es jetzt nur grob betrachtet, da ich kb haben einen riesen Aufsatz zu verfassen. Das zentrale Argument für Lohndumping ist nun einmal die immens hohe Nachfrage und die niedrige Qualifikation mancher Arbeiter!

            p.s. natürlich gibt es zahllose Ausnahmen. Das weiss ich...


            Kann sein, dass ich gerade verpeilt bin, aber wer genau ist eigentlich Nachfrager in deinem Modell?
            die Leute, die für den "Dumping-Preis" arbeiten wollen, also solch einen job nachfragen, weil sie (aus verschiedensten Gründen) keinen anderen Job bekommen oder so...

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              #51
              p4rc van Bommel postete
              MjK postete
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              p4rc van Bommel postete
              Möchte noch mal ein Argument in den Raum werfen:

              Lohndumping weitet sich aus, weil die Nachfrage danach steigt!

              --> Immer mehr Leute sind für gewisse Berufe nicht genügend qualifiziert!
              Ein Grund für die niedrige Qualifikation ist der Hauptschulabschluss, der immer mehr ad absurdum geführt wird! Bei uns aufm Land bekommt man mit einem Hauptschulabschluss teilweise noch Jobs, wenn man ein Praktikum macht o.ä. . Aber in Städten ist eine viel höhere Nachfrage im Vgl. zum Angebot vorhanden. Da können die Firmen leichter sagen: "Nö, nehme nur Realschüler!"
              Ich mein, seien wir ehrlich: wie manche Leute überhaupt ihren Abschluss kriegen können, ist ein Witz! Sie werden durchgeschleift und bestehen super knapp...(Jobchancen ohne Netzwerke = sehr gering)

              Viele haben in der Vergangenheit nicht verstanden, dass man sich einmal hinsetzen muss und lernen sollte, anstatt sich bis in die Puppen draussen rumzutrieben. Ein anderer Grund mag in der Erziehung liegen: Viele wurden einfach nicht vernünftig erzogen, um einen guten Schulabschluss zu schaffen. Wenn ich sehe, wie meine Mutter mit meinen Geschwistern an den Hausaufgaben saß/sitzt, find ichs schon super krass. So etwas leistet halt nicht jeder Haushalt, sodass die Chancen, einen hohen Bildungsstand zu erlagen, sinken!

              Die Endogenität Hartz4 schlechter Bildungsstand wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Lohndumping auf Grund der hohen Nachfrage weiter ausbreiten wird.

              Folgendes kann der Staat machen:
              - kostenlose Nachhilfestunden in Schulen
              - Ein Bewusstsein dafür wecken, dass Bildung schon in der Grundschule wichtig ist
              --> dieses ist wohl einer der zentralen Punkte
              - (wie schon geschrieben) Mindestlohn (hat aber auch Nachteile)
              - den Hauptschulabschluss aufwerten oder diesen Abschluss komplett abschaffen


              Ich habe es jetzt nur grob betrachtet, da ich kb haben einen riesen Aufsatz zu verfassen. Das zentrale Argument für Lohndumping ist nun einmal die immens hohe Nachfrage und die niedrige Qualifikation mancher Arbeiter!

              p.s. natürlich gibt es zahllose Ausnahmen. Das weiss ich...


              Kann sein, dass ich gerade verpeilt bin, aber wer genau ist eigentlich Nachfrager in deinem Modell?
              die Leute, die für den "Dumping-Preis" arbeiten wollen, also solch einen job nachfragen, weil sie (aus verschiedensten Gründen) keinen anderen Job bekommen oder so...
              Also zu mindest im neoklassischen Modell ist in der Tat das Gegenteil der Fall. Die Nachfrage nach Arbeit ist an dessen Preis gekoppelt (das Angebot an freien Stellen jetzt mal außen vor gelassen). Ist der zu niedrig, ist auch die Nachfrage niedriger. Bedenkt man jetzt noch, dass wir uns in einem sozialen Sicherungsnetz befinden, wo selbst das Nichtarbeiten entlohnt wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dumpinglöhne für den Nachfrager attraktiv sein sollen (Ausländer, die ihre Familien in Heimatland xy ernähren wollen mal ausgenommen).

