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Mindestlohn und Lohndumping in Deutschland

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    Mindestlohn und Lohndumping in Deutschland

    Jeder 5 in Deutschland arbeitet in Niedriglohnsektor (ca. 22%) obwohl Deutschland doch so reich sein soll und gute Arbeitsbedingungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften hat und laut „experten“ ein wirtschaftsboom erwartet sind wir europaweit auf rank 1 im ausbeuten/Billigarbeit. Unser Nachbar Dänemark ist übrigens das Land mit der geringsten Billigarbeit in Europa. Jetzt könnte man aber vielleicht sagen dass die andern Länder niedriglohn anders definieren was aber nicht der Fall ist. diese 22% arbeiten für weniger als ca. 5-6 Euro brutto die Stunde. Dazu kommt noch das Länder wie Luxemburg einen Mindestlohn von 12 Euro und allgemein gut bezahlen und trotzdem wenig arbeitslose haben.
    Traurig finde ich auch, das 80% der Menschen die im Niedriglohnbereich arbeiten ein abgeschlossene Berufsausbildung (73%) oder akademischen Abschluss (7%) haben.
    Ist es wirklich gerecht das Firmen Gewinne machen, Mitarbeiter unterbezahlen und dann einfach zum Amt schicken damit sie ihr Geld aufstocken müssen? Das Land ist für mich total abgesunken. Er (der Staat) muss Geld für Menschen bezahlen damit er für Firmen Gewinn erziehlt.
    Auch sind es ja nicht nur die Dönerbuden die schlecht bezahlen. Bekannt für Lohn Dumping sind ja schon Großunternehmen wie Lide plus edika und kik die unvorstellbare Umsätze erzielen. Da kommen sicher noch einige hinzu
    Aber wer ist schuld an der Sache?
    Unternehmen die aus Profitgier nicht gerecht bezahlen wollen weil es ja genug arbeitslose gibt die den scheiß auch für das Geld machen würden? Oder ist die Gesellschaft vielleicht schuld daran weil wir möglichst immer das billige suchen und kein wert mehr auf Qualität legen? Dadurch ist ja im Prinzip die Nische kik, Lidle entstanden.

    Was kann der Staat da am besten machen um diese Ausbreitung zu stoppen? Werden Arbeitsplätze verloren gehen wenn man ein eine Grenze einführt wo keiner mehr aufstocken muss? Und wenn ja was ist billiger für den Steuerzahler? Mehr Arbeitslose aber auch neue Jobs oder weniger arbeitslose dafür aber viele Arbeitnehmer die ihr Geld aufstocken müssen/steigend.

    #2
    habs mal verschoben.

    denke man müsste einfach ein allgemeines gesetz entwerfen was es verbietet unter (sagen wir mal) 8 euro brutto zu verdienen. ob man es durchsetzen kann?? Keine ahnung.

    Außerdem sind es nicht immer die großen unternehmen die abzocken. wenn ich hier höre was mancher in der gastronomie verdient ist das unter aller würde.

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      #3
      Viel zu spät, oft genug diskutiert, nie auf einen Konsens gekommen.

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        #4

        http://www.youtube.com/watch?v=gKHgqDRyxvA&feature=related#t=3m33s


        tt: solange schwarz/gelb an der Macht ist, wird sich nix ändern. Vlt. Haben wir Glück und Mindestlohn wird endlich mal Thema bei den nächsten Wahlen.
        Schön wären natürlich alles über 8 Euro, realistisch wohl eher so was um die 6,50 -7,50.

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          #5
          In Finnland gibt es (glaube ich) ein Gesetz, welches vorschreibt, dass jedem, der adäquat arbeitet, auch ein dementsprechender Lohn zusteht (dieser davon leben kann).
          Ich hoffe, ich habs mir nicht im Delirium eingebildet.....




          @ Threadsersteller: Umsätze sind scheiss egal!!! Es kommt auf den Gewinn an. Umsatz= Verkaufspreis x Menge --Gewinn (grob): (Preis-Kosten) x Menge - sonstige Kosten
          (das nur mal so als Verbesserung :P )





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            #6
            nunja die unsutrie zahlt ja normalerweise recht gut...

            kik,lidl usw da ist jeder selber shcul^^ wenn ihr da einkaufen geht dann werden die auch so weiter bestehn^^

            ohne lohndumping hätten wir uns die letzten 20 jahre nicht so halten können (bzw unser "export" so toll) auch wenn jetzt dafür das binnenland drauf geht wir sind bzw waren Exportweltmeister hört sich doch toll an(aber bringen tut es niemanden etwas)

