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    Zitat von VARMENDRION
    @Winterheart

    Du sagst also: Alle AfD-Wähler sind Rassisten. Oder sagst du: Alle AfD-Wähler unterstützen eine Partei, die rassistische und fremdenfeindliche Standpunkte vertritt?

    Vielleicht definiere ich auch Rassismus falsch. Wie dem auch sei, ein letztes Mal. Ich denke, die meisten müssen schon genug schlucken, wenn du ihnen sagst, dass sie mit ihrer Stimme rassistische/fremdenfeindliche Standpunkte unterstützen und ob sie sich dessen bewusst sind? Das Bewusstsein macht sie für mich noch zu keinem waschechten Rassisten oder Nazi, wie gesagt, da mag meine Definition zu weich sein, aber zu einem Mitläufer, Unterstützer und im Zweifel zu einem Enabler/Mittäter.

    Allerdings kann doch dann jeder noch sagen: "Heyhey, so ist es nicht. Ich bin doch kein Rassist, das wollte ich mit meiner Stimme nie bewirken, meine Gründe sind X, Y und Z." Und dann kannst du doch ohne weiteres sagen: 'Halli hallo, schau dir meien tolle Link-Sammlung an. Hier siehst du einen Aufruf eines Verbandes zur Gewalt gegen Journalisten -> Pressefreiheit -> bedroht die Demokratie. Hier hast du einen weiteren tollen Link, der dir die rassistischen Aussagen der Führungsebene der AfD zeigt' etcetera. Und dann hat diese Person doch eine ehrliche Möglichkeit zu sagen: "Okay, das überzeugt mich. Ich war mir des Ausmaßes nicht bewusst. So etwas kann ich als guter Mensch nicht unterstützen."

    Wenn du jetzt einfach nur sagst: "Hehejo, du bist ein Rassist und ein ganz schmutziger Nazi. Willst du etwas anderes wählen?" - wie erfolgsversprechend wird das sein?

    E: Wie der Kollege mit dem roten Avatar (ordentlichundfromm) auf der Vorseite sagte: Man muss dne Leuten die Möglichkeit geben, ihr Gesicht zu wahren. Sonst kannst du sie gar nicht erst erreichen.

    E2: DerKilla, danke für den Link. Kannte ich tatsächlich gar nicht, wird aber extrem nützlich :D
    Zweiteres in erster Linie, den meisten AfD-Wählern fehlt einfach das politische Verständnis oder die Fähigkeit Aussagen zu politischen Themen in den richtigen Kontext zu rücken, daher glaub ich auch nicht, dass die meisten AfD-Wähler unverhohlene Rassisten / Faschisten sind, aber leider führt das eine zum Anderen. Mit dem Wählen der AfD gehe ich d'accord mit deren Ansichten und dem Populismus der stark rechts ist, ob ich so weit gehen würde und sage, dass jeder AfD-Wähler auch selbst direkt ein Rassist ist - vermutlich nicht. Aber das tut auch eigentlich gar nicht so viel zur Sache, die Grenze ist ja offensichtlich sehr schwimmend wie man in Chemnitz gesehen hat, da war sicher nicht jeder der Demonstranten ein Rassist aber jeder von denen ist Seite an Seite mit den Nazis gelaufen und fands offensichtlich nicht so schlimm als sich dem entgegenzustellen. Wenn es die rechte Mitte nicht schafft sich von den offensichtlichen Nazis abzugrenzen (und leider würde ich die AfD mehr richtung Nazi als rechte Mitte einordnen), der muss eben damit leben, dass man ihn als Unterstützer von Nazis tituliert, was ja defakto auch nicht an den Haaren herbei gezogen ist.
    Ich will ja gar nicht leugnen, dass das Thema schwierig ist und man sicher nicht pauschal alle als Nazis abstempeln kann sondern die AfD genug Wähler hat, die einfach nicht mit der Flüchtlingspolitik einverstanden sind aber es kann einfach nicht die richtige Lösung sein eine rechtsradikale Partei zu wählen, weil sie in ihrem populistischstem Thema unzufriedene Leute erreicht. So hats vor 70 Jahren genau angefangen und so ist die Masche doch bis heute geblieben in dem Thema.