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                #52
                Der freie Markt wird wenn er vom Staat gänzlich unkontrolliert wird nur vom Materialpreis geregelt (jetzt mal auf die größere Anzahl der Leute bezogen) und selbst geregelt funktioniert dieser Punkt nicht - siehe Erderwärmung, Überfischung, Hochtreiben der Getreidepreise trotz genug Reserven bei der Dürre etc. Dazu kommt halt noch die Auslagerung von Arbeit in 3te Weltländer. Im Prinzip die moderne Sklaverei, nur "besser", weil man sie nicht täglich sieht und somit nicht genug Leute wahrnehmen.

                Und wovon wird das alles ausgelöst? Vom natürlichen (?) Kaufverhalten der Menschen: je billiger desto besser. Die ganze Geiz ist geil-Welle hilft da ja nicht unbedingt weiter.

                Das mal Vorraus an alle "die Unsichtbare Hand lenkt den Markt"-Bullshitnachplapperer, die weniger Kontrolle über die Wirtschaft seitens der Staaten verlangen.

                Natürlich gibt es auch das andere extrem in Form des Kommunismus, aber von dem sind wir weit entfernt und der hat genauso gravierende Denkfehler wie der momentane Wild-Wild-West-Kapitalismus.

                Zu den Mindestlöhnen: JA, aber nur für gelernte Berufe, denn ein Kollektivvertrag für jeden individuellen ungelernten Beruf in jedem Berufsfeld individuell angepasst ist mMn ne Utopie.

                Ich "kenne" ein Outboundcallcenter, dass es mMn am "fairsten" für beide Seiten macht:
                5 Euro Mindestlohn, alle Calls werden am Ende des Monats zusammengerechnet und je nach Länge berechnet, sodass der Durchschnitt 7 Euro verdienen sollte. Jeder besser als der Durchschnitt bekommt halt seine 7-10 Euro und der Rest weniger, aber nicht unter 5 Euro. Da gibt es Fälle von geistig labilen Personen, die seit 20 Jahren studieren und halt irgendwann mal hängen geblieben sind und jetzt auch nichts mehr auf die Beine bekommen, geschweige denn ne Diplomarbeit zu schreiben. Der findet mit nem z.b. 8 € Mindestlohn zu 100% keine Arbeit, weil er einfach keine 8 Euro wert ist. Er will sie ja nichtmal selbst! Er freut sich einfach, dass er geringfügig ein bisschen was dazuverdienen kann bzw. dass er überhaupt was verdienen kann und nicht nur zuhause rumhockt. Ist zwar jetzt ein Extrembeispiel, aber was solls. :P

                Könnt jetzt noch stundenlang schreiben, aber bevor ich wieder versehentlich F5 hitte und alles weg ist stopp ich mal hier und mach evtl zuhause weiter, wenn das hier zivilisiert weiter geht :)

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                  #53
                  MjK postete
                  p4rc van Bommel postete
                  MjK postete
                  Spoiler: 
                  p4rc van Bommel postete
                  Möchte noch mal ein Argument in den Raum werfen:

                  Lohndumping weitet sich aus, weil die Nachfrage danach steigt!

                  --> Immer mehr Leute sind für gewisse Berufe nicht genügend qualifiziert!
                  Ein Grund für die niedrige Qualifikation ist der Hauptschulabschluss, der immer mehr ad absurdum geführt wird! Bei uns aufm Land bekommt man mit einem Hauptschulabschluss teilweise noch Jobs, wenn man ein Praktikum macht o.ä. . Aber in Städten ist eine viel höhere Nachfrage im Vgl. zum Angebot vorhanden. Da können die Firmen leichter sagen: "Nö, nehme nur Realschüler!"
                  Ich mein, seien wir ehrlich: wie manche Leute überhaupt ihren Abschluss kriegen können, ist ein Witz! Sie werden durchgeschleift und bestehen super knapp...(Jobchancen ohne Netzwerke = sehr gering)

