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    Zitat von Guusje van Geel Beitrag anzeigen
    Die Kritik am FDP-Programm sind ja folgende Punkte:
    -Zu teuer für den kleinen Mann, da ein Zertifikatehandel über den CO2 geht und richtig reinschlagen wird
    -Es dauert zu lange, bis er vollständig eingeführt ist
    -Die FDP macht es sowieso nicht (das dämlichste Argument)

    Man kann im Verbund mit den Grünen eigentlich alle Kritikpunkte beseitigen:
    In der Übergangsphase mit einer Steuer arbeiten, die erst einmal niedriger bepreist als der CO2 Handel. Damit wären Punkt 1 und 2 erledigt. Und wenn die FDP zögert, können die Grünen ja voran gehen. Damit wäre Punkt 3 erledigt. Win / Win
    + Schwierige Bemessung/Parametrisierung

    Außerdem wird Punkt 1 ja auch durch eine Steuer ja nicht gelöst.

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      Was sind eurer Meinung nach die größten Vor- und Nachteile des Rentenvorschlags der FDP?

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        Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
        Was sind eurer Meinung nach die größten Vor- und Nachteile des Rentenvorschlags der FDP?
        Vorteile: Das einzig sinnvolle Konzept, was mal weiterdenkt.

        Nachteile: Auch das geht noch nicht weit genug.

        Um einen scheinbaren Nachteil vorwegzunehmen: Die Aktienkurse sind in dem Konzept irrelevant. Auch ein zwang nach Wachstum ist keine Voraussetzung. Auch das Umlagesystem hängt zu 100% an der Wirtschaft und ihren Akteuren.

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          Zitat von Guusje van Geel Beitrag anzeigen

          Vorteile: Das einzig sinnvolle Konzept, was mal weiterdenkt.

          Nachteile: Auch das geht noch nicht weit genug.

          Um einen scheinbaren Nachteil vorwegzunehmen: Die Aktienkurse sind in dem Konzept irrelevant. Auch ein zwang nach Wachstum ist keine Voraussetzung. Auch das Umlagesystem hängt zu 100% an der Wirtschaft und ihren Akteuren.
          Kannst du den scheinbaren Nachteil näher erläutern?

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            Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen

            Kannst du den scheinbaren Nachteil näher erläutern?
            Könnte ich 100 Seiten zu schreiben. Ich müsste wissen, wo ich dich abholen muss, um dir die Frage beantworten zu können. Du müsstest deine Bedenken also spezifizieren.
            Geht es dir um die Volatilität? Um den Wachstumsgedanken? Um Aktien per se? Um Krisen und anschließender Rente?

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              -Eine Aktienrente bringt doch nur Rentnern etwas, die da neu dabei sind. Alle anderen die schon in Armut leben hilft das nicht wirklich weiter. Ist also wenn überhaupt eher ein Zukunftskonzept, aber keine kurzfristige Lösung. Ab ~2040 oder so kann man dann wenn alles gut läuft davon profitieren. Da sind die meisten aktuellen Rentner wohl schon tot, es sei denn die FDP schafft es, dass unsere Köpfe bald im Glas rumfliegen. Frank Thelen kommt da bestimmt bald mit neuen Innovationen um die Ecke.

              -Beim "Crash" an der Börse (oder wenn's halt mal nicht so läuft) muss der Staat den Aktienfonds bezuschussen. Glaub ich zumindest.

              -Hilft nur Leuten die lange einzahlen, wenn man aus irgendeinem Grund vorher rausfällt ist man gearscht, zumindest im Vergleich zum jetzigen Umlagesystem. Keine Ahnung, ob es bei der Aktienrente einen Ausgleich gibt, Erwerbsminderungsrente oder so kann ich mir da nicht vorstellen. Witwen- und Waisenrente??

              -Und natürlich profitieren da eher Leute mit einem hohen Gehalt (ist schließlich die FDP), weil da 2% von einem hohen Gehalt logischerweise mehr ausmachen als von einem niedrigen.