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              #7
              Ich bin für einen Mindestlohn, habe aber gerade keine lust es ausführlich zu begründen =/ aber es gibt keine vernünftigen gründe dagegen

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                #8
                Dr. Ebing postete
                Ich bin für einen Mindestlohn, habe aber gerade keine lust es ausführlich zu begründen =/ aber es gibt keine vernünftigen gründe dagegen
                Gründe wären zum Beispiel, dass dadurch Stellen abgebaut werden, bzw anders getrickst wird. Es dürfte in den wenigsten Fällen so sein, dass einfach so 2€ mehr pro Stunde bezahlt werden, ohne, dass das Geld an einer anderen Stelle eingespart wird.

                Es kann auch billger für den Staat sein, wenn Menschen zu Dumpinglöhnen arbeiten und die Differenz zum Existenzminimum dann vom Staat bezahlt wird, als wenn die Leute gar keine Arbeit haben und komplett vom Staat leben.

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                  #9
                  Dr. Ebing postete
                  aber es gibt keine vernünftigen gründe dagegen
                  Naja, prinzipiell nicht. Allerdings wird es leider nicht _gleich_ sein, denn einfach mal 7€ is halt net wirklich Sinnvoll. Denn Berlin is günstiger als München, wiederum is Berlin aber teurer als Buxtehude :)

                  Und solange das nicht der Fall ist löste halt (wie aktuell bei h4) ne Lawine von Klagen aus. Was allerdings wiederum eine klassische Arbeitsbeschaffungsmaßname fürn Staat wäre, allerdings komplett auf seine kosten. Hat also auch keiner was davon auf lange Sicht

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                    #10
                    plazmapowle postete
                    Dr. Ebing postete
                    Ich bin für einen Mindestlohn, habe aber gerade keine lust es ausführlich zu begründen =/ aber es gibt keine vernünftigen gründe dagegen
                    Gründe wären zum Beispiel, dass dadurch Stellen abgebaut werden, bzw anders getrickst wird. Es dürfte in den wenigsten Fällen so sein, dass einfach so 2€ mehr pro Stunde bezahlt werden, ohne, dass das Geld an einer anderen Stelle eingespart wird.

                    Es kann auch billger für den Staat sein, wenn Menschen zu Dumpinglöhnen arbeiten und die Differenz zum Existenzminimum dann vom Staat bezahlt wird, als wenn die Leute gar keine Arbeit haben und komplett vom Staat leben.
                    Das ist der Sinn und Zweck von Kombilöhnen. Allerdings haben die Unternehmen auch eine Verantwortung gegenüber ihren Angestellten und sind nicht nur dazu da so viel Geld wie möglich zu scheffeln.
                    Jeder der mir nicht glaubt, darf sich gerne mal im Mittelstand umhören, dort denken die Unternehmer, wenigstens teilweise, noch so.

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                      #11
                      welche jobs würden denn weg fallen, welche im niedriglohnsektor liegen?

                      meinst du, bürogebäude müssten nicht mehr geputzt werden
                      oder haare nicht mehr geschnitten werden
                      oder gebäude nicht mehr bewacht werden
                      oder die klamotten bei kik verkaufen sich von selbst?

                      und die erfahrungen der vergangenheit geben mir da recht, in staaten wie GB oder wie oben genannt luxemburg funktioniert es auch!

                      jetzt könnte man sagen: aber die tolle lage in deutschland kommt doch nur von der lohnzurückhaltung!

                      ja, das stimmt, ABER hier muss man differenzieren: dort wo dort zurückhaltung geübt wurde waren zum großteil tariflöhne die sowieso über einer etwaigen mindestlohngrenze liegen. also würden die industrien, welche den aufschwung tragen, nur indirekt betroffen!

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                        #12
                        Ich denke er wollte sagen das es einen abbau geben wird. zb hast du dann keine 4 verkäufer mehr im Betrieb sondern nur 2 was durchaus passieren könnte.

                        Gabriel hat mal gesagt:
                        "Wir vernichten zurzeit ohne Mindestlohn viel mehr Arbeitsplätze als im Niedriglohnsektor geschaffen werden. "
                        Ich persönlich hätte auch weniger probleme mit Menschen h4 zu bezahlen die wegen solchen sachen dann keine Arbeit mehr haben als das geld den Unternehmen zu geben. Für Punkt 2 ist meiner Meining nach das Arbeitslosengeld nicht ausgelegt.