    Zu dem AfD Wahlprogramm Thema - es gab (ich weiß nicht ob noch aktuell) auch mal einen Punkt der richtung Rassennachweis ging - da war oberflächlich von Abschaffung des Doppelpassses die Rede und wenn man sich tiefer eingelesen hat ging es tatsächlich um die Überprüfung der Vorfahren ob man "legitimiert" für einen deutschen Pass ist.

    E2:
    Über Aydan Özuguz:
    Das sagt eine Deutsch-Türkin. Ladet sie mal ins Eichsfeld ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können.
    Alexander Gauland, MdB


    Über Aydan Özuguz:
    Und da hat mein Freund Dr. Gauland 100-prozentig Recht – solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen
    Petr Bystron, MdB


    Ich kann einfach nicht verstehen, wie man eine Partei die von solchen "Menschen" repräsentiert wird, wählen kann. Wenns um den Protest geht, dann wählt DIE PARTEI, Die VIoletten oder PBC, aber das ist einfach nur ohne Worte.

    Kommentar


      Meinst du das? http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900086.pdf : Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes


      Curio vs Hofreiter, Özoguz in Anatolien entsorgen?

      Spoiler: 

      Kommentar


        Highkickharald, ich möchte wirklich um Entschuldigung bitten. Ich bin hier in die Diskussion auf eine Art eingestiegen, die dumm und nicht zielführend ist. Bevor ich hier andere überführen will, um ihnen irgendwelche Tags anzuhängen, sollte ich bei mir anfangen. Das will ich gleich nochmal versuchen, ohne persönlich zu werden und mit dem Ziel in der Sache, nicht in persönlicher Auseinandersetzung.

        PS: Deiner Antwort stimme ich grundsätzlich zu. Sehe ich auch so. Was die überschätzen naiven Wähler angeht, das weiß ich nicht.

        ################################

        Ausgangspunkt für mich war dieser Post:

        Zitat von noobhans
        Spoiler: 
        Zitat von 1prozentboy
        Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.

        Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

        Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
        - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
        - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
        Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
        Ich kann gut nachvollziehen, dass man allen AfD-Wählern ein rassistisches Weltbild unterstellt. Allerdings ist es für mich dann nur logisch, dass man diese Personengruppe automatisch als Rassisten bezeichnet. Auch das kann ich gut nachvollziehen.

        Den zweiten Punkt habe ich meiner Meinung nach entkräftigt. Wer natürlich nach eingehender Studie des Programms, der Menschen und den Aussagen zum Schluss kommt, die AfD zu wählen, auf den trifft die Aussage zu. Ich denke jedoch nicht, dass sich das verallgemeinern lässt.

        Wie gesagt, meine Art zu diskutieren war falsch. Wenn ich mich für eine Differenzierung einsetze, dann mit dem Interesse, die Leute zu erreichen, die nicht voller Inbrunst AfD wählen, weil sie alles, was mit der Partei zusammenhängt, gut finden. Wie gesagt: Mein Interesse ist es, die Partei klein zu halten, Wähler von der AfD abzubringen und ich bin mir sicher, auch wenn wir unterschiedliche Positionen vertreten, teilen wir das Interesse. Damit meine ich die Menschen, die TAM_yo angeführt hat.



        Persönlich lese ich aus der Grafik, dass die Wähler etablierter Parteien von der Wahl überzeugt sind, bei der AfD sind es 30%+, Tendenz steigend (TAM_yo). Im Umkehrschluss meine ich, dass sich grob 60% gut überzeugen lassen sollten.