              -Ist vermutlich auch ziemlich schwer zu finanzieren, kannst ja die gesetzliche Rentenversicherung nicht einfach abschaffen, die brauchste als Übergang ja auch noch. Die 2% die du bei der aktuellen GRV wegnimmst die fallen ja dann da weg. Zumindest verstehe ich das so. Und die FDP will ja auch eigentlich die Steuern senken, also keine Ahnung wie sie die Kohle dafür rankarren wollen, vllt. verkauft CL den Porsche an Guusje I dont know. Just kidding, wir reden hier schon von Milliarden.

              -Brauchst eine recht hohe Rendite >=6,5%. Ist sicher machbar, aber ob man das garantieren kann?

              -Bist auch etwas auf Zuwanderung angewiesen, keine Ahnung wieviel man da braucht, aber ohne geht's vermutlich nicht. Was ist, wenn nicht genug kommen?

              Wirkt auf mich alles wie ein ziemlicher Gamble, kann im Idealfall bestimmt funktionieren, aber ob man da seinen Piephahn drauf verwetten würde? I dont know.

              Guus hat da aber mehr Ahnung, vielleicht kann er mir meine Zweifel nehmen.
              Zuletzt geändert von reanimation-_-; 21.09.2021, 00:21.

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                Zitat von Lecce Beitrag anzeigen
                So einfach sehe ich das nicht.
                Die fallenden Umfragewerte hat die Jahrhundertflut für die Grünen auch nicht aufhalten können und "die Jugend" ist bzgl. der Wahlen erst ab dem 18. Lebensjahr relevant.

                Die Fehler die du auflistet sind gemacht worden und zum Teil auch einfach dumm (verstehe bis heute nicht warum man als Kanzlerkandidatin noch vor der Wahl ein Buch veröffentlichen muss...) aber im Verhältnis zu den Skandalen in die Laschet und Scholz (möglicherweise) verwickelt sind, waren das nur Lappalien.

                Ich hatte eher das Gefühl, dass die Bürger / Gegner / Unentschlossenen nur auf einen Fehler von Baerbock gewartet haben um sie dann entsprechend dafür zu zerreißen.
                Dafür war / ist sie einfach die perfekte Zielscheibe als Frau (so dämlich das auch klingt) und ohne die große Regierungserfahrung wie die anderen Kandidaten.
                Klar waren das nur Lappalien. Aber ich glaube die große Masse versteht solche Sachen wie die cum ex Geschäfte nicht und kann mit "lol die hat abgeschrieben" oder "die will mir den Urlaub verbieten" viel mehr anfangen :(

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                  Leider muss man feststellen, dass zu viele Bürger / Wähler immer noch durch Schlagzeilen gelenkt werden.
                  Man sollte so langsam glauben das die hohe Informationsdichte dazu genutzt wird um sich über Behauptungen und One Liner besser zu informieren aber leider stellt sich heraus das immer noch extrem viele Menschen auf dicke schwarz-weiß Überschriften aufspringen.

                  Wenn dann noch der Axel Springer Verlag fröhlich Wahlkampf betreibt und sich auf gewisse Parteien eingeschossen hat (und eine andere Partei verschont), wird schnell ein Meinungs"bild" geschaffen.

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                    Zitat von Guusje van Geel Beitrag anzeigen

                    Könnte ich 100 Seiten zu schreiben. Ich müsste wissen, wo ich dich abholen muss, um dir die Frage beantworten zu können. Du müsstest deine Bedenken also spezifizieren.
                    Geht es dir um die Volatilität? Um den Wachstumsgedanken? Um Aktien per se? Um Krisen und anschließender Rente?
                    also da wo reanimation steht, steh ich auch. quasi bei Zeitungsartikeln.

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                      Zitat von Hubschrauber Beitrag anzeigen
                      denke, alle parteien wissen, dass es grundsätzlich die beste regierung sein könnte, wenn man sich einigt.
                      denke das weiß die ganze Welt!!!1111




                      Zum Rentenprogramm der FDP:
                      Wer sichert im Ernstfall die Rente denn ab? Konnte dazu im Wahlprogramm der FDP leider nichts finden.
                      Wenn ich an 2008/2009 oder Anfang 2020 denke, dann wird mir beim Gedanken daran dass die Altersvorsorge der Deutschen in einem Fonds steckt, schlecht.

