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    #16
    Pro 16.

    Finde auch den Part aus dem Tagesspiegel Artikel interessant, der die Wahlbeteiligung anspricht, wenn sie schon waehlen durften. Die "geistige Reife" mit 16 ist im Schnitt auf jeden Fall schon weit genug, um sich von den gleichen einfachen Slogans wie Aeltere bezaubern zu lassen, aber eben auch diese schon hinterfragen zu koennen und sich bei Bedarf selbst mehr zu informieren.

    Wenn man die Ergebnisse der letzten Bundestagswahlen mit denen der "Juniorwahl" vergleicht (siehe Spoiler), ueberrascht es mich sogar, dass der Hauptunterschied immer bei CDU/CSU und Gruenen liegt. Zuletzt 2017 auch noch bei der AfD, aber das wundert mich auch gar nicht. Keine Ahnung mit was fuer Helden sich das_Pils rumschlagen muss. Hatte noch mehr Tendenz bei der Jugend in Richtung rot erwartet.

    Zuletzt geändert von CPCracker; 02.08.2020, 17:03.

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      #17
      Zitat von pHNM Beitrag anzeigen

      Also die Ergebnisse der Juniorwahl 2017 an insgesamt 3490 Schulen sprechen da aber eine ganz andere Sprache:

      https://www.spiegel.de/lebenundlerne...a-1169732.html

      https://www.juniorwahl.de/bundestagswahl-2017.html
      Zunächst drei Anmerkungen:

      Das Ergebnis Ist drei Jahre her, in der Zeit wurde zb die AFD in den Bundestag gewählt. Was deren Präsenz deutlich erhöht hat.

      Der absolute Großteil der teilnehmenden Schulen kommt aus dem Westen. https://www.juniorwahl.de/files/webs...e_20170919.png


      Und folgender Punkt zeigt die Gefahr der jungen Wähler gut auf: "Zur Europawahl 2014 wählte eine Klasse der Fridtjof-Nansen-Realschule in Gronau zu 25 % die NPD. Ein nicht unsignifikanter Anteil dieser Schüler tat dies „aus Spaß“ oder um zu provozieren. Daraufhin wurde der Klasse von der Schulleitung ein Ausflug verweigert, was umstritten ist, zumal Juniorwahlen keine Auswirkungen auf die Zusammensetzung von Parlamenten haben.[1] Es gibt allerdings auch positive Stimmen für das Vorgehen der Schulleitung, die den Vorfall dadurch nicht unkommentiert gelassen habe.[2] Im Zuge der Debatte haben sich auch die Schüler selbst zu Wort gemeldet, um sich von dem Verhalten ihrer Mitschüler zu distanzieren.[3"

      Quelle:
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Juniorwahl



      Aber ja, meine Jugendlichen / Kinder sind eher unterschicht. Daher weiß ich auch nicht welche Schulen an solchen Wahlen teilgenommen haben. Die Schulen die ich kenne, haben es nicht getan ;)

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        #18
        der absolute großteil der 16-jährigen kommt auch aus dem westen.¯\_(ツ)_/¯
        Zuletzt geändert von BoLo; 02.08.2020, 18:41.

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          #19
          Bin eher für Wählen bis 70.

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            #20
            Zitat von ramses Beitrag anzeigen
            Bin eher für Wählen bis 70.
            Ich auch.

            Kommentar


              #21
              glaube dann haben wir noch mehr grünen wähler.
              absoluto dagegen

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                #22
                auch wenn davon parteien profitieren, die ich nicht wählen würde, das wahlalter sollte schon gesenkt werden. und wenn wir dabei sind, wie wäre es mit direkter demokratie?

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                  #23
                  niemals direkte demokratie. NIEMALS!

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                    #24
                    https://www.bertelsmann-stiftung.de/...ab_16_2015.pdf

                    Die Studie zeigt nochmal ganz deutlich auf, was für Vorteile es bergen kann, ein Wahlrecht ab 16 einzuführen. Sie schränkt aber auch klar ein: Ohne Unterstützung, insb. im schulischen und häuslichen Bereich, kann es für bestimmte Wähler*innengruppen, z.B. aus prekären Verhältnissen, schwierig sein, die Sinnhaftigkeit von Wahlen wahrzunehmen. Schade, dass Schulen das häufig nicht leisten können und auch wollen. Da muss eben eine Lehrkraft hinter sitzen, die ebenfalls politisch interessiert ist und gleichzeitig differenziert und neutral vermittelt. Die Kompetenz geht vielen leider ab.

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                      #25
                      Zitat von itsallsmoothlol Beitrag anzeigen
                      glaube dann haben wir noch mehr grünen wähler.
                      absoluto dagegen
                      Ich übersetze: Du bist also dafür, große Bevölkerungsgruppen (und zwar unabhängig von ihrer Reife und Befähigung) von Wahlen auszuschließen, weil sie nicht deine politischen Ansichten teilen?

                      Wow.