                  Viele haben in der Vergangenheit nicht verstanden, dass man sich einmal hinsetzen muss und lernen sollte, anstatt sich bis in die Puppen draussen rumzutrieben. Ein anderer Grund mag in der Erziehung liegen: Viele wurden einfach nicht vernünftig erzogen, um einen guten Schulabschluss zu schaffen. Wenn ich sehe, wie meine Mutter mit meinen Geschwistern an den Hausaufgaben saß/sitzt, find ichs schon super krass. So etwas leistet halt nicht jeder Haushalt, sodass die Chancen, einen hohen Bildungsstand zu erlagen, sinken!

                  Die Endogenität Hartz4 schlechter Bildungsstand wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Lohndumping auf Grund der hohen Nachfrage weiter ausbreiten wird.

                  Folgendes kann der Staat machen:
                  - kostenlose Nachhilfestunden in Schulen
                  - Ein Bewusstsein dafür wecken, dass Bildung schon in der Grundschule wichtig ist
                  --> dieses ist wohl einer der zentralen Punkte
                  - (wie schon geschrieben) Mindestlohn (hat aber auch Nachteile)
                  - den Hauptschulabschluss aufwerten oder diesen Abschluss komplett abschaffen


                  Ich habe es jetzt nur grob betrachtet, da ich kb haben einen riesen Aufsatz zu verfassen. Das zentrale Argument für Lohndumping ist nun einmal die immens hohe Nachfrage und die niedrige Qualifikation mancher Arbeiter!

                  p.s. natürlich gibt es zahllose Ausnahmen. Das weiss ich...


                  Kann sein, dass ich gerade verpeilt bin, aber wer genau ist eigentlich Nachfrager in deinem Modell?
                  die Leute, die für den "Dumping-Preis" arbeiten wollen, also solch einen job nachfragen, weil sie (aus verschiedensten Gründen) keinen anderen Job bekommen oder so...
                  Also zu mindest im neoklassischen Modell ist in der Tat das Gegenteil der Fall. Die Nachfrage nach Arbeit ist an dessen Preis gekoppelt (das Angebot an freien Stellen jetzt mal außen vor gelassen). Ist der zu niedrig, ist auch die Nachfrage niedriger. Bedenkt man jetzt noch, dass wir uns in einem sozialen Sicherungsnetz befinden, wo selbst das Nichtarbeiten entlohnt wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dumpinglöhne für den Nachfrager attraktiv sein sollen (Ausländer, die ihre Familien in Heimatland xy ernähren wollen mal ausgenommen).
                  Ich weiß ja nicht wie es in D genau ist, aber in Ö kann man sich bis ~340
                  unversteuert zum Arbeitslosengeld/Beihilfe dazuverdienen, ohne von der Beihilfe etwas zu verlieren.

                  edit: dann gibt es noch genug Schüler, Studenten, usw. die eben keine Beihilfe bekommen und sich einfach was dazuverdienen wollen/müssen.

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                    #54
                    MjK postete
                    p4rc van Bommel postete
                    MjK postete
                    Spoiler: 
                    p4rc van Bommel postete
                    Möchte noch mal ein Argument in den Raum werfen:

                    Lohndumping weitet sich aus, weil die Nachfrage danach steigt!

                    --> Immer mehr Leute sind für gewisse Berufe nicht genügend qualifiziert!
                    Ein Grund für die niedrige Qualifikation ist der Hauptschulabschluss, der immer mehr ad absurdum geführt wird! Bei uns aufm Land bekommt man mit einem Hauptschulabschluss teilweise noch Jobs, wenn man ein Praktikum macht o.ä. . Aber in Städten ist eine viel höhere Nachfrage im Vgl. zum Angebot vorhanden. Da können die Firmen leichter sagen: "Nö, nehme nur Realschüler!"
                    Ich mein, seien wir ehrlich: wie manche Leute überhaupt ihren Abschluss kriegen können, ist ein Witz! Sie werden durchgeschleift und bestehen super knapp...(Jobchancen ohne Netzwerke = sehr gering)

