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    Zitat von noobhans
    Spoiler: 
    Zitat von OrdentlichUndFromm
    Zitat von michi
    das ist mmn einfach zu naiv. ignoranz wird durch emotionalität nicht aufgelöst, sondern eher verstärkt. im grunde genommen können wir darüber aber stundenlang philosophieren und es gibt kein ende: es kann nur von vorteil sein, wenn es -auf welcher ebene auch immer- widerstand gegen extremismus gibt; meine meinung dazu ist, dass es auf kleinster ebene mittlerweile weniger aussicht auf erfolg hat. punkt :D
    Von Emotionalität habe ich doch gar nicht gesprochen. Oder was meinst du? Ansonsten: Es zwingt dich auch keiner, sich diskursiv mit den Hohlbirnen auseinander zu setzten. Aber dann verstärke sie wenigstens nicht mit ihrer Weltsicht, indem du sie anfeindest, sondern zeige freundlich, aber bestimmt, dass du seine Meinung nicht teilst und für menschenverachtend hältst. Dass schädigt zumindest seine Vorstellung, er spreche nur aus, was eh schon alle denken.

    Zitat von noobhans
    Ich verstehe schon die Formulierung "in die Ecke treiben" nicht. Das klingt so, als würde jemand ne Minderheitmeinung vertreten und noch vor den Latz bekommen, weil er was sagt. Das Gegenteil ist doch der Fall. Solche Positionen sind in einigen Gebieten Deutschlands schon mehrheitsfähig. Außerdem geht die Aggression ja per Definition von diesem Weltbild aus, und nicht weil man im schlimmsten Fall genauso aggressiv zurückschiesst. Das lässt sich in der Praxis auch beobachten: Quasi immer reagiert man auf rassistische Aggression, und nicht andersrum.
    Mit "in die Ecke treiben" meine ich eher, dass er wieder zurück in seine Extremposition geschoben wird. Nicht, dass er dort einsam und verlassen ist.

    Im vorletzten Kreuzer war ein Interview mit Axel Steier von der Mission Lifeline, und auf die letzte Frage, was man denn so tun könne, kam die Antwort: seinem Nazi-Nachbarn sagen, dass er sein Nazimaul halten soll. Ja, mag aggressiv sein, kann ich aber durchaus nachvollziehen, und ist kein in die Ecke drängen. Solche Menschen drängen andere Menschen in Ecken - da die meisten hier, ich inklusive, nicht Mal dem stereotypischrn Feindbild entsprechen, bekommen wir nur nicht so viel ab.
    Aber Axel Steier ist doch jetzt keine Authorität in Sachen Konfliktkommunikation? Ich habe den Eindruck, dass du glaubst, ich fordere Appeasement. Im Gegenteil. Ich bin nur gegen Aggressivität und Überheblichkeit, damit gießt Öls ins Feuer. Du kannst trotzdem beim Bäcker aufstehen und klar machen, dass die Tante eine rote Linie überschritten hat. Gerade, wenn es noch Zuschauer gibt, die sich vielleicht auch einfach nicht trauen, Widerworte zu geben.


    Dann habe ich dich falsch verstanden, sorry. Ich hab das als Appeasement verstanden, und das klappt halt meiner Meinung nach nicht. Statt ein "lesen sie doch bitte Mal die BKA Statistik #15537" finde ich eine Wortwahl, die dem gegnerischen Aggressionspotential auch angemessen ist, passender.

    Cena: schäm dich
    Ich weiß halt nicht in wieweit sowas deeskalierent wirken kann. Andererseits bin ich gestern mit bloßen Argumenten auch kaum weitergekommen. Der Typ aus meinem Beispiel scheint aber eh schon verloren. Wer an "geheime Berichte" und die Fälschung offizieller Statistiken glaubt, der ist an der Sachlage die nicht seinem Weltbild entspricht schon garnicht mehr interessiert. Die Frage ist halt, wie groß dieser Anteil der "Unbelehrbaren" ist und was man mit ihnen macht.

