Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Deutsches Politikgeschehen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von Hody von Saggschweiss
    wenn man mit dem schwarzen block nebenher marschiert ist aber alles wieder ok weil man sich ja davon differenziert
    Wer ist denn "der schwarze Block"?

    Kommentar


      Zitat von KADOZER
      haben vermutlich schon die meisten interessierten gesehen, aber vielleicht doch interessant für den ein oder anderen:

      Vice im Gespräch mit Flüchtlingen/Migranten und ein paar "normalen, besorgten Bürgern"

      https://video.vice.com/de/video/chaos-in-chemnitz/5b8688a5be407716cd06a549
      alles was man in dem video wieder mal klar sieht ist wieder "wir, oder die anderen"
      schade, dass man heutzutage in der gesellschaft kaum noch dazu bereit ist die situation sinnvoll von beiden seiten zu betrachten, anstatt sich gegenseitig anzustacheln.

      Kommentar


        In Sachsen sieht die Lage aktuell so aus:

        Kommentar


          Widerlich was da heute in Chemnitz wieder passiert ist. Pegida+HoGeSa+Dritter Weg+IB marschieren und attackieren alles und jeden und der "besorgte Bürger" trottet stumm hinterher oder macht sogar fleißig mit. Da gibts auch keine Ausreden mehr. Wer dann noch sagt, man darf nicht alle in einen Topf werfen, ignoriert einfach die Tatsachen.

          Kommentar


            Zitat von TAM_yo
            Zitat von Hody von Saggschweiss
            wenn man mit dem schwarzen block nebenher marschiert ist aber alles wieder ok weil man sich ja davon differenziert
            Wer ist denn "der schwarze Block"?
            musst jetzt nicht so einen auf unwissend tun, ansonsten hilft google.

            Denke das Problem ist innergesellschaftlich nicht zu lösen. Da muss die Politik sich dieser 25% annehmen. Man muss analysieren, welche Sorgen und Bedürfnisse hinter den AFD-Parolen stecken. Die Extremisten wirst du nicht einfangen können, aber zumindest der Rattenschwanz der dranhängt. Da sind eben auch die großen Volksparteien gefragt.

            Kommentar


              Der Begriff "Volkspartei" ist pervers. Parteien stellen Teile (pars) der Bevölkerung dar. Volksparteien versuchen künstlich ihre Wählerschaft auf Kosten anderer zu vergrößern und verlieren ihren Identität.

              Es ist ein relativ gesunder Prozeß, dass keine Partei mehr über 30% kommt. Das zwingt alle dazu, mehr miteinander zu sprechen.

              Diese ewig langen Perioden von Kohl und Merkel sind Gift gewesen. Man kann ja viel über die USA schimpfen, aber dort ist nach 2x Amtszeiten Schluss.

              Kommentar


                Zitat von gestalt
                Zitat von TAM_yo
                Zitat von Hody von Saggschweiss
                wenn man mit dem schwarzen block nebenher marschiert ist aber alles wieder ok weil man sich ja davon differenziert
                Wer ist denn "der schwarze Block"?
                musst jetzt nicht so einen auf unwissend tun, ansonsten hilft google.
                "Den" schwarzen Block gibt es nicht. Wird sowohl von Links- wie auch Rechtsextremisten benutzt. Deswegen meine Frage worauf er sich nun genau bezieht. Die Aussage kann also je nachdem eine ganz unterschiedliche Intention haben.

                Zitat von Lillet
                Der Begriff "Volkspartei" ist pervers. Parteien stellen Teile (pars) der Bevölkerung dar. Volksparteien versuchen künstlich ihre Wählerschaft auf Kosten anderer zu vergrößern und verlieren ihren Identität.

                Es ist ein relativ gesunder Prozeß, dass keine Partei mehr über 30% kommt. Das zwingt alle dazu, mehr miteinander zu sprechen.

                Diese ewig langen Perioden von Kohl und Merkel sind Gift gewesen. Man kann ja viel über die USA schimpfen, aber dort ist nach 2x Amtszeiten Schluss.
                Dem würde ich zur Hälfte zustimmen. Ich verstehe schon, wie das mit dem "gesunder Prozeß, dass keine Partei mehr über 30% kommt" meinst, sehe es aber kritisch, wenn das politische Parteienspektrum alle demokratischen Interessen innerhalb einer Gesellschaft vertreten soll und grade einer Partei in diesem auf die 30% zusteuert, die, auch wenn bis jetzt nur verkappt, gegen das Demokratische System agiert. Grundsätzlich widerspricht das deiner Aussage auch nicht, wollte es aber trotzdem nur anmerken.