                    Viele haben in der Vergangenheit nicht verstanden, dass man sich einmal hinsetzen muss und lernen sollte, anstatt sich bis in die Puppen draussen rumzutrieben. Ein anderer Grund mag in der Erziehung liegen: Viele wurden einfach nicht vernünftig erzogen, um einen guten Schulabschluss zu schaffen. Wenn ich sehe, wie meine Mutter mit meinen Geschwistern an den Hausaufgaben saß/sitzt, find ichs schon super krass. So etwas leistet halt nicht jeder Haushalt, sodass die Chancen, einen hohen Bildungsstand zu erlagen, sinken!

                    Die Endogenität Hartz4 schlechter Bildungsstand wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Lohndumping auf Grund der hohen Nachfrage weiter ausbreiten wird.

                    Folgendes kann der Staat machen:
                    - kostenlose Nachhilfestunden in Schulen
                    - Ein Bewusstsein dafür wecken, dass Bildung schon in der Grundschule wichtig ist
                    --> dieses ist wohl einer der zentralen Punkte
                    - (wie schon geschrieben) Mindestlohn (hat aber auch Nachteile)
                    - den Hauptschulabschluss aufwerten oder diesen Abschluss komplett abschaffen


                    Ich habe es jetzt nur grob betrachtet, da ich kb haben einen riesen Aufsatz zu verfassen. Das zentrale Argument für Lohndumping ist nun einmal die immens hohe Nachfrage und die niedrige Qualifikation mancher Arbeiter!

                    p.s. natürlich gibt es zahllose Ausnahmen. Das weiss ich...


                    Kann sein, dass ich gerade verpeilt bin, aber wer genau ist eigentlich Nachfrager in deinem Modell?
                    die Leute, die für den "Dumping-Preis" arbeiten wollen, also solch einen job nachfragen, weil sie (aus verschiedensten Gründen) keinen anderen Job bekommen oder so...
                    Also zu mindest im neoklassischen Modell ist in der Tat das Gegenteil der Fall. Die Nachfrage nach Arbeit ist an dessen Preis gekoppelt (das Angebot an freien Stellen jetzt mal außen vor gelassen). Ist der zu niedrig, ist auch die Nachfrage niedriger. Bedenkt man jetzt noch, dass wir uns in einem sozialen Sicherungsnetz befinden, wo selbst das Nichtarbeiten entlohnt wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dumpinglöhne für den Nachfrager attraktiv sein sollen (Ausländer, die ihre Familien in Heimatland xy ernähren wollen mal ausgenommen).
                    scheiss VWL :)

                    Also ich erklärs mal: Dumpinglöhne kann es ja nur geben, wenn Leute auch dafür bereit sind, zu arbeiten. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen ist hoch. Ein ausreichendes Angebot ist auch vorhanden. Jedoch besteht oftmals angebotsseitig die Restriktion, dass ein gewisse Qualifikation erforderlich ist.
                    Nehmen wir als Beispiel mal einen KIK-Mitarbeiter. Dieser arbeitet für einen gewissen Lohn, der sehr niedrig ist. Beschwert er sich, will mehr Geld o.ä., wird ihm (rein spekulativ) gekündigt. Die Begründung, welche oftmals nicht genannt wird, ist, dass es halt genügend andere Leute gibt, die sich um solch einen Platz reißen.
                    Verlangt ein Spezialist mehr Geld oder bessere Bedingungen hat er größere Chancen, diese gestattet zu bekommen, da das Angebot an solch qualifizierten Arbeitnehmern recht gering ist.

                    Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen ist de facto höher als das Angebot, welcher oftmals (wie erwähnt) durch Restriktionen eingegrenzt wird. Firmen, die natürlich darauf aus sind, möglichst wenig zu zahlen, können nun natürlich den Preis immer weiter senken...soweit bis noch jemand bereit ist dafür zu arbeiten. Die NF bei Dumpinglöhnen ist immer gegeben. Es stehen genug andere in den Startlöchern...

