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    fahr mal nach hoyerswerda :( frankfurt/o auch doll :(

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      Zitat von Fabbo
      Ich denke eine gewisse Beliebigkeit erschwert es die genaue Position der "Mitte" oder der Parteien wie cdu/spd zu verorten. Das Zitat trifft es schon ganz gut.

      Aber puh, was das erste Zitat angeht muss ich in der Schlussfolgerung da doch schon widersprechen. Gerade wenn es um den Umgang mit der AFD geht. Beziehe mich da allerdings auch mehr auf die Rolle des mündigen Bürgers. Vielleicht muss da die Politik und Parteien noch anders mit umgehen. Ich wünsche mir aber auch da klarere Grenzen und mehr Radikalität im Umgang mit Nazis. Mir hat da heute die Kolumne Es kann nicht genug Antifa geben von Margarete Stokowski ziemlich aus der Seele gesprochen.
      Um nicht nur ein Link dazulassen, noch ein Auszug.

      Widerstand gegen Rechtsradikale muss radikal sein, es geht nicht anders. Radikal heißt in diesem Fall: breit aufgestellt, unnachgiebig, keine Menschenfeindlichkeit duldend. Die Nachrichten aus Chemnitz zeigen, dass Nazis in diesem Land zu wenig Angst haben. Und nicht nur die aus Chemnitz: Die AfD-Besuchergruppe aus dem Wahlkreis von Alice Weidel hatte nicht einmal genügend Ehre im Leib, in einer KZ-Gedenkstätte das Maul zu halten.
      [...]
      Um die Wortwahl geht es nicht, sondern um die Verdrehung von Tatsachen, wenn Leute den Widerstand gegen Faschismus als "genau so schlimm" darstellen wie den Faschismus selbst.


      Letzteres lässt sich mMn auch hier im Forum oft beobachten. Und diese Umkehrung lässt es sich auch in ganz anderen Debatten wie zB dem Sexismus beobachten.
      Ich finde den Artikel ehrlich gesagt auch ziemlich fragwürdig...Die Kernaussage halte ich für richtig und wichtig aber die Rhetorik finde ich übertrieben aggressiv.

      Warum ich hierauf überhaupt antworte ist, dass mich die Kolumne darüber zum Nachdenken gebracht hat, wie man die Afd-Wähler wieder abholen will, ich meine ganz real.

      Solidarisch und unnachgiebig den Nazis Paroli bieten hört sich leicht an, aber wie manifestiert sich das?

      Was ich am meisten mitbekomme und was ich gleichzeitig fatal finde ist, dass alle AfD-Wähler ausgegrenzt und verspottet werden. Wenn Sie mal belehrt werden, dann passiert das auf meist sehr süffisante Weise. Als Quelle können wir da jeden beliebigen Artikel der Tagesschau auf Facebook nehmen. Einfach das Top-Comment raussuchen und go.

      Das Problem was ich dabei sehe ist, dass die AfD-Wähler, wenn sie so einem Umgang ausgesetzt sind, meiner Meinung nach keine andere Wahl haben haben, als dass sie sich mit sich selber solidarisieren. Ich bin mal ganz ehrlich: Wenn ich mich mal in das Szenario rein versetze, dass ich eine Minderheitsmeinung vertrete und für diese kollektiv gebasht werde, würde ich auch erstmal in Abwehrhaltung gehen und Gleichgesinnte suchen, ich halte meine politische Meinung ja erstmal für grundsätzlich richtig. Wenn man sich nun in einem Meinungsforum aufhält, in der eine politische Pluralität nicht gegeben ist, fördert das meiner Meinung die Radikalisierung.

      Mir geht es hier nicht um die Kern-Nazis, bei einigen läuft im Gehirn einfach grundlegend was falsch, sondern um die "Mitläufer" und Protestwähler. Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass 14,5 - 17% der Deutschen rechtsradikal sein sollen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei 8.000 Menschen in Chemnitz, nicht zumindest ein gehöriger Anteil unglaublich dummer, aber noch zu "bekehrender" Menschen dabei war und es nervt mich, dass jeder AfD-Wähler erst einmal pauschal abgewiesen, aufgegeben und sich selbst überlassen wird.

      Ich habe im Nachgang z.B. noch erfahren, dass eine gute Freundin meiner Mutter die AfD gewählt hat, einfach aus Protest. Man kann sich irren, aber ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass besagte Freundin nicht rassistisch ist. Bei ihr hat dann wohl auch ein ernstes Gespräch mit der Bitte sich wirklich einmal nachhaltig zu informieren gereicht, um sie umzustimmen.