    Kommentar


      Zitat von TAM_yo
      Zitat von noobhans
      Spoiler: 
      Zitat von OrdentlichUndFromm
      Zitat von michi
      das ist mmn einfach zu naiv. ignoranz wird durch emotionalität nicht aufgelöst, sondern eher verstärkt. im grunde genommen können wir darüber aber stundenlang philosophieren und es gibt kein ende: es kann nur von vorteil sein, wenn es -auf welcher ebene auch immer- widerstand gegen extremismus gibt; meine meinung dazu ist, dass es auf kleinster ebene mittlerweile weniger aussicht auf erfolg hat. punkt :D
      Von Emotionalität habe ich doch gar nicht gesprochen. Oder was meinst du? Ansonsten: Es zwingt dich auch keiner, sich diskursiv mit den Hohlbirnen auseinander zu setzten. Aber dann verstärke sie wenigstens nicht mit ihrer Weltsicht, indem du sie anfeindest, sondern zeige freundlich, aber bestimmt, dass du seine Meinung nicht teilst und für menschenverachtend hältst. Dass schädigt zumindest seine Vorstellung, er spreche nur aus, was eh schon alle denken.

      Zitat von noobhans
      Ich verstehe schon die Formulierung "in die Ecke treiben" nicht. Das klingt so, als würde jemand ne Minderheitmeinung vertreten und noch vor den Latz bekommen, weil er was sagt. Das Gegenteil ist doch der Fall. Solche Positionen sind in einigen Gebieten Deutschlands schon mehrheitsfähig. Außerdem geht die Aggression ja per Definition von diesem Weltbild aus, und nicht weil man im schlimmsten Fall genauso aggressiv zurückschiesst. Das lässt sich in der Praxis auch beobachten: Quasi immer reagiert man auf rassistische Aggression, und nicht andersrum.
      Mit "in die Ecke treiben" meine ich eher, dass er wieder zurück in seine Extremposition geschoben wird. Nicht, dass er dort einsam und verlassen ist.

      Im vorletzten Kreuzer war ein Interview mit Axel Steier von der Mission Lifeline, und auf die letzte Frage, was man denn so tun könne, kam die Antwort: seinem Nazi-Nachbarn sagen, dass er sein Nazimaul halten soll. Ja, mag aggressiv sein, kann ich aber durchaus nachvollziehen, und ist kein in die Ecke drängen. Solche Menschen drängen andere Menschen in Ecken - da die meisten hier, ich inklusive, nicht Mal dem stereotypischrn Feindbild entsprechen, bekommen wir nur nicht so viel ab.
      Aber Axel Steier ist doch jetzt keine Authorität in Sachen Konfliktkommunikation? Ich habe den Eindruck, dass du glaubst, ich fordere Appeasement. Im Gegenteil. Ich bin nur gegen Aggressivität und Überheblichkeit, damit gießt Öls ins Feuer. Du kannst trotzdem beim Bäcker aufstehen und klar machen, dass die Tante eine rote Linie überschritten hat. Gerade, wenn es noch Zuschauer gibt, die sich vielleicht auch einfach nicht trauen, Widerworte zu geben.


      Dann habe ich dich falsch verstanden, sorry. Ich hab das als Appeasement verstanden, und das klappt halt meiner Meinung nach nicht. Statt ein "lesen sie doch bitte Mal die BKA Statistik #15537" finde ich eine Wortwahl, die dem gegnerischen Aggressionspotential auch angemessen ist, passender.

      Cena: schäm dich
      Ich weiß halt nicht in wieweit sowas deeskalierent wirken kann. Andererseits bin ich gestern mit bloßen Argumenten auch kaum weitergekommen. Der Typ aus meinem Beispiel scheint aber eh schon verloren. Wer an "geheime Berichte" und die Fälschung offizieller Statistiken glaubt, der ist an der Sachlage die nicht seinem Weltbild entspricht schon garnicht mehr interessiert. Die Frage ist halt, wie groß dieser Anteil der "Unbelehrbaren" ist und was man mit ihnen macht.


      Q (40 S.)

      Feindselige Zustände? Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Mitte unserer Gesellschaft Beate Küpper Hochschule Niederrhein / Mercator Fellow Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn, 24. Juni 2017
      oder: "Die enthemmte Mitte" (172 S.)

      "Mitte-Studien" des Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Uni Leipzig

      Kommentar


        Sind die 35% gegen die Ausländer und die 85% für die Kulturenvielfalt nicht etwas widersprüchlich?

