Zitat von Das_Bier
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Die Themen, die du nennst, verstehen auch etliche Erwachsene nicht (Frag doch mal 10 Erwachsene nach den Verfassungsorganen) und sie gehen trotzdem wählen.Die Zeit reicht nie aus bei solchen Themen, aber wenn die Lehrkraft für politische Themen brennt und sie aufgrund seines Beamtenstatus neutral vermitteln kann, besteht die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche zu politisieren. Ist eben eine Frage der Haltung. Ab Klasse 7 mit dem Fach besteht ja dann auch die Möglichkeit, die Themen detaillierter fortzuführen.
Und das Eltern-Argument kann ich leider nicht mehr hören. Ja, die Elternschaft ist wie die Schülerschaft individueller und komplizierter geworden, aber so ist das eben und als Lehrkraft sollte man sich darauf einstellen, dass man einen entscheidenden Einfluss auf Kinder unterschiedlicher Herkunft hat, die 6-9 Stunden in der Schule sitzen und nachmittags ggf. in der Betreuung. Finde die Einstellung "da verändert man eh nichts" katastrophal als Lehrkraft. Gerade sozial schwache Familien haben kaum die Möglichkeit, Werte und Normen zu vermitteln, die sie selbst nicht erlebt haben oder aus anderweitigen Gründen nicht vermitteln. Ich bin übrigens Grundschullehrer und würde mal glatt behaupten, dass die Elternarbeit eine noch intensivere ist als an der Sek1 und Sek2 sowieso.
Ansonsten, was bolo sagt. 800k Kinder gehen wählen und wählen eher selten rechts, aber deine Anekdoten sind offensichtlich aussagekräftiger.
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