      Nun würde es mich wirklich interessieren, wie ihr ganz real auf AfD-Wähler reagiert und was ihr da für Erfahrungen mit gemacht habt. in meiner Hood sind die bekennenden AfD-Wähler sehr rar, in meinem persönlichen Umfeld quasi nicht existent.



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        Zitat von Berguin
        Nun würde es mich wirklich interessieren, wie ihr ganz real auf AfD-Wähler reagiert und was ihr da für Erfahrungen mit gemacht habt. in meiner Hood sind die bekennenden AfD-Wähler sehr rar, in meinem persönlichen Umfeld quasi nicht existent.
        Letztens das Thema angesprochen und genau zu diesem Punkt gelangt. Ich kenne persönlich einen AfD-Wähler aus meinem Freundeskreis. Rassist ist er nicht, von Immigration hält er allerdings auch nicht viel. Letzteres und den aktuellen Politik zu denken geben, das war seine Motivation. Ich bin mir sicher, dass er heute nicht mehr so wählen wird, weil ihm klar wurde, dass er mit der stimme rassistische Politik unterstützt. Allerdings, mehr Leute kenne ich nicht. Bei FB halte ich es für unmöglich, Leute zu bekehren und das ist mir auch zu dumm. Und ansonsten suche ich das Gespräch, aber ich habe fast nie einen Gesprächspartner. Zu sehr in meiner Bubble.

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          Stimme Berguin voll zu. Wie Selbstgerechtigkeit, Süffisanz und Arroganz die Diskussionen gegen die Wand fahren lassen, lässt sich ja regelmäßig hier im Forum beobachten.
          Und warum man Radikalität radikal begegnen muss, leuchtet mir auch nicht ein. Man muss dem Gegenüber so begegnen, dass er die Chance hat, von seiner Position abzurücken, ohne das Gesicht zu verlieren. Das geht nicht durch Radikalität, und das geht auch nicht, indem man seine intellektuelle oder rhetorische Überlegenheit ausspielt.

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            Zitat von OrdentlichUndFromm
            Stimme Berguin voll zu. Wie Selbstgerechtigkeit, Süffisanz und Arroganz die Diskussionen gegen die Wand fahren lassen, lässt sich ja regelmäßig hier im Forum beobachten.
            Und warum man Radikalität radikal begegnen muss, leuchtet mir auch nicht ein. Man muss dem Gegenüber so begegnen, dass er die Chance hat, von seiner Position abzurücken, ohne das Gesicht zu verlieren. Das geht nicht durch Radikalität, und das geht auch nicht, indem man seine intellektuelle oder rhetorische Überlegenheit ausspielt.
            OT: Richtiger Throwback zum Bundestagswahl-Thread. Stimme grundsätzlich zu.

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              Hier schonmal eine Übersicht des Protestwahlanteils der AfD (ca. 40% über den Zeitverlauf):


              Die Frage von Berguin beantworte ich morgen ausführlich.

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                Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.

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                  Zitat von 1prozentboy
                  Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                  Den Grad an Extremismus misst man nicht allein am Parteiprogramm, sondern auch an der Mobilisierungstrategie der Partei, den Aussagen ihrer Mitglieder und dem Umfeld in dem sie sich bewegt.

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                    Zitat von 1prozentboy
                    Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                    Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

                    Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
                    - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
                    - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
                    Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.

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                      Zitat von 1prozentboy
                      Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                      Dass die AfD klug genug ist, sich im Parteiprogramm nicht verfassungsfeindlich und rassistisch zu äußern, ist die Mindestanforderung an eine Partei, die sich als demokratisch verkaufen will.

                      Wenn du jetzt aus Sympathie zu der Partei leugnest, dass rassistische und scheinbar auch antisemitische Haltungen bei Parteimitgliedern vorhanden sind, dann belügst du dich nur selber.

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                        Zitat von noobhans
                        Zitat von 1prozentboy
                        Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                        Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

                        Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
                        - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
                        - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
                        Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
                        Halte ich für zu konfrontativ. Damit verlierst du einen Großteil derer, die dir vielleicht noch eine Minute länger zugehört hätten. Niemand lässt sich gerne direkt als Rassist abstempeln.

                        Für mich liegt der Unterschied im Detail: Wer die AfD wählt, muss sich klar sein, dass er rassistische Politik bzw. Ansichten wählt, legitimiert und zu mehr Macht verhilft. Das geht auch ohne rassistisches Weldbild und auch dann, wenn man Probleme damit hat, Rechtsradikale zu wählen. -- so besteht meiner Hoffnung nach die Möglichkeit, jemandem klar zu machen, dass die Wahl ein absolutes No-Go ist und zu einem Umdenken zu bringen.