                Die Begrenzung der Amtszeit ist mmN Fluch und Segen zugleich. Natürlich zwingt das Politiker dazu progressiv sein und "vital" zu bleiben. Andererseits brauchen einige politische Konzepte mehr als 8 Jahre und es gibt viele Projekte die durch die Begrenzung im Sand verlaufen.

                Kommentar


                  Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.

                  Kommentar


                    Zitat von gestalt
                    Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                    der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.

                    Kommentar


                      Zitat von definitiv nicht keira
                      Zitat von gestalt
                      Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                      der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.
                      Da können wir aber ehrlicherweise der FDP die Schuld klar zuweisen, die sich auf peinliche Weise zurück gezogen haben und dadurch keine Koalition von Grüne CDU und FDP entstanden ist.

                      Habe aber auch gut das Kotzen bekommen, als ich gehört habe das Seehofer die AfD nicht mit dem Verfassungsschutz beobachten möchte. Die Linken beobachtet man aber brav....

                      Kommentar


                        Zitat von definitiv nicht keira
                        Zitat von gestalt
                        Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                        der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.
                        In diesem Zusammenhang ein Auszug aus einer Wähleranalyse von Dennis Eversberg, S. 9:
                        "Die Wahrheit ist so schlicht wie schwer zu verdauen: Die 12,6% der Wähler:innen in Deutschland, die AfD wählten, wollten damit nicht „eigentlich“ die Regierung für ihre Sozial- oder Steuerpolitik abstrafen, dafür, dass sie zu wenig gegen soziale Ungleichheiten tat. Nein: Sie wollten Merkel für die eine Entscheidung in zwölf Jahren Regierungspolitik bestrafen, die nicht einem machtpolitischen, taktischen oder ökonomischen Kalkül, sondern einer humanitären Regung folgte. 12,6% wählten nicht deshalb eine autoritär-nationalistische Partei, weil sie „eigentlich“ etwas anderes wollten, sondern ganz einfach weil sie autoritär und nationalistisch – oder zumindest autoritätsgebunden und ethnozentrisch – denken und empfinden. Daran ändert auch der immer wieder zitierte Befund nichts, dass 61% von ihnen die Stimme für die AfD nicht abgaben, weil sie von dieser Partei überzeugt, sondern weil sie von den anderen enttäuscht waren. Denn die Enttäuschung rührt eben daher, dass sie sich beim restlichen Parteienspektrum mit ihrer Überzeugung, dass Deutsche bevorzugt behandelt und Ausländer:innen nicht ins Land gelassen gehörten, nicht mehr aufgehoben fühlten."

                        Kommentar


                          Zitat von Cooki
                          das Seehofer die AfD nicht mit dem Verfassungsschutz beobachten möchte. Die Linken beobachtet man aber brav....
                          wohlwollend mit getragen von der SPD. und ich habe mir zuletzt mal wieder von einem juso anhören dürfen, dass wagenknecht und lafontaine schuld daran waren, dass 2013 trotz linker mehrheit im parlament keine linke regierung gebildet werden konnte :D

                          Kommentar


                            Zitat von TAM_yo
                            Zitat von definitiv nicht keira
                            Zitat von gestalt
                            Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                            der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.
                            In diesem Zusammenhang ein Auszug aus einer Wähleranalyse von Dennis Eversberg, S. 9:
                            "Die Wahrheit ist so schlicht wie schwer zu verdauen: Die 12,6% der Wähler:innen in Deutschland, die AfD wählten, wollten damit nicht „eigentlich“ die Regierung für ihre Sozial- oder Steuerpolitik abstrafen, dafür, dass sie zu wenig gegen soziale Ungleichheiten tat. Nein: Sie wollten Merkel für die eine Entscheidung in zwölf Jahren Regierungspolitik bestrafen, die nicht einem machtpolitischen, taktischen oder ökonomischen Kalkül, sondern einer humanitären Regung folgte. 12,6% wählten nicht deshalb eine autoritär-nationalistische Partei, weil sie „eigentlich“ etwas anderes wollten, sondern ganz einfach weil sie autoritär und nationalistisch – oder zumindest autoritätsgebunden und ethnozentrisch – denken und empfinden. Daran ändert auch der immer wieder zitierte Befund nichts, dass 61% von ihnen die Stimme für die AfD nicht abgaben, weil sie von dieser Partei überzeugt, sondern weil sie von den anderen enttäuscht waren. Denn die Enttäuschung rührt eben daher, dass sie sich beim restlichen Parteienspektrum mit ihrer Überzeugung, dass Deutsche bevorzugt behandelt und Ausländer:innen nicht ins Land gelassen gehörten, nicht mehr aufgehoben fühlten."
                            habe jetzt auch nicht die afd-seite gemeint. die wählermigration der großen parteien ging ja auch in lager, die non-afd sind (dazu gehörte ich auch bei der letzten wahl.)