        Um diese nicht vor den Kopf zu stoßen, ist für mich der richtige Ansatz, sie eben nicht als Rassisten und Mittäter zu verurteilen, ihnen jedoch aufzuzeigen, dass eine Wahl nach Wahrnehmung aller Fakten um die AfD sie zu jemandem machen, der eine rassistische, menschenverachtende, die Gesellschaft spaltende Politik unterstützen und sie am Ende dafür mit verantwortlich sind. Selbst wenn sie in der Vergangenheit ein Kreuz bei der AfD gemacht haben, würde ich sie dafür nicht pauschal verurteilen, sondern die Gründe verstehen wollen, um als Lösung eine andere Partei zu finden, die sie unterstützen können.

        Ich denke daher, dass es wichtig ist, den Leuten die Möglichkeit zu geben, ihre Ängste und Interessen zu äußern, ohne sie zuvor verurteilt zu haben. In der Diskussion hier habe ich gemerkt, dass ich mich persönlich angegriffen gefühlt habe (und ebenso persönlich wurde) -- das hat der Diskussion nicht geholfen. Vielmehr sollten diese Menschen die Möglichkeit haben, Fehler zu realisieren und eine freie Entscheidung gegen die AfD zu treffen, um ihr Gesicht zu wahren. Wollen sie das nicht, kann man sie gerne hinterher mit den dazugehörigen Eigenschaften besetzen.

        Ich möchte dabei nicht mit den 30%+ sprechen, die gerne die AfD wählen und sich damit identifizieren. Ich möchte dafür sorgen, dass die Überzeugungswähler nicht mehr werden und ich fürchte, dass eine falsche Auseinandersetzung mit diesen Menschen genau dazu führt. Wie ein anderer User (Berguin oder ordentlichundfromm (oder so) sagte, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ein initiales Statement wie "AfD Wähler sind für mich Rassisten" dazu führt, dass der Gegenüber zu macht, keine Begründung mehr hört, sondern nur eine Rechtfertigung überlegt. Die Rechtfertigung findet er easy in irgendwelchen FB-Gruppen, beim Stammtisch etcetera und wird am Ende noch tiefer in die Bubble gesogen, bis er selbst aus Überzeugung die AfD wählt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass sich die Zahl der Überzeugungstäter reduzieren lässt, wenn die 60-70%, die irgendwie zur AfD gelangt sind, wegfallen, weil dann aus der "Volkspartei" doch wieder eine rechte Randgruppe wird.

        Daher mein Problem mit noobhans Aussage und der Wunsch nach Differenzierung. Wir vertreten mit Sicherheit dasselbe Interesse, allerdings bin ich nicht sicher, ob wir alle den richtigen Weg gehen, um dieses Interesse zu erreichen. Und den richtigen Weg zu identifizieren, das wäre mir schon wichtig :)

        Kommentar


          Zitat von OrdentlichUndFromm
          Zitat von noobhans
          Zitat von 1prozentboy
          Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
          Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

          Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
          - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
          - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
          Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
          Du kannst ihnen das sicherlich vorwerfen. Aber wozu? Du fühlst dich daduch selber besser, aber das war's. Gib den Leuten die Möglichkeit, von ihrer Position abzuweichen, statt sie in den Verteidigungsmodus zu drängen.
          Ich halte reden bei ideologisch gefestigten Nazis für nicht sinnvoll, mit allen anderen diskutiere ich gerne. In diesem Zug kann man dann eben auch ganz gut herausarbeiten, warum dieses Weltbild vorliegt.
          Natürlich muss man auch ein bisschen konfrontieren. Diese Appeasement-Schiene hat die letzten Jahre nicht funktioniert.


          Selbst erlebt: stehe beim Bäcker, Kundin beschwert sich, dass das gekaufte Brot schnell geschimmelt hätte. Bäckerin erklärt ihr: "Zurzeit sind viele komische Bakterien in der Luft, es kommen ja so viele über die Grenze". Zustimmendes Nicken der anderen Rentner. Sächsisches Bürgertum. Solchen Leuten kann man nicht mehr den Kopf streicheln, sondern muss ihnen schon sagen, was sie sind.