                        Die Idee, dass AfD-Wähler ein rassitisches Weltbild haben müssen, kannst du gerne mal ausführen. Finde ich eine ziemlich freche Verallgemeinerung. Zum zweiten Punkt: Ich kaufe Fleisch aus dem Supermarkt -- das heißt nicht, dass ich keine Probleme mit Massentierhaltung habe.

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                          Zitat von noobhans
                          Zitat von 1prozentboy
                          Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                          Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

                          Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
                          - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
                          - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
                          Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
                          Du kannst ihnen das sicherlich vorwerfen. Aber wozu? Du fühlst dich daduch selber besser, aber das war's. Gib den Leuten die Möglichkeit, von ihrer Position abzuweichen, statt sie in den Verteidigungsmodus zu drängen.

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                            Zitat von VARMENDRION
                            Die Idee, dass AfD-Wähler ein rassitisches Weltbild haben müssen, kannst du gerne mal ausführen. Finde ich eine ziemlich freche Verallgemeinerung. Zum zweiten Punkt: Ich kaufe Fleisch aus dem Supermarkt -- das heißt nicht, dass ich keine Probleme mit Massentierhaltung habe.
                            Wow, was ein Unterschied. Dann hast du selber kein rassistisches Weltbild, billigst und unterstützt dann aber entsprechende Politik. Ergebnis ist etwa das gleiche. Gleicher Fall in deinem Beispiel mit dem Supermarktfleisch.

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                              Zitat von VARMENDRION
                              Zitat von noobhans
                              Zitat von 1prozentboy
                              Bitte den Punkt im AfD Parteiprogramm aufzeigen der rassistisch ist. Danke.
                              Entscheidend sind die Taten, nicht das theoretische Programm. Beliebiger Blick auf die Social-Media-Kanäle bestätigt dir die rassistische Denkweise. Spätestens seit Chemnitz wissen wir, dass auch keine Berührungsängste zur radikalen rechten bestehen

                              Berguin: nicht alle AfD-Wähler dient rechtsradikal, aber:
                              - alle vertreten ein zumindest teilweise rassistisches Weltbild
                              - sie haben kein Problem Rechtsradikale zu wählen.
                              Das müssen sich ausnahmslos alle vorwerfen lassen.
                              Halte ich für zu konfrontativ. Damit verlierst du einen Großteil derer, die dir vielleicht noch eine Minute länger zugehört hätten. Niemand lässt sich gerne direkt als Rassist abstempeln.

                              Für mich liegt der Unterschied im Detail: Wer die AfD wählt, muss sich klar sein, dass er rassistische Politik bzw. Ansichten wählt, legitimiert und zu mehr Macht verhilft. Das geht auch ohne rassistisches Weldbild und auch dann, wenn man Probleme damit hat, Rechtsradikale zu wählen. -- so besteht meiner Hoffnung nach die Möglichkeit, jemandem klar zu machen, dass die Wahl ein absolutes No-Go ist und zu einem Umdenken zu bringen.

                              Die Idee, dass AfD-Wähler ein rassitisches Weltbild haben müssen, kannst du gerne mal ausführen. Finde ich eine ziemlich freche Verallgemeinerung. Zum zweiten Punkt: Ich kaufe Fleisch aus dem Supermarkt -- das heißt nicht, dass ich keine Probleme mit Massentierhaltung habe.
                              Der größte Anteil der AfD-Wähler ist als Migrationsskepetiker zu bezeichnen. Fremdenfeindlichkeit oder gar eine ethnozentrische Denkweise trifft nur auf eine Minderheit zu. Diese vergrößert sich aber auch kontinuierlich.

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                                Zitat von highkickharald
                                Zitat von VARMENDRION
                                Die Idee, dass AfD-Wähler ein rassitisches Weltbild haben müssen, kannst du gerne mal ausführen. Finde ich eine ziemlich freche Verallgemeinerung. Zum zweiten Punkt: Ich kaufe Fleisch aus dem Supermarkt -- das heißt nicht, dass ich keine Probleme mit Massentierhaltung habe.
                                Wow, was ein Unterschied. Dann hast du selber kein rassistisches Weltbild, billugst und unterstützt dann aber entsprechende Politik. Ergebnis ist etwa das gleiche. Gleicher Fall in deinem Beispiel mit sem Supermarktfleisch.
                                Du trägst also keine sneaker?

                                Noobhans liegt obviously falsch genauso wie ra3_po mit seinen Empörungsposts

                                PS so leute wie Gauland gehören natürlich untersucht und eigentlich aus der Politik ausgeschlossen (eigentlich deshalb weil er anscheind noch gegen kein Gesetz verstoßen hat)

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