        Kommentar


          klares jein, die 35% Zustimmung finden sich ja bei _zuvielen_ Ausländern. Aber natürlich ist das widersprüchlich, scheinheilig, hanebüchen. Such dir was aus.

          Kommentar


            Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?

            Kommentar




              Auch ganz interessant, dieser Unterschied in der Wahrnehmung.

              Tötungsdelikt in Chemnitz
              Verdächtiger kommt frei
              Das Amtsgericht Chemnitz hat den Haftbefehl gegen Yousif A. aufgehoben. Der Tatverdächtige im Fall des in Chemnitz erstochenen 35-Jährigen kommt frei.
              Q

              Kommentar


                Zitat von tak`
                Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?
                Nein du Nazi! *noobhansface*

                Kommentar


                  Zitat von Marsy
                  Tötungsdelikt in Chemnitz
                  Verdächtiger kommt frei
                  Das Amtsgericht Chemnitz hat den Haftbefehl gegen Yousif A. aufgehoben. Der Tatverdächtige im Fall des in Chemnitz erstochenen 35-Jährigen kommt frei.
                  Q
                  Ist er dann überhaupt noch ein Tatverdächtiger?

                  Kommentar


                    Zitat von Marsy


                    Auch ganz interessant, dieser Unterschied in der Wahrnehmung.

                    Tötungsdelikt in Chemnitz
                    Verdächtiger kommt frei
                    Das Amtsgericht Chemnitz hat den Haftbefehl gegen Yousif A. aufgehoben. Der Tatverdächtige im Fall des in Chemnitz erstochenen 35-Jährigen kommt frei.
                    Q
                    lügenpresse! volksverräter! da kommt jetzt was auf uns zu.
                    die justiz steht mit halb-leeren händen da. ein gefundenes fressen für die dummköpfe der rechten facebook/whatsapp-"feuilletons"

                    ob die pro-chemnitzer heute gleich wieder marschieren gehen?

                    Kommentar


                      Zitat von tak`
                      Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?
                      integration ist nicht so wichtig, erstmal haben.

                      Kommentar


                        Zitat von definitiv nicht keira
                        Zitat von tak`
                        Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?
                        integration ist nicht so wichtig, erstmal haben.
                        Traurig aber wahr.

                        @ Hanni: Hab dich mal gemeldet wegen Provokation, Beleidigung und Diffamierung!

                        Spoiler: 
                        :)

                        Kommentar


                          Zitat von tak`
                          Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?
                          Jein. 35% der Befragten sind ja der Annahme, dass es bereits zu viele Ausländer gäbe. Wiederum freuen sich 85% über Kulturenvielfalt. Ich find das schon widersprüchlich/eigenartig. Klingt für mich halt nach "Ausländer gerne, aber nur für meinen Foodblog".

                          Kommentar


                            Zitat von Marsy
                            Zitat von TAM_yo
                            Zitat von noobhans
                            Spoiler: 
                            Zitat von OrdentlichUndFromm
                            Zitat von michi
                            das ist mmn einfach zu naiv. ignoranz wird durch emotionalität nicht aufgelöst, sondern eher verstärkt. im grunde genommen können wir darüber aber stundenlang philosophieren und es gibt kein ende: es kann nur von vorteil sein, wenn es -auf welcher ebene auch immer- widerstand gegen extremismus gibt; meine meinung dazu ist, dass es auf kleinster ebene mittlerweile weniger aussicht auf erfolg hat. punkt :D
                            Von Emotionalität habe ich doch gar nicht gesprochen. Oder was meinst du? Ansonsten: Es zwingt dich auch keiner, sich diskursiv mit den Hohlbirnen auseinander zu setzten. Aber dann verstärke sie wenigstens nicht mit ihrer Weltsicht, indem du sie anfeindest, sondern zeige freundlich, aber bestimmt, dass du seine Meinung nicht teilst und für menschenverachtend hältst. Dass schädigt zumindest seine Vorstellung, er spreche nur aus, was eh schon alle denken.