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            Zitat von LaMa
            Ich kann da nur die halbe Stunde von Dunja Hayali, wo sie ungekürzt mit Menschen während des Chemnitzer "Trauermarsches" diskutiert.
            Mit manchen kannst du einfach nicht reden : "Eh alles gelogen. Ich fühle mich aber anders. Die Wahrheit wird verschwiegen." - Wie willst du da noch zielführend diskutieren?
            Steter Tropfen. Zumindest drückt man sie nicht mehr in die falsche Richtung.


            Zitat von noobhans
            Ich halte reden bei ideologisch gefestigten Nazis für nicht sinnvoll, mit allen anderen diskutiere ich gerne. In diesem Zug kann man dann eben auch ganz gut herausarbeiten, warum dieses Weltbild vorliegt.
            Gefestigte Nazis müssen selber drauf kommen, das stimmt. Aber auch das wird mit jeder Beschimpfung und Anfeindung unwahrscheinlicher. Anonsten bist du für meinen Geschmack etwas schnell damit, AFD-Wähler oder Montagsdemonstranten als gefestigte Nazi zu bezeichnen und zu den Anfeindungen überzugehen. Gerade darum geht's mir ja: du packst Leute für meinen Geschmack zu schnell in eine Kategorie, die es dir in deinen Augen erlaubt, auf Konfrontation zu gehen.

            Natürlich muss man auch ein bisschen konfrontieren. Diese Appeasement-Schiene hat die letzten Jahre nicht funktioniert.
            Habe sie nicht mal in Anwendung gesehen. Und konfrontieren kann man nach meiner Erfahrung auch mit Sachlichkeit.

            Selbst erlebt: stehe beim Bäcker, Kundin beschwert sich, dass das gekaufte Brot schnell geschimmelt hätte. Bäckerin erklärt ihr: "Zurzeit sind viele komische Bakterien in der Luft, es kommen ja so viele über die Grenze". Zustimmendes Nicken der anderen Rentner. Sächsisches Bürgertum. Solchen Leuten kann man nicht mehr den Kopf streicheln, sondern muss ihnen schon sagen, was sie sind.
            Ich sage nicht, dass man den Leuten über den Kopf streichen muss. Man muss bestimmt und möglichst sachlich dagegen halten. Man muss zeigen, dass sie keine Mehrheitsmeinung vertreten. Man kann sagen: "Entschuldigung, aber das stimmt nicht. Bakterien fliegen nicht durch die Luft. Welche Bakterien meinen Sie überhaupt?" – das ist ebenfalls ein Grenzenaufzeigen, ohne dass man gleich "Scheiß Nazis, allesamt!" ruft. Und es wird die Leute nicht so sehr in ihrem "Wir führen hier einen Krieg"-Gefühl stärken. Wer weiß? Vielleicht fanden ja ein paar Leute im Raum den Spruch daneben und haben sich nicht getraut was zu sagen. Denen haste gezeigt, dass es sich lohnt aufzustehen, ohne sie gleich mit Aggressivität abzuschrecken. Der Bäcker_otze haste gezeigt, dass du das anders siehst, ohne sie in ihrer Kriegsstimmung zu bestätigen.

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              Zitat von VARMENDRION
              [spoiler]Highkickharald, ich möchte wirklich um Entschuldigung bitten. Ich bin hier in die Diskussion auf eine Art eingestiegen, die dumm und nicht zielführend ist. Bevor ich hier andere überführen will, um ihnen irgendwelche Tags anzuhängen, sollte ich bei mir anfangen. Das will ich gleich nochmal versuchen, ohne persönlich zu werden und mit dem Ziel in der Sache, nicht in persönlicher Auseinandersetzung.

              PS: Deiner Antwort stimme ich grundsätzlich zu. Sehe ich auch so. Was die überschätzen naiven Wähler angeht, das weiß ich nicht.

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              Ausgangspunkt für mich war dieser Post:

              Zitat von noobhans
              Spoiler: 
              Zitat von 1prozentboy
              Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
              Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

              Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
              - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
              - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
              Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
              Spoiler: 


              Ich kann gut nachvollziehen, dass man allen AfD-Wählern ein rassistisches Weltbild unterstellt. Allerdings ist es für mich dann nur logisch, dass man diese Personengruppe automatisch als Rassisten bezeichnet. Auch das kann ich gut nachvollziehen.