                      Kommentar


                        #26
                        Zitat von flav Beitrag anzeigen
                        https://www.bertelsmann-stiftung.de/...ab_16_2015.pdf

                        Die Studie zeigt nochmal ganz deutlich auf, was für Vorteile es bergen kann, ein Wahlrecht ab 16 einzuführen. Sie schränkt aber auch klar ein: Ohne Unterstützung, insb. im schulischen und häuslichen Bereich, kann es für bestimmte Wähler*innengruppen, z.B. aus prekären Verhältnissen, schwierig sein, die Sinnhaftigkeit von Wahlen wahrzunehmen. Schade, dass Schulen das häufig nicht leisten können und auch wollen. Da muss eben eine Lehrkraft hinter sitzen, die ebenfalls politisch interessiert ist und gleichzeitig differenziert und neutral vermittelt. Die Kompetenz geht vielen leider ab.
                        Nettes Lehrer bashing.
                        ​​​​​​Die Rahmenbedingungen sind einfach schlecht für intensive politische Bildung. Der Lehrplan sieht einfach deutlich mehr Themen vor und bei 2-3 Stunden wipo in der Woche bleibt kaum Zeit, vor allem da oftmals wipo erst ab klasse 7 überhaupt startet und in klasse 8 und 9 auch noch ein Praktikum liegt. Das Schreiben von Bewerbungen inkl Lebenslauf und wie man sich zu verhalten hat , ist da erstmal groß angesagt. Dazu die Verfassungsorgane Deutschlands, Wirtschaftssystem, Veränderung am Arbeitsmarkt, internationale Konflikte / Verträge, und halt auch das Wahlsystem - wobei es da eher um die Rahmenbedingungen geht. Sicherlich werden auch politische Parteien vorgestellt, aber die Zeit reicht niemals aus, da ernsthaft was zu verändern bei den Schülern.

                        Aber so denken halt mittlerweile sehr viele: Lehrer sind ein Dienstleister und müssen abliefern, Eltern sind fein raus.
                        Bloß nichts mehr zu Hause vermitteln oder beibringen.

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                          #27
                          Schwierig.

                          Einerseits bekomme ich das Grauen, wenn ich die pubertierenden 16 Jährigen am See sehe, wie sie jeglichen Scheiß von sich geben, sich auch dementsprechend verhalten und die deutsche Sprache vergewaltigen, und somit auch ein Wahlrecht haben. Andererseits müssen diese auch aktiv in ihre Zukunftsbildung eingebunden werden, vorausgesetzt der Politik-Unterricht wird weiter ausgebaut. Und dabei möchte ich auch die Eltern nicht aus'm Spiel lassen, auch wenn eine subjektive Verleitung in eine politische Richtung wohl nicht ausbleiben wird.

                          Im gleichen Atemzug würde ich aber auch bei Personen >70j. (flexible Altersbegrenzung) einen Test anfordern, ob sie geistig noch in der Lage sind zu wählen. Würde mir ungerne von einer Person meine Zukunft mit diktieren lassen, die geistig nicht mehr dazu in der Lage ist. Zwar wird es schwierig umzusetzen sein, dass auch alle damit zufrieden sind, aber viele ältere Leute haben einfach zu konservative Ansichten, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind, weil sie in der schnelllebigen Zeit nicht mehr zurechtkommen. Meine Oma ist 76j. ist im Dorf aufgewachsen, und sie musste seelisch drauf vorbereitet werden, dass auf der Hochzeit meiner Schwester ein dunkelhäutiger (dazu noch blondiert) und ein schwules Pärchen zugegen sein werden. Ich mache ihr da keine Vorwürfe, da sie sehr christlich aufgewachsen und eben so erzogen wurde. Aber ich bin der Meinung, dass sie geistig einfach nicht mehr Lage ist zu wählen (einige andere wirre Sachen). Und das sage ich nicht, weil sie wohlmöglich die AfD wählen könnte, was sie aber nicht macht. Sie hat es selbst zum Glück eingesehen und wählt nicht.
                          Zwar radikal, aber mMn. ein Schritt der von Nöten ist.

                          Genauso progressiv sehe ich übrigens beim Führerschein, da ältere Personen in einem PKW eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. Da sollte es regelmäßige Tests geben. Aber anderes Thema..

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                            #28
                            Warum ab 16? Würden die Argumente, die dafür sprechen, nicht genauso für 15 oder ab 14 gelten?

                            Kommentar


                              #29
                              Zitat von Monk Beitrag anzeigen
                              Warum ab 16? Würden die Argumente, die dafür sprechen, nicht genauso für 15 oder ab 14 gelten?
                              Mit diesem Transfer könntest du sowohl das Wahlrecht für Babys legitimisieren als auch das Wahlrecht für jedwedes Alter abschaffen. Chapeau.

                              Zwischen 14 und 16 passiert entwicklungsperspektivisch einiges und die kognitiven Fähigkeiten ermöglichen einem langsam, mehr als nur deutlich klare Zusammenhänge war zu nehmen und Wissen zu transferieren. Das ist ein Übungsprozess, so dass manche Menschen diesen auch mit 18 noch nicht vollumfänglich abgeschlossen haben und manche ihn nie abschließen.
                              Es gibt mit Sicherheit einige 14-jährige, die in politischer Hinsicht mehr verstehen, als so mancher 18- bis 21-jähriger, aber das Wahlrecht spielt auf die Masse an Wählern an.
                              Einige scheinen die Reife von 16-jährigen deutlich zu unterschätzen, wie mir scheint (dies fußt auf der subjektiven Wahrnehmung von 16-jährigen meinerseits, ist also ebenfalls biased).

                              Um einen weiteren Denkanstoß zu geben:
                              Frühzeitiges Wählen unter der Bedingung des Ablegens einer Prüfung für Menschen unter 18 erlauben?

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                                #30
                                Zitat von panda yo Beitrag anzeigen

                                Um einen weiteren Denkanstoß zu geben:
                                Frühzeitiges Wählen unter der Bedingung des Ablegens einer Prüfung für Menschen unter 18 erlauben?
                                Fände ich gut.
                                Immerhin absolvieren nur die einen Test, die auch gewillt sind sich wirklich mit Politik zu beschäftigen.

                                Kann mir kaum vorstellen, dass sich 16 jährige hinstellen und einen Test absolvieren, nur um Mist zu wählen und zu trollen (Einzelfälle ausgenommmen).

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