                            btw die gendergap mit ":" zu füllen, treibt mir krebs in die augen :D zum ersten mal in der freien wildbahn gesehen und nicht nur in abhandlungen der feministischen linguistik

                            Kommentar


                              Zitat von TAM_yo
                              Zitat von definitiv nicht keira
                              Zitat von gestalt
                              Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                              der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.
                              In diesem Zusammenhang ein Auszug aus einer Wähleranalyse von Dennis Eversberg, S. 9:
                              "Die Wahrheit ist so schlicht wie schwer zu verdauen: Die 12,6% der Wähler:innen in Deutschland, die AfD wählten, wollten damit nicht „eigentlich“ die Regierung für ihre Sozial- oder Steuerpolitik abstrafen, dafür, dass sie zu wenig gegen soziale Ungleichheiten tat. Nein: Sie wollten Merkel für die eine Entscheidung in zwölf Jahren Regierungspolitik bestrafen, die nicht einem machtpolitischen, taktischen oder ökonomischen Kalkül, sondern einer humanitären Regung folgte. 12,6% wählten nicht deshalb eine autoritär-nationalistische Partei, weil sie „eigentlich“ etwas anderes wollten, sondern ganz einfach weil sie autoritär und nationalistisch – oder zumindest autoritätsgebunden und ethnozentrisch – denken und empfinden. Daran ändert auch der immer wieder zitierte Befund nichts, dass 61% von ihnen die Stimme für die AfD nicht abgaben, weil sie von dieser Partei überzeugt, sondern weil sie von den anderen enttäuscht waren. Denn die Enttäuschung rührt eben daher, dass sie sich beim restlichen Parteienspektrum mit ihrer Überzeugung, dass Deutsche bevorzugt behandelt und Ausländer:innen nicht ins Land gelassen gehörten, nicht mehr aufgehoben fühlten."
                              hab grad keine Zeit die ganze Analyse zu lesen, aber danke schonmal fürs verlinken. Diskutiert er auch, von welchen Parteien die AfD-Wähler kamen? Denn was hat man vorher gewählt und wie ist man auf einmal zu einer doch so weit rechten Partei gekommen?

                              Kommentar


                                Zitat von definitiv nicht keira
                                Spoiler: 
                                Zitat von TAM_yo
                                Zitat von definitiv nicht keira
                                Zitat von gestalt
                                Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                                der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.
                                In diesem Zusammenhang ein Auszug aus einer Wähleranalyse von Dennis Eversberg, S. 9:
                                "Die Wahrheit ist so schlicht wie schwer zu verdauen: Die 12,6% der Wähler:innen in Deutschland, die AfD wählten, wollten damit nicht „eigentlich“ die Regierung für ihre Sozial- oder Steuerpolitik abstrafen, dafür, dass sie zu wenig gegen soziale Ungleichheiten tat. Nein: Sie wollten Merkel für die eine Entscheidung in zwölf Jahren Regierungspolitik bestrafen, die nicht einem machtpolitischen, taktischen oder ökonomischen Kalkül, sondern einer humanitären Regung folgte. 12,6% wählten nicht deshalb eine autoritär-nationalistische Partei, weil sie „eigentlich“ etwas anderes wollten, sondern ganz einfach weil sie autoritär und nationalistisch – oder zumindest autoritätsgebunden und ethnozentrisch – denken und empfinden. Daran ändert auch der immer wieder zitierte Befund nichts, dass 61% von ihnen die Stimme für die AfD nicht abgaben, weil sie von dieser Partei überzeugt, sondern weil sie von den anderen enttäuscht waren. Denn die Enttäuschung rührt eben daher, dass sie sich beim restlichen Parteienspektrum mit ihrer Überzeugung, dass Deutsche bevorzugt behandelt und Ausländer:innen nicht ins Land gelassen gehörten, nicht mehr aufgehoben fühlten."


