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    Zitat von Monk Beitrag anzeigen
    Und wo ist das Problem mit einer Subvention von erneuerbarer Energie? Davon abgesehen, dass die Kohlereviere sehr viel länger subventioniert wurden (seit den 1950er Jahren), ist eine Subventionierung nicht genau der richtige Ansatz? Eine Art "marktwirtschaftlicher" Ansatz anstatt "dreckigen" Strom direkt zu verbieten
    Man muss sich die Fragen stellen wofür man Geld ausgeben möchte und welche direkten und indirekten Effekte die gewählten Instrumente haben. Ist das oberste Ziel der Klimaschutz im Sinne einer sukzessiven Absenkung der CO2-Emissionen, so sollten wir CO2 direkt bepreisen. Möchten wir tolle Windräder, weil sie toll sind und kein CO2 verursachen, so sollten wir Windräder subventionieren.

    Dumm wenn es mehrere Instrumente gibt, die sich teils gegenseitig beeinflussen. Denn wir haben bereits einen Preis für CO2 im Stromsektor und der gilt europaweit. Steigen die Subventionen für Erneuerbare Energien, so dass sich CO2-Emittenten überlegen auf Erneuerbare Energien umzusteigen, sinkt die Nachfrage dieser Unternehmen nach Zertifikaten im Markt. Was sich bei gleichem Angebot in einem geringeren Preis pro Tonne CO2 ausdrücken wird. Diese gesunken Kosten werden von weniger ambitionierten Unternehmen dankend angenommen. So wird man auf Grund der fixen Obergrenze, die europaweit gilt, lediglich die Emissionen örtlich verschieben.

    Ich will nicht bestreiten, dass es einen Zweck als Staat solche Technologien zu fördern. Es muss bloß im Großen und Ganzen bedacht werden. Gleiche Kritik gilt übrigens für eine Abschaltung von deutschen Kohlekraftwerke ohne zeitgleiche Anpassung der Zertifikatsmenge, weswegen auch die Beschlüsse zur Kohlekommission aus der Wissenschaft kritisiert wurden. Auch da werden jetzt vermutlich Milliarden verbrannt, weil Politik so funktioniert wie Politik nun mal funktioniert.

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      Sicher wäre eine Reduzierung der Zertifikatsmenge wünschenswert. Aber auch wenn das nicht passiert, so werden doch (mit Blick auf den CO2-Ausstoß) ineffiziente Kraftwerke durch potentiell effizientere ersetzt. Das bedeutet dann: Mehr Strom bei gleichem Gesamtausstoß.

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          also bleibt eh alles wie es ist, außer dass das benzin teuerbilliger wird?

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            Zitat von OrdentlichUndFromm Beitrag anzeigen
            Sicher wäre eine Reduzierung der Zertifikatsmenge wünschenswert. Aber auch wenn das nicht passiert, so werden doch (mit Blick auf den CO2-Ausstoß) ineffiziente Kraftwerke durch potentiell effizientere ersetzt. Das bedeutet dann: Mehr Strom bei gleichem Gesamtausstoß.
            Das stimmt schon. Aber der Klimaschutz spielt hierbei keine Rolle und das ist das große Versagen. Außerdem müsste man diesem zusätzlich erzeugten Strom einen Preis geben und dann wird man vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass sich der "Mehraufwand" in Form von überzogenen Strompreisen im Hinblick auf unser oberstes Problem "Klimaschutz" nicht rechnet und es möglicherweise bessere und/oder kostengünstigere Möglichkeiten gäbe. Das ist mein Punkt, dass viele solche Themen nicht mehr im Kontext von Alternativen denken.

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              Bin sehr zufrieden mit dem Klimapaket. Super Arbeit!

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                Zitat von cena_ Beitrag anzeigen
                Man muss sich die Fragen stellen wofür man Geld ausgeben möchte und welche direkten und indirekten Effekte die gewählten Instrumente haben. Ist das oberste Ziel der Klimaschutz im Sinne einer sukzessiven Absenkung der CO2-Emissionen, so sollten wir CO2 direkt bepreisen. Möchten wir tolle Windräder, weil sie toll sind und kein CO2 verursachen, so sollten wir Windräder subventionieren.
                Natürlich ist es richtig, dass auf lange Sicht die CO2 Emissionen insgesamt reduziert werden müssen. Und natürlich ist es auch richtig, dass hier eine rein nationale Lösung nicht sinnvoll ist, um nicht einfach den CO2 Verbrauch zu exportieren.
                Zum einen sollten wir in der Wortwahl aufpassen - von überzogenen Energiekosten kann überhaupt nicht die Rede sein. Selbst mit EEG Umlage sind die Stromkosten nach wie vor bezahlbar - auch wenn man hier gegensteuern müsste und nicht so viele Unternehmen von der EEG Umlage befreien, aber das ist ein anderes Thema. Es ist halt kurios, dass die Subventionen für erneuerbare Energie in der EEG Umlage sichtbar sind, während die anderen Subventionen vom Haushalt bezahlt werden, für die meisten quasi "unsichtbar" (egal ob die frühere Steinkohleförderung, die weiterhin geringen Kosten für Braunkohleförderung oder die Atommüllendlagerkosten, etc.)