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                          #13

                          Und Wolfgang Franz hat mal gesagt:
                          Also Mindestlohn ist völlig abwegig, muss wirklich abgelehnt werden. Ein Mindestlohn erfüllt überhaupt keinen Zweck, sondern ist völlig kontraproduktiv, wenn man insbesondere ein Kombilohnmodell einführen will. Ein Mindestlohn kostet nach aller Erfahrung Arbeitsplätze, und es ist nicht damit getan, was häufig gesagt wird, na ja, wir führen erstmal einen Mindestlohn von geringem Umfang, sagen wir, vier Euro ein. Dann ist mit tödlicher Sicherheit zu erwarten, dass spätestens im nächsten Wahlkampf dann den Forderungen der Gewerkschaften nachgegeben wird, die ja schon heute einen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro mit Fernziel auf 9 Euro fordern. Der wäre absolut beschäftigungsfeindlich, und ich kann der Bundesregierung nur sehr dringend davon abraten, den Gedanken eines Mindestlohnes weiterzuverfolgen. Andere Länder wie beispielsweise Frankreich haben mit einem Mindestlohn sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
                          Wie Arbeitsplätze ausfällen können, weil man keinen Mindestlohn hat würde ich auch gerne wissen..

                          Dr. Ebing postete
                          welche jobs würden denn weg fallen, welche im niedriglohnsektor liegen?

                          meinst du, bürogebäude müssten nicht mehr geputzt werden
                          oder haare nicht mehr geschnitten werden
                          oder gebäude nicht mehr bewacht werden
                          oder die klamotten bei kik verkaufen sich von selbst?
                          Das klingt jetzt aber schon ein bisschen naiv. Wenn ein Arbeitgeber Stellen einsparen will oder sogar muss, wird er immer einen Weg dazu finden. Sei es, dass die Stellen einfach ersatzlos gestrichen werden oder dass man die weggefallenen Leistungen von den verbliebenen Arbeitnehmern übernehmen lässt. Die Gefahr den Arbeitsplatz zu verlieren, ist da meistens ein sehr Effektiver Faktor.
                          Teilweise wird die Belegschaft auch einfach in externe Unternehmen ausgelagert und dann über Leiharbeit oder als freie Mitarbeiter beschäftigt.

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                            #14
                            die arbeit macht halt der 400 euro jobber und nicht mehr die gelernte arbeitskraft ;)

                            in andern ländern funtkioniert es doch auch also warum nicht auch hier?



                            http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=STAT/10/29&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en
                            http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn
                            kannst ja mal ein wenig vergleichen. aber musst noch die wirtschaftliche lage bedenken die wir zur zeit haben.

                            in den meisten ländern ist sie arbeitslosenquote immer noch kleiner obwohl sie den mindestlohn haben und kein export weltmeister sind und weniger studenten haben ;)

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                              #15
                              Rofl. Die blanken Arbeitslosenquoten zu vergleichen ist einfach nur dumm. In die Zahlen spielen so viele Faktoren rein, dass die Aussagekraft bzgl Mindestlohn oder nicht gegen null tendiert.
                              Das einzigen interessanten Zahlen sind da imho Zahlen von Ländern, bei denen man eine exakt identische wirtschaftliche Lage hat oder die Zahlen von den Jahren vor der Einführung und dem Jahr unmittelbar nach der Einführung unter Berücksichtigung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

                              In dem gelinkten WikiArtikel steht folgendes:
                              Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung widmet in seinem Gutachten 2006 dem Thema Mindestlohn einen Abschnitt mit dem Titel „Mindestlöhne - ein Irrweg“ [88] und untersucht darin die Argumente für und gegen die Einführung eines Mindestlohns. Die Analyse kommt zu dem Schluss: „Als Fazit ergibt sich, dass keines der Argumente für die Einführung eines Mindestlohns wirklich zu überzeugen vermag."(S. 407). Hinsichtlich der zu erwartenden Beschäftigungswirkungen schreibt der Sachverständigenrat: „Anders als in der Diskussion teils suggeriert, dürfte ein gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland durchaus negative Beschäftigungseffekte nach sich ziehen.“ (S. 408) sowie: „In Verbindung mit den internationalen Erfahrungen ist daher im Hinblick auf die zu erwartenden Beschäftigungseffekte ausdrücklich vor der Einführung eines Mindestlohns in Deutschland zu warnen. Dies gilt umso mehr angesichts der gegenwärtig diskutierten Höhe eines gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 € und mehr.“ (S. 407).
                              spricht also auch eher gegen einen Mindestlohn

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