                      Das Kapital zur Rente an private Anlageunternehmen abgeben ist sicherlich ne tolle Idee, hat ja bei Riester auch schon so gut geklappt. Aber halt ne, bin ja in der Branche tätig also GOGOGO FDP

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                        Also viele Punkte:

                        Zuerst das momentane System: Das aktuelle Umlagesystem transferiert gegenwärtige Wertschöpfung. Mit diesem System bist du auf extremes Wirtschaftswachstum/ Zuwanderung/ Geburten angewiesen. D.h. das Gegenwärtige System baut darauf, dass die deutsche Wirtschaft exorbitant wächst. Sonst bricht alles zusammen. Das haben ja bereits viele erkannt.

                        Das Aktiengestützte System baut noch einen "Sparteil" mit ein. Es braucht nicht dieses exorbitante Wachstum. (wenn es kommt umso besser). Es bildet den Gesamtmarkt (Welt) ab und ist diversifiziert, hängt also nicht nur an der deutschen Wirtschaft. Was erstmal ein Vorteil ist.
                        Der heutige Markt hat ein KGV von 15 im Schnitt, das würde bedeuten, würden die Gewinne aller Unternehmen für 100 Jahre stagnieren (also kein Wachstum), dann hätten wir Renditen von 7,5% p.a. Zieht man eine großzügige Inflation ab, sind wir bei real 5%. Jeder der den Josephpfennig kennt, weiß was das bedeutet.

                        Thema Crash und nur lange Einzahler profitieren:
                        Ich würde bevorzugen, dass die gesamte Rentenmasse als homogen betrachtet wird. Ein Crash ist egal, wenn Hans in Rente geht, da Lieschen ja noch 40 Jahre beisteuert. Der Rentenbeauftragte der FDP (Name vergessen) hatte bei mir auf Nachfrage gesagt, dass er plant, dass vor Rente umgeschichtete wird in Festgeld. Dieses würde ich persönlich ablehnen, weil dies eine heterogene Rentenmasse bedeutet. Jeder hat dann exposure zum Markt am Rentenbeginn. Eine Homogene Betrachtung heißt, dass die Aktien als Stärkung im gesamten System genutzt werden und nicht personengebunden an der einzelnen Rente.

                        Thema nur die Reichen profitieren:
                        Nein, auch im Umlagesystem bekommt der große Einzahler mehr als der kleine. Auch ein kleiner Betrag kann stark anwachsen. Der Kursanstieg funktioniert relativ und nicht absolut. Der Betrag ist irrelevant. Klar bekommt ein kleiner Einzahler absolut weniger als ein großer Einzahler. Das ist heute aber genauso.

                        Finanzierung ist ja möglich, da nur 2% vom jetzigen anders investiert werden und garantierte Renditen brauchst du nicht. Durch ein homogenes System werden Crashes und Volatilität auch irrelevant. Aber ich glaube zumindest das die FDP ein heterogenes vorsieht, aber ist ja noch alles in den Kinderschuhen.

                        reanimation-_-
                        Habe versucht auf alles einzugehen. Antworten sind ein bisschen gemischt. Auf Nachfrage kann ich auch auf einzelne Punkte genauer eingehen.

                        / Zum Thema Renditen: So lange die reale Rendite der Aktien positiv ist, schlägt die Aktie das Umlagesystem. Dies ist seit Jahrhunderten durch Weltkriege etc. der Fall. Wenn jetzt tatsächlich aus heiterem Himmel eine langfristige negative Renditeentwicklung eintreten sollte, dann würde auf lange Sicht das System zusammenbrechen, wir würden mit Stöckern rumlaufen und das "Umlagesystem" wäre wie im Mittelalter. Die Kinder melken die Kuh und der Rentner trinkt die Milch. Also in der Realität sind langfristige negative Realrenditen auf der gesamten Welt praktisch nicht möglich. Oder sehr besorgniserregend.

                        PS: reale Rendite ist nicht gleichzusetzen mit Wirtschaftswachstum.
                        Reale langfristige negative Rendite heißt: Alle Firmen auf der Welt gehen pleite.

                        //
                        Bezüglich akuter Boomergefahr:
                        Auch die Aktienrente wird da nichts helfen, weil schon viel zu lange gepennt wurde. Die Aktienrente ist wie Klimapolitik. Für nachfolgende Generationen.
                        Zuletzt geändert von Guusje van Geel; 21.09.2021, 09:26.