                Außerdem nimmt die Energieversorgung doch eine Sonderrolle ein, weil der Klimaschutz nunmal mit "sauberer" Energie steht und fällt. Natürlich würde auf lange Sicht auch eine direkte Verknappung der CO2 Emissionen zum Ziel führen, aber viel direkter ist doch die Förderung von erneuerbaren Energien, damit hier ein zusätzlicher Anreiz geschaffen wird, umzusteigen. Wenn wir erstmal einen vernünftigen Strommix haben, fällt die restliche Umstellung viel leichter. Im 2. Schritt müssen dann natürlich die Zertifikate reduziert werden, klar.

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                  Zitat von Aki Watzke Beitrag anzeigen
                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 5C8AD945-251C-45E1-B002-550391FBE1BD.jpeg Ansichten: 1 Größe: 70,0 KB ID: 11433148
                  hat schwarz-rot hiermit den ersten grünen kanzler gewählt?

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                    Weil wir das Thema ja gerade hatten.
                    Kritik [über die Proteste in Berlin] kam vom FDP-Vorsitzenden Christian Lindner: "Über die extremen Forderungen zum Klimaschutz hinaus stellen Aktivisten der Gruppierung offen die Demokratie infrage." Er verlangte, "Klimaaktivisten und Grüne sollten sich von den antidemokratischen und teils totalitären Äußerungen aus dieser Gruppierung distanzieren". Klimaschutz sei keine Entschuldigung für Gewalt.
                    Quelle
                    Ganz ehrlich, warum liest man von der FDP ständig nur von diesen Beißreflexen? Mal werden die Grünen dämonisiert, die ihr wahres, verfassungsfeindliches Gesicht zeigten, mal eine Gruppe von friedlichen Aktivisten, und demonstrierende Schüler sind Schulschwänzer und verstehen eh nichts von Politik. Irgendwie sind alle anderen immer gewalttätige Systemfeinde oder zumindest Regelbrecher. Selbst wenn ich keine Vorbehalte gegen die FDP wegen ihrer Nähe zur Wirtschaftsklientel hätte ... so langsam wüsste ich nicht, wofür ich sie noch sympathisch finden sollte. Oder auch nur liberal.

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                      Das System Lindner ist am Ende. Gab nen guten Kommentar im tagesspiegel dazu: https://www.tagesspiegel.de/wirtscha.../24999346.html

                      Zitat von cena_ Beitrag anzeigen
                      https://www.zeit.de/2019/41/kernkraf...ende-atommuell

                      Ganz interessanter Artikel.

                      Wie gesagt, all die Kritik man würde sich ausruhen und voll auf zukünftige Technologien setzen ist Unfug. Man setzt auf ein marktwirtschaftliches Instrument, welches die Pariser Ziele qua Konstruktion erfüllen kann. Andere Parteien setzen auf Aktionismus und Bürokratie, die im Ergebnis wenig bringt und abartig hohe Kosten verursacht. 20 Jahre Subventionen in Erneuerbare Energien lassen grüßen.
                      Ja, "kann" - das hat aber in der Vergangenheit nicht funktioniert. Auch die Diskussion Steuer oder Zertifikate wurde schon in den 90ern geführt. Sprich: die Zeit haben wir nicht mehr. Wie so vieles wurde das verspielt. Der Ansatz der FDP wäre cool, wenn sie das in den 80ern ordentlich durchgezogen hätten.
                      Allein für ein nationales Emissionshandelssystems könnte man frühestens in 2023 (!) rechnen. U.a. aufgrund des immensen bürokratischen und rechtlichen Aufwands inklusive Klagewelle. Insbesondere interessant, da Du anderen Ansätzen ja Bürokratie vorwirfst. Im Prinzip ist "wir brauchen Technologien" und "wir brauchen Zertifikate" die gleiche Taktik: wir verschieben das Problem weiterhin auf die Zukunft und hoffen auf Wunder.


                      Da spricht mich eher der Antrag der Grünen an: "Insgesamt solle es einen „klugen Mix“ aus CO2-Bepreisung, Anreizen, Förderung und Verboten geben, heißt es in dem Antrag.". + Zweistufigen Ansatz: Erst Steuer, dann auf Zertifikate umschwenken.

                      * https://www.agora-energiewende.de/pr...jahren-senken/
                      Zuletzt geändert von noobhans; 08.10.2019, 00:04.

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                        https://www.sueddeutsche.de/politik/...tion-1.4631799

                        Zum Glück geht es hier scheinbar nur um 700 Millionen Euro.
                        Aber egal, werden sowieso wieder gewählt. ¯\_(ツ)_/¯

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                          dieses klimaschutzpaketdreck... junge, junge. ,,|,,

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                            Zitat von ramses Beitrag anzeigen
                            dieses klimaschutzpaketdreck... junge, junge. ,,|,,
                            Sprich dich aus? Geht's dir nicht weit genug, zu weit, ist es zu unkonkret, zu teuer, wo berührt es dich genau?

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                              das ist vielleicht ein klimabrief. aber eigentlich eine luftnummer.

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                                Zitat von MarsderEchte Beitrag anzeigen
                                Sprich dich aus? Geht's dir nicht weit genug, zu weit, ist es zu unkonkret, zu teuer, wo berührt es dich genau?
                                Und das von Mr. KommentarloserLink :P

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