              Den zweiten Punkt habe ich meiner Meinung nach entkräftigt. Wer natürlich nach eingehender Studie des Programms, der Menschen und den Aussagen zum Schluss kommt, die AfD zu wählen, auf den trifft die Aussage zu. Ich denke jedoch nicht, dass sich das verallgemeinern lässt.

              Wie gesagt, meine Art zu diskutieren war falsch. Wenn ich mich für eine Differenzierung einsetze, dann mit dem Interesse, die Leute zu erreichen, die nicht voller Inbrunst AfD wählen, weil sie alles, was mit der Partei zusammenhängt, gut finden. Wie gesagt: Mein Interesse ist es, die Partei klein zu halten, Wähler von der AfD abzubringen und ich bin mir sicher, auch wenn wir unterschiedliche Positionen vertreten, teilen wir das Interesse. Damit meine ich die Menschen, die TAM_yo angeführt hat.



              Persönlich lese ich aus der Grafik, dass die Wähler etablierter Parteien von der Wahl überzeugt sind, bei der AfD sind es 30%+, Tendenz steigend (TAM_yo). Im Umkehrschluss meine ich, dass sich grob 60% gut überzeugen lassen sollten.

              Um diese nicht vor den Kopf zu stoßen, ist für mich der richtige Ansatz, sie eben nicht als Rassisten und Mittäter zu verurteilen, ihnen jedoch aufzuzeigen, dass eine Wahl nach Wahrnehmung aller Fakten um die AfD sie zu jemandem machen, der eine rassistische, menschenverachtende, die Gesellschaft spaltende Politik unterstützen und sie am Ende dafür mit verantwortlich sind. Selbst wenn sie in der Vergangenheit ein Kreuz bei der AfD gemacht haben, würde ich sie dafür nicht pauschal verurteilen, sondern die Gründe verstehen wollen, um als Lösung eine andere Partei zu finden, die sie unterstützen können.

              Ich denke daher, dass es wichtig ist, den Leuten die Möglichkeit zu geben, ihre Ängste und Interessen zu äußern, ohne sie zuvor verurteilt zu haben. In der Diskussion hier habe ich gemerkt, dass ich mich persönlich angegriffen gefühlt habe (und ebenso persönlich wurde) -- das hat der Diskussion nicht geholfen. Vielmehr sollten diese Menschen die Möglichkeit haben, Fehler zu realisieren und eine freie Entscheidung gegen die AfD zu treffen, um ihr Gesicht zu wahren. Wollen sie das nicht, kann man sie gerne hinterher mit den dazugehörigen Eigenschaften besetzen.

              Ich möchte dabei nicht mit den 30%+ sprechen, die gerne die AfD wählen und sich damit identifizieren. Ich möchte dafür sorgen, dass die Überzeugungswähler nicht mehr werden und ich fürchte, dass eine falsche Auseinandersetzung mit diesen Menschen genau dazu führt. Wie ein anderer User (Berguin oder ordentlichundfromm (oder so) sagte, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ein initiales Statement wie "AfD Wähler sind für mich Rassisten" dazu führt, dass der Gegenüber zu macht, keine Begründung mehr hört, sondern nur eine Rechtfertigung überlegt. Die Rechtfertigung findet er easy in irgendwelchen FB-Gruppen, beim Stammtisch etcetera und wird am Ende noch tiefer in die Bubble gesogen, bis er selbst aus Überzeugung die AfD wählt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass sich die Zahl der Überzeugungstäter reduzieren lässt, wenn die 60-70%, die irgendwie zur AfD gelangt sind, wegfallen, weil dann aus der "Volkspartei" doch wieder eine rechte Randgruppe wird.