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                          Zitat von reanimation-_- Beitrag anzeigen
                          -Hilft nur Leuten die lange einzahlen, wenn man aus irgendeinem Grund vorher rausfällt ist man gearscht, zumindest im Vergleich zum jetzigen Umlagesystem. Keine Ahnung, ob es bei der Aktienrente einen Ausgleich gibt, Erwerbsminderungsrente oder so kann ich mir da nicht vorstellen. Witwen- und Waisenrente??

                          -Und natürlich profitieren da eher Leute mit einem hohen Gehalt (ist schließlich die FDP), weil da 2% von einem hohen Gehalt logischerweise mehr ausmachen als von einem niedrigen.

                          -Brauchst eine recht hohe Rendite >=6,5%. Ist sicher machbar, aber ob man das garantieren kann?
                          Kurz zu den ersten 2 Punkten: das ist aktuell auch schon so. Wer mehr verdient, sammelt mehr Rentenpunkte und bekommt mehr Rente. Und wer nur 20 Jahre Einzahl bekommt entsprechend weniger. Die Erwerbsminderungsrente bzw. die gesetzliche Rente würde nach den FDP planen aber auch nicht vollständig wegfallen, sondern lediglich 2% Punkte des Rentenbeitrags "umgewidmet"

                          Und nein, du "brauchst" keine 6.5% Rendite.

                          Was natürlich stimmt und damit das ganze Konzept utopisch macht: die baby boomer werden bald in Rente gehen, wir können es uns nicht leisten, 2 Prozentpunkte des Rentennbeitrags anders zu investieren. Im Gegenteil, da keiner das Rentenalter erhöhen möchte und mit Sicherheit keiner die Renten kürzen will, müssen die Beiträge zwangsläufig steigen (ob direkt oder indirekt über die Steuer). Die Aktienrente müsste also zusätzlich bezahlt werden, es würde sich wie eine Steuererhöhung anfühlen.

                          Es ist ähnlich wie mit den Klimaideen der FDP. In der Theorie ist es eine sehr gute Idee, aber eben nicht umsetzbar. Und ich kann mir keine Koalition vorstellen, in der die Aktienrente tatsächlich umgesetzt werden würde.

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                            Zitat von Buddha_d_Oppelmoralhico Beitrag anzeigen
                            Zum Rentenprogramm der FDP:
                            Wer sichert im Ernstfall die Rente denn ab? Konnte dazu im Wahlprogramm der FDP leider nichts finden.
                            Wenn ich an 2008/2009 oder Anfang 2020 denke, dann wird mir beim Gedanken daran dass die Altersvorsorge der Deutschen in einem Fonds steckt, schlecht.
                            Ist ja nichts anderes als bei "normalen", privaten Fondsrenten. Zum einen hatte jeder, der 10, 20 oder mehr Jahre regelmäßig Aktien gekauft hatte, auch bei einem Verkauf 2008 zum tiefsten Kurs noch einen guten Gewinn gemacht. Zum anderen gibt es ausreichen Möglichkeiten zur Absicherung, zum Beispiel anfangs riskantere und profitablere Fonds und später einen switch hin zu sehr defensiven Fonds oder sogar ein Verkauf der Fonds über die letzten Jahre.

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                              Zitat von Buddha_d_Oppelmoralhico Beitrag anzeigen
                              Aber halt ne, bin ja in der Branche tätig also GOGOGO FDP
                              Du bist die Branche

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                                Zitat von Monk Beitrag anzeigen

                                Ist ja nichts anderes als bei "normalen", privaten Fondsrenten. Zum einen hatte jeder, der 10, 20 oder mehr Jahre regelmäßig Aktien gekauft hatte, auch bei einem Verkauf 2008 zum tiefsten Kurs noch einen guten Gewinn gemacht. Zum anderen gibt es ausreichen Möglichkeiten zur Absicherung, zum Beispiel anfangs riskantere und profitablere Fonds und später einen switch hin zu sehr defensiven Fonds oder sogar ein Verkauf der Fonds über die letzten Jahre.
                                Hast du dazu mal Zahlen? Mit Berücksichtigung der Inflation.

                                Wenn ich anfangs in riskantere Fonds investiere und damit auf die Nase falle, habe ich kein Geld mehr, welches ich später defensiv investieren kann.

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