                                habe jetzt auch nicht die afd-seite gemeint. die wählermigration der großen parteien ging ja auch in lager, die non-afd sind (dazu gehörte ich auch bei der letzten wahl.)

                                btw die gendergap mit ":" zu füllen, treibt mir krebs in die augen :D zum ersten mal in der freien wildbahn gesehen und nicht nur in abhandlungen der feministischen linguistik
                                Ah, dann habe ich dich Missverstanden. Dachte du beziehst dich auf die AfD, weil die ja fälschlicherweise als reine Protestpartei charakterisiert wird.

                                Gendern lasse ich in meinen Arbeiten auch immer weg, aber auch nur, weil meine Profs darauf keinen besonderen Wert legen. Wenn du das aber bei meiner Studiengangsleitung, die gleichzeitig auch Frauenbeauftragte ist, machst, fällst du sofort in Ungnade :D


                                [quote=gestalt]
                                Spoiler: 
                                Zitat von TAM_yo
                                Zitat von definitiv nicht keira
                                Zitat von gestalt
                                Man kann auch schlecht die langen Amtszeiten den Politikern anhängen, da sind die Wähler gefragt.
                                der wähler hat bei der letzten wahl für deutsche verhältnisse deutlich mitgeteilt, dass er keine groko mehr will, aber das wurde dann etwas freier interpretiert.
                                In diesem Zusammenhang ein Auszug aus einer Wähleranalyse von Dennis Eversberg, S. 9:
                                "Die Wahrheit ist so schlicht wie schwer zu verdauen: Die 12,6% der Wähler:innen in Deutschland, die AfD wählten, wollten damit nicht „eigentlich“ die Regierung für ihre Sozial- oder Steuerpolitik abstrafen, dafür, dass sie zu wenig gegen soziale Ungleichheiten tat. Nein: Sie wollten Merkel für die eine Entscheidung in zwölf Jahren Regierungspolitik bestrafen, die nicht einem machtpolitischen, taktischen oder ökonomischen Kalkül, sondern einer humanitären Regung folgte. 12,6% wählten nicht deshalb eine autoritär-nationalistische Partei, weil sie „eigentlich“ etwas anderes wollten, sondern ganz einfach weil sie autoritär und nationalistisch – oder zumindest autoritätsgebunden und ethnozentrisch – denken und empfinden. Daran ändert auch der immer wieder zitierte Befund nichts, dass 61% von ihnen die Stimme für die AfD nicht abgaben, weil sie von dieser Partei überzeugt, sondern weil sie von den anderen enttäuscht waren. Denn die Enttäuschung rührt eben daher, dass sie sich beim restlichen Parteienspektrum mit ihrer Überzeugung, dass Deutsche bevorzugt behandelt und Ausländer:innen nicht ins Land gelassen gehörten, nicht mehr aufgehoben fühlten."
                                Zitat von TAM_yo

                                hab grad keine Zeit die ganze Analyse zu lesen, aber danke schonmal fürs verlinken. Diskutiert er auch, von welchen Parteien die AfD-Wähler kamen? Denn was hat man vorher gewählt und wie ist man auf einmal zu einer doch so weit rechten Partei gekommen?
                                Leider nicht wirklich, geht viel darum weshalb der Übergang der Wirtschaftssysteme Lebensweisen produziert, die ein autoritäres Denken begünstigen. Gute Wähleranalysen sind folgende (Für die meisten brauchst du einen Uni-VPN):

                                - Die Metamorphose der AfD-Wählerschaft
                                - Ein Vergleich der Sozialstruktur, politischen Einstellungen und Einstellungen zu Flüchtlingen zwischen AfD-WählerInnen und der WählerInnen der anderen Parteien
                                - Das politische Potenzial der AfD
                                - Die Alternative für Deutschland (AfD) und die Parteiensysteme der deutschen Bundesländer
                                - Allzeit fern des Durchschnitts: Politische Ansichten der AfD-Anhänger

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X