                            Zitat von noobhans
                            Ich verstehe schon die Formulierung "in die Ecke treiben" nicht. Das klingt so, als würde jemand ne Minderheitmeinung vertreten und noch vor den Latz bekommen, weil er was sagt. Das Gegenteil ist doch der Fall. Solche Positionen sind in einigen Gebieten Deutschlands schon mehrheitsfähig. Außerdem geht die Aggression ja per Definition von diesem Weltbild aus, und nicht weil man im schlimmsten Fall genauso aggressiv zurückschiesst. Das lässt sich in der Praxis auch beobachten: Quasi immer reagiert man auf rassistische Aggression, und nicht andersrum.
                            Mit "in die Ecke treiben" meine ich eher, dass er wieder zurück in seine Extremposition geschoben wird. Nicht, dass er dort einsam und verlassen ist.

                            Im vorletzten Kreuzer war ein Interview mit Axel Steier von der Mission Lifeline, und auf die letzte Frage, was man denn so tun könne, kam die Antwort: seinem Nazi-Nachbarn sagen, dass er sein Nazimaul halten soll. Ja, mag aggressiv sein, kann ich aber durchaus nachvollziehen, und ist kein in die Ecke drängen. Solche Menschen drängen andere Menschen in Ecken - da die meisten hier, ich inklusive, nicht Mal dem stereotypischrn Feindbild entsprechen, bekommen wir nur nicht so viel ab.
                            Aber Axel Steier ist doch jetzt keine Authorität in Sachen Konfliktkommunikation? Ich habe den Eindruck, dass du glaubst, ich fordere Appeasement. Im Gegenteil. Ich bin nur gegen Aggressivität und Überheblichkeit, damit gießt Öls ins Feuer. Du kannst trotzdem beim Bäcker aufstehen und klar machen, dass die Tante eine rote Linie überschritten hat. Gerade, wenn es noch Zuschauer gibt, die sich vielleicht auch einfach nicht trauen, Widerworte zu geben.


                            Dann habe ich dich falsch verstanden, sorry. Ich hab das als Appeasement verstanden, und das klappt halt meiner Meinung nach nicht. Statt ein "lesen sie doch bitte Mal die BKA Statistik #15537" finde ich eine Wortwahl, die dem gegnerischen Aggressionspotential auch angemessen ist, passender.

                            Cena: schäm dich
                            Ich weiß halt nicht in wieweit sowas deeskalierent wirken kann. Andererseits bin ich gestern mit bloßen Argumenten auch kaum weitergekommen. Der Typ aus meinem Beispiel scheint aber eh schon verloren. Wer an "geheime Berichte" und die Fälschung offizieller Statistiken glaubt, der ist an der Sachlage die nicht seinem Weltbild entspricht schon garnicht mehr interessiert. Die Frage ist halt, wie groß dieser Anteil der "Unbelehrbaren" ist und was man mit ihnen macht.


                            Q (40 S.)

                            Feindselige Zustände? Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Mitte unserer Gesellschaft Beate Küpper Hochschule Niederrhein / Mercator Fellow Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn, 24. Juni 2017
                            oder: "Die enthemmte Mitte" (172 S.)

                            "Mitte-Studien" des Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Uni Leipzig
                            Ist das jetzt deine Antwort zu den beiden markierten Fragen?

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                              Zitat von tak`
                              Zitat von definitiv nicht keira
                              Zitat von tak`
                              Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?
                              integration ist nicht so wichtig, erstmal haben.
                              Traurig aber wahr.

                              @ Hanni: Hab dich mal gemeldet wegen Provokation, Beleidigung und Diffamierung!

                              Spoiler: 
                              :)
                              ;(

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                                Zitat von highkickharald
                                Zitat von tak`
                                Man kann sich doch gleichzeitig über Vielfalt freuen und dennoch gegen einen zu hohen Anteil an Zuwanderern sein?
                                Jein. 35% der Befragten sind ja der Annahme, dass es bereits zu viele Ausländer gäbe. Wiederum freuen sich 85% über Kulturenvielfalt. Ich find das schon widersprüchlich/eigenartig. Klingt für mich halt nach "Ausländer gerne, aber nur für meinen Foodblog".
                                Kann bei einigen Befragten so zutreffen, ja.

                                Andere hingegen denken vermutlich, dass man nur so viele aufnehmen sollte, wie man auch vernünftig integrieren kann.

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