              Daher mein Problem mit noobhans Aussage und der Wunsch nach Differenzierung. Wir vertreten mit Sicherheit dasselbe Interesse, allerdings bin ich nicht sicher, ob wir alle den richtigen Weg gehen, um dieses Interesse zu erreichen. Und den richtigen Weg zu identifizieren, das wäre mir schon wichtig :)


              Hätte ich nicht besser ausdrücken können. Thumbs up. Die Wähler der AfD über ihre rechte Ideologie versuchen zu entlarven halte ich deswegen schon für problematisch, weil sich ein nicht geringer Anteil der AfD-Anhänger in der Selbsteinschätzung rechts der Mitte verortet. Selbst wenn wir also den rechtspopulistischen bis -extremen Charakter der Wählerschaft betonen, trifft das bei diesem Teil auf wenig Resonanz, aus einem ganz einfach Grund: Nach ihrer Ansicht betrifft sie das nicht. Gleiches gilt übrigens auch für die Programmatik oder das Auftreten der Partei ansich. Auch sie wird von ungefähr 41% ihrer Anhänger als mitte-rechts Partei angesehen. Außenwahrnehmung und Selbsteinschätzung gehen bei der AfD weit auseinander.


              Nice :D www.mutterallerprobleme.de

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                https://www.welt.de/politik/deutschland/article181444930/Deutschlandtrend-Buerger-bewerten-Migrationspolitik-negativ.html

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                  War das hier schon? Der eine Brüllaffe tut mir ja schon etwas leid, weil er nicht ganz auf der Höhe zu sein scheint. Weiß auch nicht, ob man das im Video zeigen muss.

                  Kommentar


                    Zitat von highkickharald


                    War das hier schon? Der eine Brüllaffe tut mir ja schon etwas leid, weil er nicht ganz auf der Höhe zu sein scheint. Weiß auch nicht, ob man das im Video zeigen muss.
                    - Was soll sich denn ändern?
                    - Das nichtmehr so viele reinkommen und das die Kriminellen rauskommen
                    - Merknen sie das denn in ihrem Privatleben?
                    -....ne......aber es sind zu viele hier.
                    Spoiler: 

                    Als ob Fremdenfeindlichkeit eine Ausprägung des Tourette-Syndroms wäre, hauen die solche Sätze raus.

                    Kommentar


                      Zitat von noobhans
                      Zitat von OrdentlichUndFromm
                      Zitat von noobhans
                      Zitat von 1prozentboy
                      Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                      Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

                      Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
                      - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
                      - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
                      Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
                      Du kannst ihnen das sicherlich vorwerfen. Aber wozu? Du fühlst dich daduch selber besser, aber das war's. Gib den Leuten die Möglichkeit, von ihrer Position abzuweichen, statt sie in den Verteidigungsmodus zu drängen.
                      Ich halte reden bei ideologisch gefestigten Nazis für nicht sinnvoll, mit allen anderen diskutiere ich gerne. In diesem Zug kann man dann eben auch ganz gut herausarbeiten, warum dieses Weltbild vorliegt.
                      Natürlich muss man auch ein bisschen konfrontieren. Diese Appeasement-Schiene hat die letzten Jahre nicht funktioniert.


                      Selbst erlebt: stehe beim Bäcker, Kundin beschwert sich, dass das gekaufte Brot schnell geschimmelt hätte. Bäckerin erklärt ihr: "Zurzeit sind viele komische Bakterien in der Luft, es kommen ja so viele über die Grenze". Zustimmendes Nicken der anderen Rentner. Sächsisches Bürgertum. Solchen Leuten kann man nicht mehr den Kopf streicheln, sondern muss ihnen schon sagen, was sie sind.
                      Ist das jetzt hier die Gegenoffensive zu Hubschraubers Anekdoten, oder was?