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                      #55
                      das dürfte hoffentlich der Mehrheit auch ohne VWL-Studium klar sein :F

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                        #56
                        p4rc van Bommel postete
                        MjK postete
                        p4rc van Bommel postete
                        MjK postete
                        Spoiler: 
                        p4rc van Bommel postete
                        Möchte noch mal ein Argument in den Raum werfen:

                        Lohndumping weitet sich aus, weil die Nachfrage danach steigt!

                        --> Immer mehr Leute sind für gewisse Berufe nicht genügend qualifiziert!
                        Ein Grund für die niedrige Qualifikation ist der Hauptschulabschluss, der immer mehr ad absurdum geführt wird! Bei uns aufm Land bekommt man mit einem Hauptschulabschluss teilweise noch Jobs, wenn man ein Praktikum macht o.ä. . Aber in Städten ist eine viel höhere Nachfrage im Vgl. zum Angebot vorhanden. Da können die Firmen leichter sagen: "Nö, nehme nur Realschüler!"
                        Ich mein, seien wir ehrlich: wie manche Leute überhaupt ihren Abschluss kriegen können, ist ein Witz! Sie werden durchgeschleift und bestehen super knapp...(Jobchancen ohne Netzwerke = sehr gering)

                        Viele haben in der Vergangenheit nicht verstanden, dass man sich einmal hinsetzen muss und lernen sollte, anstatt sich bis in die Puppen draussen rumzutrieben. Ein anderer Grund mag in der Erziehung liegen: Viele wurden einfach nicht vernünftig erzogen, um einen guten Schulabschluss zu schaffen. Wenn ich sehe, wie meine Mutter mit meinen Geschwistern an den Hausaufgaben saß/sitzt, find ichs schon super krass. So etwas leistet halt nicht jeder Haushalt, sodass die Chancen, einen hohen Bildungsstand zu erlagen, sinken!

                        Die Endogenität Hartz4 schlechter Bildungsstand wird weiterhin dafür sorgen, dass sich Lohndumping auf Grund der hohen Nachfrage weiter ausbreiten wird.

                        Folgendes kann der Staat machen:
                        - kostenlose Nachhilfestunden in Schulen
                        - Ein Bewusstsein dafür wecken, dass Bildung schon in der Grundschule wichtig ist
                        --> dieses ist wohl einer der zentralen Punkte
                        - (wie schon geschrieben) Mindestlohn (hat aber auch Nachteile)
                        - den Hauptschulabschluss aufwerten oder diesen Abschluss komplett abschaffen


                        Ich habe es jetzt nur grob betrachtet, da ich kb haben einen riesen Aufsatz zu verfassen. Das zentrale Argument für Lohndumping ist nun einmal die immens hohe Nachfrage und die niedrige Qualifikation mancher Arbeiter!

                        p.s. natürlich gibt es zahllose Ausnahmen. Das weiss ich...


                        Kann sein, dass ich gerade verpeilt bin, aber wer genau ist eigentlich Nachfrager in deinem Modell?
                        die Leute, die für den "Dumping-Preis" arbeiten wollen, also solch einen job nachfragen, weil sie (aus verschiedensten Gründen) keinen anderen Job bekommen oder so...
                        Also zu mindest im neoklassischen Modell ist in der Tat das Gegenteil der Fall. Die Nachfrage nach Arbeit ist an dessen Preis gekoppelt (das Angebot an freien Stellen jetzt mal außen vor gelassen). Ist der zu niedrig, ist auch die Nachfrage niedriger. Bedenkt man jetzt noch, dass wir uns in einem sozialen Sicherungsnetz befinden, wo selbst das Nichtarbeiten entlohnt wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Dumpinglöhne für den Nachfrager attraktiv sein sollen (Ausländer, die ihre Familien in Heimatland xy ernähren wollen mal ausgenommen).
                        scheiss VWL :)