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                        Zitat von TAM_yo
                        Zitat von highkickharald


                        War das hier schon? Der eine Brüllaffe tut mir ja schon etwas leid, weil er nicht ganz auf der Höhe zu sein scheint. Weiß auch nicht, ob man das im Video zeigen muss.
                        - Was soll sich denn ändern?
                        - Das nichtmehr so viele reinkommen und das die Kriminellen rauskommen
                        - Merknen sie das denn in ihrem Privatleben?
                        -....ne......aber es sind zu viele hier.
                        Spoiler: 

                        Als ob Fremdenfeindlichkeit eine Ausprägung des Tourette-Syndroms wäre, hauen die solche Sätze raus.
                        aber mal ehrlich, wo soll die frage denn auch hinführen? man kann den flüchtlingsstatus nicht an der nase ablesen.

                        btw aus der umfrage:

                        Der mangelhafte Vollzug von Abschiebungen wird jeweils von einer großen Mehrheit der Anhänger aller Parteien als Problem gesehen. Am stärksten fällt die Kritik dabei seitens der FDP-Unterstützer aus: Kein einziger der Befragten hat hier eine positive Meinung.

                        Kommentar


                          Zitat von definitiv nicht keira
                          Zitat von TAM_yo
                          Zitat von highkickharald


                          War das hier schon? Der eine Brüllaffe tut mir ja schon etwas leid, weil er nicht ganz auf der Höhe zu sein scheint. Weiß auch nicht, ob man das im Video zeigen muss.
                          - Was soll sich denn ändern?
                          - Das nichtmehr so viele reinkommen und das die Kriminellen rauskommen
                          - Merknen sie das denn in ihrem Privatleben?
                          -....ne......aber es sind zu viele hier.
                          Spoiler: 

                          Als ob Fremdenfeindlichkeit eine Ausprägung des Tourette-Syndroms wäre, hauen die solche Sätze raus.
                          aber mal ehrlich, wo soll die frage denn auch hinführen? man kann den flüchtlingsstatus nicht an der nase ablesen.

                          btw aus der umfrage:

                          Der mangelhafte Vollzug von Abschiebungen wird jeweils von einer großen Mehrheit der Anhänger aller Parteien als Problem gesehen. Am stärksten fällt die Kritik dabei seitens der FDP-Unterstützer aus: Kein einziger der Befragten hat hier eine positive Meinung.
                          #rechtstaatspartei

                          Kommentar


                            Zitat von Habibi Blocksberg
                            Zitat von noobhans
                            Zitat von OrdentlichUndFromm
                            Zitat von noobhans
                            Zitat von 1prozentboy
                            Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                            Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

                            Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
                            - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
                            - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
                            Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
                            Du kannst ihnen das sicherlich vorwerfen. Aber wozu? Du fühlst dich daduch selber besser, aber das war's. Gib den Leuten die Möglichkeit, von ihrer Position abzuweichen, statt sie in den Verteidigungsmodus zu drängen.
                            Ich halte reden bei ideologisch gefestigten Nazis für nicht sinnvoll, mit allen anderen diskutiere ich gerne. In diesem Zug kann man dann eben auch ganz gut herausarbeiten, warum dieses Weltbild vorliegt.
                            Natürlich muss man auch ein bisschen konfrontieren. Diese Appeasement-Schiene hat die letzten Jahre nicht funktioniert.


                            Selbst erlebt: stehe beim Bäcker, Kundin beschwert sich, dass das gekaufte Brot schnell geschimmelt hätte. Bäckerin erklärt ihr: "Zurzeit sind viele komische Bakterien in der Luft, es kommen ja so viele über die Grenze". Zustimmendes Nicken der anderen Rentner. Sächsisches Bürgertum. Solchen Leuten kann man nicht mehr den Kopf streicheln, sondern muss ihnen schon sagen, was sie sind.
                            Ist das jetzt hier die Gegenoffensive zu Hubschraubers Anekdoten, oder was?
                            Ja und nein :/ ich erlebe sowas halt regelmäßig (gestern) und bin dementsprechend gefrustet

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                              Zitat von OrdentlichUndFromm
                              Zitat von LaMa
                              Ich kann da nur die halbe Stunde von Dunja Hayali, wo sie ungekürzt mit Menschen während des Chemnitzer "Trauermarsches" diskutiert.
                              Mit manchen kannst du einfach nicht reden : "Eh alles gelogen. Ich fühle mich aber anders. Die Wahrheit wird verschwiegen." - Wie willst du da noch zielführend diskutieren?
                              Steter Tropfen. Zumindest drückt man sie nicht mehr in die falsche Richtung.


                              Zitat von noobhans
                              Ich halte reden bei ideologisch gefestigten Nazis für nicht sinnvoll, mit allen anderen diskutiere ich gerne. In diesem Zug kann man dann eben auch ganz gut herausarbeiten, warum dieses Weltbild vorliegt.
                              Gefestigte Nazis müssen selber drauf kommen, das stimmt. Aber auch das wird mit jeder Beschimpfung und Anfeindung unwahrscheinlicher. Anonsten bist du für meinen Geschmack etwas schnell damit, AFD-Wähler oder Montagsdemonstranten als gefestigte Nazi zu bezeichnen und zu den Anfeindungen überzugehen. Gerade darum geht's mir ja: du packst Leute für meinen Geschmack zu schnell in eine Kategorie, die es dir in deinen Augen erlaubt, auf Konfrontation zu gehen.

                              Natürlich muss man auch ein bisschen konfrontieren. Diese Appeasement-Schiene hat die letzten Jahre nicht funktioniert.
                              Habe sie nicht mal in Anwendung gesehen. Und konfrontieren kann man nach meiner Erfahrung auch mit Sachlichkeit.

                              Selbst erlebt: stehe beim Bäcker, Kundin beschwert sich, dass das gekaufte Brot schnell geschimmelt hätte. Bäckerin erklärt ihr: "Zurzeit sind viele komische Bakterien in der Luft, es kommen ja so viele über die Grenze". Zustimmendes Nicken der anderen Rentner. Sächsisches Bürgertum. Solchen Leuten kann man nicht mehr den Kopf streicheln, sondern muss ihnen schon sagen, was sie sind.
                              Ich sage nicht, dass man den Leuten über den Kopf streichen muss. Man muss bestimmt und möglichst sachlich dagegen halten. Man muss zeigen, dass sie keine Mehrheitsmeinung vertreten. Man kann sagen: "Entschuldigung, aber das stimmt nicht. Bakterien fliegen nicht durch die Luft. Welche Bakterien meinen Sie überhaupt?" – das ist ebenfalls ein Grenzenaufzeigen, ohne dass man gleich "Scheiß Nazis, allesamt!" ruft. Und es wird die Leute nicht so sehr in ihrem "Wir führen hier einen Krieg"-Gefühl stärken. Wer weiß? Vielleicht fanden ja ein paar Leute im Raum den Spruch daneben und haben sich nicht getraut was zu sagen. Denen haste gezeigt, dass es sich lohnt aufzustehen, ohne sie gleich mit Aggressivität abzuschrecken. Der Bäcker_otze haste gezeigt, dass du das anders siehst, ohne sie in ihrer Kriegsstimmung zu bestätigen.
                              Ich denke, du unterschätzt etwas, wie radikalisiert die durchschnittlichen Montagsdemonstranten schon sind. Wir haben nicht mehr 2015, wo da durchaus noch Wutbürger unterwegs waren. Heute gibt es aber keine Abgrenzung mehr von Rechtsradikalen, weder organisatorisch, als Redner, noch auf der Straße. Das sind Menschen, die Kollektiv "Absaufen" brüllen, wenn sie Mittelmeer hören. Auch beim aktuellen Fall Chemnitz habe ich wirklich kein Interview gesehen, bei dem ich sagen würde, dieser Mensch ist kein ideologisch gefestigter Rassist, oder hat z.b. kein Tief verankertes antisemitisches Weltbild. Diese Menschen lehnen Sachlichkeit ab, sonst wären sie nicht Montags auf der Straße. Und dooferweise bilden sie ja in einigen Teilen der Republik schon die Mehrheitsmeinung.

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                                Du bist also wirklich der festen Überzeugung, dass das in Chemnitz alles rechtsradikale waren?

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