                        Also ich erklärs mal: Dumpinglöhne kann es ja nur geben, wenn Leute auch dafür bereit sind, zu arbeiten. Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen ist hoch. Ein ausreichendes Angebot ist auch vorhanden. Jedoch besteht oftmals angebotsseitig die Restriktion, dass ein gewisse Qualifikation erforderlich ist.
                        Nehmen wir als Beispiel mal einen KIK-Mitarbeiter. Dieser arbeitet für einen gewissen Lohn, der sehr niedrig ist. Beschwert er sich, will mehr Geld o.ä., wird ihm (rein spekulativ) gekündigt. Die Begründung, welche oftmals nicht genannt wird, ist, dass es halt genügend andere Leute gibt, die sich um solch einen Platz reißen.
                        Verlangt ein Spezialist mehr Geld oder bessere Bedingungen hat er größere Chancen, diese gestattet zu bekommen, da das Angebot an solch qualifizierten Arbeitnehmern recht gering ist.

                        Die Nachfrage nach Arbeitsplätzen ist de facto höher als das Angebot, welcher oftmals (wie erwähnt) durch Restriktionen eingegrenzt wird. Firmen, die natürlich darauf aus sind, möglichst wenig zu zahlen, können nun natürlich den Preis immer weiter senken...soweit bis noch jemand bereit ist dafür zu arbeiten. Die NF bei Dumpinglöhnen ist immer gegeben. Es stehen genug andere in den Startlöchern...
                        Das Problem ist einfach, dass die meisten Menschen arbeiten müssen, auch zu schlechten Bedingungen. Deswegen ist die Nachfrage auch idr. höher. Denn wirklich Sinn macht es nicht für weniger als 6,50 Euro 40h die Woche zu schuften, wenn einem H4 auch versorgen kann.
                        Nun ist der homo ökonomikus leider nur Theorie und der Mensch ist eben so gestrickt, dass er ohne Arbeit (bzw. Tätigkeit/Beschäftigung), egal wie sisyphoshaft diese auch sein mag, immer unzufriedener ist, als mit.
                        Jeder der mal versuchsweise 0.5 - 1 Jahr lang nix gemacht hat (z.B. zwischen Abitur und Studium), wird das wohl nachvollziehen können.

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                          #57
                          jein :D 1 Jahr ohne Geld und ohne was zu tun = langeweile

                          aber das 1 Jahr vorm Bundesheer war für mich das schönste meines Lebens :D und ich hab nicht einen Tag davon gearbeitet.

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                            #58
                            Willkommen im Kapitalismus.....

                            Wann checkt ihr endlich, das wir die Welt, in der wir leben selbst erschaffen haben?

                            Nach Marx geht der Kapitalismus genau wegen sowas unter, und wird durch eine neue Synthese des Kommunismus ersetzt. Sind die Linken vielleicht der Anfang dieser neuen Synthese des Kommunismus?

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                              #59
                              ...nur dass der Kommunismus bisher mega versagt hat und alles nurnoch schlimmer gemacht hat.

                              auch mMn kann das Endziel der Menschheit nur in einer abgewandelten Form des Kommunismus liegen.

                              Gene Roddenberry und co haben es ja in Star Trek vorgemacht:
                              Dort existiert eine Gesellschaft, in der es kein Geld gibt und jeder einen Job nach seinen (geistigen und körperlichen) Möglichkeiten erreichen kann.
                              auch wenns nerdig klingt, das kann längerfristig nur unser Ziel sein.
                              Es ist quasi eine Mischung aus Kapitalismus und Kommunismus, in welcher die Schwächen beider Formen minimiert werden.

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                                #60
                                p4rc van Bommel postete
                                ...nur dass der Kommunismus bisher mega versagt hat und alles nurnoch schlimmer gemacht hat.
                                Und das begründest du, weil es !DIR SELBST! jetzt im Kapitalismus besser geht als den Leuten im Kommunismus? :)

                                Nur weil wir ~70% der Menschheit ausnützen, ist Kapitalismus für die restlichen ~30% so toll. (hab grad keine Zahlen im kopf, aber sind glaub ich noch mehr die wir ausnutzen)

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